YouTube testet größere Thumbnails – und erntet Kritik

YouTube testet größere Thumbnails – und erntet Kritik

Das Testing gehört für die Plattformen zum alltäglichen Geschäft. Bei Google, Facebook und Co. werden immer wieder limitierte Test für neue Layouts durchgeführt, die bei guter Resonanz dann auch der breiten Masse präsentiert werden könnten. YouTube testet derzeit – allerdings stark begrenzt – ein neues Design für die Homepage, das eine ungewohnte Videosortierung vorsieht. In Social Media beschweren sich User, die den Test sehen, aber besonders über die extrem großen Thumbnails.
Thumbnails aus YouTubes Test sind Nutzern zu groß
Bei Reddit und Twitter habe diverse User, die den limitierten Test wahrnehmen konnten, ihre Eindrücke von der neuen YouTube-Version geteilt. Nutzer RankReddit zeigte sich ob der Änderungen verwirrt.
My YouTube has suddenly changed to this layout. It has never been like this before and was not 30 minutes ago. Is that a forced update or can I change it back to the old style? from youtube

Das getestete Layout, das auch von Julia Alexander bei The Verge thematisiert wird, zeigt einige deutliche Unterschiede zur aktuellen Desktop-Version von YouTube.
Blick auf YouTubes momentane Desktop-Version (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), Screenshot YouTube In dieser neuen Ansicht sind die Videos nicht nach Kategorien sortiert. Außerdem sind weniger Videos auf einen Blick sichtbar. Diese werden dafür aber größer angezeigt. Und deutlich größer sind auch die Thumbnails für die Videos.
New YouTube Big Thumbnails Update! from youtube

Bis dato ist nicht sicher, wie viele Nutzer überhaupt diese Testversion sehen können. Gegenüber The Verge erklärte ein YouTube-Sprecher, man teste derzeit „a new homepage layout to improve the watch experience for our users.“ Die betroffenen Nutzer sehen in den Änderungen aber keine Verbesserung ihrer Experience, wenn man sich die Reaktionen auf Twitter ansieht.

@YouTube WTF is this zoomed in shit? These arent thumbnails any more, they are indexes. I AM NOT BLIND
Holy shit, why make this fucking change? pic.twitter.com/ZGaN3jupIH
— Rishi (@Rishi_K_S) August 13, 2019

Einige Nutzer vermuten, dass YouTube die Ansicht testen könnte, um eine eher für Mobile ausgelegte – oder an der mobilen Praxis orientierten – Nutzung zu optimieren. In der App tauchen Thumbnails bereits etwas größer auf als auf dem Desktop, sodass die Bilder eher erkannt werden. In der Testversion für den Desktop aber wirkt diese Option für die Nutzer, obwohl clean und transparent, bisher eher negativ.

This is not funny, @YouTube. I’m sorry, but this is the worst update i’ve ever seen and now homepage is just unusable, i can’t look at thumbnails so big, my eyes are in pain right now. You can’t make everything gigantic, because now everyone behind my back can see my home page. pic.twitter.com/qejseeqdWU
— cardboardProfile (@Kozibackich) August 13, 2019

Nach diesen ersten Reaktionen könnte ein geplantes Redesign sich also noch deutlich verändern. Vielleicht wird es in Sachen Thumbnails eine Kompromissgröße geben. YouTube scheint jedenfalls noch etwas Feinjustierung beim Layout nötig zu haben. Aber genau dafür sind derlei limitierte Test ja da.

Googles Verlust von Teilen des Search Index – Lessons Learned

Googles Verlust von Teilen des Search Index – Lessons Learned

Die Suchmaschine Google bedient täglich über fünf Milliarden Suchanfragen. Die Top Positionen in den SERPs sind eine zentrale Größe für Webmaster und es werden immer wieder neue Seiten indexiert. Bei kleineren Problemen mit dem Search Index bekommen die meisten Seitenbetreiber und Nutzer kaum etwas mit. Doch in diesem Jahr tauchten bei Google Probleme mit der Indexierung auf, die umfassender waren. Dazu äußert Google sich nun explizit per Blogpost – und gibt an, was man dabei gelernt hat.
Die Probleme mit dem Search Index
Vincent Courson von Google Search Outreach hat einen langen Blogpost verfasst, der darüber aufklärt, wie die Probleme beim Indexieren entstehen können und wie Google diese zu kommunizieren gedenkt.

In April, we had some issues with the Search index📚📚, and there were more last week.
Read more about why this can happen, and how we approach communication in these instances. 📢📢https://t.co/lepHhwAZBk
— Google Webmasters (@googlewmc) August 12, 2019

Bereits im April gab es ein Problem. Google verlor zeitweise Teile des Search Index. Auch im Mai hatte es einen Vorfall gegeben, nach dem neue Inhalte bei Google nicht indexiert werden konnten. Und in der vergangenen Woche waren ähnliche Probleme erneut sichtbar geworden. Dieses wurde dann recht schnell behoben.

This issue is now resolved. Thanks for all your feedback along the way. Wishing you all a calm weekend!
— Google Webmasters (@googlewmc) August 9, 2019

Doch wie kommt es zu derlei Problemen? Nach einer Suchanfrage wird diese zum nächstgelegenen Data Center von Google transferiert, wo die SERPs generiert werden. Daher müssen Änderungen bei Seiten in allen Datenzentren weltweit abgebildet werden.
Google Data Center, © Google Nun werden Updates oft sukzessive über diverse Datenzentren ausgerollt. Als im April Änderungen am Search Index vorgenommen wurden, waren Teile des Bereitsstellungssystems ausgefallen; und das an einem Freitag. So waren einige Dokumente beim Update verloren gegangen und Google „verlor Teile des Search Index“. Sobald es in den sozialen Medien Berichte gab, war Google bereits dabei, den Search Index in den vorherigen, stabilen Status zurückzuführen.
Auch die Search Console war betroffen
Während es Probleme mit dem Search Index gab, war die Search Console ebenfalls betroffen. Denn einige Daten daraus entstammen dem Search Index. Sobald Google zu einer vorherigen Version des Search Index zurückkehren musste, wurde auch das Updating der Datengrundlage für die Search Console gestoppt. Das war der Grund für die Plateaus in den Reports mancher Nutzer.
Ein auffälliges Plateau in der Search Console, © Google Demnach waren einige Nutzer zunächst verwirrt; der Grund war, dass Google das Update für die Search Console um einige Tage verschieben musste.

Search Console is still recovering from the indexing issue we reported on last week. As a result, index coverage and enhancement reports were not updated recently & URL Inspector might not reflect live status, at the moment.
— Google Webmasters (@googlewmc) April 15, 2019

Andere Bugs bei Google sind mitunter aber unabhängig von Search Index-Problemen aufgetreten. Beispielsweise Probleme bei der Indexierung von neuem News Conent. Zudem begannen einige URLs den Googlebot zu Seiten zu lenken, die in keinem unmittelbaren Zusammenhang standen. Doch auch diese Unannehmlichkeiten konnten schnell behoben werden.

We’re aware of some indexing issues with Google News content. It appears to involve a limited number of publishers. We’re actively diagnosing the news issue now. This is not related to last week’s indexing issue, which was resolved.
— Google SearchLiaison (@searchliaison) April 16, 2019

Wie Google den Webmastern bei Problemen schnell weiterhelfen möchte
Eine unmittelbare Hilfe für die Seiten kann Google bei Indexierungsproblemen und ähnlichem nicht leisten. Das wichtigste ist, dass die Webmaster informiert werden, sobald sie Ungereimtheiten beim Traffic, in der Search Console usw. erkennen. Dazu setzt Google vor allem auf Kommunikation über Social Media, allen voran Twitter. Darüber hinaus finden Betroffene oder Interessierte Informationen in der Search Console, beispielsweise bei der Support-Seite Data Anomalies in Search Console, die aktuelle Problemfälle dokumentiert. Zusätzlich gibt Google direkt in der Search Console nun Benachrichtigungen an, wenn Daten durch Bugs so nicht mehr zutreffend sein könnten.
Benachrichtigung in der Search Console, Daten könnten kompromittiert sein, © Google Neben der unmittelbaren Kommunikation mit den Usern setzt Google aber auch auf interne Optimierung. In Sachen Kommunikation selbst resultierte das in einem Ansatz, um schneller in der Search Console Informationen zu posten, bei der Anomalien-Seite der Search Console direkt Bescheid zu geben und in hoher Frequenz zu twittern. So sollen auch künftig Probleme gleich transparent gemacht werden. Damit ließen sich die Webmaster rascher beruhigen.
In Bezug auf das bereits angeführte Problem im Mai gibt Google an, dass man es am 22. Mai um 5.30 Uhr kalifornischer Zeit entdeckte und bereits um 6.40 Uhr dazu twitterte.

We’re currently experiencing indexing issues that may cause stale search results in some cases. We’ll update this thread when we can provide more information.
— Google Webmasters (@googlewmc) May 22, 2019

Da es hier keinen langfristigen Effekt zu vermuten gab, wurde auf der Anomalien-Seite nichts veröffentlicht. Dennoch gibt es bei derlei Problemen immer Verwirrung. So arbeitet Google an einer umfassenderen Lösung zur Benachrichtigung in der Search Console. Diese zu implementieren dürfte jedoch länger dauern, betont Courson.
Nicht alle Probleme gehen von Google aus
Im Blogpost wird noch einmal eigens betont, dass der Großteil aller Indexierungs-Probleme von individuellen Seiten und Fehlern oder Problemen bei diesen ausgeht. Mithilfe der Search Console und insbesondere des Help Centers für die Search Console können Webmaster jedoch am Debugging arbeiten, nachdem dort die Fehler erkannt wurden. Zur Fehlererkennung selbst finden sich diverse Tools im Google-Universum.
Wer trotzdem noch ein Problem feststellt, das sich nicht lösen lässt oder sogar Teil einer Problematik bei Google sein könnte, kann die Suchmaschine direkt kontaktieren. Entweder über die Webmaster Community, über den persönlichen Kontakt,  über Feedback Tools der Produkte oder in den sozialen Medien, bei YouTube oder Twitter. Das heißt für Webmaster, dass sie sowohl ihre eigenen Daten als auch die Informations-Kanäle von Google im Auge behalten sollten. Denn oftmals werden die Probleme sehr schnell behoben; und das wird auch kommuniziert. Wer durch ein auftretendes Problem Nachteile beim Traffic etc. erfährt, kann sich von der Transparenz zunächst wenig Wiedergutmachung erhoffen, weiß aber zumindest den Grund und darüber Bescheid, dass wohl auch andere Websites mit dem Problem zu kämpfen haben.

NEXT Conference 2019 – „Parallelwelten“ oder: 5 Dimensionen der modernen Welt

NEXT Conference 2019 – „Parallelwelten“ oder: 5 Dimensionen der modernen Welt

Digitale Technologien eröffnen uns vielfältige neue Realitäten, die es jedoch differenziert zu betrachten gilt. Die NEXT Conference 2019 auf Hamburgs Reeperbahn lässt die Teilnehmer nicht drei- oder vier-, sondern gleich fünfdimensional Parallelwelten erkunden: global, lokal, technologisch, unternehmerisch und wissenschaftlich. Das bedeutet einen breit gefächerten Blick auf unsere digitalisierte Umgebung und ihre Zukunft – der auch die gemeinsamen Potentiale erfasst.
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NEXT19 im Rahmen des Reeperbahnfestivals 2019: Expertise aus aller Welt
Am 19. und 20. September 2019 wird die NEXT19 unter dem Motto „Parallelwelten“ in Hamburg stattfinden. Passenderweise auf der Reeperbahn und im Kontext des Reeperbahnfestivals mit seinen 40.000 Besuchern, für das Teilnehmer ebenfalls Zugang genießen. Mehr als 1.500 digitale Entscheider, Vordenker und Kreative aus Unternehmen und Organisationen kommen in diesem Jahr in die Hansestadt, um Trends der Technologie und verschiedene Realitäten zu diskutieren. Dazu werden zahlreiche weltbekannte Brands vor Ort sein. Parallelwelten bedeuten dabei nicht mehr nur Fake News-Kosmen oder Filterblasen, sondern beziehen sich ebenso auf die diversen Blickwinkel, aus denen eine Branche oder sogar das Konzept der Digitalisierung betrachtet wird.
Welche Parallelwelt bringst du mit zur NEXT19, © NEXT Conference 2019
Dementsprechend werden die Dimensionen unserer digitalen Realitäten von Speakern aus Europa, China, Afrika sowie den USA von verschiedenen Warten und im Kontext differenter Märkte beleuchtet. Ob KI, Voice, VR oder Quantum Computing – der technologische und digitale Fortschritt bedeutet stetige Veränderungen und simultane Anpassungen an diese.
Das Management interner Parallelwelten ist essentieller Teil erfolgreicher Unternehmensführung,
so Volker Martens, Mitveranstalter der NEXT19 und Vorstand von FAKTOR 3. Und apropos erfolgreiche Unternehmensführung, Personen wie Zach Pentel, Global Director of Brand Strategy von Spotify oder Anja Hendel als Director im Porsche Digital Lab gehörten schon zu den renommierten Speakern der NEXT Conference 2019; und in diesem Jahr werden die Vorträge einerseits globaler, andererseits differenzierter. Sie beziehen sich auf diese fünf Dimensionen:
Global – Andere Welten: Märkte abseits des Silicon Valley – in China, Indien und Co. – werden beleuchtet.
Lokal – Fragmentierung: Wo müssen Unternehmen bei der Zielgruppendefinition ansetzen?
Technologisch – Neue Realitäten: Code, KI, Algorithmen – wie wirken technologische Muster eigentlich auf unsere reale Lebensweise?
Unternehmerisch – Parallele Innovation: Unternehmen müssen parallel Innovationen schaffen, doch was hat Priorität?
Wissenschaftlich – Quantum und mehr: Das Quantum Computing könnte ganz neue Welten eröffnen. Auf der NEXT19 werden diese diskutiert.
Parallelwelten stehen bei der NEXT19 im Fokus, © NEXT Conference 2019
Ein buntes Erlebnis aus Festival, Networking, Masterclasses und globalen Insights
Die diesjährige Next Conference 2019 bietet erneut ein ausgewogenes und vielgestaltiges Programm. An zwei Festivaltagen sind sowohl Vorträge als auch Master Classes von über 100 internationalen Speakern wahrzunehmen. Außerdem sind gut 50 Prozent der diversen Teilnehmergruppe auf dem Führungskräfte-Level zu verorten – was die Veranstaltung für Unternehmen zu einem wichtigen Anlaufpunkt macht.
Networking spielt bei der NEXT19 eine große Rolle, © NEXT Conference 2019
Daher ist für Networking in außergewöhnlicher Umgebung mehr als genug Raum gegeben. Wer dabei sein möchte, wenn Hamburgs Reeperbahn zum Hotspot der europäischen Digitalszene wird und außerdem über 700 Konzerte, Fach- und Kulturveranstaltungen im Rahmen des Reeperbahnfestivals mitnehmen möchte, kann sich jetzt für das Invitation Only Event bewerben – denn die Teilnehmer werden eigens kuratiert. Entdecke auch du die Sicht auf unsere digitalen Realitäten am 19. und 20. September mitten in Hamburg und sichere dir den Zugang zu fünf faszinierenden Dimensionen.
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Google warnt: Eingebettete Instagram-Bilder als SEO-Problem

Google warnt: Eingebettete Instagram-Bilder als SEO-Problem

Ein Seitenbesitzer beklagte deutliche Traffic-Verluste über die Google Bildersuche, nachdem er verschiedene Bilder von Instagram in seine Inhalte integriert hatte. Nach Tests von John Mueller und Glenn Gabe wird deutlich, dass das Einbetten von Instagram-Bildern zum SEO-Problem werden kann. Denn über ein noindex Robots Meta Tag mach Instagram klar, dass die Bilder nicht mit der Seite zusammen indexiert werden sollen.
Bilder von Instagram können Search Traffic über Bildersuche beeinträchtigen
Diese Erkenntnisse teilt SEO-Experte Barry Schwartz bei Search Engine Roundtable. In einem Google Hangout wurde Googles Webmaster Trends Analyst John Mueller auf die Problematik angesprochen. Es ging um einen 43-prozentigen Rückgang in Image Search-Klicks, über Nacht, bezogen auf einen ansonsten verlässlichen Artikel. Daraufhin prüfte Mueller, was es mit den Instagram-Bildern auf sich hat, sobald man diese in seinen eigenen Content integriert. Die Antwort: der Einbettungscode enthält ein Robots Meta Tag mit noindex-Angabe. So wird durch den Code von Instagram verhindert, dass das entsprechende Bild bei Google Bilder im Kontext der Seite, bei der es eingebaut wurde, rankt. Mueller erklärt:
But what really kind of breaks the story for us is that within the content that is embedded from from Instagram on with within the iframe. They use a no index robots meta tag. And this meta tag tells us that you don’t want those images indexed together with the page itself. So if we just look at that iframe content we can recognize that there’s an image, there we can crawl that image but with that meta tag you’re basically telling us that you don’t want this image index together with that landing page.
[embedded content]
Auch Glenn Gabe von Search Engine Land machte den Test und stellte das Ergebnis bei Twitter dar.

Via @johnmu: Switch from normal embedded images to Instagram embeds & see a big drop in image search traffic? That’s because IG uses iframes & the meta robots tag using noimageindex. That’s a big problem. John tested this & I just ran a quick test too: https://t.co/kyUwQ1O3Jnpic.twitter.com/CYDIcXWtr5
— Glenn Gabe (@glenngabe) August 12, 2019

Der Verlust von Search Traffic über die Bildersuche ist demnach eine Folge des Einbettens der Instagram-Bilder. Dieses Einbetten kann für den Inhalt sinnvoll sein, wenn Kommentare oder Likes, die angezeigt werden, Relevanz besitzen. Für Google sind derlei eingebettete Elemente jedoch deutlich schwieriger zu indexieren. Um solche Bilder auch bei Google indexiert zu wissen, sodass womöglich der Search Traffic über die Bildersuche gewährleistet werden kann, müssten Webmaster die Bilder ein zweites Mal integrieren, also noch einmal als Bild selbst in den HTML Code einschreiben beispielsweise.
Letztlich müssen sich die Seitenbetreiber aber überlegen, ob die Content-Qualität durch die Einbettungen verstärkt wird und wie wichtig im Vergleich der Traffic über die Bildersuche ist. Eine Optimierung in beide Richtungen ist möglich, braucht aber Zeit und Aufwand. John Mueller klärt im Video detaillierter darüber auf.

Dynamic Podcast Promotion: Flexible Marketing-Lösungen für gezielte Publikumsansprache

Dynamic Podcast Promotion: Flexible Marketing-Lösungen für gezielte Publikumsansprache

Bei Podcasts handelt es sich auch hierzulande um ein aufstrebendes Format in der Medienindustrie. Die kollegialen, ungezwungenen und gelegentlich sogar intimen Gespräche und Interviews beschäftigen sich intensiv mit einem oder mehreren Themen. Dabei sind sie nicht nur informativ, sondern besitzen auch einen hohen Unterhaltungswert. Die Themenvielfalt ist unendlich und reicht von der Nische bis hin zur Populärkultur. Hierzu gehören zum Beispiel Podcasts über Serien, Filme, Sport, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und vieles mehr. Zahlreiche Podcasts sind einfach Spaß- und Hobbyprojekte, die sich in manchen Fällen sogar über Crowdfunding-Plattformen finanzieren lassen, wenn gewünscht. Eine breitflächige erfolgreiche Monetarisierung stellt allerdings eine Herausforderung dar, an der sich schon viele Unternehmen die Zähne ausgebissen haben.
Schöne neue Welt des Podcast Marketings
Die große Podcast-Vielfalt, die zahlreichen Apps und unterschiedlichen Plattformen stellen eine große Stärke des Mediums dar. Wenn es um Promotion und insbesondere um eine präzise Auswertung von Hörerzahlen geht, kann diese Vielfalt aber auch eine Schwäche sein. Denn wie können Podcast-Produzenten Sponsoren vom eigenen Erfolg überzeugen, wenn wenig harte Zahlen zur Verfügung stehen? Tatsächlich gibt es aber Wege, um dieses Manko zu kompensieren. Podcast-Vorreiter wie Panolpy haben die Zeichen der Zeit bereits erkannt und arbeiten an Antworten zu dieser und anderen Fragen. Das Unternehmen hat sicher mittlerweile in Megaphone umbenannt und widmet sich heute nicht mehr der Content-Erstellung, sondern konzentriert sich auf neue Promotion-Lösungen und -Technologien. Spotify investierte dagegen 340 Millionen Dollar in den Kauf von Podcast-Produktionsunternehmen wie Gimlet Media und Anchor, um sich den Herausforderungen der schönen neuen Welt der Podcast Marketings zu stellen.
Eine Lösung, die sich die fragmentarische Natur des Mediums zunutze machen kann, auch wenn es das Zahlenproblem nicht löst, könnte in den sogenannten Dynamic Podcasting Promos liegen. Was hat es aber damit auf sich? In der Regel bauen Podcast-Produzenten beziehungsweise Moderatoren Werbung oder Promotion fest in ihren Podcast ein. Jede Hörerin und jeder Hörer, egal wo sie oder er herkommt, hört denselben Werbespot über dasselbe Produkt oder dieselbe Dienstleistung. Eine Dynamic Ad erlaubt es dagegen, den Werbespot durch einen neuen und aktuelleren Werbespot zu ersetzen. Wichtig ist also nicht, wann der Podcast produziert wurde, sondern wann Hörerinnen und Hörer die Sendung herunterladen. Selbst wenn Podcast-Konsumenten also einen älteren Podcast downloaden, können Podcast-Produzenten eine frische Promo für einen neuen Sponsor oder ein neues Produkt einsetzen.
Flexible Dynamic Podcast Promo-Möglichkeiten versprechen Erfolg
Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Dynamic Podcast Promos zu verwenden. Produzenten können beispielsweise direkt mehrere Webespots anfertigen. Eine Software-Komponente beziehungsweise ein sogenanntes Decision Engine entscheidet schließlich darüber, welche Version für Hörerinnen und Hörer abgespielt wird. Dynamic Stitching stellt eine andere Option dar, die noch mehr Flexibilität bietet: Hiermit können Produzenten und deren Sponsoren spezifische Hörergruppen gezielt mit passenden Werbespots versorgen. Cookies auf den Geräten der Podcast-Konsumenten sind zum Beispiel gute Anhaltspunkte dafür, wo sich die jeweilige Nutzerin oder der Nutzer zuvor im Internet aufgehalten hat. Basierend darauf erfolgt einfach die Integration einer entsprechend relevanten Promo.
Die Dynamic-Ads-Methode scheint sich jetzt schon zu bewähren: Ein Bericht des IAB in Kooperation mit PwC zeigte kürzlich, dass der Anteil der dynamisch integrierten Promos im Jahr 2018 bei den in den USA befragten Unternehmen bereits 48,8 Prozent betrug.
Dynamische Integration von Ads in Podcasts, 2017 und 2018 (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), ©IAB, PwC Im Jahr zuvor waren es noch 41,7 Prozent. Fest integrierte Promos werden bei Podcasts immer noch häufiger genutzt. Der Trend zeigt jedoch, dass sich diese Tradition bald ändern könnte.
Verlieren Podcasts durch Dynamic Podcast Promos ihr Alleinstellungsmerkmal?
Trotz aller rosigen Zukunftsaussichten bleibt dennoch ein Problem bestehen: Podcasts sind unter anderem wegen der Vertrautheit, den Witzen und lockeren Gesprächen unter den Moderatorinnen und Moderatoren oder mit ihren Gästen äußerst beliebt. Diese Dynamik setzt sich häufig in den Werbespots fort, die einen ähnlich vertrauten und improvisierten Charme haben können. Dieser spezielle Reiz geht bei der unpersönlichen Promotion eines Sponsors jedoch verloren und wirkt wie ein Fremdkörper im spontanen Gesprächsfluss des Podcasts. Auch wenn sich Werbeagenturen, Texter und Sprecher noch so sehr anstrengen, könnten Podcasts künftig den typischen durchproduzierten und kommerzialisierten Radio- und Fernsehsendungen zu sehr ähneln und ihr Alleinstellungsmerkmal verlieren. Nicht umsonst wurden 2017 66,9 Prozent und 2018 noch 63,3 Prozent der Werbebotschaften von den Moderatorinnen und Moderatoren selbst vorgetragen.
Letztendlich kommt es jedoch darauf an, welche Art der Promotion sich besser für die jeweiligen Sponsoren und Podcasts eignet. Laut Jacob Weisberg, CEO und Mitbegründer des Podcast-Netzwerks Pushkin Industries, ist eine Promotion mit einem persönlichen Touch besonders für das Direct Response Advertising kleinerer Marken interessant; so erklärt er bei AdWeek. Da aber immer häufiger große Marken in den Podcast-Markt strömen, ergibt die Nutzung von Dynamic Podcast Promos mehr Sinn. Und Ken Lagana, Leiter der Abteilung Verkauf und Marketing bei Megaphone, bestätigt, dass das Hauptgeschäft inzwischen hauptsächlich durch große Brands erzielt wird. Es existieren außerdem bereits Lösungswege, an denen etwa die Kreativabteilung von Megaphone arbeitet, damit auch Dynamic Podcast Promos nicht ihre kreative Energie verlieren. Serien-Werbespots etwa, die über mehrere Podcast-Episoden verteilt eine übergeordnete Geschichte erzählen oder ein spezielles Thema ergründen.
Auch wenn es sich offensichtlich um einen Markt handelt, der sich noch in der Selbstfindungsphase befindet, wachsen die Werbeeinnahmen kontinuierlich. Lagen sie 2016 in den USA noch bei 169,1 Millionen Dollar, wuchsen sie 2017 auf 313,9 Millionen und 2018 sogar auf 479,1 Millionen Dollar an. In Deutschland hingegen hören laut Bitkom 70 Prozent der Befragten noch überhaupt keine Podcasts – zumindest nicht regelmäßig. Dennoch eröffnen sich nicht nur kreativ und technisch für Podcasts und ihre Produzenten enorme Chancen; auch ein gezieltes und vor allem effektives Marketing für große Brands liegt in der Zukunft des einstigen Nischenmediums.

Der Optimization Score für Google Ads bildet jetzt Shopping-Kampagnen ab

Der Optimization Score für Google Ads bildet jetzt Shopping-Kampagnen ab

Es ist eine kleine Neuerung für alle, die diverse Werbekampagnen bei Google realisieren. Wer beispielsweise Search- und Shopping-Kampagnen umsetzt, kann nun für beide Bereiche Optimierungsempfehlungen von Google erhalten – in Echtzeit.
Der Optimization Score wird selbst optimiert
Bei Google Ads wird Marketern, die im Bereich Shopping Werbung machen, nun eine bessere Einsicht in ihre Möglichkeiten eröffnet, die sich für die Verbesserung der Kampagnen-Performance darbieten. Denn der Optimization Score Googles wird künftig auch Shopping-Kampagnen abdecken. Das geht aus dem Update bei der Google Ads-Hilfe hervor. Mit dem Optimization Score können Marketer ihre Google Ads-Konten optimieren, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Laut Google ist eine durchschnittliche Steigerung der Conversions um zehn Prozent möglich, wenn der Score auf dem Account Level um zehn Punkte verbessert wird.
Der Optimization Score liegt zwischen 0 und 100 Prozent, wobei die 100 Prozent-Marke bedeutet, dass eine Kampagne bereits optimal läuft. Das ist jedoch meist nicht der Fall. Deshalb gibt Google in diesem Tool konkrete Hinweise, was richtig und was falsch läuft. Und das nun neben den Search- auch für die Shopping-Kampagnen. Zudem findet sich ein kombinierter Score.
Shopping-Kampagnen werden im Optimization Score Tool abgebildet (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Google Darüber hinaus führt Google konkrete Empfehlungen, Recommendations, ein, die nur für die Shopping Ads gelten. So kann eine Empfehlung beispielsweise sein, zu den Smart Shopping-Kampagnen zu wechseln oder Seller Ratings zu integrieren. Insgesamt sollen die Recommendations „Gebote, Keywords und Anzeigen verbessern sowie die Gesamtleistung und Effizienz von Kampagnen steigern“. Die diversen möglichen Empfehlungen für den Search-Bereich könnt ihr hier nachvollziehen. Ein aktuelles Video Tutorial zeigt weitere Möglichkeiten der Optimierung.
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Wer bei Google Ads seine Kampagnen, ob in Search oder Shopping, stetig verbessern möchte, um schließlich mit einer besseren Performance und womöglich mehr Conversions belohnt zu werden, kann zudem auf einen knappen Best Practice Guide von Google zur Konto-Optimierung zurückgreifen. Zunächst hilft aber bereits die Einsicht im Optimization Score bei einem sinnvollen und simplen Monitoring der Shopping-Kampagnen bei Google Ads.

Customer Experience und Conversions mit Messaging-Lösungen optimieren

Customer Experience und Conversions mit Messaging-Lösungen optimieren

So gut wie jeder, der schon einmal im Internet eingekauft hat, kennt es: man klickt sich auf der Suche nach etwas Bestimmten umständlich von einer Seite zur nächsten. Antworten auf die eigenen Fragen findet man, wenn überhaupt, erst nach einer langwierigen Suche durch die FAQs. Weniger als 5 Prozent der Besucher eines Onlineshops schließen letztendlich auch einen Kauf ab. Etwa 70 Prozent der Telefonate zwischen Kunde und Kundenservice stammen von frustrierten Nutzern, die sich auf der Website des Unternehmens nicht zurechtfinden. Es ist an der Zeit für Marken und Händler umzudenken, den Kundendialog auch auf anderen Kanälen zu ermöglichen und die Customer Experience zu optimieren.
Den Kunden dort erreichen, wo er ist
Im Alltag bevorzugen wir in der Regel Konversationsschnittstellen, wie SMS und WhatsApp, um zu kommunizieren. Indem Unternehmen diese Kanäle nutzen, um mit ihren Kunden zu interagieren, sind sie in der Lage, eine direktere Verbindung zu diesen aufzubauen. Über asynchrone Kommunikationskanäle wie Messaging-Dienste können Fragen im Dialog orts- und zeitunabhängig geklärt werden – wann und wo der Kunde es möchte. Der Kunde ist so nicht länger an bestimmte Geschäftszeiten gebunden oder gezwungen, eine gefühlte Ewigkeit in der Warteschleife einer Servicehotline zu verbringen, um Antworten zu erhalten. Stattdessen richtet sich die Kommunikation nach seinen Zeiten und Verfügbarkeiten.
Die Gespräche sind darüber hinaus nicht länger sitzungsbasiert, sondern können zu einem beliebigen späteren Zeitpunkt auf verschiedenen Geräten und Messaging-Plattformen fortgeführt werden. Der Gesprächsverlauf wird dabei gespeichert. Der Kunde kann sich daher auch nach einer Unterbrechung der Konversation jederzeit wieder nahtlos an den Kundenservice wenden, während sich dieser gleichzeitig besser auf ihn einstellen kann.
Das gewisse Extra: Erwartungen übertreffen
Buddybank zeigt eine gelungene Messenger-Lösung. © LivePerson Ein Beispiel für die Nutzung von Messaging-Lösungen zur Verbesserung der Customer Experience ist Buddybank, ein Startup der UniCredit Gruppe. Es handelt sich dabei, um einen 24/7 erreichbaren Concierge Service, eine Kombination aus menschlicher Intelligenz und Technologie, die eine völlig neue Erfahrung des Bankings bietet. Anders als beispielsweise bei einer Banking App läuft hier alles über Messaging, von der Abfrage des Kontostandes, über Überweisungen, bis hin zum Abschluss von Zusatzleistungen. Der Kunde kann über diesen nicht nur seine Bankgeschäfte erledigen, sondern darüber hinaus auch um Hilfe nach dem perfekten Last-Minute-Geschenk oder einem Taxi bitten.
Ein anderes Beispiel für neue Services durch Conversational Commerce, also die Einbindung von Marketing, Sales-, und Service-Prozessen im Messaging, ist das Food Service Unternehmen Aramark. Dieses ermöglicht Stadionbesuchern in den USA ihre Snacks und Getränke im Stadion über Messaging direkt vom eigenen Platz aus zu bestellen und sie sich dorthin bringen zu lassen. Es ist somit nicht länger nötig, sich eine gefühlte Ewigkeit in der langen Essensschlange anzustellen. Stattdessen scannt der Zuschauer einfach den QR-Code an der Rückenlehne des Vordersitzes, gibt anschließend über Messaging seine Bestellung auf und kann dann in Ruhe weiter das Spiel genießen, während ihm seine Bestellung gebracht wird. Vorschläge, Angebote und Antworten auf mögliche Fragen des Kunden erfolgen dabei direkt innerhalb des Chatverlaufs.
Conversational Commerce integrieren
Sogar ein Taxi lässt sich per Messenger bestellen. © LivePerson Die Integration einer Conversational Commerce Lösung kann sowohl in Apps als auch im Web problemlos durch das Einfügen einer Codezeile in den Seiten- bzw. App-Quellcode erfolgen. In der Regel stellt der Anbieter diese zur Verfügung und verknüpft sie mit dem entsprechenden Account im Backend. Eine Installation durch das Unternehmen bzw. den Betreiber der Seite, der App oder gar den Kunden ist nicht nötig. Durch Anwendungsprogrammierschnittstellen (APIs) oder eine bestehende Integration funktioniert auch die Anbindung an Drittprogramme ohne Probleme.
Ein Beispiel dafür ist die Integration der Conversational Commerce Plattform von LivePerson in den SAP Upscale Commerce. SAP war aufgrund der schnellen Bereitstellung und der vorgefertigten Direktintegration in der Lage, in nur wenigen Wochen einen äußerst modernen digitalen Shop mit fortgeschrittenem Conversational Commerce einzuführen. Dieser bietet dem Kunden durch die hohe Flexibilität ein positives Erlebnis über sämtliche Aspekte hinweg: Mobil, Web, Erlebnisstandard, progressive Web-Applikationen und einen hervorragenden Kundenservice auf der durch den Kunden bevorzugten Messaging-Plattform.
Hat der Kunde seine Bestellung abgeschlossen, bekommt er eine SMS. Auf die gleiche Art wird er auch über den weiteren Verlauf seiner Bestellung informiert. Durch diese Benachrichtigung hat er außerdem zugleich die Option, ein Gespräch mit dem Kundenservice zu beginnen und beispielsweise Änderungen an seiner Bestellung vorzunehmen oder über Messaging eine neue Bestellung aufzugeben.
Direkte 1:1 Verbindung statt Landing Page
Eine erfolgreiche Interaktion mit einem Kunden. © LivePerson Eine Möglichkeit, die Vorteile einer wechselseitigen Kommunikation in die klassische Webpräsenz einzubinden und sowohl die Qualität als auch die Quantität der Leads zu steigern, sind In-Banner-Chats. Sie leiten den Kunden beim Klick auf den Werbebanner direkt in einen Chat, anstatt ihn auf einer folgenden Landing Page in einem Meer von Informationen sich selbst zu überlassen. Der Kunde kann seine Daten so einfacher eingeben und ist in der Lage, die gewünschten Informationen schneller zu erhalten. Bei Nichtgefallen ist die Opt-Out-Funktion einfach und bequem per SMS oder WhatsApp-Nachricht möglich.
Darüber hinaus erfährt der Händler im Chat sofort relevante Daten wie dessen IP-Adresse, Namen und Interessen, wodurch eine höhere Qualität der Leads generiert wird. Kaufabsichten, Wünsche und Intentionen werden im Chat klar und direkt durch den Nutzer mitgeteilt und müssen nicht länger indirekt anhand von Klickraten und Seitenaufrufen abgeleitet und vermutet werden. Die so gewonnenen Informationen und Daten können Unternehmen nutzen, um potentiellen Kunden noch bessere, auf sie und ihre Bedürfnisse zugeschnittene Angebote und Services anzubieten. Aufgrund seiner informativeren und flexiblen Art und Weise der Nutzerinteraktion generiert der In-Banner-Chat im Vergleich zur Landing Page außerdem mehr Leads.

Apple zahlt eine Million US-Dollar für das Hacken eines iPhones

Apple zahlt eine Million US-Dollar für das Hacken eines iPhones

In Bezug auf Summen, die Tech-Unternehmen Hackern zahlen, um Sicherheitslücken zu finden und zu melden, schiebt sich Apple nun ganz weit nach vorn. Bis zu eine Million US-Dollar sollen ausgezahlt werden. Vor allem das Hacken eines iPhones ohne Klick des Nutzers verspricht eine große finanzielle Belohnung.
Zahlungen für Hacker bei Apple verfünffacht
Bis zu 200.000 US-Dollar konnten Hacker bisher bei Apple erhalten, wenn sie Bugs ausfindig machten und an das Unternehmen berichteten. Nach Angaben von Forbes wird diese Summe aber nunmehr auf bis zu eine Million aufgestockt. Das hat Apples Head of Security Engineering, Ivan Krstić, bei der Black Hat-Konferenz in Las Vegas erklärt. Zuvor hatte Forbes bereits berichtet, dass Prämien für Hacker eingerichtet werden, die Sicherheitslücken beim Mac aufspüren. Außerdem sollten Hacker sogenannte Developer Devices erhalten, bei denen sie in das Betriebssystem iOS tiefen Einblick erhalten können. Dieses Programm wird jedoch nur nach einer Bewerbung mit Hackern reasliert.
Bisher konnten auch nur solche Hacker, die Teil des Invite Only-Programms waren, Belohnungen erhalten. Das ändert sich aber ab Herbst 2019. Dann sollen alle Hacker auf die Zahlungen Anspruch erheben können – sofern sie grundlegende neue Probleme aufzeigen. So soll eine Million US-Dollar an denjenigen ausgezahlt werden, der es schafft, einen Hack des iPhones im Kern von iOS zu bewerkstelligen, ohne dass der Besitzer des Geräts einen Klick ausführen müsste. Die Hälfte dieser Summe soll gezahlt werden, wenn eine „network attack requiring no user interaction“ aufgedeckt wird. Die gleiche Summe wird fällig, wenn bei Software vor dem Release eine unbekannte Schwachstelle entdeckt wird.
Hohe Summen sollen die Sicherheit der Marke gewährleisten
Die deutlich erhöhten Belohnungen kann Apple, das über 100 Milliarden an flüssigen Geldreserven aufweisen kann, ohne Weiteres zahlen. Es ist auch nötig, dass Hackern vonseiten der Tech-Anbieter selbst gute Angebote gemacht werden. So sind sie geneigt, Informationen über Schwachstellen in Software und Co. eher an Apple oder andere Vertreter zu verkaufen als an Regierungen oder unseriöse Dritte. Da eine wirksame Ausnutzung einer Schwachstelle etwa bei iOS zwar profitabel sein kann, aber oft schwer zu realisieren ist, könnten Hacker mit den Belohnungen von Apple besser bedient sein. Andere Unternehmen bieten Hackern sogar höhere Summen, um die Informationen an ungenannte Kunden zu verkaufen. In einem solchen Fall kann man jedoch von unlauteren Absichten ausgehen.
Wer einen Bug bei Apple findet und ihn berichtet, kann also nicht nur Gutes für das Unternehmen tun, sondern selbst ordentlich daran verdienen. Laut Krstić ist Apples Programm für Bug-Belohnungen bislang ein Erfolg. Seit dem Launch 2016 wurden 50 schwerwiegende Fehler aufgedeckt.

Google Question Hub: Wird die Suchmaschine zum neuesten Frageportal?

Google Question Hub: Wird die Suchmaschine zum neuesten Frageportal?

Bereits seit einem Jahr waren Nutzer fähig, Fragen in den Suchergebnissen selbst zu stellen, doch was es damit auf sich hatte, war bisher noch unklar. Auf dem Google India Blog findet sich nun endlich eine Antwort und diese lautet Google Question Hub. Ein Tool, das Nutzern ermöglichen soll, neue Inhalte zu erstellen, durch das Beantworten von offenen Fragen.
Wie funktioniert der Google Question Hub?
Laut eigenen Angaben hätte Google eine Vielzahl von Methoden, um Fragen zu erhalten und diese letztendlich im Google Question Hub einzusetzen. Eine dieser war wohl das bereits einjährige Fragestellen in der Suchmaschine selbst. Wichtig sei dabei, dass alle Fragen von den Nutzern stammen und dementsprechend auch Rechtschreibfehler und Missverständnisse vorkommen können, sobald die Intentionen des Fragenden nicht ganz klar sind. Ebenso gibt das Unternehmen an, dass weiterhin nach den bestmöglichen Methoden gesucht werde, um so viele Fragen und Antworten wie möglich zu sammeln. Eine Vorschau, wie das neueste Google Feature abschließend aussehen könnte, wurde ebenfalls gegeben:
Fragen und Antworten – so könnte Google Question Hub aussehen. © Google Das Frageportal befindet sich zurzeit in der Beta und wird aktuell in Indien, Nigeria und Indonesien getestet. Geplant ist es dieses auch in anderen Ländern und Sprachen zu veröffentlichen. Die Testphase erfolgte unter anderem mit Beihilfe von Journalisten und Bloggern, um die schlussendlich beste Nutzererfahrung zu ermöglichen.
Potentielle Konkurrenz?
In den meisten Gebieten, in denen Google Fuß fassen wollte, stellte der Big Player automatisch eine klare Konkurrenz dar, für Internetseiten, welche bis dahingehend auf diesem Feld dominierten. Google strebt danach Anfragen mit No Click zu bedienen und vor allem Infoseiten sehen sich dadurch bedroht. Dementsprechend stellt sich nun die Frage, ob Seiten wie Quora und ähnliche, welche sich eines Frage-Antwort-Systems bedienen, nun das Existenzaus fürchten müssen. Je nachdem, wie erfolgreich Google seine neueste Funktion implementiert, könnte der Google Question Hub nämlich eine ernsthafte Konkurrenz für derartige Seiten darstellen. Selbstverständlich wären auch Kooperationen möglich, wobei solch eine zwischen Google und beispielsweise Quora bereits besteht, doch steht zumindest fest: Sobald der Question Hub auf Erfolg trifft, könnten in diesem Themenfeld klare Änderungen erfolgen, an denen sich bereits existierende Seiten eventuell anpassen müssten. Publisher haben durch die neue Funktion also eine Möglichkeit schneller auf User Intent zu reagieren, dennoch geht letzten Endes Traffic verloren.

Von Dog Content und Petfluencern: Wie Tiere erfolgreiches Marketing betreiben

Von Dog Content und Petfluencern: Wie Tiere erfolgreiches Marketing betreiben

Die ultimative Zauberformel für gelungene Werbung gibt es wohl nicht, doch es gibt viele Elemente, die dazu beitragen, dass beispielsweise ein Werbevideo im Kopf bleibt – und zwar auf positive Weise und nicht, weil es so nervtötend war. So gehören oft auch Hunde zum Rezept dazu. Schon seit Jahrzehnten nutzen Werbetreibende unsere vierbeinigen Freunde dazu, die Herzen der potentiellen Kunden zu gewinnen – oft mit Erfolg. Mit dem Aufstieg der sozialen Medien hat es jedoch noch ein ganz anderes Format ins Marketing geschafft: sogenannte Petfluencer.
Werbung nur für Hundefutter? Von wegen!
Das Wort ergibt sich aus „Pet“ und „Influencer“ und beschreibt dementsprechend einen fellnasigen Meinungsmacher, der meist einen eigenen Instagram Account besitzt und dort einiges an Followern unter sich vereinen kann. Während Hunde in klassischer Werbung zumindest für Produkte warben, die für Hunde oder ihre Besitzer relevant sind (wie Staubsauger oder Reinigungsmittel), haben Petfluencer eine kaum eingeschränkte Produktpalette. popeyethefoodie wirbt auf Instagram für Essen, aber keineswegs Hundefutter. Von Eiscreme bis Sushi ist alles dabei. Bisweilen wirbt er auch für die lokale Lotterie. Hunde-Influencer Loki konnte unter seinen zwei Millionen Abonnenten zuletzt Werbung für Toyota machen. Fairerweise muss ergänzt werden, dass auch andere Tiere Petfluencer sind, teils sogar sehr erfolgreich; dieser Artikel beschränkt sich jedoch auf Hunde.

Agenturen sorgen für die wachsende Berühmtheit der Vierbeiner
Mittlerweile gibt es Agenturen, die sich dem Erfolg von solchen Accounts verschrieben haben. So zum Beispiel The Dog Agency. Um in der Agentur aufgenommen zu werden, erwartet diese mindestens 50.000 Follower und ein gutes Engagement, so gab Loni Edwards, CEO von The Dog Agency, es in einem Interview mit Fast Company an.

People’s love of pets is not going anywhere, I actually see it expanding and growing. We’re going to see more companies in the travel space working with pets, because people don’t want to leave their pets at home. New fashion companies are popping up, because similarly people want their pets to be stylish, just like themselves. People want whatever they want for themselves for their pets.

Bei der Auswahl helfen Petfluencer, die ihren Fans ausgewählte Marken und Produkte präsentieren und das völlig skandalfrei. Schließlich können die Tiere nicht unangemessene freizügige Bilder von sich posten oder einen Shitstorm durch eine falsche Bemerkung oder Einstellung ernten. Und das zahlt sich aus: mehrere tausend US-Dollar kann ein Post bringen. Dabei kommt es natürlich auf die Anzahl der Follower an. Edwards gibt als Beispiel an, dass ein Hund mit über einer Million Followern mit 10.000 bis 16.000 US-Dollarn pro Post rechnen kann.
Merchandise-Artikel und ein eigenes Buch
Das Wachstum eines solchen Accounts ist dabei nicht auf visuellen Content auf Instagram und Co. beschränkt. Wie Jiff der Pomeranian zeigt, kann es auch weit darüber hinausgehen. Von dem kleinen Zwergspitz gibt es mittlerweile Merchandise-Artikel wie winzige Sammelfiguren und lebensgroße Plüschtiere zu kaufen.

We help them think about what makes sense for them to do next, whether it’s getting a book deal or starting a merchandise line,

erklärt Edwards. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Wettbewerbe bestimmen den Petfluencer des Jahres
Storytelling mit Petfluencern ist auch das Spezialgebiet der Agentur TONY, die zu Karkalis Communications gehört. Am 22. September verleiht TONY erstmalig den German Petfluencer Award. Bis dahin darf jeder für seinen Favoriten abstimmen. Laut eigenen Angaben hatte die Seite schon am ersten Tag über 10.000 Besucher, was nur verdeutlicht, wie gefragt das Thema gerade ist. Die Verleihung wird dann im September in Köln stattfinden, im Rahmen einer Beach-Party. Moderiert wird der Abend von RTL-Moderatorin Sandra Kuhn. Aufgrund der großen Nachfrage wird noch eine zweite Party in München stattfinden.
Trotz allen Versprechungen von großem Ruhm und Geld sollte doch immer das Wohl des Tieres die erste Priorität sein. Bei der Aufnahme in die Agentur werde besonders auch auf die Motivation des Herrchens oder Frauchens geachtet. Alles soll in einem Rahmen geschehen, der dem Tier nicht unangenehm ist oder schadet. Darüber, wie gemütlich Designermode für Tiere ist, wollen wir uns an dieser Stelle kein Urteil erlauben.