The Digital Bash: Insights und Expertenwissen auf der größten Web-Konferenz der Digitalbranche

The Digital Bash: Insights und Expertenwissen auf der größten Web-Konferenz der Digitalbranche

Bei der Web-Konferenz The Digital Bash werden der Status quo und Best Practices zu aktuell relevanten Marketingstrategien ganz im Sinne unserer Zeit präsentiert – komplett digital. Das gibt dir die Möglichkeit, dich an deinem PC, Tablet oder Smartphone an einem Vormittag live mit reichhaltigem Expertenwissen von Brancheninsidern zu Conversion Optimierung, Affiliate Trends, Local Search und vielem mehr zu versorgen. Lerne ohne Anfahrtsaufwand von hochkarätigen Speakern und nutze dann das praxisorientierte Wissen.
Jetzt kostenlos Live-Zugang und Aufzeichnung sichern!
Bei der Web-Konferenz kommen alle auf ihre Kosten
Am 9. April findet von 9.00 bis 13.00 Uhr zum ersten Mal The Digital Bash – Die Web-Konferenz statt. Diese Live-Vortragsreihe ist ein Projekt von OnlineMarketing.de. Der Vormittag im Zeichen moderner Marketing-Lösungen, aktueller Entwicklungen und passender Tipps bringt Speaker von renommierten Unternehmen und ihr jeweiliges Fachwissen zusammen. Das Beste für alle Teilnehmer: Wer sich eines der 2.500 Tickets sichert, erhält nicht nur einen Live-Zugang zur abwechslungsreichen Konferenz, der durch die ortsunabhängige, da auch mobil mögliche Nutzung größte Flexibilität bietet. Auch die Aufzeichnung der Vorträge ist im Paket enthalten. Damit liefert die größte derartige Konferenz der Digitalbranche ein Format, das zeitgemäß und zudem interaktiv ist; immerhin ist Raum für Fragen ein Teil des Konferenzkonzepts; mehr dazu erfährst du auf der Website.
So kommen Unternehmen und Interessierte jeder Größenordnung, ob Profis oder Anfänger in relevanten Marketing-Segmenten, auf ihre Kosten. Denn auf der Agenda stehen neben dem geballten Fachwissen auch nutzerfokussierte Best Practices. Dem Opening durch den CEO und Gründer von OnlineMarketing.de, Marc Stahlmann, folgen Beiträge etwa von Hanna Weyer von Meltwater, die erklärt, wie man mit Content Marketing auch dann erfolgreich sein kann, wenn man keine Love Brand ist.
Benjamin Prause von yext, © The Digital Bash Benjamin Prause, Regional Vice President, Enterprise Sales für Mitteleuropa bei Yext, geht mit Beispielen aus verschiedenen Branchen darauf ein, wie sich die Customer Journey mit Local oder Voice Search, Reviews und Co. verändert – und wie du davon profitieren kannst. Zu Wort kommt außerdem der Affiliate-Vorstand des BVDW, Hakan Özal oder Heye Tode, der Senior Partner Manager bei etracker & signalize, der Insights zum Erfolg mit verhaltensbasiertem Push Marketing teilt. Wer darüber hinaus noch Fachwissen und praxisfokussierten Content zum Reputation Score (Sven Knierim, Reputation.com ), stärkerem Umsatz mit KI – und zwar bis zu 33 Prozent – (FACT-Finder) oder zur Umsatzsteigerung durch Vertrauensmarketing (Britta Kristin Böhle, Trusted Shops) erhalten möchte, sollte sich schnell seinen Zugang zu The Digital Bash sichern. 
Die Agenda im Überblick:
9.00-9.10 Uhr: Opening The Digital Bash 2019
9.10-9.40 Uhr: Wie ihr eine erfolgreiche Content-Marketing-Strategie aufzieht, auch wenn ihr keine Love Brand seid
9.40-10.10 Uhr: Was ist Ihr Reputation Score? Analysieren Sie Ihre Online-Präsenz und sehen, was Ihr Unternehmen nach vorne bringt
10.10-10.55 Uhr: Reviews, Voice and local search… und weitere fundamentale Veränderungen in der Customer Journey
10.55-11.15 Uhr: Trends im Affiliate Marketing, am Beispiel „Finanz-Produkte“
11.15-11.45 Uhr: 10% bis 33% mehr Umsatz mit KI im Online-Shop
11.45-12.15 Uhr: More Trust – More Conversions
12.15-12.45 Uhr: Wie Sie Ihren Online-Erfolg dank verhaltensbasiertem Push Marketing schnell und einfach steigern
12.45-13-00 Uhr: Key-Takeaways und Abschluss
Mit 2.500 ist die Teilnehmerzahl für alle, die ihr Marketing aufs nächste Level heben möchten, begrenzt. Die Live-Teilnahme und der Zugang zur Aufzeichnung kosten dich dabei kein Geld. Sei schnell und sichere dir jetzt dein Ticket für den Wissensvorsprung in der Digitalbranche mit The Digital Bash von OnlineMarketing.de.  
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Qantas CEO gibt zehnjährigem Gründer Tipps zum Start einer eigenen Airline – und geht damit viral

Qantas CEO gibt zehnjährigem Gründer Tipps zum Start einer eigenen Airline – und geht damit viral

Der rührselige Brief des zehnjährigen Australiers Alex Jacquot an Qantas Airways sorgt derzeit für Furore in den sozialen Netzwerken. Die Airline veröffentlichte das amüsante Schreiben samt der Antwort ihres CEOs, womit ihr ein beachtlicher PR-Coup gelang.
Ein junger Airline-Gründer bekommt Post von seinem Idol
Alex möchte eine eigene Airline gründen: Oceania Express. Er selbst ist CEO und Co-Founder. Von ihm und seinem Mitgründer Wolf wurden schon weitere Mitglieder der Geschäftsleitung angestellt. Sogar ein Head of Legal existiert bereits. Alex hat gerade Schulferien und daher Zeit, an der Airline zu arbeiten. Es gibt nur ein Problem –  ihm fällt nichts ein, was er tun könnte.
Daher schrieb der Viertklässler direkt an Alan Joyce, CEO von Qantas, mit hundert Jahren eine der ältesten Fluggesellschaften der Welt. Alex bittet Joyce in seinem Brief um Hilfe. Konkret beschäftigen ihn drei Dinge: Was tut man als CEO? Welche Tipps hat Joyce für den Start der Airline parat? Und wie sorgt man bei einem 25-Stunden-Flug für angenehmen Schlaf?
Der Brief von Alex Jacquot Joyce kam der Bitte des jungen Unternehmers tatsächlich nach, ihn ernst zu nehmen. Der CEO formulierte eine Antwort – auch wenn er der Konkurrenz natürlich eigentlich keine Tipps geben sollte – und schlägt ein direktes Treffen vor.
Die Antwort von Alan Joyce Das PR-Team von Qantas nutzt die Chance perfekt
Die nachträgliche Veröffentlichung der Korrespondenz auf Twitter löste eine Welle der Begeisterung aus. Knapp 60.000 Likes und 21.000 Retweets innerhalb eines Tages sprechen eine deutliche Sprache.

Our competitors don’t normally ask us for advice, but when an airline leader reached out, we couldn’t ignore it.Naturally, there was only one way to respond: CEO to CEO. pic.twitter.com/JTFpzn5a6Y
— Qantas (@Qantas) March 11, 2019

Auch auf Facebook erwärmt der Umgang mit dem Jungen die Gemüter. Überall finden sich positive Kommentare, gerührte Menschen, die stolz auf ihre Fluglinie sind. Diverse Medien berichten weltweit über die Aktion. Ein Facebook-User, der etwas genauer hingesehen hat, lobt Qantas kreative PR für das Project Sunrise, das im Antwortschreiben erwähnt wird:

This sure beats a million dollar advertising campaign which wouldn’t get as much market penetration. Full points and payrise to the genius behind this.

Der BBC zufolge war Alex über die Antwort so begeistert, dass er zehn Minuten lang quer durch das Haus rannte. Seine Mutter verriet den Medien, dass derzeit ein Termin für das Meeting zwischen den CEOs arrangiert wird. Die Chance, das Treffen in den sozialen Medien zu covern, wird sich Qantas sicherlich nicht nehmen lassen. Wir dürfen also auf eine Fortsetzung gespannt sein.

Twitter-App twttr: User helfen bei der Entwicklung neuer Features #LetsHaveAConvo

Twitter-App twttr: User helfen bei der Entwicklung neuer Features #LetsHaveAConvo

Um die Übersichtlichkeit und Handhabung zu verbessern, werden die Nutzer zur Entwicklung der neuen Funktionen um Mithilfe gebeten. Ausgewählte User testen einen Prototyp der Anwendung und geben Feedback zu den vorgenommenen Veränderungen.
Der Tweet des Twitter Supports über die neue Prototyp App. © Twitter Tester müssen sich bewerben
Nicht jeder Nutzer kann sich die App, die in Anlehnung an die Anfänge von Twitter „twttr“ heißt, einfach herunterladen. Nur eine Auswahl an überwiegend englisch- und japanischsprachigen Nutzern wird auf die Prototyp-App zugreifen und sie nutzen können. Auf  Twitter’s Website können Nutzer sich für das Programm anmelden. Innerhalb weniger Wochen kommt eine Benachrichtigung per Mail, die über die (Nicht-)Zulassung informiert.
Die Nutzer, die zugelassen wurden, erhalten weitere Anweisungen per E-Mail. © Matt Navarra on Twitter Nutzer, die zum Testen zugelassen wurden, laden sich die twttr App herunter und werden gebeten, diese statt der normalen Anwendung zu benutzen. Mit dem Hashtag #LetsHaveAConvo ermutigt Twitter seine User, ehrliches Feedback zu den neuen Funktionen zu geben und via Screenshots zu teilen.
Twitter versucht, die Anwendung übersichtlicher zu gestalten
Eine große Kritik an die Handhabung der Plattform war bisher die Unübersichtlichkeit einer Konversation. Einem Gespräch auf Twitter zu folgen, kann wahnsinnig anstrengend sein, vor allem, wenn viele User gleichzeitig antworten. Dieses Problem plant Twitter mit verschiedenen Farben zu beheben. Antworten auf einen Tweet werden in grau angezeigt, während die Antworten von Followern in blau hervorgehoben sein sollen. Auch das Design von Antworten soll verändert werden. Eine rundere Form soll an Messenger-Dienste wie WhatsApp oder Facebook Messenger erinnern und der Konversation das Gefühl eines Chats geben.
Je nach Feedback der Tester zu den neuen Features in twttr, werden diese für die Twitter-App übernommen oder nicht. Die Nutzer dabei so sehr in den Prozess einzubinden, wurde gut aufgenommen. Viel mehr Nutzer als das Programm aufnehmen kann, bewarben sich um einen der Plätze.

Google Podcasts bringt Suchoption für einzelne Episoden

Google Podcasts bringt Suchoption für einzelne Episoden

Die Präsentation von Podcasts in Apps, bei Streamingdiensten und im Web spielt für die Betreiber eine immer wichtigere Rolle, da sich der Podcast zu einem etablierten und gefragten Format entwickelt. So kommt eine Episodensuche für die Nutzer der App Google Podcasts gelegen, weil sie nicht nur die Orientierung an Podcastnamen, sondern ebenso an einzelnen Themen und Keywords ermöglicht. So können User flexibler auf Podcasts aufmerksam werden.
Neue Funktion für die Google Podcasts App
9to5Google berichtete von der Neuerung, die letzte Woche eingeführt wurde. Ab sofort können bei Googles Standalone Android App für Podcasts, die im Play Store zum Download bereitsteht, mit einer Suchanfrage auch einzelne Folgen der Podcasts gefunden werden. Bis dahin hatte eine bestimmte Suche nur die einzelnen Podcastnamen für die Ergebnisse in Betracht gezogen. Suche ich nach „Programmatic Advertising“, finde ich in der App tatsächlich zahlreiche Folgen von Podcasts, die dieses Thema explizit behandeln – ohne dass der Podcastname das zwingend klargestellt hätte.
Ergebnisse für Podcastfolgen in Googles App bei der Suche nach „Programmatic Advertising“, Screenshot Bei den Suchergebnissen finden sich unter „Folgen“ erst einmal fünf entsprechende Optionen, ein Klick auf „Mehr“ gibt weitere passende Episoden aus verschiedenen Podcasts preis.
Mit diesem Feature ermöglicht es Googles Android App einerseits den Nutzern, tatsächlich genau die Folgen ausfindig zu machen, die zu konkreten Themen Auskunft geben. Andererseits ergibt sich für die Macher von Podcasts die Chance, ihre jeweiligen einzelnen Episoden als Aushängeschild zu nutzen. Denn wenn User in der Google Podcasts App lediglich nach den Podcastnamen gehen, werden sie davon ausgehend nicht zwingend auf die einzelnen und oft diversen Inhalte schließen können.

#RAIN#podcast summit off to great start. @ZackRW, Founder and Head of Product, @Google Podcasts announces search results will include specific episodes via #audio search, and other discovery and uptake tools for the 2 billion Android users. pic.twitter.com/C9fpRvKoJP
— Mossappeal (@mossappeal) March 5, 2019

Schon beim Launch im Juni 2018 hatte Google angekündigt, Barrieren beim Podcast-Hören abbauen zu wollen. Künstliche Intelligenz soll in der App zusätzlich dazu beitragen, dass dem Hörer aufgrund seiner Hörgewohnheiten die passenden Podcasts und Folgen vorgeschlagen werden.
Allerdings bemängeln einige User, dass Autoplay in der App für folgende Episoden nicht abgeschaltet werden kann oder dass ein Auto Download nicht möglich ist. Google hat demnach noch Aufholbedarf.
Die Relevanz für eine geeignete Podcast-Suche steigt
Vor wenigen Jahren waren Podcasts womöglich eine Randerscheinung in Deutschland. Inzwischen hören 22 Prozent (Stand Juli 2018) der Bevölkerung regelmäßig Podcasts und es werden stets mehr. Große Streamingdienste wie Spotify setzen vollkommen auf die Entwicklung. Mit dem Kauf von Podcast-Netzwerk Gimlet Media und der Creator-Plattform Anchor hat das Unternehmen Schritte eingeleitet, um eine vorherrschende Stellung im Audio-Markt um die gestärkte Podcast-Komponente zu erweitern. Nun soll, so berichten Heise und weitere Medien, Spotify besonders auf deutsche Podcast-Formate bauen, um weitere Hörer hierzulande zu generieren; etwa ein Talk mit Palina Rojinksi.
Podcasts sind ein Format, das Hörer auch von Premium-Abonnements überzeugen kann, daher Spotifys Bestreben. Außerdem werden die Hörer, die in der Regel relativ jung, oft gebildet und zahlungsfreudig sind, ebenso durch in den Folgen integrierte Werbung kaum abgeschreckt. Deshalb sind Podcasts ein starker Weg, um mit Inhalten Follower und Einnahmen zu generieren.
Früher hatten alle ne Band, heute haben alle nen Podcast,
sagte OMR-Gründer Philipp Westermeyer 2018 auf der INREACH. Daher sind viele, bereits erfolgreiche Podcasts schon dabei, ihre Monetarisierungspotentiale auszuschöpfen. Für weitere Formate, die für Hörer Folgen bereitstellen, die ihnen weiterhelfen sollen, gilt es, sich prominent zu präsentieren. Und neben Spotify, Soundcloud, iTunes Podlist und Co. bietet Googles Podcasts App eine weitere Möglichkeit. Wer seinen Podcast dort integrieren möchte, kann den Developer Guidelines Googles folgen. Und darauf setzen, dass Folgen mit konkreten Keywords im Titel von potentiellen Hörern schneller gefunden werden können.

Letterboxing: Neues Firefox-Update schützt Privatsphäre von Nutzern

Letterboxing: Neues Firefox-Update schützt Privatsphäre von Nutzern

Mozilla ergänzt seine neueste Firefox Browser-Version um ein Feature aus dem für seinen starken Fokus auf Privatsphäre und Datenschutz bekannten „Tor“ Browser. Die Letterboxing-Technik soll das Fingerprinting durch Werbetreibende verhindern.
Die neue Firefox-Funktion soll Fingerprinting erschweren
Mozillas Firefox erfreut sich bereits seit Jahren über eine hohe aktive Nutzerbase. Im neuesten Update, das ab Mai verfügbar sein soll, wird der Browser in der Firefox-Version 67 um ein neues Feature ergänzt. Dieses bietet den Nutzern eine weitere Möglichkeit, sicherer und anonymer zu surfen. Das sogenannte Letterboxing (ursprünglich ein Begriff aus dem Film, dort beschreibt es die Ergänzung um schwarze Ränder am Bild, um es an das Bildschirmformat anzupassen) soll Fingerprinting erschweren und so dafür sorgen, dass Nutzer weniger einfach getrackt werden können.
Derzeit ist die Letterboxing-Funktion schon in die Betaversion Firefox Nightly eingebaut worden und wird dort getestet. Genau wie im ab Mai zur Verfügung stehenden Update des Browsers muss die Funktion erstmal freigeschaltet werden. Hierzu wird zunächst die about:config Seite aufgerufen, nach privacy.resistFingerprinting gesucht und der Wert auf ‚true‘ eingestellt.
Wie funktioniert Letterboxing? 
Letterboxing macht sich zunutze, dass die besuchten Websites vom Internetbrowser viele Informationen übertragen bekommen, wie die Bildschirmauflösung, die eingestellte Standardsprache, die Zeitzone und auch die Fenstergröße. Angelehnt an die Letterboxing-Technik im Film umrahmt beim Verändern der Fenstergröße ein grauer Rand das Fenster und verschleiert die wahren Maße. Die Anzeige des Inhalts der Website wird verzögert bis die irreführenden Maße gesendet wurden. Danach bauen sich die grauen Ränder stufenweise ab. Jeder Nutzer erhält so die gleiche Fenstergröße zugeteilt. Dadurch wird es schwieriger für die Tracker, den Nutzer eindeutig zu identifizieren und personalisierte Onlinewerbung zu schalten.
Fast jeder Nutzer ist einfach zu identifizieren
Nutzer können auf der Seite Am I Unique? überprüfen, wie eindeutig identifizierbar sie online sind. Hierbei wollen wir nicht möglichst individuell sein, sondern so wie alle anderen, um eben möglicht schwer erkennbar zu sein.
Die Website Am I Unique? erstellt den Fingerabdruck der Nutzer und zeigt, wie leicht erkennbar sie online sind. © Am I Unique?
Da Nutzer zunehmend bewusster mit ihren Daten umgehen, ist es wahrscheinlich, dass auch andere Anbieter vermehrt Datenschutzoptionen in ihre Programme einbauen. Mozilla ist mit dem neuesten Update erstmal aber vorne mit dabei.

YouTube bringt Faktencheck Feature bei kontroversen Themen

YouTube bringt Faktencheck Feature bei kontroversen Themen

Schon bald wird bei YouTube per Faktencheck an den Nutzer weitergegeben, was unabhängige Partner zu diskutablen Themen angeben. Entsprechende Boxen mit Richtigstellungen sollen auftauchen, wenn beispielsweise nach Viren in Paracetamol oder Impfstoffen gesucht wird. Das derzeit in Indien getestete Feature soll bald global ausgerollt werden und umfassende Fehlinformationen auf der Plattform verhindern.
YouTube wehrt sich gegen Fehlinformationen und Verschwörungen
Jedes soziale Medium hat mit Fehlinformationen zu kämpfen, die auf den Plattformen gestreut werden. Nicht zu belegende Theorien von Impfgegnern, Flat Earthern etc. sollen bei Facebook, YouTube und Co. zahlreiche Menschen überzeugen. Die Videoplattform aber wehrt sich zusehends gegen Informationen, die objektiv als falsch eingestuft werden können. Zu Beginn des Jahres wurden bereits Empfehlungen für Verschwörungsvideos ausgeschaltet. Sogenannter „Boderline Content“, Videos deren faktische Darstellungen fragwürdig sind, sollen nicht mehr an die User weiterempfohlen werden.
Demnächst sollen direkt in der Suche Boxen mit einem Faktencheck folgen, die dann in Erscheinung treten, wenn die Nutzer nach Inhalten suchen, die als kontrovers bezeichnet werden können, weil sie mitunter womöglich subjektive Faktenlagen aufweisen. Wie BuzzFeed News berichtet, werden die sogenannten „Information Panels“ von geprüften Partnern bereitgestellt, wenn Content gesucht wird, der für Fehlinformationen besonders anfällig ist. Dabei werden diese Panels nicht in einzelnen Videos, sondern auf der Seite mit den Suchresultaten erscheinen. Derzeit ist das Feature in Indien im Test und liefert Informationen bei Suchanfragen auf Englisch oder Hindi.
Sucht ein Nutzer also beispielsweise nach „Virus in Paracetamol“, wird ihm eine Infobox präsentiert, die zunächst mit „Hoax Alert“, also einem Alarm für Falschmeldungen markiert ist.
Infobox bei kontroversem Thema auf YouTube in der Suche, © YouTube Die Box klärt unter Berufung auf Googles Partner The Quint darüber auf, dass die virale Warnung vor Paracetamol einer Grundlage entbehrt, weil tatsächlich kein Virus in den Tabletten ist.
Ausweitung des Features ist geplant
Während die Funktion bislang auf Indien begrenzt war, soll sie in den kommenden Monaten global ausgerollt werden. Gegenüber BuzzFeed News gab ein YouTube-Sprecher an:
As part of our ongoing efforts to build a better news experience on YouTube, we are expanding our information panels to bring fact checks from eligible publishers to YouTube.
Gerade bei politischen Auseinandersetzungen, wie zuletzt zwischen Indien und Pakistan, würden Social Media mit Fehlinformationen geflutet. Daher sei der Faktencheck, der von ausgewählten und geprüften Publishern zur Verfügung gestellt wird, ein wichtiges Feature für das Verständnis der User.
Die Infoboxen der Publisher werden von YouTube automatisiert aus den Inhalten auf deren Seiten erstellt. Demnach müssen die Faktenchecks nicht manuell für einzelne Themen erarbeitet werden. Genau an diesem Punkt lässt die Funktion womöglich aber Kritik zu, denn eine zwar kontextuelle, aber nicht unbedingt explizit entwickelte Einordnung kann womöglich als unzureichende Betrachtung erkannt werden. Und auch hier müssen die Nutzer der Objektivität und der Seriosität der jeweiligen Publisher vertrauen. Nichtsdestotrotz sind diese Panels – sie erinnern gewissermaßen auch an die Info-Buttons zu Publishern bei Facebook – ein wichtiges Moment. Sie irritieren, selbst wenn mancher Nutzer von der Erde als Scheibe oder schädlichen Impfstoffen überzeugt ist. Und das ist schon einmal wichtig.
YouTube setzt sich damit dafür ein, dass Fehlinformationen auf der Plattform langfristig deutlich weniger Beachtung geschenkt werden soll. Das ist für das Unternehmen auch deshalb so wichtig, weil Werbetreibende im Umfeld solcher Kontroversen keine Ads ausgespielt haben möchten. Darüber hinaus mussten YouTube und andere Social Media sich in der Vergangenheit des Öfteren Kritik aussetzen, die auf die Verbreitung von Falschmeldungen über deren Plattformen abzielte.
Die Nutzer können ihre Empfehlungen und Suchergebnisse bei YouTube übrigens auch selbst verwalten. Und bald bekommen sie mit dem Faktencheck Feature noch ein Mehr an fundierten Hintergrundinformationen zu den Themen in der Suche.

Generation Z setzt vermehrt auf die Präsentation und weniger auf die Qualität eines Produkts

Generation Z setzt vermehrt auf die Präsentation und weniger auf die Qualität eines Produkts

Eine neue Studie von OC&C Strategy Consultants analysierte das Konsumverhalten der Generation Z und zeigt, wie diese von Werbetreibenden angesprochen werden möchte. Die Studie untersuchte 15.500 Menschen aus vier Generationen und neun Ländern, darunter auch Deutschland. Die Ergebnisse zum Konsumverhalten der jüngsten Generation können Händlern aufzeigen, wie sie sich in Zukunft möglichst gut positionieren können, um die neuen Verbraucher anzusprechen.
Willkommen in der Generation Z
Die nach 1998 geborene Gruppe macht bereits ein Drittel der Weltbevölkerung aus. Doch nicht nur deswegen sollte ein besonderes Augenmerk auf die Generation gelegt werden, die langsam die Millennials ablöst. Bis 2020 soll die Generation Z die größte Verbrauchergruppe sein. Die ersten Zugehörigen der Generation Z werden dieses Jahr 21 Jahre alt, steigen nach und nach in den Berufsalltag ein und werden somit wichtige Konsumenten. Die Generation macht nicht nur 30 Prozent der Weltbevölkerung aus, sie steht trotz ihres jungen Alters in Deutschland nach der Studie von OC&C bereits für vier Prozent der gesamten Haushaltsausgaben. Die Ergebnisse der Studie lassen darauf schließen, wie die Generation Z angesprochen werden kann und was sich auf dem Markt im Laufe der nächsten Jahre, die Gen Z zu einer immer relevanteren Gruppe werden lassen, verändern muss.
Produktpräsentation und Stil sind gefragter als Preis und Qualität
Ein zentrales Ergebnis der Studie zeigt, dass Generation Z weniger an Preis und Qualität interessiert ist als noch die Generationen davor. Die jungen Verbraucher, die mit Internet und Social Media groß geworden sind, legen mehr Wert auf Stil, Produktpräsentation und Nachhaltigkeitsaspekte, was doch auf gewisse Qualitätsvorstellungen schließen lässt. Nach eigenen Angaben geben 20% der deutschen Befragten ihr Geld lieber für Erlebnisse als für Produkte aus. Dabei steht unter anderem das Shopping-Erlebnis im Vordergrund. Wer den jungen Kunden also auch ein Erlebnis beim Einkaufen bietet, hat bessere Chancen, diese an sich zu binden.
Inspirationsquelle Instagram
Traditionelle Inspirationsquellen können Generation Z kaum mehr zu einer Kaufentscheidung bringen. Nur fünf Prozent der deutschen jungen Verbraucher lassen sich beim Kauf inspirieren. Viel eher werden sie durch Freunde und Prominente, Mobile Apps, Social Media-Accounts und Blogs in ihrer Entscheidung beeinflusst.
„Unsere Studie zeigt, dass die Gen Z ähnlich wie die Millennials gründliche Produkt- und Preisrecherchen betreiben. Intensiver als ältere Generationen nutzt sie dafür die Online-Kanäle der Marken,“ so Christian Treiber, einer der Autoren der Studie.
Sie sind dauerhaft online und in sozialen Medien unterwegs, folgen dort Marken und den Accounts von Einzelhändlern. Sie liken, teilen und schreiben Online-Bewertungen. Händler sollten sich also über neue Formen der Interaktion mit den jüngsten Verbrauchern Gedanken machen und besonders auch die eigenen Social Media-Kanäle pflegen.
Die Generation Z zeigt ein anders Kaufverhalten als die vorangegangenen Generationen. Sie suchen gezielter und vor allem online nach neuen Produkten. ©OC&C Soziale Verantwortung für Händler und Arbeitgeber
Es ist wohl auch dem Internet geschuldet, dass sich die Zugehörigen der Generation Z über alle Länder hinweg in Einstellungen und Haltung mehr ähneln als die Generationen zuvor. Fragen der Gleichstellung, des Tierschutzes und der Vielfalt sind vorrangig für Generation Z. Soziale Verantwortung ist ein Thema, das nicht nur Händler, sondern auch künftige Arbeitgeber beachten sollten. „Das hohe gesellschaftspolitische Bewusstsein der Gen Z und der Wunsch, etwas Sinnvolles zu tun, wird auch Auswirkungen auf das Verhältnis zu potenziellen Arbeitgebern haben. Wollen Einzelhändler die Gen Z in Zukunft als Mitarbeiter gewinnen, sollten sie daher auch ihre Unternehmenswerte weiterentwickeln“, so Treiber.
Es ist festzuhalten, dass die Verbraucher von morgen nicht einfach zufriedenzustellen sein werden. Um sich gegen die Vielfalt der Konkurrenz behaupten zu können, müssen Einzelhändler ihre Unternehmenswerte sowie ethischen Standards hinterfragen und neue Wege finden, um ihre Kunden online zu erreichen.

Budweiser korrigiert lächerlich diskriminierende Werbung aus den 50ern

Budweiser korrigiert lächerlich diskriminierende Werbung aus den 50ern

Budweiser hat zum Weltfrauentag ehemalige Printwerbung neu interpretiert. Die direkte Gegenüberstellung der Motive soll die Verschiebung der Markenwerte hin zu einem starken und gleichberechtigen Frauenbild demonstrieren.
Eine Biermarke mit Makeover zum Weltfrauentag
Die 50er und 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts sind für sexistische und stereotypische Rollenbilder in der Werbung bekannt. Der Mann arbeitet hart und die Frau macht ihm das Leben drumherum so angenehm wie möglich – so der allgemeine Konsens. Da machten die Biermarken keine Ausnahme, vor allem da Alkoholika ohnehin vorrangig Männer als Zielgruppe bedachten.
Das US-amerikanische Budweiser als Marke des Brauerreigiganten Anheuser-Busch InBev nahm den diesjährigen Weltfrauentag zum Anlass, sich aktiv mit dem damaligen Sexismus auseinanderzusetzen und endgültig damit aufzuräumen. Dazu engagierten die Verantwortlichen drei Künstlerinnen, um Plakate aus der fraglichen Zeit neu zu interpretieren: Heather Landis, Nicole Evans und Dena Cooper. Aus den Illustrationen entstand eine Kampagne, die als Fullpager in der New York Times, Los Angeles Times und im Chicago Tribune erschienen sind.
Aus antiquierten Rollenbildern wird modernes Weltbild
Die Künstlerinnen modellierten die Alltagssituationen um. So präsentierte Budweiser 1962 einen Mann, der von der Arbeit kommt und am Essen schnuppert, das seine Frau – natürlich Hausfrau – zubereitet hat. Er wird aufgefordert die Krawatte zu lockern und sein Bier zu genießen. Die Version aus 2019 zeigt hingegen eine Frau mit Hund, die sich etwas von einem Lieferservice hat kommen lassen und am Freitagabend nach der Arbeit endlich Zeit für etwas Entspannung findet.

Statt dem Mann, der nach der Heimarbeit 1958 ein Bier von seiner Frau eingeschenkt bekommt, stößt heute ein Paar nach getaner Renovierungsarbeit bei einer Pizza gemeinsam an.

Die frisch verheiratete Frau, die 1959 unsicher ist, wie sie ihren Ehemann zufrieden stellen kann, wird zu einer rundum glücklichen und sich selbst verwirklichenden Person, die Freundinnen auf ein Bier trifft. Die vorherrschenden Motive sind also Unabhängigkeit, Gleichberechtigung und Selbstverwirklichung.

Es gehört definitiv Mut dazu, die aus heutiger Sicht unangemessenen Anzeigen von damals hervorzuholen und sie öffentlich zu diskutieren. Schließlich macht sich der Konzern damit auch angreifbar. Monica Rustgi, Vice President Marketing von Budweiser, sieht es aber vielmehr als Möglichkeit denn als Gefahr:

For us, it’s all about using our past to really serve as a launch pad showing women in a more balanced fashion.

Hinter der Kampagne steht die Agentur VaynerMedia aus New York, die von der Medienikone Gary Vaynerchuk gegründet wurde. Die Ads werden außer in Print schon bald in Digital und Social Media zu sehen sein. Am Freitag gingen sie bereits beim offiziellen Budweiser Account auf Twitter online.

This year, in honor of #InternationalWomensDay, we are reimagining our ads of the past to better portray balance and empowerment. Budweiser is proud to partner with @seeher2020, an organization devoted to the accurate portrayal of women in media and advertising. pic.twitter.com/0XCyW3GWp1
— Budweiser (@budweiserusa) March 8, 2019

Budweiser unterstützt jetzt #SeeHer
Gleichzeitig nutzt Budweiser die Kampagne für die Bekanntmachung einer größeren Weichenstellung. Der Konzern verkündet in diesem Zuge, dass er nun Teil der #SeeHer-Bewegung ist. Dabei handelt es sich um eine Initiative der Association of National Advertisers, die sich für ein zeitgemäßes Frauenbild in der Werbung einsetzt. Die Kampagne ist der Startschuss für eine langfristige Zusammenarbeit, erklärt Monica Rustgi gegenüber The Drum:

As a leader in advertising, it’s our responsibility to showcase women in more balanced and empowered roles. We are proud to officially announce our long-term partnership with #SeeHer to better inform and evaluate our future creative.

Die Aufarbeitung der Werbemotive erinnert an eine Kampagne der brasilianischen Biermarke Skol, die vor zwei Jahren für Aufmerksamkeit sorgte. Die Macher verfolgten ein ähnliches Prinzip der Neuinterpretation ihrer eigenen Werbung. Allerdings musste Skol dafür nicht 70, sondern nur 15 Jahre in die Vergangenheit blicken.

Google Shopping-Kampagnen bald automatisch in Googles Bildersuche

Google Shopping-Kampagnen bald automatisch in Googles Bildersuche

Google hat Werbetreibende, die Google Shopping Ads ausspielen, davon unterrichtet, dass ihre Kampagnen demnächst auch in der Bildersuche bei Google auftauchen können; und zwar ohne Opt-In. Ob diese Entwicklung allen Advertisern zugute kommt, bleibt jedoch fraglich.
Google Bilder wird Teil des Suchnetzwerks für Shopping Ads
Die Relevanz von Bildinhalten für Ads ist unbestritten. Bilder funktionieren als Kaufanreiz besonders gut, Bewegtbild häufig umso besser. Google hatte vergangene Woche Shoppable Ads für die Bildersuche vorgestellt, die es Advertisern – derzeit vereinzelten im Test – ermöglichen, ihre Produkte mit passenden Bildern zu verlinken und Suchenden zu präsentieren.
Während diese Option Werbetreibenden gefallen dürfte, hat die Suchmaschine nun angekündigt, dass Ende März das Suchnetzwerk für die Shopping Ads um den Bereich Google Bilder erweitert wird. Davon berichtet etwa Clix Marketing. Laut der Mail Googles werden Kampagnen aus Google Shopping automatisch dafür qualifiziert, ebenfalls in der Bildersuche aufzutauchen, sofern Nutzer dort mit relevanten Keywords suchen. Die Advertiser brauchen für diese Option nun nicht mehr den Opt-In im Bereich Suchnetzwerk-Partner. Denn mit der Integration ins Suchnetzwerk wird Google Bilder zu einer weiteren Plattform für die Shopping Ads.
Clix Marketing zeigt die E-Mail von Google in Gänze:
Die Mail Googles an die Advertiser, Quelle: Clix Marketing Ist die Änderung für Google sinnvoller als für die Advertiser?
Das Unternehmen erhebt Google Bilder vom optionalen Raum zu Targeting mit Shopping Ads zu einem, der vorgegeben wird; da er demnächst zum Suchnetzwerk gehört. Google vermutet, dass Werbetreibende einen Anstieg beim Traffic im Suchnetzwerk und weniger Traffic im Bereich Suchnetzwerk-Partner wahrnehmen werden, wenn ihre Kampagnen bei letzterem laufen. Tun sie das nicht, werden sogar drei bis zehn Prozent Zuwachs beim Traffic bei geringeren CPC und ähnlichen Conversion Rates erwartet.
Doch, wie bei Clix Marketing ebenfalls anklingt, wie können die Werbetreibenden diese Conversion Rates vergleichen? Noch gibt es keine Segmentierung zur Messung nur über Google Bilder. Vielleicht soll dies folgen. Und wer immer sich dagegen entschieden hat, bei den Suchnetzwerk-Partnern per Opt-In eine Werbeausspielung zu erreichen, hat womöglich seine Gründe.
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Nun wird Googles Bildersuche aber vom Partner- in den Suchnetzwerk-Bereich verschoben. Und die Shopping-Kampagnen könnten dort auch dann auftauchen, wenn es den Advertisern nicht zupass kommt. Denn die Suchintention kann bei der Unterscheidung, ob ein Nutzer über Search oder die Bildersuche nach etwas sucht, stark variieren.
Allerdings werden User über Ads mit Bildinhalten so angesprochen, wie sie es aus Social Media beim Feature Shopping in den Instagram Stories zum Beispiel gewohnt sind. Daher könnten sich der Traffic und die Conversion Rates tatsächlich durch den aktuellen Schritt, der Ende März vollzogen sein soll, erhöhen. Ob das jedoch für das Gros der Advertiser gilt, bleibt abzuwarten. Zumindest ist die Kontrolle der Werbetreibenden etwas eingeschränkt worden, während Google seine immense Relevanz nutzt, um Usern noch mehr möglichst passende Werbung gerade im bildbasierten Kontext zu bieten.
Wer bei Google nun Shopping-Kampagnen ausspielt, sollte diese Entwicklung nicht ignorieren und genau beobachten. Vielleicht profitieren letztlich alle Beteiligten; Google selbst wird jedoch am ehesten die Vorteile dieser Verschiebung erfahren.

Content Marketing: Gated oder Ungated, das ist hier die Frage

Content Marketing: Gated oder Ungated, das ist hier die Frage

Gated oder Ungated Content ist eine uralte Debatte im Content Marketing, bei der es zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen gilt. Mit reinem Lehrbuchwissen kommen Marketer bei dieser Entscheidung oft nicht weiter. Deshalb werden in diesem Beitrag nicht nur die Vor- und Nachteile von Gated und Ungated Content aufgezeigt. Es werden die Hauptmotivatoren beider Seiten herausgebrochen und mit den Ergebnissen unseres eigenen Experiments verglichen. Wir decken spannende Zusammenhänge zwischen Content Gating und dem Lead Nurturing-Prozess auf, über die ihr möglicherweise noch nicht nachgedacht habt. Zum Schluss werden euch weitere Optionen dargelegt, die euch bei der Ansprache und Pflege von Leads helfen.
Pros & Cons
Jedes Unternehmen, das eigene Inhalte produziert, muss sich zwangsläufig fragen, wie diese Inhalte den Usern zur Verfügung gestellt werden. Soll man interessierten Besuchern Ungated Content bieten, die Inhalte also frei zugänglich für jeden machen? Oder ist es effizienter die Inhalte nur im Austausch gegen Informationen anzubieten? Besucher müssen dann beispielsweise ein Frageformular ausfüllen, bevor sie die Inhalte herunterladen können.
Als Leiter eines Marketing-Teams kenne ich diese Debatte nur zu gut. Sie war ein wiederkehrendes Thema bei unseren wöchentlichen Meetings und wurde immer wieder für verschiedene Inhalte wie Fallstudien, Reports oder Leitfäden diskutiert. Natürlich gibt es auf beiden Seiten gültige Argumente. Ein paar davon haben sich in der langen Debatte behauptet. Hier sind sie auf einen Blick zusammengefasst:

Die wahren Beweggründe
Auch wenn man alle Argumente fein säuberlich einander gegenüberstellt, beantwortet das leider noch nicht die Frage, welche Content-Strategie für euer Unternehmen am sinnvollsten ist. Dazu ist es nötig, die individuellen Marketing-Ziele in die Beurteilung einfließen zu lassen. Im Prinzip haben wir zwei Beweggründe, die eine essenzielle Rolle für euer Content Gating spielen.
1. Verschlüsselte Inhalte zur Lead-Generierung
Lead-Generierung ist für jedes Unternehmen, das Beziehungen zu neuen oder bestehenden Kunden aufbauen möchte, von entscheidender Bedeutung. Durch die Frageformulare sammelt ihr Informationen der Besucher, die mit eurer Marke interagieren und offenbar Interesse an euren Inhalten haben. Durch die Identifizierung kann diese Gruppe in den Lead Nurturing-Prozess aufgenommen werden.
Ein paar einfache Fragefelder können den entscheidenden Unterschied machen, wenn es darum geht einen Besucher zu klassifizieren und in einen Kunden zu verwandeln. Wir wollen die Hürde so niedrig wie möglich halten und verlangen daher nur drei simple Informationen von unseren Besuchern: Name, Firma und E-Mail.
2. Frei zugängliche Inhalte zur Steigerung der Brand-Awareness
Kein Zweifel – durch frei zugängliche Inhalte kommen eure Besucher leichter an die Informationen, die sie interessieren, die Bekanntheit eurer Marke wird gesteigert und ihr erreicht ein größeres Publikum. Wenn also euer Hauptziel darin besteht, mehr Klicks auf eure Inhalte zu bekommen, ist das ein klares Argument für Ungated Content. Die Idee dahinter ist, dass eure Marke mit all den nützlichen Informationen erst einmal in Vorleistung geht und später dafür belohnt wird, indem sich die Leser in relevanten Momenten an eure Marke erinnern und Entscheidungen zu euren Gunsten treffen. Je größer das Publikum ist, desto besser stehen die Chancen, dass sich die erbrachte Vorleistung auszahlt.
Während Lead-Generierung also ein klares Argument für Gated Content darstellt und Brand-Awareness für Ungated Content stehen, gibt es noch ein paar andere Dinge, über die ihr nachdenken solltet, bevor ihre eine Entscheidung für eure Content-Strategie trefft.
Kosten/Nutzen-Relation
Die Entscheidung über eure Content-Strategie hängt auch von ganz pragmatischen Gesichtspunkten ab. Welche Ressourcen stehen eurem Unternehmen zur Verfügung? Das wiederum ergibt sich aus der Größe und der finanziellen Situation des Unternehmens. Für gewöhnlich nehmen kleine Firmen ein größeres Risiko auf sich, wenn sie ihre Inhalte frei zur Verfügung stellen und auf die Kontaktinformationen potentieller Kunden verzichten. Bei wenigen Ressourcen und kleinem Budget sollten die Inhalte nicht allein zur Steigerung der Brand Awareness investiert werden. Denn es ist zweifelhaft, ob sich diese Investitionen auf kurze Sicht bezahlt machen.
Mehr Ungated Content als man denkt
Auch wenn ihr eure Fallstudien, Reports oder Webinare mit Frageformularen verschlüsseln wollt, produziert ihr vermutlich eine ganze Reihe an wertvollen Inhalten, die frei zugänglich sind. Das können Blogbeiträge zum Thema Thought Leadership, Videos, Infografiken, Anleitungen und vieles mehr sein. Macht euch das bewusst und setzt diese Inhalte noch besser in Szene. Springt auf neue oder aktuelle Themen auf, vertretet eine spezielle Sichtweise in einer Diskussion, bietet eurer Zielgruppe Unterhaltung oder exklusive Inhalte, die sie woanders nicht finden. Denn guter Ungated Content kann ebenfalls vielversprechende Besucherinteraktionen wie Demo-Anfragen, Newsletter-Abonnements usw. liefern.
Besucher erwarten kostenlose Inhalte
Ein Gegenargument zu Gated Content ist die Erwartungshaltung der User. Heutzutage sind die Leute gewohnt, Inhalte frei nutzen zu können. Ob nun Online-Navigationsdienste oder Unterhaltung auf Streaming-Plattformen, im Informationszeitalter gibt es überall kostenlose und frei zugängliche Inhalte. Also erwarten eure Besucher das auch von eurer Marke. Wenn die Bedürfnisse nicht schnell genug erfüllt werden, sucht der User woanders und ist schneller weg, als ihr Ungated sagen könnt.
Ein eigenes Experiment aufsetzen
Bis zu unserem Experiment hatten wir unsere Fallstudien, Reports und Leitfäden ausschließlich als Gated Content mit einem Frageformular angeboten. Wir wollten diese Besucherdaten unbedingt haben um sie in unsere Lead Nurturing-Prozesse einzufügen.
Die Hürde bei dem Gated Content wollten wir so niedrig wie möglich halten und verlangen daher nur drei einfache Informationen in unseren Frageformularen: Vollständiger Name, E-Mail-Adresse und Firmenname.
Um herauszufinden, welche Content-Strategie für unsere Marke die richtige ist, haben wir ein kontrolliertes Experiment über einen längeren Zeitraum durchgeführt. Da wir davon ausgegangen sind, dass verschiedene Inhalte verschiedene Zwecke für unsere Besucher erfüllen, haben wir zwei separate Experimente entwickelt: eines fokussierte sich auf unsere Leitfäden und Reports und ein anderes auf unsere Fallstudien.
In jedem Experiment wurden 50 Prozent unserer Besucher auf Landing Pages mit Gated Content geleitet, während die anderen 50 Prozent eine Version mit freiem Download zu sehen bekamen. Bei der Version mit frei zugänglichem Content ersetzten wir das Frageformular durch einen Call-to-Action-Button mit der Nachricht “No email required”. Den Besuchern sollte sofort klar sein, dass dieser Download Button ohne Angabe von Informationen funktioniert.
Hier seht ihr eine Gegenüberstellung der beiden Landing Pages:
Version A: Gated Content

Version B: Ungated Content

Unsere Haupthypothese
Besucher, die zuerst ein Frageformular ausfüllen müssen, brechen eher den Download-Prozess ab als Besucher, die freien Zugriff auf die Informationen haben. Insgesamt laden mehr Besucher Ungated Content herunter als Gated Content.
Doch nur für diese Erkenntnis haben wir den Test nicht durchgeführt. Die viel interessantere Frage für uns war, ob das Fehlen des Frageformulars andere Nebeneffekte oder Auswirkungen auf Metriken wie Demo-Anfragen haben würde.
Die Ziele unseres Experiments
Unterschiedliche Entwicklung der Click-Through-Rates (CTR) nachweisen.
Nachfolgendes Wachstum der Demo-Anfragen den Versuchsgruppen zuordnen.
Unser Ergebnis
Nach 144 Tagen erreichten unsere Messungen eine statistische Signifikanz und wir konnten mit der Analyse beginnen. Dadurch konnten wir einige interessante Zusammenhänge aufdecken.
Zunächst sahen wir, dass die Downloads von Fallstudien bei der Gruppe Ungated Content um 62 Prozent höher waren als bei der Gruppe Gated Content. Die Downloads der Leitfäden und Reports waren bei der Gruppe Ungated Content um 15 Prozent höher als bei der Gruppe Gated Content. Besucher, die auf eine Landing Page mit Ungated Content geleitet wurden, neigten also eher dazu, unsere PDF-Dateien herunterzuladen. Damit war unsere Haupthypothese bestätigt.
Bemerkenswert sind allerdings die Zusammenhänge zwischen Downloadverhalten und Demo-Anfragen. Denn Besucher, die ein Frageformular für den Download einer Fallstudie ausgefüllt hatten, neigten mit einer Wahrscheinlichkeit von über 99 Prozent eher dazu, auch eine Demo-Anfrage zu stellen. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass Besucher, die bereit sind das Frageformular auszufüllen, wirklich mit unserer Marke in Kontakt treten wollen – und somit ist das Ausfüllen des Frageformulars auch ein wichtiger Indikator in unserem Lead Nurturing-Prozess. Bei den Downloads der Leitfäden und Reports haben wir für die Gruppe Gated Content vier Prozent mehr Demo-Anfragen festgestellt. Diese Zahl war jedoch nicht signifikant.
Unsere Entscheidung im Content Gating
In Bezug auf Fallstudien: Wir möchten, dass mehr Menschen unsere Fallstudien lesen und der Anstieg um 62 Prozent bei der Gruppe Ungated Content ist immens. Deshalb haben wir uns entschlossen, unsere Fallstudien für alle Besucher frei zugänglich zu machen. Außerdem haben wir am Ende jeder Seite der Fallstudien ein Formular für eine Demo-Anfrage angefügt. Sodass die Leser unserer Fallstudien ermutigt werden, mit uns Kontakt aufzunehmen. Durch diese Änderungen erhoffen wir uns, dass mehr Menschen unsere Fallstudien lesen und zusätzlich mehr Demo-Anfragen gestellt werden.
In Bezug auf Leitfäden und Reports: Da die Auswirkungen des A/B-Tests in diesem Experiment nicht eindeutig waren, haben wir beschlossen, alle Leitfäden und Reports hinter einem Frageformular verschlossen zu halten. Es ist noch unklar, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Herunterladen von Leitfäden und Reports und den Demo-Anfragen gibt. Solange das der Fall ist, wollen wir wissen, wer unsere Leitfäden herunterlädt und haben weiterhin die Möglichkeit in direkten Dialog mit diesen Besuchern zu treten.
Ihr könnt Besucher auch anonym tracken
Der Hauptgrund, warum Unternehmen nicht auf Frageformulare verzichten wollen, sind die wertvollen Kontaktinformationen, die sie zur Lead-Generierung benötigen. Doch es gibt Möglichkeiten, unbekannte Besucher zu identifizieren, ohne dass diese ein Frageformular ausfüllen müssen. Anonymes Besucher-Tracking erlaubt es Marketern umfassende Besucherprofile zu erstellen.
Nur zwei bis drei Prozent unserer Website-Besucher geben ihre E-Mail an, doch das heißt nicht, dass wir nichts über die anderen knapp 98 Prozent wissen können. Durch verschiedene Techniken wie Cookie Matching, Erfassen von Surfgewohnheiten, umgekehrter IP-Identifikation, Data Onboarding oder Contextual Targeting können Marketer die anonymen Besucherprofile mit wichtigen Informationen bestücken und somit auch diesen Besuchern ein personalisiertes Online-Erlebnis bieten.
Jetzt zu euch
Daten geben uns nicht immer einen klaren Weg vor. Die Entscheidung wie wir dieses neue Wissen einsetzen, liegt immer bei uns. Durch unsere Experimente kann ich nun begründbare Entscheidungen über unser Content Gating zu treffen. Ich weiß, welche unserer Inhalte stark von Frageformularen beeinflusst werden und welche Zusammenhänge es mit unseren Demo-Anfragen gibt. So kann ich einen Mix aus Gated und Ungated Content erstellen, der perfekt auf das Verhalten unserer Besucher abgestimmt ist.
Jetzt seid ihr an der Reihe, eigene Experimente durchzuführen. Das Verhalten der Besucher variiert von Marke zu Marke. Daher können die Ergebnisse anderer Experimente nicht auf das eigene Unternehmen bezogen werden. Seid skeptisch gegenüber alten Handlungsweisen und erhebt eure eigenen Daten, um eigenen Schlüsse zu ziehen! Zusammenhänge zwischen den Downloads eurer Inhalte und anderen Stufen im Lead Nurturing-Prozess dürfen nicht vermutet werden, ihr müsst sie belegen. Besonders spannend ist es, eure Inhalte zu kategorisieren und getrennt zu betrachten. Hier könnten Überraschungen auf euch warten.