Schnuggs: McDonald’s launcht parodistische Social-Kampagne für Nuggets

Schnuggs: McDonald’s launcht parodistische Social-Kampagne für Nuggets

Wenn man Werbung für eine Fast Food-Kette erwartet, dann hat man Bilder von knusprigen Nuggets, gelbgoldenen Fritten oder saftigen Burgern im Kopf. McDonald’s setzt nun jedoch auf eine Fake Modemarke – Schnuggs –, in deren Kontext die neuen Spicy Chicken McNuggets präsentiert werden. Das wirkt ein wenig parodistisch, aber auch innovativ.
Schnuggs: Der Name klingt und wird in Social Media geteilt
Die Kampagne von McDonald’s, die derzeit in Großbritannien läuft, soll vor allem junge Nutzer in den sozialen Medien ansprechen, besonders die an Instagram und Snapchat gewöhnte Zielgruppe. Ad Age berichtet, dass die stark Social-zentrierte Kampagne im Rahmen der Promo für eine neue Sorte von Chicken MCNuggets stattfindet. So erklärt sich auch der Name: Schnuggs ist die Abkürzung für die Spicy X Chicken McNuggets.
Spicy Chicken McNuggets, Quelle: Social Juicebox Kreiert von der Agentur Leo Burnett London, setzt die Fast Food-Kette voll auf Digitalkultur.

This year’s HOTTEST collab 🔥🔥🔥 Spicy x Chicken McNuggets = #Schnuggspic.twitter.com/RQ3OVxythd
— McDonald’s UK (@McDonaldsUK) August 8, 2019

So wird Schnuggs mit nuggetfarbenem Logo als Mode-Brand inszeniert, die McDonald’s gewissermaßen in den Lifystyle-Kosmos erhebt.

Ultimate accessory goals 😂 #Schnuggspic.twitter.com/4RPvwBvZMV
— McDonald’s UK (@McDonaldsUK) August 8, 2019

Graham Lakeland, Creative Director bei Leo Burnett London, erklärt:
We drew inspiration from these cult-like brands that have this young audience going crazy for their latest product. Therefore, creating a spoof ‘hype beast’ clothing brand to model our new Spicy McNuggets felt like a great fit. This, coupled with a mixture of food-focused posts, helps us create a buzz to become one of the most talked about foods this year.
Sieben Wochen volle Nugget Power
Ganze sieben Wochen werden die neuen Chicken McNuggets auf allen digitalen Kanälen angepriesen und in den Filialen verkauft. Auch in Zeitungen wird das neue kulinarische Produkt promotet.
Die Kampagne geht durch diverse Medien (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), Quelle: Ad Age In Social Media sind zudem eigene Sticker für Schnuggs verfügbar, bei Snapchat gibt es einen entsprechenden neuen Filter, mit dem User zum atmenden Chicken McNugget werden können.
[embedded content]
All diese Spielereien dienen dazu, die neuen Nuggets zu popularisieren. Influencer sorgen mit dem Hashtag #schnuggs ebenfalls dafür.

Die diversen Inhalte zu der Kampagne sorgen online für Aufsehen und bedeuten, dass McDonald’s mit Schnuggs am Puls der Zeit liegt.

I’m now available as a GIF. Bucket list! #schnuggspic.twitter.com/vqUMrlhtLA
— Jake Herbert (@jakebherbert) August 15, 2019

Zwar wirkt die Modemarke wie eine Parodie; vorstellbar ist bei der Popularität der viral gegangenen Promo aber, dass einige User sich die Kleidung sogar kaufen würden. So oder so hat die Marke bewiesen, wie man heutzutage innovativ Zielgruppen erreicht und ein Produkt wie Chicken McNuggets, das per se wenig sexy oder hip wirkt, gekonnt ins Rampenlicht stellt. Was den Geschmack der Nuggets selbst angeht, ist die Debatte eröffnet.

Controversial Opinion: McDonald’s new Spicy McNuggets might just be a bit better than the normal nuggs🤔🍗 @McDonalds#schnuggs
— Jamie Woods (@thesau1) August 8, 2019

Die Werbekampagne über Schnuggs aber ist ein Beispiel für die kreative Finesse der Agentur, ein Gespür für aktuelle Trends und die Möglichkeiten, die Social Media liefern.

TikTok von Scam überflutet: Fake-Accounts und sexuelle Inhalte vermehren sich rapide

TikTok von Scam überflutet: Fake-Accounts und sexuelle Inhalte vermehren sich rapide

Social Media-Plattformen sind ein gefundenes Fressen für Scammer. Gleichzeitig mit der Beliebtheit von Instagram, Facebook und Co. wuchs auch die Zahl der Fakes und anderer Betrüger. Kein Wunder also, dass besonders die stetig wachsende Plattform TikTok momentan mit einem großen Scam-Problem zu kämpfen hat. Das berichtet zumindest Satnam Narangfür tenable in einem 50-seitigen Bericht.
User werden zu pornografischen Inhalten weitergeleitet
TikTok teilt die Meinungen: Die einen finden die Plattform mit ihren kurzen Clips großartig, andere eher peinlich. Nichtsdestotrotz sprechen die eine Milliarde Downloads für sich. Scammer versuchen dementsprechend das wachsende Potenzial von TikTok zu nutzen. Eine wirklich perfide Art des Scams ist das Weiterleiten der User zu pornografischen Inhalten oder Datingseiten für Erwachsene. Gerade in Anbetracht der großen Zahl minderjähriger User ist dies problematisch. Hinzu kommt, dass die Scammer Videos von Frauen in Bikinis oder Sportkleidung von Instagram und Snapchat klauen, auf TikTok posten und dann, mit dem Versprechen auf Nacktfotos und Videos, die User zurück zu einem Snapchat Account locken. Hier wird zudem dazu aufgerufen, via PayPal Geld zu bezahlen, um Premiuminhalte sehen zu können. TikTok User werden so in die Irre geführt und zudem kann der Ruf der Frauen aus den geklauten Videos erheblichen Schaden nehmen.
TikTok selbst sagt, sie seien stetig dabei Fake und Scam, der den Richtlinien der Plattform widerspricht, zu löschen. Jedoch gab das Unternehmen keine Auskunft darüber, wie viele dieser Accounts sich schätzungsweise dort tummeln. Auch kann die Effektivität des Vorgehens gegen Scam infrage gestellt werden, denn durchschnittlich haben die betroffenen Accounts 650 Follower und über 1.700 Likes generiert, bis sie unschädlich gemacht wurden. In einem Extrembeispiel waren es sogar über 12.000 Follower.
Identitätsklau für mehr Likes und Follower
Eine weitere Form des Scams auf TikTok ist es, sich für eine andere Person auszugeben. Scammer stehlen die Inhalte beliebter TikTok-Influencer, übernehmen Profil-Beschreibung und Namen und erstellen so ihren Fake-Account der nur eine einzige Absicht verfolgt: Likes und Follower zu ergattern. Irgendwann, wenn die gewünschte Anzahl vorhanden ist, können die Scammer das Profil einfach in ihren eigenen Privataccount umwandeln und so von den bereits vorhandenen Followern profitieren. Dabei gibt es verschiedene Formen und Vorgehensweisen, die Scammer betreiben und die es schwer machen, den Fake zu erkennen:
1. Eine kleine Namensänderung
Die beliebte TikTok Influencerin Salice Rose hat immer wieder mit Fake Accounts zu tun. Ein beliebter Trick der Scammer hier ist, den Usernamen leicht zu verändern, meist indem untypische Buchstaben genutzt werden. Im folgenden Vergleich kann man sehen, dass das „s“ zum „ś“ und das „e“ zum „ē“ wurde. Usern wird es so erschwert, Fakes auf den ersten Blick zu erkennen. Und das, obwohl die echte Salice Rose durch den „Popular Creator“-Badge verifiziert ist.
© tenable 2. Eine Fan Page aufmachen
Im ersten Moment klingt es vielleicht wie eine Ehre, dass Fans ein Profil erstellen, um ihr Idol zu würdigen. Tatsächlich ist die Intention der meisten dieser Fan Pages jedoch lediglich, vom Erfolg der anderen Person zu profitieren. Diese Accounts klauen und posten ebenfalls die Inhalte beliebter TikTok Influencer und sammeln so Follower und Likes. Einige von ihnen haben den Begriff „Fan Page“ nicht einmal in ihrer Beschreibung erwähnt.
Dieses Beispiel zeigt eine Fan Page, die über 12.000 Follower generieren konnte mit den Inhalten einer anderen Person. © tenable 3. Zweitaccounts oder Backups
Einige Scammer gehen so weit, dass sie ihren Fake Account als Backup des Originals verkaufen, beziehungsweise schlichtweg als Zweitaccount. Dass sich durch diese hinterlistige Methode eine große Anzahl an Followern und Likes generieren lässt, zeigt das folgende Beispiel:
© tenable Besonders schwierig wird das Erkennen von Fake Accounts, wenn diese eine Verifikation erhalten. Dies ist der beliebten Userin Liza Koshy passiert. Auf dem Originalprofil hat sie den „Popular Creator“-Badge. Ihr angeblicher Backup Account hat tatsächlich auch eine Verifikation erhalten, obwohl dieser nicht von Koshy geführt wird. Wie dies möglich wurde, ist nicht bekannt.

Natürlich gibt es auf TikTok neben den aufgezählten Scam-Methoden auch die auf anderen Plattformen übliche Crosspromo von Fake Account zu Fake Account, ebenso wie das Versprechen, man solle einer bestimmten Seite folgen, umso eine große Anzahl kostenloser Follower zu erhalten. Die Auswertung von tenable zeigt wieder einmal eindrucksvoll, dass wir als User auf Social Media-Plattformen immer zweimal hinsehen und nicht alles glauben sollten. Natürlich können wir selbst auch dazu beitragen, TikTok, Insta und Co. Fake-freier zu machen, indem wir entsprechende Seiten melden und blockieren. Doch die Anzahl dieser steigt stetig und ist kaum noch in den Griff zu bekommen.
TikTok gibt an, alle in dem Bericht genannten Accounts gelöscht zu haben und intensiv gegen Scam, der eindeutig gegen die Richtlinien verstößt, vorzugehen. Doch wie ist es dann möglich, dass die Plattform Fake Accounts eine Verifikation erteilt? Narang selbst schreibt in seinem Bericht, dass er denkt, die Scam-Aktivität auf TikTok stecke sogar noch in den Kinderschuhen und wir müssten uns auf noch mehr gefasst machen. Ob es wirklich so kommt, bleibt abzuwarten. Schlussendlich bleibt zu sagen: Wenn dir etwas auf Social Media suspekt vorkommt, halte dich lieber fern und falle nicht auf die betrügerischen Maschen der Scammer herein.

Instagram gegen Fake News: Nutzer können künftig Falschinformationen melden

Instagram gegen Fake News: Nutzer können künftig Falschinformationen melden

Auch Instagram sagt nun dem Verbreiten von Falschinformationen den Kampf an, wie kürzlich von Mashable berichtet. Durch das Melden eines derartigen Beitrages wird dieser jedoch nicht vollkommen entfernt, sondern lediglich nicht mehr im Explore Feed angezeigt. Abonnenten der dahinterstehenden Seiten haben also weiterhin Zugriff auf die oftmals konspirativen Inhalte, für andere wird diese Form von Content jedoch schwerer zu entdecken.

In anderen Worten gesagt, verlieren die Beiträge also insgesamt an einem zu erreichenden Personenkreis, da dieser durch das Nichtauftauchen im Explore Feed eingeschränkt wird. Sofern Nutzer denken, dass bei einem Post derartige Falschinformationen vorliegen, können diesen nun besagten Beitrag melden, wodurch dieser einer Gruppe von Kontrollierenden vorgelegt wird, welche recherchieren, inwieweit der Wahrheitsgehalt des Beitrags gegeben ist.
Beim Vorliegen von Falschinformationen können Nutzer diese mit nur wenigen Klicks melden. © Instagram Weitere Updates zu dieser Vorgehensweise sollen noch folgen, doch steht bisher fest, dass Instagram nicht zur Verbreitung von Missinformationen beitragen möchte – das Implementieren einer derartigen Funktion ist dementsprechend imperativ.
Handhabung gemeldeter Posts
Im Gegensatz zu Facebook, werden Instagram-Nutzer allerdings nicht alarmiert, sofern sie mit einem Post interagieren, welcher Fake News enthalten könnte. Da dieser auch nur Followern der Seite selbst angezeigt wird, ist die allgemeine Interaktion mit solchen Posts natürlich auch geringer, zumal Instagram keine aktive Diskussionplattform darstellt, wie Facebook sie beispielsweise statuiert. Genauso liegt keine Garantie vor, dass jeder gemeldete Post auch von einem Faktenkontrolleur bearbeitet wird, da die Anzahl wohl schlichtweg zu groß wäre. Posts müssen dementsprechend zunächst eine Reihe gewisser Bedingungen erfüllen, bevor Instagram diese für kontrollwürdig befindet. Der Big Player plant in der Zukunft ebenfalls auf AI zurückzugreifen, um eine effizientere Kontrolle zu gewährleisten.
Instagram zufolge, sei diese Änderung nur der Anfang und werde das Fundament für kommende Arbeit zu dieser Problematik darstellen. Es bleibt abzuwarten, in welche Richtung sich die Änderungen der Plattform entwickeln werden, zumal der Grat zwischen Zensur und dem Unterbinden des Teilens von Fehlinformationen oftmals ein schmaler ist, bei dem folglich eine gewisse Vorsicht geboten sein sollte. Vorliegende Meldungen sollen angeblich genutzt werden, um dieses Verfahren eventuell zu bessern. Dementsprechend: umso mehr gemeldet wird, desto vielversprechender kann diese neue Funktion letzten Endes werden. Bisher ist die neue Funktion nur in den USA verfügbar, doch soll diese auch ihren Weg nach Deutschland finden.

So lässt sich die Wirkung von Werbemitteln in den Digitalraum verschieben

So lässt sich die Wirkung von Werbemitteln in den Digitalraum verschieben

Obwohl haptische Werbemittel wie Kugelschreiber, Süßigkeiten und Tassen sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreuen, stehen Werbemittelhändler vor der großen Herausforderung, die Wirkung von Werbemitteln der fortschreitenden Digitalisierung anzupassen. Diese Möglichkeiten gibt es.
Verändertes Nutzerverhalten
Werbemittel gehören zu den am meisten akzeptierten Werbeformen und haben sich über die Jahre zu einem bewährten Kommunikationsinstrument der eigenen Markenbotschaft entwickelt. Sie bieten Unternehmen die Möglichkeit, Geschäfts- und Kundenbeziehungen zu pflegen oder Neukunden zu akquirieren. Doch sind haptische Werbemittel in einer digitalisierten Welt überhaupt noch effektiv? Ein durch Social Media und Smartphones dominiertes Nutzer- und Rezeptionsverhalten erschwert die Kundenansprache durch klassische Werbeartikel. Kugelschreiber in fast papierlosen Büros und Printprodukte wie Flyer erscheinen in Anbetracht der Digitalisierung nicht mehr aktuell. Aber die Wirkung von Werbeartikeln kann durchaus auf den digitalen Raum verschoben werden und somit auf das Branding des Unternehmens einzahlen.
Auch die haptischen Artikel ändern sich, hier ein USB-Kugelschreiber, der sich branden lässt, via Gaschnitz.at Vernetzung von Werbemitteln und digitalen Medien
Eine Möglichkeit, den Einsatz von Werbemitteln effektiv in den Prozess der Digitalisierung einzubinden ist die Nutzung von QR Codes. Durch das Bedrucken von haptischen Werbemitteln mit einem QR Code ist ein weniger offensichtliches und unaufdringlicheres Werben möglich. Der potentielle Kunde wird nicht direkt mit der Werbebotschaft des Unternehmens konfrontiert und empfindet das Werbemittel dadurch möglicherweise auch im Alltag als brauchbarer. Durch QR Codes werden außerdem stets aktuelle Informationen übermittelt.

pic.twitter.com/x1PSf9H0Dh
— moo moo moo (@youknowitwoowoo) August 9, 2019

Während die Bedruckung von haptischen Werbemitteln nicht mehr aktualisiert werden kann, sobald diese beim Interessenten angekommen sind, wird durch das Weiterleiten auf die Homepage des Unternehmens ein aktueller Informationsstand gewährleistet. Dadurch kann im Gegensatz zu klassischen Werbemitteln eine große Menge an Informationen übermittelt werden. Zudem wird die Erfolgsquote der Werbemittel messbar gemacht, indem die Anzahl der Webseitenzugriffe über den QR Code getrackt wird.
Eine weitere Option des indirekten Werbens mit Giveaways ist die Platzierung von Links auf der Oberfläche eines haptischen Werbemittels. Dadurch wird dem Nutzer eine direkte Verbindung zum Online-Auftritt des Unternehmens ermöglicht.
Branding durch elektronische Werbemittel
Eine weitere Option, um sich als Unternehmen der digitalen Welt anzupassen, ist der Einsatz von elektronischen Werbemitteln. Anstelle von Kugelschreibern und Tassen bietet sich die Möglichkeit, in aktuelle Werbemittel-Trends zu investieren und dadurch Modernität zu symbolisieren. Zudem weisen elektronische Werbeartikel in der heutigen Zeit ein hohes Maß an Nützlichkeit auf. Besonders beliebt sind Speichermedien wie USB-Sticks und kabelloses Zubehör wie Powerbanks. Auch Bluetooth-Geräte wie Wireless-Kopfhörer und Lautsprecher sind im Trend und signalisieren potentiellen Geschäftskunden ein modernes Image und digitales Verständnis. Hinzu kommt, dass elektronische Werbemittel ihren Nutzern über einen langen Zeitraum erhalten bleiben – es handelt sich also um eine langfristig effektive Investition. Neben ihrer Langlebigkeit und Nützlichkeit bieten diese Werbeartikel einen entscheidenden Vorteil: Das Branding und Image des Unternehmens kann effektiv beeinflusst werden. Werbeartikel repräsentieren das Unternehmensbild und die Werte, mit denen die Marke in Verbindung gebracht werden soll.

Tricolor está no @Spotify: clube ganha perfil na plataforma de streaming, e torcedores poderão ouvir músicas que embalaram a história do São Paulo 🎧🎵
Saiba mais: https://t.co/ca9kY7oWZRpic.twitter.com/wOG8Q1Xkpe
— São Paulo FC (@SaoPauloFC) September 9, 2018

Wireless-Kopfhörer, sowohl von Spotify als auch dem Fußballclub als Marke FC São Paulo gebrandet, erweisen sich als zeitgemäß und medienwirksam. 
Durch den Einsatz von elektronischen Werbeartikeln wird ein zeitgemäßes Image und modernes Leitbild symbolisiert. Dieser Effekt kann besonders von Unternehmen genutzt werden, die sich im digitalen Wandel befinden und bisher eine eher traditionelle Außenwirkung besaßen.

Social Media Market Insights: Learnings aus Q2 für Werbetreibende

Social Media Market Insights: Learnings aus Q2 für Werbetreibende

Werbetreibende hergehört: Das zweite Quartal 2019 liegt hinter uns und die ersten Auswertungen des Markts liegen inzwischen vor. So veröffentlichte der Media Outcome Manager esome aktuell die Social Media Market Insights für Q2. In diesen werden Markt- und Preisentwicklung sowie die neusten Highlights aus Social Media-Plattformen für Werbetreibende zusammengefasst – und vor allem durch interessante Learnings ergänzt.
Facebook oder Instagram? Welche Kampagnen lohnen sich wo?
Im zweiten Quartal des Jahres gab es kaum noch Veränderungen in den Werbebudgets, was zu ebenfalls stabilen Inventarpreisen führte. Dennoch gab es entscheidende Unterschiede in den Preisen für verschiedene Arten von Kampagnen. Während die Inventarpreise für Performance-Kampagnen sanken, stiegen jene für Branding-Kampagnen. Als einen Grund für diese Entwicklung nennt esome Instagram, da die Plattform besonders im Bereich Branding eine große Auswahl an Werbemöglichkeiten bietet.
© esome Ein Blick auf die Werbeausgaben auf Instagram und Facebook zeigt, dass Werbetreibende sich die dort angebotenen Möglichkeiten gern zu Nutze machen – jedoch auf unterschiedliche Weise. Insta besticht vor allem durch die Beliebtheit von Stories und dieser visuelle Fokus der Plattform führt dazu, dass insgesamt 67 Prozent der Werbeausgaben auf Branding-Kampagnen zurückgehen. Auf Facebook zeigt sich ein umgekehrtes Bild. Werbetreibende investieren dort vor allem in Perfomance.
Wie können Videos als Werbeformat am besten genutzt werden?
Auch auf diese Frage geben die neuen Insights Antwort. Die Durchschnittslänge von Werbevideos auf den verschiedenen Plattformen variiert:
Pinterest: 12,9 Sekunden
Snapchat: 13,4 Sekunden
Instagram: 15,3 Sekunden
Facebook: 15,4 Sekunden
Twitter: 21 Sekunden
Doch trotz der unterschiedlichen Länge sollten Werbetreibende beachten, dass die Aufmerksamkeit der Viewer nach neun Sekunden rapide nachlässt. In der Theorie hat esome festgestellt, dass für eine lediglich gute View Rate die Devise „Je kürzer, desto besser“ gilt. Doch Tatsächlich zeigt die Analyse der Video-Viewer im Verhältnis zur Videolänge, dass die Absprungrate zwischen sechs und acht Sekunden sehr gering ist. Daraus ergibt sich: Um wenigstens 50 Prozent der Nutzer und eine bestmögliche Werbewirkung zu erreichen, sollten die Werbetreibenden ihre Message in die ersten neun Sekunden ihres Videos verpacken.
Relevante Plattform-Updates für Werbetreibende 
Die verschiedenen Social Media-Plattformen öffnen sich dem Marketing immer mehr und bieten Unternehmen entsprechende Möglichkeiten. So testet Snapchat beispielsweise einen neuen Button, der Käufe direkt in der App erlaubt, sodass die User diese nicht extra verlassen müssen. Facebook wiederum erweitert sein Video Creation Kit. Es ist nun automatisch möglich, Videos in verschiedene Seitenverhältnisse umzuwandeln und so an die gewünschten Platzierungen anzupassen. Instagram baut weiter auf Influencer Marketing durch das neue Ad-Format „Branded Content“. In Kombination mit der In-App-Kauffunktion können User die vom Influencer präsentierten Produkte direkt in der App kaufen.
Hier ein Beispiel für Instagrams Branded Content. © Instagram Pinterest und LinkedIn legen nach
In den USA gibt es für Pinterest inzwischen ein Bildrecherche-Tool namens „Complete the Look“. User können so beispielsweise Einrichtungs- und Modetipps erhalten, passend zu ihren Vorlieben. Werbetreibende können dadurch ihre Reichweite vergrößern, da ihre Pins durch die rein visuelle Suche eher entdeckt werden. Doch auch in Deutschland bietet Pinterest seit Anfang des Jahres Möglichkeiten fürs Marketing. Besonders Video Ads punkten hier. So schreibt esome:

View-Through-Rates von über 20 Prozent ermöglichten in Kombination mit dem noch sehr fairen Preisniveau auf der Plattform attraktive Costs per Completed Views. Aber auch Traffic-Kampagnen überzeugten bereits mit sehr guten Click-Through-Rates.

Und auch LinkedIn bietet immer mehr Werbe- und Interaktionsmöglichkeiten an. Die Werbeausgaben auf der Plattform steigen stetig, sowohl für B2B- als auch B2C-Produkte.
Die Ergebnisse der Market Insights aus dem zweiten Quartal zeigen also, dass Social Media Marketing relevanter ist als je zuvor – und es auch weiterhin mit steigendem Potential sein wird. Immer mehr Plattformen bieten Werbetreibenden Möglichkeiten, ihre Kunden direkt zu erreichen. Die Frage, die sich jedes Unternehmen jedoch weiterhin selbst stellen muss, ist, welche Plattform es für welche Art von Kampagnen nutzt. Besonders die Zielgruppe ist hier entscheidend, denn die variiert von Plattform zu Plattform. Interessant wird es zu sehen, wie sich Pinterest und LinkedIn weiterentwickeln und wie relevant sie auf dem Werbemarkt werden. Die gesamte Studie könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

Google will bei fremden Subdomains gehosteten Content anders behandeln

Google will bei fremden Subdomains gehosteten Content anders behandeln

Google hat angegeben, dass die eigenen Systeme überholt werden, um Content, der in Subdomains oder in Subfolder von externen Seiten ausgelagert wird, besser erkennen zu können. Dann wird er auch entsprechend behandelt werden, heißt es. Die Praktik könnte durch Googles prüfenden Blick also riskanter werden, was die SEO betrifft.
Lohnt sich die Auslagerung von Content in Subdomains?
Wer eigene Inhalte in eine Subdomain oder einen Subfolder bei einer anderen Domain als der eigenen integriert, verspricht sich vermutlich einen SEO-Vorteil davon. So könnte die gewählte Domain viel Traffic generieren, wovon man beim Ranking der Inhalte und bei der Generierung von Traffic wiederum für diesen ausgelagerten Content profitieren möchte. Doch Google hat nun eine klare Antwort geliefert, die sich auf die Frage bezieht, ob Dritte ihre Inhalte in Subdomains oder Subfoldern unterbringen können. Davon berichtet unter anderem Search Engine Land.
Via Twitter hat der Google Webmasters Account bestätigt, dass dieses Hosting bei anderen Domains nicht gegen Googles Richtlinien verstößt. Allerdings soll Googles Algorithmus dahingehend trainiert werden, dass er besser erkennt, wenn bestimmte Inhalte von der Hauptseite unabhängig sind. Wird das erkannt, möchte Google den Content auch entsprechend behandeln.

We’ve been asked if third-parties can host content in subdomains or subfolders of another’s domain. It’s not against our guidelines. But as the practice has grown, our systems are being improved to better know when such content is independent of the main site & treat accordingly.
— Google Webmasters (@googlewmc) August 14, 2019

Doch was bedeutet das für die die Content-Eigner? In einem Webmaster Central Hangout hatte Webmaster Trends Analyst John Mueller sich etwas deutlicher dazu geäußert.
By ‘handling them appropriately,’ I don’t mean we should treat them as spam and just delete all of these subdomains, because they’re not really spam. They’re just kind of sales pages, affiliate pages that are hosted within another website. Maybe the right approach is to find a way to figure out what is the primary topic of this website and focus more on that, and then kind of leave these other things on the side. […] When it comes to quality, we try to look at the quality of a website overall. So, if there are particular parts of a website that are really low quality …. then overall, that could be degrading the quality of that site a little bit.
Risiko für beide Seiten
Während die Taktik also nicht gegen Googles Vorgaben verstößt, ist sie doch nicht gern gesehen. Denn Google rät dazu, über die eigene Seite und die eigene Brand Traffic zu generieren und die Inhalte dort für die Suchmaschine optimiert zu präsentieren.

Our guidance is if you want the best success with Search, provide value-added content from your own efforts that reflect your own brand.
— Google Webmasters (@googlewmc) August 14, 2019

Für Seitenbetreiber, die ihre Subdomains oder Subfolder anderen überlassen, um dort ihren Content zu platzieren, besteht das Risiko, dass das Ranking der ganzen Domain durch schwachen Content in Mitleidenschaft gezogen wird. Eine sehr genaue Prüfung der Inhalte, die von Dritten stammen und Eingang in beispielsweise eine Subdomain erhalten, ist so unbedingt vonnöten. Dieses Risiko lässt sich noch ausweiten. Wer Content anderswo unterbringt, verliert die Chance, darüber die eigene Domain im Ranking zu stärken, wenn der Inhalt gut ist. Außerdem könnten Seiten, die ihre Subdomains für Inhalte anderer öffnen, auch sehr schwache Inhalte hosten, sodass dein Content Piece, obwohl relevant, unterzugehen droht, weil die Haupt-Domain durch zu viel irrelevante Inhalte im Ranking deutlich einbüßt.
Da Google nun künftig sehr genau darauf achten wird, welcher Content fremd-gehostet wird, sollten Seitenbetreiber und Content-Produzenten sich ganz genau überlegen, ob die Auslagerung langfristig sinnvoll ist. Hier dürften nur geprüfte und werthaltige Partnerschaften die Chance haben, bei Google ein starkes Ranking zu (er)halten und damit viel relevanten Traffic zu generieren.

Die Conversion-Blockade im Web-Shop: 5 Strategien für mehr Umsatz

Die Conversion-Blockade im Web-Shop: 5 Strategien für mehr Umsatz

Erfolg im Online-Handel hängt vor allem von den Conversions ab. Dabei lässt sich feststellen, dass immer wieder dieselben Blockaden im Web-Shop dafür verantwortlich sind, wenn potenzielle Kunden ihren Besuch abbrechen und sich stattdessen einem Konkurrenten zuwenden. Wir stellen die häufigsten Conversion-Barrikaden vor und sagen dir, was du dagegen unternehmen kannst. Außerdem präsentieren wir dir die wichtigsten Kennzahlen für Online-Händler.
Kennzahlen im E-Commerce: Eine wertvolle Unterstützung für Unternehmer
Es gibt eine ganze Menge verschiedener Kennzahlen, mit denen du den geschäftlichen Erfolg im Web-Shop messen kannst. Solche Messungen sind sehr wichtig, weil sie dir sofort bedeutende Trends in Bezug auf den Geschäftsverlauf aufzeigen können. Als Internet-Unternehmer solltest du immer darüber informiert sein, in welche Richtung sich dein Business gerade entwickelt. Stellst du ein rückläufiges Geschäftsvolumen fest, so kannst du sofort Gegenmaßnahmen ergreifen. Zeichnet sich stattdessen eine ungewöhnliche Steigerung ab, wird es höchste Zeit, die Lagerbestände gezielt zu erhöhen und für logistische Ressourcen zu sorgen.
Zu den Kennzahlen, die im E-Commerce eine Rolle spielen, zählen unter anderem diese Werte:
Besucherzahlen
Umsatz
Anzahl der Bestellungen
durchschnittlicher Warenkorbwert
Anzahl der Produkte im Warenkorb
Gewinn
An den Besucherzahlen kannst du klar ablesen, wie groß das Interesse an deinem Shop aktuell ist. Eine hohe Anzahl an neuen Besuchern bildet dabei die Grundlage für steigende Umsätze. Der Umsatz zeigt dir das Brutto-Volumen deiner Geschäftstätigkeit an. Dieser Wert eignet sich vor allem dazu, lange Zeiteinheiten, also zum Beispiel komplette Geschäftsjahre, miteinander zu vergleichen. Allerdings kann ein steigender Umsatz auch lediglich bedeuten, dass du mit teureren Produkten gehandelt hast. Über den Erfolg sagt die Umsatzentwicklung also nicht zwangsläufig etwas aus.
Die Anzahl der eingehenden Bestellungen zeigt dir, wie überzeugend du deine Angebote präsentierst. Der durchschnittliche Warenkorbwert sagt etwas über die Preise im Shop und die Kaufbereitschaft deiner Zielgruppe aus. Die Anzahl der Produkte im Warenkorb dokumentiert, wie gut es dir gelingt, Käufer dazu zu animieren, gleich mehrere Artikel zu bestellen. Und der Gewinn berücksichtigt neben deinen Einnahmen auch die Kosten. Du kannst hieran ablesen, wie viel am Ende tatsächlich für dich übrig bleibt und wie sich dieser Wert entwickelt.
Es lässt sich erkennen, dass es für viele betriebswirtschaftliche Fragestellungen jeweils typische Kennzahlen gibt. Die genannten Werte solltest du als Internet-Unternehmer immer im Blick haben, um den aktuellen Geschäftsverlauf zutreffend einschätzen zu können. Nur so kannst du frühzeitig erkennen, ob Handlungsbedarf besteht und darüber hinaus auch gegenüber Geschäftspartnern und Geldgebern dokumentieren, wie es um dein Unternehmen aktuell bestellt ist.
Die Conversionrate als nützlicher Kombinationswert
Mitunter ist es sehr sinnvoll, mehrere Kennzahlen zu kombinierten Werten zu verbinden. Als Beispiel hierfür wollen wir uns mit der sogenannten Conversionrate beschäftigen. Der englische Begriff Conversion bedeutet soviel wie Umwandlung. Im E-Commerce ist damit gemeint, einen Besucher oder Interessenten deiner Website in einen zahlenden Kunden umzuwandeln. Dies geschieht in dem Augenblick, in dem sich der Besucher dazu entscheidet, einen Einkauf zu tätigen. Darüber hinaus können auch sogenannte Micro-Conversions eine Rolle spielen. Hierunter versteht man sekundäre Aktionen, wie etwa die Anmeldung eines Besuchers für einen Newsletter oder den Download eines Ratgebers.
Interessant in diesem Zusammenhang ist das Verhältnis zwischen Besuchern deines Shops und Kaufvorgängen. Den Wert, der dieses Verhältnis beschreibt, bezeichnet man als Conversionrate. Es handelt sich hierbei um einen Prozentwert, der aussagt, wie viel Prozent der Besucher deines Shops auch wirklich zu Kunden werden.
Der E-Commerce-Verkaufstrichter (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © CO2 Kommunikation Gehen wir einmal davon aus, dass dein Web-Shop pro Monat von 50.000 Nutzern besucht wird. Und unterstellen wir darüber hinaus, dass du im selben Zeitraum 1.500 Bestellungen erhältst. Teile nun einfach die Anzahl der Bestellungen durch die Anzahl der Besucher. Du rechnest also 1.500 geteilt durch 50.000 und erhältst als Ergebnis 0,03. Dies entspricht einem Verhältnis von 3 Prozent. Du kannst also sagen, dass drei Prozent deiner Besucher zu Kunden werden. Es empfiehlt sich in diesem Zusammenhang allerdings, die bereinigte Conversionrate zu erfassen und zu berechnen. Hierbei handelt es sich um den Wert, den du erreichst, nachdem du deine Retouren berücksichtigt hast.
Die Conversionrate beschreibt damit einen sehr wichtigen Erfolgsfaktor im E-Commerce. Als Shop-Betreiber liegt es in deiner Hand, zu steuern, wie viele neue Besucher auf deinen Shop aufmerksam werden. Hierzu setzt du zum Beispiel auf Suchmaschinenmarketing. Durch Suchmaschinenwerbung und Suchmaschinenoptimierung nimmst du einen unmittelbaren Einfluss darauf, wie sich der Traffic auf deiner Website entwickelt. Welche konkreten Instrumente und Werkzeuge sich hier vor allem eignen, hängt unter anderem von deinem konkreten Verkaufsbereich und von der Frage ab, ob du im B2B- oder im B2C-Bereich aktiv bist.
Wenn du also festgestellt hast, dass dein Shop eine Conversionrate von zum Beispiel 3 Prozent erreicht, dann kannst du sehr genau berechnen, wie sich dein Umsatz entwickelt, wenn du mehr Besucher auf deinen Shop leitest.
Eine Conversionrate zwischen 2 und 4 Prozent gilt im E-Commerce als normal. Liegt der Wert eher im unteren Bereich oder sogar niedriger, dann solltest du dringend analysieren, aus welchen Gründen sich übermäßig viele Besucher gegen einen Einkauf entscheiden. Darüber hinaus ergibt es grundsätzlich Sinn, die Conversionrate regelmäßig zu messen. Dies ist die Voraussetzung dafür, sich sukzessive immer weiter zu verbessern und den Umsatz zu steigern. Von Amazon ist zum Beispiel bekannt, dass hier Tag für Tag hunderte und teilweise sogar tausende von Tests durchgeführt werden, um das Geschäftsmodell sukzessive zu optimieren.
Screenshot von Amazons Startseite, Screenshot Amazon Gründliche Analysen führen dich direkt zu Conversion-Blockaden
Veränderungen in Bezug auf Besucherzahlen im Web-Shop sind ganz normal. Schließlich hängt der Traffic davon ab, welche Online Marketing-Aktivitäten du gerade fährst oder wie sich beispielsweise deine Suchmaschinenoptimierung entwickelt. Kommt es dagegen zu Schwankungen in Bezug auf die Conversionrate, dann kannst du davon ausgehen, dass es hierfür eine handfeste Ursache im Shop selbst gibt.
Aus diesem Grund ist es sinnvoll, die Conversionrate ganz regelmäßig zu berechnen und Vergleiche anzustellen. Wenn du hierbei feststellst, dass es zu einer signifikanten Veränderung gekommen ist, dann solltest du unbedingt etwas genauer hinschauen. Wenn du erkennst, dass sich die Conversionrate verschlechtert hat, solltest du anhand der Serverprotokolle herausfinden, an welchen Stellen dir die Kunden verloren gehen. Registrierst du eine Verbesserung der Conversions, dann empfiehlt es sich, zu überprüfen, welche Veränderungen unmittelbar vor der Verbesserung am Web-Shop vorgenommen wurden.
Die Analyse von Gründen für Verschlechterungen zeigt, wie du die unerwünschte Entwicklung rückgängig machen kannst. Ursachen für eine Verbesserung lassen dich dagegen lernen, wie sich die Conversionrate noch weiter verbessern lässt.
Wenn du bemerkst, dass ein kleinerer Anteil deiner Besucher einen Einkauf getätigt hat als zuvor, dann ist hierfür wahrscheinlich eine Conversion-Blockade verantwortlich. Hierbei handelt es sich um einen bestimmten Effekt in deinem Shop, der viele Nutzer dazu bringt, ihren Besuch vorzeitig abzubrechen. Deine wichtigste Aufgabe besteht jetzt darin, diese Blockade zu entdecken und konsequent zu beseitigen.
Insgesamt ist es hierbei wichtig und sinnvoll, herauszufinden, welche Gründe zu der Blockade führen. Dazu kannst du zum Beispiel Tools wie Hotjar einsetzen. Damit lässt sich exakt erkennen, wo genau Besucher ihren Einkauf abbrechen und welche Ursachen das hat. Wenn du den Conversion-Blockaden auf diese Weise noch nicht auf die Spur kommst, dann kannst du auch einfache A/B-Tests durchführen, bei denen du verdächtige Stellen im Shop in zwei unterschiedlichen Versionen gegeneinander antreten lässt. Die Auswertung zeigt dann im Anschluss, bei welcher Variante du weniger Kunden verloren hast. Hierzu sollte dein Shop allerdings über ein bestimmtes Besucher- und Bestellvolumen verfügen, damit wirklich signifikante Zahlen entstehen.
A/B Tests, © CO2 Kommunikation Die Conversionrate im Web-Shop systematisch verbessern
Natürlich bleibt es dir darüber hinaus unbenommen, stetig an einer Verbesserung der Conversionrate zu arbeiten. Führe dir hierzu einmal vor Augen, wie stark sich bereits kleine Verbesserungen auswirken. Bleiben wir bei unserem Beispiel von vorhin und gehen wir davon aus, dass du auf der Basis von 50.000 Besuchern pro Monat 1.500 Bestellungen erhältst. Sagen wir zusätzlich, dass deine Bestellungen im Durchschnitt mit einem Umsatz von 35 Euro und einem Gewinn von 9 Euro verbunden sind. Du erwirtschaftest damit also einen monatlichen Umsatz von 52.500 Euro und einen Überschuss vor Steuern in Höhe von 13.500 Euro.
Simulieren wir jetzt, dass du deine Conversionrate um lediglich einen Prozentpunkt steigern würdest. Dies würde dazu führen, dass du bei gleichen Besucherzahlen anstelle von 1.500 monatlichen Bestellungen auf 2.000 Bestellungen kommen würdest. Hierdurch steigt dein Gewinn von 13.500 Euro auf 18.000 Euro. Du siehst also: Kleine Veränderungen der Conversionrate führen zu einer erheblichen Wirkung. Es lohnt sich damit, in diesem Bereich aktiv zu werden.
Im Idealfall beschäftigst du dich mit der Optimierung deiner Conversionrate auf ganz systematische und strategische Weise. Im Folgenden stellen wir insgesamt fünf Strategien vor, mit denen du Conversion-Blockaden aktiv bekämpfen kannst. Optimal funktionieren die verschiedenen Ansätze, wenn du sie kombiniert anwendest. Zu jeder Strategie erhältst du einen erprobten Praxistipp, der dir bei der direkten Umsetzung im eigenen Shop hilft.
Strategie 1: Falsche Erwartungen konsequent vermeiden
Ein häufiger Grund für eine nicht optimale Conversionrate sind falsche Erwartungen, mit denen deine Besucher deinen Web-Shop betreten. Um hier für Abhilfe zu sorgen, musst du zunächst herausfinden, über welche Wege du die meisten neuen Besucher erhältst. Wenn du zum Beispiel Suchmaschinenmarketing eingesetzt hast, dann kontrolliere hier streng, ob die eingesetzten Keywords, Anzeigen, Werbemittel und Suchmaschinenergebnisse inhaltlich tatsächlich dem entsprechen, was dem Nutzer auf deinen Shop-Seiten geboten wird und ob dies für jeden Besucher auch auf Anhieb erkennbar ist.
Werbung für reduzierte Apple-Produkte in der Suche und auf einer Website, © CO2 Kommunikation Wenn du im Rahmen von Google Ads Versprechungen machst, die du im Shop nicht einhältst, dann ist es ganz selbstverständlich, dass du viele Besucher umgehend wieder verlieren wirst.
Unser Tipp: Stimme SEM-Maßnahmen sorgfältig auf den Shop ab
Bei sämtlichen Aktivitäten rund um das Suchmaschinenmarketing solltest du immer darauf achten, dass die eingesetzten Werbemittel und Anzeigen möglichst exakt dem entsprechen, was du im Shop auch tatsächlich anbietest. Andernfalls erzeugest du falsche Erwartungen und schöpfst dein Conversion-Potenzial nicht voll aus.
Strategie 2: Die Produktseite maximal nutzen
Die Produktseiten für die einzelnen Artikel in deinem Shop entsprechen dem Verkäufer im stationären Handel. Sowohl die Seite als auch der Verkäufer haben die Aufgabe, den Interessenten an ein bestimmtes Produkt heranzuführen, sein Interesse zu wecken und zu vertiefen, Fragen zu beantworten und Kaufanreize zu setzen. Eine schlechte Conversionrate hängt sehr häufig mit den Produktseiten im Shop zusammen, so dass du hier mit einigen Verbesserungen gute Ergebnisse erzielen könntest.
Arbeite mit professionellen Texten, die den Kunden nicht nur faktisch, sondern auch emotional ansprechen. Setze überzeugende Abbildungen ein und lasse keine wichtige Frage unbeantwortet. Mache es dem Nutzer nicht unnötig schwer, das Produkt in den Warenkorb zu legen und achte zusätzlich unbedingt auf vertrauensbildende Elemente.
Unser Tipp: Storytelling
Besonders gute Conversion-Ergebnisse erreichest du, wenn du auf die Content-Strategie Storytelling setzt. Hierbei geht es darum, die Informationen über dein Produkt in Form einer lebendigen Geschichte anstelle einer logisch-sachlichen Darlegung von bloßen Fakten zu vermitteln. Ob es sich um eine fiktive oder um eine wahre Geschichte handelt, spielt dabei zunächst keine Rolle. Es ist erwiesen, dass solche Stories den potenziellen Kunden stark ansprechen und leicht verinnerlicht werden.
Strategie 3: Registrierungszwang als Conversion-Falle
Manche Conversion-Blockaden sind so offensichtlich, dass man sich wundern muss, dass sie vom Shop-Betreiber noch nicht entdeckt und beseitigt wurden. Um eine solche Blockade handelt es sich beim Registrierungszwang. Natürlich hast du als Internet-Unternehmer ein Interesse daran, dass sich deine Käufer in deinem Shop registrieren und du auf diese Weise längerfristig mit ihnen im Kontakt bleiben kannst. Wer die Registrierung allerdings als Pflicht vor den Einkauf stellt, der muss eine deutlich verschlechterte Conversionrate hinnehmen.
Biete daher in jedem Fall immer auch die Option an, als Gast bestellen zu können. Es spricht nichts dagegen, dem Kunden an dieser Stelle klar zu machen, dass eine Registrierung mit vielen Vorteilen verbunden ist. Die Anmeldung zur Pflicht zu machen gilt dagegen als völlig veraltet und nachteilig.
Unser Tipp: Checkout-Prozess unter die Lupe nehmen
Nutze die Beschäftigung mit dem Checkout-Prozess auch dazu, um dich dort nach weiteren Fehlern, Schwächen und Barrieren umzuschauen. Die Erfahrung zeigt, dass wir hier die häufigsten Ursachen für Kaufabbrüche finden. Oft handelt es sich dabei um einfache Blockaden, die sich mit wenigen Handgriffen beseitigen lassen.
Strategie 4: Eine optimale Usability erreichen
Usability, also die Benutzerfreundlichkeit, spielt in Bezug auf die Conversionrate in Web-Shops eine herausragend wichtige Rolle. Es kommt hier vor allem darauf an, dass sich jeder neue Besucher auf Anhieb in deinem Shop zurechtfindet. Gibt es Probleme mit der Navigation, der Suchfunktion oder der Seitenstruktur, dann stellt sich innerhalb von wenigen Sekunden Frustration ein, die nicht selten dazu führt, dass der Besuch abgebrochen wird. Schließlich befindet sich deine Konkurrenz immer nur einen Mausklick weit vom potenziellen Kunden entfernt. Aus diesem Grund solltest du unbedingt darauf achten, dem Nutzer einen komfortablen und einfachen Besuch zu ermöglichen.
Während dies bei frisch eingerichteten Shops häufig noch der Fall ist, verschlechtert sich der Status oft im Laufe der Zeit. Die Navigation wird erweitert, Produktkategorien kommen hinzu oder es werden Veränderungen an der ganzen Struktur der Website vorgenommen und schon leidet die Usability, wenn man hierauf nicht besonders achtet.
Unser Tipp: Tests mit Unbeteiligten
Du und deine Mitarbeiter sind nur sehr bedingt dazu in der Lage, Schwächen in Sachen Usability selbst feststellen zu können. Ihr habt täglich mit dem Shop zu tun und seid daher oft betriebsblind. Es lohnt sich, den Shop regelmäßig von unbeteiligten Dritten testen zu lassen und diesen Kandidaten sehr genau auf die Finger zu schauen, während sie sich auf deinen Seiten bewegen.
Strategie 5: Von Anfang an Vertrauen aufbauen
Kommen wir zur fünften und letzten Strategie. Hierbei geht es um Vertrauen im Web-Shop. Als Shop-Betreiber weißt du, wie gut Internet-Kunden heute durch den Verbraucherschutz abgesichert sind. Im Normalfall drohen hier kaum Risiken. Dennoch haben viele Nutzer nach wie vor das Gefühl, sie müssten gegenüber dem Händler ausgeprägtes Vertrauen empfinden, um eine Bestellung zu wagen.
Diesen Effekt solltest du als Online-Händler unbedingt berücksichtigen, wenn du Wert auf eine gute Conversionrate legst. Sorge mit verschiedenen Maßnahmen für einen stabilen Vertrauensaufbau. Hierzu zählen zum Beispiel eine seriöse Gestaltung der Shop-Seiten, professionelle und fehlerfreie Texte, deutlich erkennbare Kompetenz in Bezug auf den Produktbereich und authentische Kundenmeinungen. Wenn es dir gelingt, den Besuchern deines Shops Vertrauenswürdigkeit zu signalisieren, dann wird sich das unmittelbar positiv auf deine Conversionrate auswirken.
Unser Tipp: Ratgeber zeigen Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit
Eine gute und wirksame Methode zum Vertrauensaufbau besteht darin, dass du deinen Besuchern ausführliche Ratgeber zur Verfügung stellst. Hiermit kannst du zeigen, dass du dich für die Interessen deiner Kunden engagierst und dass du über ausgeprägte Kompetenzen in Bezug auf die angebotenen Produkte verfügst.
Unsere Empfehlung: Die Conversion-Optimierung hoch priorisieren
Wir haben gezeigt, wie wichtig eine gute Conversionrate für deinen geschäftlichen Erfolg ist, wie stark sich bereits kleine Veränderungen in diesem Bereich auswirken und mit welchen Methoden du Conversion-Blockaden aufspüren und beseitigen kannst. Hiervon lässt sich unmittelbar die Empfehlung ableiten, die Conversion-Optimierung hoch zu priorisieren. Eine regelmäßige und gründliche Beschäftigung mit diesem Thema sichert dir dauerhaft gute Geschäftsergebnisse und verschafft dir einen deutlichen Vorsprung vor der Konkurrenz.

Snap bringt Spectacles 3 – und wirbt dafür auf Instagram

Snap bringt Spectacles 3 – und wirbt dafür auf Instagram

Ab Herbst 2019 sind die Spectacles 3 von Snap verfügbar. Das Produkt bietet zwei Kameras, 3D-Ansichten und eine drahtlose Synchronisation mit deinem Smartphone. Das lässt sich der Hersteller etwas kosten. Angepriesen wird die futuristische Brille auf Instagram, der Konkurrenzplattform, die viel von Snapchat kopiert hat.
Wird Snap Inc. von Sepctacles 3 profitieren?
Die ersten Versionen der Spectacles waren aufregende Gadgets, brachten dem Unternehmen Snap Inc. jedoch nur Verluste. Das soll sich nun ändern. Ab Herbst werden die Spectacles 3 auf den Markt kommen. Und Interessierte können schon jetzt eine der limitierten Brillen vorbestellen. Der Preis: 370 Euro. Um die jüngste Variante der Hardware von Snap Inc. zu promoten, hat das Unternehmen bei Konkurrent Instagram einen Post eingestellt.

Mit den Spectacles 3 erhält der Nutzer zwei Kameras, die Videos oder Bilder direkt ans Smartphone senden können. Und das in beeindruckender 3D-Grafik. Diese Momente können dann für Snapchat mit speziellen Filtern und AR-Effekten aufgepeppt werden.

Neben den Features für Social Media ist die Brille auch als Objekt optimiert worden. Ein Edelstahlrahmen fasst die Kamera und Gläser ein. Dazu kommt ein faltbares Etui aus Leder, in dem sich die Spectacles 3 unmittelbar aufladen, sobald sie hineingelegt werden. So fancy und glamourös die Spectacles auch daherkommen, stellt sich doch die Frage, ob sie für Snap Inc. zum Erfolg werden können. Einige User aus dem Promo Video haben die Brille bei Instagram angepriesen. Da sie aber selbst keine riesigen Followerzahlen haben, bleibt der Viralitätseffekt vorerst aus.

Snap setzt auf interne Unterstützung
Obwohl in konkurrierenden sozialen Medien für das neue Produkt mächtig Werbung gemacht wird, setzt das Unternehmen hinter den Spectacles und Snapchat besonders auf interne Hilfe. Ad Age zog eine Stellenausschreibung heran, nach der Snap nach einem Social Media Manager eigens für die Spectacles sucht. Zudem geht aus der Anzeige hervor, dass Snap diverse Creators dazu auffordert, mit den Spectacles Erfahrungen zu machen und diese in Social Media zu teilen, auch wenn es konkurrierende sind. Immerhin geht es um die Awareness für das Produkt.
Der hohe Preis ist ein Indikator dafür, dass Snap mit dem Produkt zunächst nur eine spezifische Zielgruppe anspricht. Womöglich geht es Snap, das in Sachen AR-Innovation als absoluter Pionier gelten kann, mit den Spectacles auch eher um ein Produkt, das die Entwicklung der Technologie und passender Hardware spielerisch vorantreibt, die sich künftig noch besser vermarkten lässt. Über die Spectacles ließe sich vielleicht ein gewisser Umsatz generieren. Richtig wertvoll werden sie aber, wenn sie in Zukunft als Basis oder Beginn für ein vernetztes und AR-befähigendes Produktportfolio betrachtet würden, das in den nächsten Jahren durchaus an wirtschaftlicher Relevanz gewinnen könnte.
Snapchat ist bei den sozialen Medien hinter der Konkurrenz von Facebook und Instagram zurückgeblieben, allerdings auch einzigartiger in seiner Natur. Doch vielleicht gelingt es Snap in Sachen Hardware der Konkurrenz mit populären Produkten zuvorzukommen. Mit den Spectacles 3 wird das wohl noch nicht gelingen; innovativ ist das Feature aber allemal – typisch für Snap.

Interessen statt Nutzern folgen: Twitter arbeitet an Topic Feeds

Interessen statt Nutzern folgen: Twitter arbeitet an Topic Feeds

Die Vorstellung vom Feed, der nur auf einem speziellen Interesse beruht, ist für manchen Twitter-Nutzer sicher nicht abwegig. Das ist abhängig von den Konten, denen man folgt, schon jetzt mehr oder weniger möglich. Derzeit testet die Plattform jedoch die Option, konkreten Themen zu folgen. Gibt es also bald den Feed für Cat Content, Fußball-News oder lustige Memes?
Den Interessen folgen, nicht den Accounts
In einem neuen Experiment möchte Twitter herausfinden, wie sehr die Nutzer daran interessiert sind, in einer Feed-Version einzig auf ein Thema reduzierte Tweets angezeigt zu bekommen. Laut Mashable wird ein Test mit der Bezeichnung „dedicated interest experiences“ durchgeführt. So soll ein Topic Feed in der Timeline etabliert werden, nicht im Entdecken-Bereich. Den Angaben des Publishers zufolge könnten Nutzer bestimmten Themen folgen und dann passende Tweets dazu angezeigt bekommen, auch wenn sie den Accounts, von denen diese stammen, nicht folgen. Außerdem sollen spezifische Themen aber auch gezielt stumm geschaltet werden können.
Allerdings ist der Test für das Feature vorerst sehr begrenzt. Nur auf Android und nur für den Bereich Sport wird er ausgeführt. Sollte es künftig aber zu einem Rollout einer solchen Funktion kommen, so Karissa Bell und Caitlin Welsh bei Mashable, würde Twitter die Themen eigens kuratieren und ein Whitelisting vornehmen, und sich dabei nicht auf eine automatisierte Auswahl verlassen.
Die Inhalte aber würden automatisch generiert werden, sodass über Machine Learning passende Tweets versammelt werden könnten. Wie gut das funktionieren kann, müssen umfassendere Tests zeigen. Auf diese Weise könnte Twitter seinen Nutzern ersparen, über diverse Hashtags Konversationen auf der Plattform zu finden und nachzuvollziehen. Die Hashtags selbst aber wären auch für das Gruppieren von Tweets weiterhin wichtig. Product Lead Kayvon Beykpour erklärte der Presse in einem Briefing im Twitter HQ:
Just as over the last 13 years you’ve been able to follow accounts or mute accounts, we want to allow our customers to follow topics and mute topics. You may decide to turn off politics for the day and only look at puppy Twitter.
Puppy Content könnte einen Feed bestimmen, Screenshot Twitter Mehr Optionen zum Personalisieren – aber kein Edit Button
Bei Twitter wird auch unabhängig von derlei Feed-Optionen immer kräftig getestet und Neues ausgerollt. Zuletzt veröffentlichte man zwei Features, die der Personalisierung der eigenen Twitter-Erfahrung dienen. Zum einen wird bei Android gerade getestet, die Benachrichtigungen während wichtiger Veranstaltungen quasi auf Snooze stellen zu können.

You know when someone’s phone goes off in the theater? Or in a presentation? Or at the movies? Don’t be that person.
We’re testing a way to temporarily snooze notifications on Android, just in case you go viral at an inconvenient time. pic.twitter.com/tSuEjlqWDs
— Twitter (@Twitter) August 13, 2019

Zum anderen, und dieses Feature ist für Android und iOS verfügbar, können Nutzer sich inzwischen benachrichtigen lassen, wenn es eine Antwort auf einen Tweet gibt, an dem sie Interesse gezeigt haben.

You probably have notifications on for your must-follows. Now you can get notifications when there’s a new reply to a Tweet you’re interested in! We’re testing this on iOS and Android now. pic.twitter.com/MabdFoItxc
— Twitter (@Twitter) August 8, 2019

Bei jeder Neuerung und jedem Test werden die Kommentare jedoch durch einen Aspekt dominiert. Es wird immer wieder nach einem Edit Button gefragt. Dagegen wehrt sich das Unternehmen aber nach wie vor. Beykpour meint:

Didn’t shoot it down! Just not a priority right now.
— Kayvon Beykpour (@kayvz) August 14, 2019

So müssen die User mit den aktuellen Funktionen vorlieb nehmen. Vielleicht können sie aber bald zumindest auf ganz spezifische Feeds zurückgreifen, dominiert von je dem Thema, das sie gerade interessiert.

Beschwerde bei der EU: Konkurrenten wehren sich gegen Googles Jobsuche

Beschwerde bei der EU: Konkurrenten wehren sich gegen Googles Jobsuche

Wer heute einen Job sucht, der informiert sich zuallererst online. Und dabei ist häufig der erste Schritt die gesuchte Stelle als Suchanfrage bei Google einzugeben. Basierend auf diesem Nutzungsverhalten hat Google 2017 ein Tool für die Jobsuche eingeführt, das seit einigen Monaten auch in Deutschland und Europa ausgerollt ist. Doch einige Wettbewerber sehen darin einen Machtmissbrauch Googles und haben sich an die EU gewandt, damit diese eine Untersuchung einleitet – und Googles Tool solange einschränkt.
Googles Tool für die Jobsuche: Anreiz für den Wettbewerb oder unlauterer Eingriff?
Ende Mai launchte Google ein unterstützendes Tool für die Suche, das bei dem Finden von Jobs helfen soll.

Auf der Suche nach eurem nächsten Traumjob? Wir freuen uns euch ab heute mit der neuen Stellensuche-Funktion in der Google-Suche zu unterstützen! Was diese Erweiterung so alles kann, erfahrt ihr hier: https://t.co/aANxLH0yn9pic.twitter.com/KhRkFmC0it
— Google Deutschland (@GoogleDE) May 22, 2019

Wenn bei Google etwa „Jobs in meiner Nähe“ eingegeben wird, tauchen in einem auffälligen Snippet Jobs auf. Außerdem wird hierbei auch auf andere Anbieter wie Indeed, StepStone und Co. verwiesen, bei denen nach Jobs gesucht werden kann.
Googles Jobsuche-Tool zur Anfrage „Jobs in meiner Nähe“ (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), Screenshot Google Allerdings sind einige Wettbewerber über die Funktion nicht erfreut. Denn Googles Angaben sind das erste organische Ergebnis. Folglich rutschen Jobsuche-Websites im Blickfeld weiter nach unten. Wenn sie ihre Angebote mit Strukturierten Daten für Google optimieren, können sie bei Googles Tool auftauchen. Doch 23 Jobsucheanbieter haben inzwischen einen Brief an Margrethe Vestager, die noch aktuelle EU-Kommissarin für Wettbewerb, geschickt, wie Reuters berichtet. Zu den unterzeichnenden gehören demnach auch Best Jobs Online aus dem UK und Intermedia sowie Jobindex aus Deutschland. Sie glauben, dass Google mit dem Tool den Wettbewerb in Bezug auf die Jobsuche unlauter zu den eigenen Gunsten beeinflusst. Ein Link auf andere Jobsucheseiten sei keine Rechtfertigung für eine Gleichbehandlung. So wird im Brief gefordert, dass eine Untersuchung eingeleitet wird, während der Googles Tool eine Einschränkung erfährt. Noch aber ist keine offizielle Untersuchung im Gange.
Angst vor Googles Dominanz – die Suchmaschine bleibt diplomatisch
Einige Jobsuch-Websites aus der EU befürchten, dass Google künftig im Rahmen des Jobsuche-Tools Werbung schalten könnte, die die Sichtbarkeit anderer Seiten in den SERPs weiter verringert. Auch die Integration von Angeboten anderer Seiten in das eigene Tool könnte im schlimmsten Fall ausgesetzt werden, so eine weitere Befürchtung. Daher gehen die 23 Unternehmen davon aus, dass Google seine Marktmacht missbraucht, um Jobsuchende auf den eigenen Dienst zu verweisen.
Nick Zakrasek, Senior Product Manager für die Googlesuche, erklärt gegenüber Reuters, dass man das Feedback annehme. Außerdem könnten die Jobsuche-Websites aber von Googles Tool profitieren, was den Wettbewerb ganz neu belebe:
Any provider – from individual employers to job listing platforms – can utilize this feature in search, and many of them have seen a significant increase in the number of job applications they receive. By improving the search experience for jobs, we’re able to deliver more traffic to sites across the web and support a healthy job search ecosystem.
Alleine in den USA konnte das Tool im Juni 2019 laut Reuters 120 Millionen Klicks generieren. Und diese sind für die Unternehmen, die quasi mit Google kooperieren, sehr wertvoll. Und das sind einige. iCIMS, Provider für Job Listings, nennt Googles Tool als drittgrößte Referral-Quelle für die Seiten der Klienten.
Monster wiederum hatte sich wegen schwacher SEO in den vergangenen Jahren bei Google im Ranking verschlechtert. Durch das Tool hat man aber einen Anreiz gesehen, die eigenen Listings zu optimieren, um bei Googles Tool aufzutauchen. Und Chief Executive Scott Gutz sagt:
There’s been a leveling of the playing field.
Letztlich könnte Googles Macht weiter wachsen
Ob es weitere und dann formale Beschwerden bei der EU gibt, ist noch offen. Vestager prüft das Jobsuche-Tool des Suchmaschinenriesen, wird aber die lose Untersuchung an einen Nachfolger weiterleiten, da sie Ende Oktober aus dem Amt scheidet. Klar ist jedoch: für die Nutzer hat das Tool Googles durchaus seine Vorteile und es wird auch künftig sehr viele Klicks generieren. Anbieter, die mit Google kooperieren, um davon zu profitieren, könnten so relevant bleiben. Doch wenn Google hier kein Marktmissbrauch bescheinigt wird, sollte es zu einer offiziellen Untersuchung kommen, wird die Macht, die die Suchmaschine über die Job Listings und die Anforderungen bei Jobsuch-Websites hat, nur größer werden.