Snapchat in Zahlen: App verzeichnet 39 Prozent Umsatzplus

Snapchat in Zahlen: App verzeichnet 39 Prozent Umsatzplus

Snapchat wurde lange Zeit als innovative und richtungsweisende, aber auch wenig lukrative Social App eingestuft. Doch gerade junge Nutzer tummeln sich zusehends bei Snapchat und Probleme bei Facebook, Twitter oder Instagram, gepaart mit einigen spezifischen Angeboten, die Snapchat attraktiv machen, sorgen für mehr Nutzer und steigende Werbeeinkünfte. Die Zahlen sprechen für die App; doch hält das Wachstum an und können wieder mehr Nutzer gewonnen werden?
Endlich starke Geschäftszahlen für die populäre App
Der Quartalsbericht für Q1 2019 hatte es in sich. Und die Nachrichten waren zum großen Teil positiv. Die Werbeeinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 39 Prozent auf 320 Millionen US-Dollar im ersten Quartal an. Einige Analysen waren von 306 Millionen ausgegangen. Entsprechend positiv reagierte die Aktie und stieg an der Börse zunächst um sechs Prozent.
Die Zahl der weltweit täglich aktiven Nutzer stieg gegenüber Q4 2018 um vier Millionen auf 190 Millionen an, im Vorjahresvergleich (191 Millionen im ersten Quartal 2018) bleibt die Zahl jedoch enttäuschend. Das geringe Nutzerwachstum könnte sich jedoch noch verstärken. Immerhin erreicht die App nach eigenen Angaben 90 Prozent aller 13- bis 24-Jährigen in den USA und 75 Prozent der 13- bis 34-Jährigen. Trotzdem stiegen die Nutzerzahlen zum ersten Mal seit dem ersten Quartal 2018 und das auch in Nordamerika, wenn auch nur um einen Prozentpunkt gegenüber Q4 2018. Auch in Europa und im Rest der Welt gab es minimale Zugewinne.
Snapchats CEO Evan Spiegel kommentierte die Ergebnisse:
In the first quarter we delivered strong results across our business with growth in daily active users and revenue. Our new Android application is available to everyone, with promising early results. This month we announced several new products that we believe will drive further engagement and monetization. As we look towards the future, we see many opportunities to increase our investments, and will continue to manage our business for long-term growth.
Für das zweite Quartal 2019 erwartet Snapchat Werbeeinkünfte im Bereich von 335 bis 360 Millionen US-Dollar. Mit dieser Erwartung könnte man die Zahlen von eMarketer erreichen. Das Unternehmen hatte zuletzt prognostiziert, dass die Werbeeinkünfte 2019 insgesamt um 30 Prozent auf 1,36 Milliarden US-Dollar steigen würden, während der Marktanteil im digitalen Werbemarkt auf 0,4 Prozent beziffert wurde. Im Mobile Ad-Markt sollte er bei 0,7 Prozentpunkten liegen. In Sachen Nutzerentwicklung hatte die Prognose 297,7 Millionen monatlich aktive Nutzer wurden vorhergesagt, während ein Nutzerschwund um 2,8 Prozent in den USA und um 2,3 Prozent im UK angenommen wurde. eMarketer geht davon aus, dass die Zahl der Nutzer in Großbritannien weiter abnehmen, in den USA dagegen ab 2020 konstant wieder steigen wird. Das Marktforschungsunternehmen hatte jedoch betont, dass die eigene Methodologie von den jeweils unternehmenseigenen abweicht.
Snapchat bleibt innovativ und populär
Ohnehin zählt sie zu den populärsten sozialen Medien, die App Snapchat. Das liegt auch daran, dass sie unique ist, also eine ganz andere Nutzererfahrung liefert als etwa Facebook, Instagram oder sogar TikTok. Die Popularität liegt ebenso in den immer neuen Features begründet, die von Facebook und Co. mitunter erfolgreich kopiert wurden; so sind die Stories ursprünglich bei Snapchat aufgetaucht, ehe sie sich vor allem bei Instagram zu dem Format schlechthin entwickelten.
Die zahlreichen Optionen wie AR Lenses oder Kooperationen mit Amazon tragen dazu bei, dass die App immer mehr Möglichkeiten zur Monetarisierung wahrnimmt. Diese ist jedoch nicht so ausgeprägt wie etwa bei Instagram, weil man sich lange Zeit gegen umfassende Werbemaßnahmen gewehrt hatte und weil Influencer hier weniger vertreten sind, da etwa Follower- oder Like-Zahlen nicht angezeigt werden. Nach dem Börsengang im Jahr 2017 sah es für das Unternehmen Snap Inc. nicht immer rosig aus. Doch einige Veränderungen – darunter das Snapkit als Developer Platform und insbesondere die Möglichkeit, Stories und Ads in externe Apps wie Tinder zu exportieren – haben dem Unternehmen wieder Auftrieb verschafft. Auch die angekündigte Gaming-Plattform könnte zum Erfolg werden.
Besonders die kommenden Quartalsberichte werden richtungsweisend
eMarketers Forecast-Analystin Debra Aho Williamson bemerkte demnach vor kurzem:
Snapchat has shown signs of positive momentum in recent weeks, such as the news that the overdue Android app is finally starting to roll out, as well as the launch of a gaming platform at the Partner Summit earlier this month. But it’s too early to say if those initiatives will help it gain users. And since both were announced in April, after the end of Q1, the impact, if there is one, won’t be felt until at least Q2. However, we do think Snapchat will continue [to] show ad revenue growth this year. It has been able to monetize its audience through a combination of unique ad formats and programmatic (self-serve) buying that is attractive to some advertisers.
Vor allem der Launch der runderneuerten Android App-Version soll Snapchat auf entsprechenden Geräten reibungsloser laufen lassen. Sie ist 25 Prozent „kleiner“ als die vorige und soll um 20 Prozent schneller laden.
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Mit den zumeist positiven Ergebnissen des Quartalsberichts wird das Unternehmen sehr zufrieden sein – und viele Anleger ebenso. Die Einkünfte von 320 Millionen US-Dollar und die Aussicht auf eine noch größere Zahl in Q2 lassen hoffen. Vielleicht kann in einem digitalen Raum, in dem neuartige Lösungen und Features weiter stark an Bedeutung gewinnen, sogar noch mehr Boden gut gemacht werden. Das nur geringe Nutzerwachstum bleibt unterdessen alarmierend. Gerade hier gilt es, Engagement und Interesse zurückzugewinnen. Die Zahl der einzigartigen Funktionen und inzwischen auch vielen Ad-Optionen könnte hier eine tragende Rolle spielen. Wenn es Snapchat letztlich gelingt, in den Zukunftsmärkten wie Mobile Gaming aufzutrumpfen, könnten die Werbeeinkünfte und Nutzerzahlen ganzheitlich steigen. Das erfahren wir dann aber erst im Bericht zu Q2, da die Gaming-Plattform und andere starke Features erst im April vorgestellt wurden.

Byte – was kann der Nachfolger von Vine?

Byte – was kann der Nachfolger von Vine?

Vor 18 Monaten verkündete Dom Hofmann, einer der Gründer von Vine, dass er mit einer Nachfolgeversion der Erfolgs-App aufwarten würde, nachdem diese zuerst von Twitter gekauft und dann im Januar 2017 eingestellt wurde und somit eine ganze Community heimatlos machte.
Die Vine-Community wartet auf „V2“
Die neue App – V2, wie sie zunächst heißen sollte – läuft jetzt unter dem Namen Byte und soll bald zum Herunterladen verfügbar sein, wie TechCrunch berichtete. Die ersten 100 Einladungen zum Testen der Beta-Version wurden gestern ausgesandt.

just sent out 100 byte beta invites for our first closed test, which starts tomorrow. will expand to more testers soon
— byte (@byte_app) 22. April 2019

Der Twitter-Account beschreibt die App als „a new looping video app by the creator of vine *coming spring 2019*“. Ehe Byte aber frei downloadbar ist, liegt der Fokus laut Hofmann erstmal auf dem ausführlichen Testen der Beta-Version. Unter der ersten Auswahl an Testern wurde besonders darauf geachtet, eine ausgewogene Mischung aus Android- und iOS-Geräten sowie den verschiedenen Geräten herzustellen. Weitere Einladungen sollen folgen. Mitglieder der ehemaligen Vine Community fieberten bereits dem Start der App entgegen und hatten sich in eine Liste eingetragen, um einen der Plätze zu erhalten.
Das macht Byte aus
Die sechssekündigen Loop-Videos lassen sich in der derzeitigen Version der App nicht hochladen, sondern nur mit der In-App-Kamera aufnehmen. Der Feed zeigt die Posts in einer umgedreht chronologischen Reihenfolge. Bisher ist nur das Liken und Kommentieren von Posts möglich, nicht jedoch das Folgen von anderen Accounts. Nächste Schritte in der Entwicklung der App sollen auch mit Uploads und Profilen herumprobieren.

the byte beta we’ve been running with friends and family *feels* exactly like the vine friends and family beta, down to the weird but appealing randomness of the videos. that’ll change as we expand, but it’s a pretty good sign pic.twitter.com/rBbQrNtTJ7
— dom hofmann (@dhof) 22. April 2019

Auf Twitter und dem Byte-eigenen Forum wird die neue App von Fans schon sehnsüchtig erwartet. Ob diese Community ausreicht, um sich in dem jetzt von TikTok maßgeblich geprägten Bereich behaupten zu können, ist fraglich. Schließlich punktet die chinesische Video-App derzeit mit immer höheren Download- und Nutzerzahlen. Auch mehr und mehr Werbetreibende entdecken die Plattform für sich und produzieren eigens passenden Content, der als Anzeige im Feed auftauchen kann. Während TikToks Content überwiegend aus Synchronisationsvideos besteht, möchte Byte sich von dem meist von Teenagern produzierten Content distanzieren und mit eigenen Inhalten ein anderes Publikum ansprechen. Das eröffnet auch weitere Möglichkeiten für Werbetreibende. Noch ist es zu früh, um über Werbemaßnahmen nachzudenken, doch wie wir an TikTok beobachten konnten, wächst eine Plattform oft schneller als erwartet und erfordert Flexibilität und schnelles Handeln. Es kann sich also lohnen, ein Auge auf die Entwicklung von Byte zu haben.

Instagram: Wird die Zahl der Likes bald nicht mehr angezeigt?

Instagram: Wird die Zahl der Likes bald nicht mehr angezeigt?

Es wäre ein völlig ungewohntes Bild: keine Anzeige der Zahl der Likes bei Instagram Posts. Doch genau das hat die Plattform anscheinend zuletzt getestet. Durch eine Abkehr von der Like-Anzahl soll womöglich nicht nur der Content stärker in den Fokus gerückt werden. Auch der kompetitive Druck unter Nutzern ließe sich reduzieren. Sehen wir bald einen starken Wandel der Social Media?
Keine Like-Zahl bei Instagram im Test
Die bekannte Expertin für Reverse Engineering, Jane Manchun Wong, hat im Code der Android App Instagrams wieder eine Neuigkeit entdeckt, die auf die Nutzer zukommen könnte. Dabei handelt es sich um eine Ansicht der Posts, die keine konkreten Zahlen zu den Likes angibt, wie es bislang der Fall ist.

Instagram is testing hiding like count from audiences,
as stated in the app: “We want your followers to focus on what you share, not how many likes your posts get” pic.twitter.com/MN7woHowVN
— Jane Manchun Wong (@wongmjane) April 18, 2019

Likes sind beinahe zu einer Art Währung geworden, die über die Relevanz von Beiträgen und Nutzern entscheiden kann. Gerade für Influencer sind solche Messwerte für ihren Inhalt von Bedeutung. Allerdings werden Beiträge oftmals gerade dann noch mehr geliked, wenn sie ohnehin zahlreiche Likes vorweisen. Der Mentalität, sich auf die Like-Zahlen zu konzentrieren – und darüber hinaus womöglich den Content etwas zurückzustellen – könnte Instagram jedoch Einhalt gebieten. Wie Josh Constine bei TechCrunch berichtet, sollen nur die Nutzer, die den Post auf die Plattform stellen, sehen können, wie viele Likes er erhält. Für die anderen gilt laut Instagram:
We want your followers to focus on what you share, not how many likes your posts get. During this test, only the person who shares a post will see the total number of likes it gets.
Der Test deutet noch nicht darauf hin, dass es tatsächlich zeitnah zu einer Änderung kommen wird. Trotzdem könnte sich das Bild bei Instagram verändern, wenn die Likes nicht mehr prominent mit einer Zahl angegeben werden.
Wie sieht die Like-Angabe im Test aus?
Wong, die einen Screenshot generieren konnte, präsentiert darauf einen Post, der Likes generiert hat. Wie viele, das kann nur sie sehen.
Post bei Instagram ohne Like-Anzahl, Quelle: Jane Manchun Wong Angegeben wird in diesem Beispiel, dass „deletescape“ und weitere Nutzer den Post geliked haben, dazu werden drei Profilbilder gezeigt. Instagram hat gegenüber TechCrunch bestätigt, dass es sich um ein internes und prototypisches Design handelt, das für die Öffentlichkeit nicht einsehbar ist.
We’re not testing this at the moment, but exploring ways to reduce pressure on Instagram is something we’re always thinking about,
gab ein Sprecher an. Der Druck ist bei vielen Nutzern hoch, weil sie sich darauf konzentrieren, möglichst viele Likes zu erhalten. Das bringt ein mitunter auch ungesundes Wettbewerbsdenken hervor, welches in psychologischen Stress bedingt durch Social Media ausarten kann. Zwar würde die Zahl der Likes immer noch Einfluss auf das Ranking im Feed haben, sollte sie verborgen werden, aber diese Zahl – die nebenbei ebenso durch Bots oder Mechanismen manipuliert werden kann – wäre nicht mehr das Zentrum der Aufmerksamkeit bei Posts. Das würde jedoch bedeuten, dass die Zahl der Follower und Kommentare noch mehr an Gewicht gewinnen könnte.
Wie wichtig sind die Likes am Ende?
Über die Antwort auf diese Frage lässt sich streiten. Während einige Nutzer es durchaus begrüßen könnten, wenn keine Like-Anzahl mehr angezeigt wird, dürften andere dieses Vorhaben rundheraus ablehnen. Denn insbesondere Influencer stützen ihr Geschäft und ihre Präsenz bei Instagram auf Kennzahlen wie Follower, aber auch Likes. Snapchat beispielsweise, das keine solchen Kennzahlen anzeigt, hat sich für Influencer bisher als weniger fruchtbare Plattform erwiesen.

It can be really annoying and unhelpful for some companies that are looking for influencers :/
— Maciej Synowski (@synowski_maciej) 19. April 2019

Diesen Faktor wird Instagram bedenken müssen. Dennoch ist erkennbar, dass ein zu starker Fokus auf Like-Zahlen zu einer Belastung führen kann. Constine erklärt zudem, dass Instagram-Gründer Kevin Systrom ihm bereits 2016 dargelegt hatte, dass die Stories bei Instagram ein Feature sind, das den Druck von Nutzern nehmen soll, indem die Zahl der Likes an Relevanz verliert. Mit einer verdeckten Zahl von Likes ließe sich der Gedanke des Teilens von Inhalten stärker hervorheben. Instagram wäre somit mehr Social als Competitive Media.
Ob es allerdings einer solchen Regulierung bedarf, ist zumindest strittig. Dass die sozialen Medien als Plattformen für sozialen, und geschäftlichen, Wettbewerb genutzt werden, ist letztlich nur folgerichtig, wenn sich dort so viel abspielt. Und selbst wenn die Likes bei Instagram künftig nicht mehr in Zahlen angezeigt werden – die Nutzer werden andere Wege finden, um sich zu vergleichen. Wichtiger als eine Ausblendung dieser Like-Anzahl scheint für das psychische Wohlergehen aller vielmehr eine Lösung, um verletzende, rassistische, misogyne usw. Kommentare erfolgreicher zu filtern und zu entfernen. Wir dürfen gespannt sein, welche Änderungen es letzten Endes zu Instagram schaffen.

5 Webdesign-Elemente, die eure PPC Performance entscheidend beeinflussen

5 Webdesign-Elemente, die eure PPC Performance entscheidend beeinflussen

Ihr schraubt und dreht in den Einstellungen eures Google Ads-Kontos und bastelt permanent an euren Ad-Texten, doch eure PPC Performance will sich einfach nicht verbessern? Schon mal in Erwägung gezogen, dass das Problem nicht in, sondern hinter eurer Anzeige liegt – genauer gesagt in eurem Webdesign?
Das Internet verzeichnet pro Tag etwa eine Million neue User – weltweit. Kein Wunder, dass immer mehr Unternehmer versuchen, mittels Suchmaschinenwerbung besser gefunden zu werden und Neukunden zu generieren – meist mit Google Ads. Das World Wide Web ist voll mit Tipps und Tricks rund um die Optimierung der eigenen Google Ads-Kampagne. Oftmals beziehen sich diese Empfehlungen direkt auf die Gestaltung und Ausgabe der Anzeigen an sich. Dabei setzt sich die Pay-per-Click Performance (kurz: PPC) aus weitaus mehr zusammen als bloß Keyword-Analysen und Zielgruppen-Targeting. Auch auf Webdesign-Ebene gibt es einiges zu beachten, wenn es darum geht, die eigene PPC Performance zu stärken.
Was nach dem Klick passiert, ist entscheidend
Um die Notwendigkeit eines ausgefeilten und vor allem modernen Webdesigns besser nachvollziehen zu können, lohnt sich ein kleiner Blick hinter die Kulissen von Google Ads. Das Ziel einer jeden Kampagne mit diesem Werbepartner ist klar: Ihr wollt mit eurem Produkt bzw. eurer Dienstleistung in Googles Suchmaschinenergebnisseiten (kurz: SERPs) ganz nach oben, um besonders viel Aufmerksamkeit zu erlangen. An welcher Position Anzeigen geschaltet bzw. sichtbar werden, bestimmt allerdings nicht der Werbetreibende, sondern Google selbst – und zwar anhand einer im Hintergrund laufenden Auktion. Bei dem Begriff „Auktion“ könnte man nun von der Annahme ausgehen, die Anzeigen des Höchstbietenden würden bevorzugt in den oberen Reihen der Suchmaschinenergebnisse geschaltet werden. Das stimmt auch – doch nur zum Teil.
Stets danach bestrebt, seinen Nutzern die hilfreichsten Inhalte zu ihren Suchanfragen zu präsentieren, orientiert sich die Google Auktion bei der Vergabe von Werbeplätzen nicht allein an der Gebotshöhe bzw. am Klickpreis. Genauso wichtig ist auch die Qualität der Landingpages, auf die User beim Klicken der Ad weitergeleitet werden. Und da sind wir auch schon beim Thema: Wie sieht es hinter euren Google Anzeigen aus? Präsentiert ihr euren potenziellen Kunden genau das, was eure Ads versprechen? Wenn nicht, werden eure Besucher – insbesondere potenzielle Neukunden – schnell wieder abspringen. Die Bounce Rate wird auch Google registrieren und daraufhin den Quality Score eurer Anzeigen abwerten. Ergo: Eure Anzeigen rutschen in den SERPs weiter ab, euer Sichtbarkeitsindex sinkt und eure Werbekampagne war vergebliche Mühe. Zeigt euch und euer Produkt bzw. eure Dienstleistung immer von der besten Seite. Die folgenden fünf Webdesign-Elemente können euch dabei helfen, euren Webauftritt und damit auch eure PPC Performance entscheidend zu beeinflussen.
Worauf ihr in puncto Webdesign besonders achten solltet …
1. Ästhetik
Der erste Eindruck zählt. Er ist bekanntlich der wichtigste und auch ein Moment, der sich im Nachhinein in den seltensten Fällen korrigieren lässt. Überlasst daher nichts dem Zufall, wenn es um euren Internetauftritt geht. Eine veraltete oder vom unerfahrenen Hobby-Programmierer „zusammengeschusterte“ Website stellt schnell die Vertrauenswürdigkeit und Glaubwürdigkeit eines Unternehmens infrage. Die bessere Wahl ist ein individuelles State of the Art-Design, das eure Corporate Identity widerspiegelt. Trotz aller ästhetischen Spielereien solltet ihr allerdings immer die Usability im Auge behalten. Die Website des Architekten Daniel Boddam ist zugleich innovativ und hochwertig und extrem übersichtlich in ihrem Design, das dem Wirkungsraum des Architekten Rechnung trägt.
Daniel Boddams Website ist ästhetisch und gut zugänglich (mit einem Klick aufs Bild gelangt ihr zur größeren Ansicht), Screenshot danielboddam.com
Wem nützt schon ein umwerfendes Design, wenn sich die User in diesem überhaupt nicht zurechtfinden? Hier wären wir auch schon beim nächsten Punkt: Struktur.
2. Interne Logik & Struktur
Herzstücke jeder Website sind die interne Logik und Struktur, die den Besucher ohne Umwege zum Ziel führen sollen. Eine übersichtliche Menüführung, die dazu beiträgt, dass potenzielle Kunden schnell an gewünschte Informationen gelangen, freut nicht nur User, sondern auch den Google Crawler, um Inhalte und intern verknüpfte Elemente leichter zu erfassen. Dabei muss die Navigation der eigenen Inhalte höchst flexibel auf unterschiedliche Geräte reagieren können und die Benutzerfreundlichkeit gewährleisten. In diesem Context spricht man von „Responsiveness“.
3. Responsiveness
Eine nicht unerhebliche Dauer wird das Internet mobil genutzt. Umso wichtiger, dass deine Webinhalte auch korrekt in der mobilen Version verfügbar, sprich responsive sind. Das technische Paradigma Responsive Design – realisiert durch die Programmiersprachen HTML5, JavaScript oder CSS3 – trägt dazu bei, dass Webinhalte den Anforderungen der einzelnen Endgeräte entsprechend korrekt angezeigt werden können. Die auf die kleineren Displays angepassten Bilder, Texte und Navigationsstrukturen erleichtern das Interagieren mit der Website und tragen zur Benutzerfreundlichkeit bei. Das responsive Webdesign wird auch bei Google thematisiert; wobei die grafische Anpassung der Inhalte stets von Vorteil für die Performance ist.

4. Technische Fehler
Nicht nur mit euren Anzeigen, sondern auch mit dem Design und der Struktur eurer Landingpage konntet ihr Besucher von euch bzw. eurem Produkt überzeugen und zu einer Conversion bewegen. Vorausgesetzt es haben sich keine technischen Fehler auf eurer Webpräsenz eingeschlichen, die unweigerlich dazu führen, dass eure Besucher weder weiterführende Informationen aufrufen noch den gewünschten Bestellprozess durchführen können. Wie würdet ihr reagieren, wenn sich bei einer PayPal E-Mail-Kampagne ein Fehler eingeschlichen hätte, wie das Beispiel zeigt?
Kleine Fehler im Design können große Auswirkungen haben, Quelle: OMSAG
Das Resultat bei Fehlern kann häufig der Absprung der Nutzer sein, Quelle: OMSAG
Mit fehlerhaften Buttons und Links ist daher nicht zu spaßen. Überprüft unbedingt vor dem Schalten einer Anzeige, dass jede einzelne Funktion, die eng mit der Customer Journey verzahnt ist, einwandfrei funktioniert.
5. Seitenladegeschwindigkeit
Niemand steht gerne in der digitalen Warteschleife – auch eure potenziellen Kunden nicht. Mag eure Anzeige noch so interessant sein: Wird das Aufrufen der dahinter befindlichen Zielseite zur Geduldsprobe, leidet eure PPC Performance. Aber wann genau ist die Schmerzgrenze des Wartens erreicht, an der User die Interaktion abbrechen? Im Netz kursiert zu diesem Thema die magische Drei-Sekunden-Regel. Ob eure Seiten wirklich in maximal drei Sekunden geladen werden sollte, erfahrt ihr hier.
Wie schnell eure Inhalte abrufbar sind, könnt ihr ganz leicht kostenlos mit Tools wie beispielsweise PageSpeed Insights berechnen lassen. Einfach Domain-Namen eingeben und euch wird der Speed Score angezeigt. Zugleich erhaltet ihr hier Empfehlungen, die euch dabei unterstützen, den Aufbau eurer Website zu beschleunigen. Mit dem neuen Tool Test My Site können Website-Betreiber auch die mobile Website-Geschwindigkeit ermessen, vergleichen und Lösungsvorschläge wahrnehmen.
Das Tool zeigt auch die Konkurrenz und ihre Geschwindigkeit im Vergleich an, © Google
Je benutzerfreundlicher eure Website, desto besser für eure PPC Performance
Fassen wir zusammen: Wer seine PPC Performance maßgeblich optimieren und damit sein Werbebudget möglichst effektiv einsetzen will, sollte nicht nur in der Lage sein, relevante Keywords zu ermitteln und ansprechende Anzeigentexte zu entwerfen. Genauso wichtig sind die Websites, die sich hinter euren Anzeigen verbergen. Je mehr sie der Userintention entsprechen, desto qualitativ hochwertiger stuft der Suchmaschinen-Gigant diese ein und schreibt dies eurem Google-Auktion-Quality Score zugute. Ihr könnt also wesentlichen Einfluss auf die Preisgestaltung eurer Ads nehmen und somit auch mit einem geringeren Budget gut sichtbare Werbeplätze ergattern. Mithilfe von regelmäßigen A/B-Tests könnt ihr zudem überprüfen, welche Website-Version die höchste Resonanz bei eurer Zielgruppe hervorruft und eure Anzeigen sowie euer Webdesign noch weiter optimieren.
Übrigens: Das Webdesign beeinflusst nicht nur den Erfolg eurer SEA-Kampagne wesentlich. Auch die Algorithmen von Suchmaschinen sprechen positiv auf die Website an, die den User in puncto Responsiveness, Design und Navigationsstruktur überzeugen. Dadurch kann sich auch die Sichtbarkeit in den organischen SERPs deutlich verbessern. Wer auf ein ausgereiftes und zeitgerechtes Webdesign setzt, punktet daher gleich doppelt.

Neues Facebook Feature: 3D Fotos in deinen Stories

Neues Facebook Feature: 3D Fotos in deinen Stories

Mit dem Posten von 3D Fotos stellte Facebook im letzten Herbst eine weitere Möglichkeit vor, etwas frischen Wind in deine Timeline zu bringen. Bisher durfte dieses Feature sich nur über wenige Nutzer freuen, doch kündigte Facebook über den Oculus Blog die nun verfügbaren, neuesten Änderungen an, um dieses Feature für Nutzer ansprechender zu gestalten. Mit diesen Neuerungen und dem Wechsel auf aktuellere Smartphones, den immer mehr Nutzer mit der Zeit vollziehen werden, könnte dieses Feature sich eventuell doch noch über mehr Aufmerksamkeit freuen.
Mehr Anwendungsbereiche
Die 3D Bilder bedienen sich eines grundsätzlich komplizierten Systems, einfach erklärt wird jedoch die in neueren Handys integrierte Dual Camera genutzt. Diese stattet das Bild mit einer konstruierten Tiefenebene aus, welche letztendlich 3D Bewegung ermöglicht und somit einen optisch beeindruckenden Effekt. Dies erfolgt, sofern das Bild nicht im Panoramamodus aufgenommen wurde. Da diese Funktion nur in sehr aktuellen Smartphones integriert ist und Facebook, wenn auch angekündigt, noch keinen Support für Android bietet, erhofft man sich mehr Anwendung durch Integrierung der 3D Fotos in Stories. Diese verschwinden somit nach 24 Stunden und geben den Usern somit eher das Gefühl von Aktualität und dem am Tag Geschehenen.

Landscape painting on the easel (view into the distance)
Gepostet von Ocean Quigley am Sonntag, 4. November 2018

Das Bild wird wie gewohnt im Newsfeed hochgeladen und hier besteht dann die Möglichkeit, es in der eigenen Story hochzuladen, wo andere User dann dieses betrachten können. Dieses Feature wird ebenfalls am PC verfügbar sein, wenn auch unter wesentlich komplizierteren Umständen. Um 3D Fotos am PC hochzuladen, muss nämlich eine separate Depth Map File angelegt werden, wodurch sich das letztendliche Bild nicht einfach so hochladen lässt, sondern vorerst konvertiert werden muss.
Dreidimensionale Meisterwerke
Über wie viel Anwendung sich das neue Feature schließlich freuen darf, bleibt noch abzuwarten, jedoch liegen bereits erste, überaus beeindruckende Resultate vor.

Self Portrait (with depth)
Gepostet von Ocean Quigley am Sonntag, 14. Oktober 2018

Selbstverständlich werden wohl eher Selfies und Bilder aus der Innenstadt als tausende Ölmalereien in der Timeline gepostet werden, nichtsdestotrotz ist der Anblick erheblich ansprechender und das kreative Potential, das den Nutzern damit geboten wird, bestätigt sich in den gezeigten Posts von Ocean Quigley bereits, weshalb es sich hierbei um weitaus mehr als nur ein banales Feature handeln könnte. Künftig werden die Stories von Freunden und die eigene Timeline eventuell wesentlich attraktiver. Denn ab kommenden Monat wird die Funktion auch für Android ausgerollt, beginnend mit Samsungs Geräten der Kennzeichnung Galaxy Note 8, Galaxy Note 9, Galaxy S9+, Galaxy S10e, Galaxy S10, Galaxy S10+ und Galaxy Fold.
Was für die Nutzer nach einem ansprechenden Feature aussieht, könnte sich auch für Marketer als eine überaus wertvolle Option entpuppen. Immerhin ist die Kombination des populären Stories Features mit der innovativen 3D Technologie als mögliche Grundlage für visuelle Ads vielversprechend.

Whitepaper: 5 Gründe, warum eSports das wichtigste Kommunikationsumfeld für Marken wird

Whitepaper: 5 Gründe, warum eSports das wichtigste Kommunikationsumfeld für Marken wird

Gaming ist mittlerweile weitaus mehr als ein Hobby für Stubenhocker, es ist eines der großen Phänomene unserer Zeit, welches Millionen von Menschen aus gutem Grund begeistert. eSports ist ein absolutes Paradebeispiel hierfür und die Ausmaße, welche das Thema mittlerweile angenommen hat, sprechen allein für den Erfolg. Das Whitepaper von Fuse, in Kooperation mit OnlineMarketing.de, dokumentiert nicht nur, wie eSports es aus der Nische heraus in den Mainstream schaffte, sondern nennt dir auch fünf Gründe, warum es großes Potential darauf hat, eines der wichtigsten Kommunikationsumfelder von Brands zu werden.
Eine vollkommen neue Sportart
Was vor Zeiten des Internets noch undenkbar war, ist nun tatsächlich Realität. Etablierte Sportformate wie die PGA Tour, die World Series of Baseball und auch die NBA Finals wurden bezüglich der Zuschauerzahlen allesamt um das Doppelte von Videospielmeisterschaften in den Schatten gestellt. Die Nachfrage ist groß, genauso wie das Potential der Monetarisierung. Wie dieser enorme Erfolg entstanden ist und was für Möglichkeiten der eSports bietet, wird im Whitepaper anschaulich erklärt. Mehrwert wird geboten, denn wenn auch sich das Whitepaper primär ans Marketing richtet, ist diese neue Sportart das Unterhaltungsmedium einer digitalen Lebenswelt und somit für jeden interessant.
Von Jahr zu Jahr steigen die Preisgelder im eSports und haben mittlerweile beeindruckende Höhen erreicht Das Entwicklungspotential des eSports scheint grenzenlos und alle Zahlen steigen weiter und weiter. Die Erfolgsgeschichte des Gamings ist eine einzigartige. Vom italienischen Klempner, der im Wohnzimmerfernseher durch ein zweidimensionales Pilzkönigreich hüpft zur weltweiten Sensation, die mittlerweile ganze Stadien füllt. Wer an dieser teilhaben möchte, wird im Whitepaper von Fuse überaus fündig und erfährt alles, was es über die hier versteckten Potentiale zu wissen gibt.

Downloade jetzt das Whitepaper „5 Gründe, warum eSports das wichtigste Kommunikationsumfeld für Marken wird“

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AMP Stories kommen in die Googlesuche

AMP Stories kommen in die Googlesuche

Seit letztem Jahr gibt es die AMP Stories von Google, die Publishern die Möglichkeit bieten über das populäre Format Inhalte quasi per Storytelling zu vermitteln. Nun sollen die AMP Stories nach und nach in die Suche integriert werden, was ihnen eine enorme Aufmerksamkeit bescheren könnte. Immerhin soll es dafür eigens einen Block in den Suchergebnissen geben.
Die AMP Stories: Google mischt populäres Format mit eigener Marktmacht
Bei Google sind die Menschen aufgrund verschiedenster Motivationen unterwegs. Manche suchen Produkte, andere Definitionen oder nach Namen, wieder andere googlen nach News usw. Dabei hat sich die Googlesuche schon extrem weiterentwickelt. Das Knowledge Panel bedeutet immer häufiger No Click-Suchen, während beispielsweise Videos gerade in der mobilen Suche bei den SERPs prominent sind.
Damit Publisher über Google noch mehr Aufmerksamkeit generieren, hat Google Anfang 2018 die AMP Stories eingeführt. Mit ihnen können News visuell ansprechend und an die Rezeption aus Social Media angelehnt vermittelt werden.

Bei der AMP Conference wurde nun verkündet, dass die AMP Stories in den kommenden Wochen und Monaten direkt für die Googlesuche ausgerollt werden.

AMP Stories now appears in a dedicated section in search results for general queries such as “things to do in Tokyo”. It’s a new opportunity to attract users in SEO. #ampconfpic.twitter.com/3oFHflL8FW
— Kenichi Suzuki💫鈴木謙一 (@suzukik) April 17, 2019

Das Feature startet zuerst in den USA, soll dann sukzessive weiter ausgerollt werden. Wer also künftig bei Google nach etwas sucht, kann in den SERPs auf die AMP Stories stoßen, die zur Suchanfrage passende Inhalte bereitstellen. Dabei werden die Stories in einem eigenen Block angezeigt. Zunächst wird dies im Kontext von Reisen eingeführt. Bei der Präsentation war die Suchanfrage „things to do in Tokyo“.
Stories bei der Suchanfrage nach Dingen, die man in Tokio machen kann (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © The AMP Channel Der Start mit dem Reisebereich wird damit erklärt, dass Stories besonders in diesem Kontext ein besseres Verständnis von etwaigen Reisezielen vermitteln können. Bei der Vorstellung auf der AMP Conference wurde auch dargelegt, was Nutzer beachten sollten. Jedenfalls ist der Einsatz von Rich Media und Text für eine gute Experience der Nutzer sinnvoll; so können ihnen ganz neue Suchergebnisse vermittelt werden.
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AMP Stories sollten mehr adaptiert werden; und sie lassen sich monetarisieren
Google und das AMP Project ermutigen nicht nur dazu, mehr auf AMP zu setzen, um mobile Inhalte schneller zu machen, sondern auch Stories zu kreieren, die die Nutzer auf relevante Inhalte aufmerksam machen. Dazu gibt es eigens ein Best Practice Video zum Erstellen dieser AMP Stories. Dabei geht es vor allem darum, ein Datum und das eigene Branding zu integrieren, Visuals passend zurechtzuschneiden, Animationen und ansprechende Captions einzusetzen oder über Anhänge weitere Inhalte an die Story zu knüpfen.
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Immer wieder fällt in diesem Kontext das Stichwort Storytelling. Denn das ist es, was Nutzer in Social Media wie Instagram langfristig begeistert; und Publisher beispielsweise können mit einem social-esquen Format auf mehr Engagement und Klicks hoffen. Vor allem dann, wenn die Stories direkt in der Googlesuche auftauchen. Noch können wir die Ansicht aus dem Vortrag nicht reproduzieren – doch das dürfte nur eine Frage der Zeit sein.
Die Stories könnten auch deshalb ein Erfolg für das AMP Project werden, weil sie sich monetarisieren lassen. Seit letztem Sommer finden sich verschiedene Optionen dafür, etwa die Auto Ads Extensions für das Einfügen von Werbeanzeigen.
Ads als Monetarisierungsmöglichkeit in den AMP Stories, © Google, Github CTAs wie Explore, Shop, Read oder Install lassen Advertisern diverse Möglichkeiten. Schon zu dieser Zeit wurden für das visuelle Layout der Stories neue Komponenten hinzugefügt.
Mit der Integration in die Googlesuche kann Google die AMP Stories prominent anzeigen und auf lange Sicht sicherlich als populäre Alternative in den SERPs etablieren. Damit können Publisher auf eine von Google ausgehende ganz neue Interaktion mit den Nutzern hoffen. Doch bedarf es dazu zum einen der Kreation passender und hochwertiger Stories, zum anderen müssen sich die Entwickler dieser im Wettbewerb um die beste Platzierung schon jetzt auf eine Stories SEO einstellen. Für den Nutzer kann das nur gut sein; und für Publisher eröffnet sich gleichsam ein ganz neuer Zugang, über den die visuell-textliche Informationsvermittlung des populären Formats zum Publikum gelangen kann.

Verordnungsentwurf der EU: Plattformen müssen Terrorinhalte innerhalb einer Stunde löschen

Verordnungsentwurf der EU: Plattformen müssen Terrorinhalte innerhalb einer Stunde löschen

Sie gehören zur dunklen Seite des Internets und der sozialen Medien und sind dort dennoch Alltag: Terrorinhalte. Beim Massaker von Christchurch oder im Kontext diverser Anschläge wird die Digitalgemeinde immer wieder daran erinnert. Nun hat das EU-Parlament sich mit knapper Mehrheit für den Entwurf einer Verordnung ausgesprochen, der vorsieht, dass Internetdienste wie Facebook oder YouTube terroristischen Content innerhalb von 60 Minuten zu entfernen haben, nachdem dieser gemeldet wurde. Andernfalls drohen empfindliche Strafen.
Die Strafen sind immens, doch kleinere Plattformen haben mehr Zeit
Der Entwurf wurde mit 308 Stimmen im EU-Parlament angenommen, 204 Gegenstimmen und 70 Enthaltungen standen ebenso zu Buche, wie Heises Christiane Schulzki-Haddouti berichtet. Dieser Entwurf enthält die Anforderung an Internetdienste, klar definierte Terrorinhalte innerhalb von nur einer Stunde zu löschen.
All options have in common the creation of a new, harmonised system of removal orders for terrorist content online from national authorities, upon which hosting services must act within one hour. This system is based on a clear legal definition or what constitutes terrorist content.
Wird die Verordnung durchgesetzt – die anders als eine Richtlinie unmittelbar Gültigkeit für die EU-Staaten erhält –, können Dienste, die der Anforderung systematisch und dauerhaft nicht nachkommen, mit Strafen von bis zu vier Prozent des globalen Jahresumsatzes belegt werden. Laut Heise wurden zahlreiche Änderungsanträge eingereicht. Eine Abstimmung mit dem Ministerrat und der Kommission folgt womöglich nach der Europawahl Ende Mai.
Die kurze Zeit von 60 Minuten zum Löschen von Inhalten wurde im Vorwege kritisiert. Deshalb hatten sich viele auch gegen diese Regelung ausgesprochen. Sie wurde denkbar knapp mit 300 zu 297 Stimmen angenommen.

Das @Europarl_DE hat seine Position zur Terrorverordnung beschlossen. Die gute Nachricht, #Uploadfilter klar abgelehnt, deshalb hat die CDU gegen die Verordnung gestimmt. ¯_(ツ)_/¯ Die schlechte Nachricht: Uns haben 3 Stimmen gefehlt, um die 1-Stunden-Regel zu löschen. #TERREG
— Julia Reda (@Senficon) April 17, 2019

Keine Uploadfilter gefordert 
Die Verordnung sieht, anders als die EU-Urheberrechtsrichtlinie, nicht vor, dass eine Plattform aktiv die Uploads der Nutzer überwacht. Deshalb bedeutet sie auch keine direkte Forderung nach Systemen wie Uploadfiltern. Diese könnten dennoch nötig werden, um dem Auftrag, extrem schnell Inhalte zu löschen, nachzukommen.
Bei einer „erheblichen Anzahl“ von Löschaufträgen können Behörden den Plattformen weitere Bedingungen auferlegen, etwa eine Berichterstattung über Löschverfahren oder sogar die Erhöhung der Ressourcen im Personalbereich. Allerdings müssen die Behörden bei der Anordnung jeder Entscheidung die Größe des Internetdienstes berücksichtigen. Kleinere Unternehmen, die zuvor nch keinen Löschauftrag erhalten hatten, müssen zwölf Stunden vorher über Fristen und einen Ablauf der gleichen sowie die Verfahren informiert werden.
Terroristische Straftaten werden in einer anderen EU-Richtlinie definiert, in dem vorliegenden Entwurf wird Bezug genommen auf Videos, Bilder, Texte, Audio-Inhalte usw., die „zur Begehung terroristischer Straftaten oder zu einem Beitrag zu diesen Straftaten angestiftet oder dazu aufgerufen oder für die Beteiligung an Handlungen einer terroristischen Vereinigung geworben“ haben. So klärt die Seite des EU-Parlaments darüber auf. Anleitungen für die Herstellung oder den Gebrauch von Waffen im terroristischen Kontext sind ebenso umfasst.
Es gibt Ausnahmen für die Inhalte
Klargestellt wurde nun, dass bei der Berichterstattung sowie der Bildung und Forschung entsprechende Terrorinhalte auftauchen dürfen und nicht gelöscht werden müssen. Hierbei dürfte bei digitalen Plattformen jedoch mitunter die kontextuelle Einordnung schwer zu ermitteln sein. Zumindest ohne manuelle Einzelprüfung oder ein explizit darauf ausgerichtetes System. Eine klare Abgrenzung zur Polemik oder zu politischen Äußerungen, die nicht als Terror eingestuft werden dürfen, muss jedoch bestehen. Andernfalls würden Internetdienste womöglich übergeneralisieren und aus Sicherheitsbedenken mehr Inhalte löschen als nötig. Der Berichterstatter Roger Dalton  bemerkt:
Ohne ein faires Verfahren besteht die Gefahr, dass zu viele Inhalte entfernt werden, da Unternehmen verständlicherweise den Ansatz ‚Sicherheit zuerst‘ verfolgen, um sich zu schützen. Es darf auch absolut nicht zu einer allgemeinen Überwachung von Inhalten durch die Hintertür führen.
Als problematisch wird ebenfalls eingestuft, dass die Löschaufträge noch keiner Prüfung unterliegen, was eine Manipulation derselben ermöglichen würde. Das Internetarchiv Archive.org hatte im Blog zuletzt berichtet, dass mindestens 550 URLs von der französischen Internet Referral Unit fälschlicherweise als terroristische Inhalte identifiziert worden waren. Zu diesen URLs gehörten wissenschaftliche Artikel, von der US-Regierung produzierte Sendungen und Berichte, Songtexte oder TV News. Die technologischen Erkennungsmechanismen haben demnach noch Nachholbedarf. Obwohl eine rasche Entfernung von Terrorinhalten bei Plattformen erstrebenswert ist, scheint die vorgegebene Zeit von einer Stunde sehr knapp bemessen. Vor allem angesichts der schnell auftretenden Uneindeutigkeit; um diese aus der Welt zu schaffen, braucht es oft eine manuelle Prüfung – die bei viel Content innerhalb von nur einer Stunde schwerlich gewährleistet werden könnte. Vielleicht lassen sich Filtersysteme entwickeln, die dem Problem intelligent entgegentreten werden. So lange aber wird die Forderung aus diesem Entwurf eine Gratwanderung zwischen der notwendigen raschen Entfernung von Terror-Content und einer möglichen Überregulierung.

Aus Versehen: Facebook speichert E-Mail-Kontaktlisten von neuen Nutzern

Aus Versehen: Facebook speichert E-Mail-Kontaktlisten von neuen Nutzern

Business Insider berichtete als erstes von dem neuesten Ausrutscher, der Facebook in Sachen Privatsphäre unterlief. Von 1,5 Millionen Nutzern, die sich neu auf dem Sozialen Netzwerk anmeldeten, wurden die E-Mail-Kontakte von Facebook eingesammelt und gespeichert. „Aus Versehen“, wie Facebook versichert.
Seit 2016 wurden die Daten gesammelt – erst diesen April fiel es auf
Es begann im Mai 2016. Vor dieser Zeit war es Nutzern möglich, ihren neu erstellten Account via E-Mail zu verifizieren und Facebook gleichzeitig Zugriff auf die E-Mail-Kontakte zu erlauben, um schneller Freunde auf Facebook zu finden. In besagtem Monat wurde das Feature geändert und der Hinweis auf den Zugriff verschwand – doch das Einziehen der Kontakte ging weiter. Die so erworbenen Daten wurden in Facebooks System eingespeist und halfen, das Netzwerk weiter auszubauen und Usern weitere Freunde vorzuschlagen. Ob die Daten auch zu Targeting-Zwecken gebraucht wurden, ist noch nicht klar.
Ein Sprecher von Facebook gab gestern an, dass der Tech-Gigant den Ablauf bis April dieses Jahres nicht bemerkt habe. Erst als die Option, sich per E-Mail-Passwort zu verifizieren, nicht mehr angeboten wurde, fiel das Versehen auf.
Sieht so Zuckerbergs Vision der „privacy-focused platform“ aus?
In den nächsten Tagen sollen alle betroffenen Nutzer benachrichtigt werden. Facebook plant, die fälschlich erworbenen Kontakte aus ihrem System zu löschen. Außerhalb von Facebook sollen die Daten nach eigenen Angaben nicht veröffentlicht worden sein.
CEO Mark Zuckerberg reagierte auf die vorangegangenen Skandale der letzten Monate Anfang März mit einem Statement, in dem er versprach, den Fokus der Plattform vermehrt auf Privatsphäre zu setzen. Dass nur einen guten Monat nach seinem Versprechen der nächste Privatsphäre-Skandal Kritik an dem Sozialen Netzwerk hervorruft, lässt das Vertrauen in seine Zukunftsversion des Internets nicht steigen.
Nachfolgend findet sich das komplette Statement eines Sprechers von Facebook zu dem Vorfall:
Last month we stopped offering email password verification as an option for people verifying their account when signing up for Facebook for the first time. When we looked into the steps people were going through to verify their accounts we found that in some cases people’s email contacts were also unintentionally uploaded to Facebook when they created their account. We estimate that up to 1.5 million people’s email contacts may have been uploaded. These contacts were not shared with anyone and we’re deleting them. We’ve fixed the underlying issue and are notifying people whose contacts were imported. People can also review and manage the contacts they share with Facebook in their settings.
Die Auswirkungen des neuen Skandals
Wie die rechtlichen Konsequenzen für das Unternehmen aussehen werden, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass Nutzer empört sind und ihrem Ärger auf Twitter und Co. Luft machen. Ashkan Soltani, ein ehemaliger Chief Technologist der Federal Trade Commission, der sich auf Privatsphäre und Sicherheit spezialisiert hat, tweetete heute:

I concur that this is one of the most legally actionable behaviors by @facebook to date. I’m confident regulators will be taking a look.
Whether it will be included as part of the pending #cambridgeanalytica settlement or started as a new investigation is the question https://t.co/PhuryyroE3
— ashkan soltani (@ashk4n) 18. April 2019

Facebook bringt neuen Ads Manager und verspricht überarbeiteten Business Manager

Facebook bringt neuen Ads Manager und verspricht überarbeiteten Business Manager

Zwei der zentralen Tools für Werbetreibende auf Facebook werden mit einer Reihe von Updates versehen: der Ads sowie der Business Manager. Um Kampagnen über diese zu erstellen, zu analysieren und zu managen, werden im Laufe des Jahres Änderungen eingeführt. Der Ads Manager erhält jedoch schon jetzt ein neues Interface.
Ein vereinfachter Ads Manager
Das neue Interface des Ads Managers soll vor allem eine simplere Navigation haben. Auch ein cleaneres Design und eine verbesserte Erfahrung im Kampagnen-Management werden in Facebooks Blogpost versprochen. Demnach finden Nutzer eine neue Navigationsleiste vor, die zum einen mehr Platz zum Managen von Ads und zum Hervorheben von Tools bietet. Zum anderen können mit dieser Insights zu Ad Performance und zu Berichten leichter herausgestellt werden.
Der neue Ads Manager bei Facebook (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Facebook Die Erfahrung beim Kreieren von Kampagnen soll ebenfalls optimiert werden. Das wird angestrebt, indem durch Copy and Paste-Verfahren mehr Funktionalität und Flexibilität beim Erstellen von Ads gewährleistet wird. Zusätzlich hilft ein Auto-Naming Feature dabei, Kampagnen, Ad Sets und all die Namen schneller und simpler einzuordnen. Tools, die Advertiser ab dem kommendem Jahr verwenden können, sind zudem intuitive Creatives für die Ads sowie neue Features für die Werbeplatzierung.
© Will Francis – Unsplash
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Auch der Business Manager wird neu gestaltet
Im Laufe des Jahres wird außerdem der Business Manager überholt. Dabei sollen Agenturen die Kampagnen ihrer Klienten noch einfacher und schneller aktivieren können. Dazu trägt ein Prozess bei, der das reibungslose Onboarden neuer Kunden erlaubt, während die historischen Daten der Klienten im Bericht ebenfalls einfacher verwaltet werden können. Darüber hinaus lassen sich im Business Manager-Konto simpler Assets einzelnen Personen und Kunden zuschreiben.
Neue Partner lassen sich im Business Manager bald noch einfacher integrieren, © Facebook Die neuen Tools und Interfaces sollen den Advertisern letztlich nicht nur eine reibungslosere Experience ermöglichen, sondern vor allem ihre Effizienz steigern. Inwieweit Facebook seine Advertising Tools neu designt, um diesen Zielen gerecht zu werden, können Interessierte hier nachvollziehen. Einen Leitfaden für Einsteiger beim Werbeanzeigenmanager Facebooks stellt die Plattform ebenso bereit.
Mit dem Update der von zahlreichen Advertisern genutzten Tools dürfte Facebook seine mächtige Stellung im digitalen Werbekosmos weiter festigen. Denn die Lösungen des Sozialen Netzwerks bleiben für viele Kampagnen eine wichtige Ausgangsposition; umso mehr, wenn die Verwaltung dieser Kampagnen weiter vereinfacht wird.