So gewinnst du mehr dankbare Leser mit weniger Aufwand

So gewinnst du mehr dankbare Leser mit weniger Aufwand

Was wäre ein Kochrezept, das dem Leser einfach nur die Zutaten nennt, aber keine Anleitung fürs Kochen gibt? Es wäre völlig nutzlos. Genauso funktionieren aber die meisten Ratgeber. Sie hören irgendwo auf dem Weg zum Ziel auf zu beraten. Es gibt eine einfache Erfolgsformel für deinen Content: Je nützlicher deine Inhalte sind, desto größer ist der Erfolg. Dabei sparst du dir Aufwand, denn hilfreiche Inhalte arbeiten dauerhaft für dich. Hier kommt Dynamit für deine nächsten Ratgeber.
Ratschläge allein sind nichts wert
Die meisten Ratgeber und Marketing-Inhalte sind angeblich nützlich, in Wirklichkeit sind sie nutzlos! Denn sie liefern dem Besucher viele Infos, ohne dass er damit etwas tun kann. Wenn deine Besucher tätig werden können statt nur auswendig lernen, hebst du dich vom Wettbewerb ab.
Ratschläge sind auch Schläge – ich mag den Spruch. Ich bin ein Fan davon, dass jeder Mensch selbst seinen Weg findet, wohin auch immer. Aber wenn es um Hilfe-Content, um Ratgeber und Anleitungen geht, bin ich ein Fan von Ratschlägen. Warum sollten wir unsere Nutzer beraten, statt nur informieren? Weil wir damit den größten Effekt mit unserem Content erzielen: Dankbare Nutzer.
Handfeste Gründe für Inhalte mit maximalem Nutzen
Maximaler Nutzen ist ein einfacher Weg, um den Wettbewerb zu umgehen – denn die wenigsten Inhalte bieten so viel Mehrwert, wie möglich. Und was der Zielgruppe den größten Nutzen bietet, spricht sich rum, setzt sich durch. Bekommt Rankings, Likes, gutes Karma – was du willst!
Maximaler Nutzen ist außerdem eine große Marktlücke in fast jeder Branche – eine Quelle für einfache und effektive Ideen für dein Content Marketing.
Und warum sind dankbare Nutzer so wichtig für dein Marketing? Dankbare Nutzer sind viel eher bereit dazu, mit dir zu arbeiten oder deine Produkte zu kaufen.
Reziprozität: Die Impulskraft deiner Zielgruppe nutzen
Es ist ein geniales Prinzip von Content Marketing: Wir geben unseren Nutzern etwas Wertvolles und bekommen von ihnen etwas zurück: Vertrauen, vielleicht sogar mehr. Dabei greift das Prinzip der Reziprozität – du gibst mir etwas und ich bin bereit, dir etwas Gleichwertiges zurückzugeben. Zum Beispiel könnte ich dir für deinen hilfreichen Content meine Aufmerksamkeit und Zeit für ein Gespräch zurückgeben, in dem du mich davon überzeugen kannst, dass ich bei dir kaufen sollte.
Denk das Problem für deine Besucher zu Ende!
Content ist für deine Besucher am wertvollsten, wenn sie ihr Problem damit lösen können. Was ist das Problem deiner Besucher? Nicht aus deiner Sicht, sondern aus Sicht deiner Besucher? Auf dieses Problem konzentrierst du dich und begleitest deine Zielgruppe, bis zum letzten Schritt der Lösung.
Wie könntest du das Problem lösen? Das sind die Zutaten für hilfreichen Content
Beispiele aus dem Zielgruppen-Alltag zur Veranschaulichung (dadurch erzeugst du Nähe zum Besucher und er weiß sofort, was du meinst.)
Vergleiche anstellen (Produkte anhand der bevorzugten Kriterien deiner Besucher vergleichen. Wen interessiert die Megapixel-Anzahl, wenn der Besucher einfach bessere Fotos bei Gegenlicht machen will? Hier könntest du eine eigene „Gegenlicht-Skala“ entwerfen.)
Tests und Checklisten (Wenn du X tun willst, brauchst du Y, Z… Ein tolles, nützliches Beispiel aus dem Marketing-Universum ist die Content-Ampel von Kerstin Hoffmann)
Schritt-für-Schritt-Anleitungen, konkrete Vorgehensweisen empfehlen (Einfaches Beispiel: „So schreibst du eine E-Mail“ – dazu gehört mehr, als nur Outlook zu öffnen. Von der Anrede bis zur Grußformel und passenden Signatur musst du deinen Besucher begleiten und beraten, wenn du so einen Ratgeber schreibst.)
Konkrete Modelle vorstellen (Kreative Modelle aufstellen, die das Themaerklären – z.B. “Die Treppe des Glücks – 20 Stufen, die du gehen musst”)
Mustervorlagen (zum Beispiel ein Ernährungsplan, oder einen Fragebogen zurSelbstreflexion bei Persönlichkeitsthemen)
Nicht zuletzt: Sei verständlich! Viele Gute Inhalte gehen unter, weil sie so sperrig geschrieben sind. Bring deinen Stil auf Vordermann. Schützenhilfe kannst du dir dabei auch von einem Tool holen und deinen Stil verbessern, etwa mit der WORTLIGA Textanalyse oder dem LanguageTool, das vor allem Rechtschreibung und Grammatik prüft.
Video Check: Der Unterschied zwischen Information und echtem Mehrwert
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Mit „Anti Personas“ zu einer besseren Content Marketing-Strategie

Mit „Anti Personas“ zu einer besseren Content Marketing-Strategie

Professionelles Content Marketing mit interessanten, nutzerzentrierten Informationen bildet die Grundlage für nachhaltige Kundenbeziehungen – vor allem im Internet. Eine strategisch zentrale Frage lautet dabei: Mit welchen relevanten und kundenorientierten Inhalten können Unternehmen möglichst passgenau die Interessenten erreichen und ansprechen, die sie sich auch als (ideale) Kunden wünschen?
Buyer Personas liefern hier wertvollen Input. Dabei handelt es sich um Beschreibungsmodelle, fiktive Charaktere oder Nutzerprofile bzw. prototypische Stellvertreter, die charakteristische Merkmale realer Zielkunden oder einer spezifischen Kundengruppe abbilden und üblicherweise auf Daten bestehender Käufer sowie auf Marktforschungsergebnissen basieren und häufig noch mit bestimmten Kundeneigenschaften angereichert werden. Auf diese Weise werden typische Nutzer- und Käufertypen mit bestimmten Lebensumständen, Kernproblemen, Interessen und Bedürfnissen skizziert. Dieser methodische Ansatz wird auch in Design Thinking-Innovationsprozessen verwendet. Ursprünglich stammen Personas aus der Design- und Technologie-Community. Den Begriff prägte der Software-Entwickler Alan Cooper in den 90er-Jahren. Ihm halfen die fiktiven Charaktere dabei, Software so zu entwickeln, dass sie von den Nutzern auch angewendet werden konnte. Solche Buyer Personas helfen Unternehmen dabei, ihre Kunden besser zu verstehen. Richtig entwickelt sind sie vor allem für Anbieter mit einem differenzierteren und umfassenderen Produktportfolio interessant, bei denen Neukunden in der Regel einen längeren Kaufprozess mit ausgedehnter(er) Entscheidungsfindung durchlaufen. Wie können Unternehmen jedoch ihre Botschaften inhaltlich so akzentuieren und ‚justieren’,  dass sie zudem unliebsame Interessenten möglichst von vornherein nicht erreichen und ansprechen, um damit zu verhindern, dass sie überhaupt erst zu (Problem-)Kunden werden?
Unerwünschte Käufertypen mit verfeinerten Inhalten nicht adressieren
Zu diesen unerwünschten Interessenten gehören einerseits Personen, die aufgrund bestimmter demografischer Merkmale voraussichtlich nicht zu Kunden werden würden. So können sich zum Beispiel die wenigsten sehr jungen Menschen teure Luxusartikel leisten, die sich typischerweise an eine bestimmte Altersgruppe mit überdurchschnittlich hohem Einkommen oder gar mit Vermögen richten. Selbst wenn sich jemand zum Vergnügen über Produkte informiert, die sie/er sich vielleicht erst in einigen Jahren anschaffen kann und will, lassen sich solche Personen (Leads) meist nur sehr schwierig und aufwändig zu Kunden konvertieren. Auch wenn es grundsätzlich sinnvoll sein kann, eine langfristige Kommunikationsstrategie aufzubauen, verschlechtert sich dadurch die Leads-zu-Kunden-Konversionsrate und auch die Marketingkosten steigen entsprechend.
Eine andere – vor allem im Kontext von Markenartikeln uninteressante – Zielgruppe, sind Interessenten mit sehr niedriger oder völlig fehlender Markenbindung, die den Produkten oder Dienstleistungen des betreffenden Anbieters nicht vertrauen oder ablehnend gegenüberstehen. Nach Angaben der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) ist die Markenbindung der deutschen Verbraucher bei Elektronik und Haushaltsgeräten am ausgeprägtesten. In dieser Kategorie kaufen demnach drei Viertel der Deutschen am liebsten Markenprodukte, lautet das Ergebnis einer PwC-Befragung von 1.000 Konsumenten und 105 Entscheidern aus Herstellerunternehmen im Jahr 2017. Solche markentreuen Verbraucher lassen sich nur mit relativ hohem Aufwand für Konkurrenzprodukte begeistern. Sicher nicht zu den ‚Wunschkunden’ von Unternehmen gehören außerdem notorische Nörgler und Reklamierer, die schwer oder gar nicht zufriedenzustellen sind oder die unverständlich und aggressiv kommunizieren. Solche „Problemkandidaten“ kosten Unternehmen unter Umständen unnötig viel Zeit und Geld – bringen ihnen aber nur einen minimalen oder gar keinen Nutzen.
Es gibt also gute und plausible Gründe solche Käufertypen möglichst gar nicht erst zu erreichen und anzusprechen. Eine differenzierte Content-Strategie nutzt daher als Input nicht nur – wie üblich – so genannte positive Buyer Personas, sondern auch umgekehrt negative Stellvertreter bzw. Nutzerprofile. Mit Hilfe dieser auch als „Anti Personas“ bezeichneten Problemkunden erhalten Unternehmen ein präziseres und konkreteres Bild ihrer idealen Kunden. Dabei können vor allem Marketing, Vertrieb und Kundenservice helfen, wichtige Merkmale und Eigenschaften von typischen „Anti Personas“ auszuloten. Bei der Definition und Identifizierung solcher Kunden helfen zudem folgende Fragen:
Welche Kunden haben in der Vergangenheit Schwierigkeiten bereitet und warum?
Welche Gründe und Probleme hatten diese Kunden – und waren deren Anliegen oder Beschwerden berechtigt?
Mit welchen Kunden wurde nur ein einziges Mal zusammengearbeitet und aus welchem Grund?
Welche Käufertypen waren am wenigsten profitabel und warum?
Gab es Kunden, die sich negativ über das Unternehmen oder die angebotenen Dienstleistungen geäußert haben?
Sind unter diesen negativen Äußerungen bzw. Kundenbeschwerden evtl. besonders unangemessene bzw. unbegründete Fälle aufgefallen?
Der Ausschluss unqualifizierter und irrelevanter Leads erhöht die Rentabilität
Negative Buyer Personas helfen Unternehmen in Kombination mit ihren positiven Pendants dabei, ihre Content Marketing-Strategien zu optimieren und nutzerzentrierte Inhalte zielgruppenspezifisch(er) und passgenau(er) auf potenzielle Kunden und Käufergruppen auszurichten und maßzuschneidern. Die Zeit und Kosten für die Erstellung einer negativen Buyer Persona amortisieren sich dadurch, dass Unternehmen künftig weniger Zeit, Arbeit und Geld in unerwünschte Problemkunden investieren müssen. Vor allem Vertrieb und Kundendienst profitieren von dem Wegfall unqualifizierter und irrelevanter Leads und vermeiden so einen unrentablen Mehraufwand. Je größer das Produktsortiment eines Unternehmens und je vielfältiger seine Zielgruppen und Kommunikationsmaßnahmen sind, desto mehr zahlt sich auch der Aufwand für die Erstellung solcher Negativbeispiele aus.

How-to: Content Marketing mit Alexa

How-to: Content Marketing mit Alexa

Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Für Unternehmen stellen sie einen neuen Marketing- und Kommunikationskanal dar, der unter dem Begriff Voice Marketing zunehmend mehr Aufmerksamkeit erhält. Marketingexperte Sinan Arslan und Softwareentwickler Ziad El-Jayyousi von der Digitalagentur Neofonie zeigen auf, warum “Voice” zum zukünftigen Marketing Mix gehört und erläutern die Entwicklung in fünf Schritten am Beispiel eines eigenen Projektes.
Voice als Schnittstelle zum Kunden
Im Frühjahr gab Amazon bekannt, weltweit bereits mehr als 100 Millionen Amazon Echos verkauft zu haben. Die Verbreitung von Sprachassistenten erfreut sich auch in Deutschland wachsender Beliebtheit. Rund 15 Prozent aller Deutschen mit Internetzugang nutzen laut “Trendmonitor Deutschland“ Amazon Echo, Google Home oder einen HomePod. Dabei steht Amazon Echo mit der Künstlichen Intelligenz Alexa an erster Stelle, gefolgt von Google Home und dem darauf laufenden Google Assistant. Auch erste PKW-Hersteller liefern Alexa bereits ab Werk aus, so beispielsweise Audi im e-tron. Weitere Modelle sollen noch dieses Jahr folgen.
Vom Blogcast zum Alexa Skill
Was “Apps” auf dem Smartphone sind, nennt sich “Actions” in Google Assistant und “Skills” in Alexa. Die Möglichkeiten reichen dabei von einfachen Skills für Auskünfte bis hin zu komplexeren wie etwa Shopping Skills. Unternehmen können mithilfe von Skills ihren (potenziellen) Kunden mehr Service bieten – einfache Bestellmöglichkeiten, relevante Informationen oder ein direkter Draht zum Support sind nur einige Beispiele. Auch für das Content Marketing bieten Sprachassistenten hervorragende Distributionskanäle. Im konkreten Fall von Neofonie geht es um die Verbreitung von Blogcasts, die vertonte Fassung von Blogbeiträgen, die bislang “nur” über Spotify, iTunes und Soundcloud hörbar sind. Wie aber kommt der Audio Content auf Alexa?
Schritt 1: Den Grad der Individualisierung festlegen
Zu Beginn muss entschieden werden, ob der Skill individuell oder auf Basis einer “Vorlage” entwickelt werden soll. Alexa Skills Kit ist eine Sammlung aus Tools, Dokumentationen und Codebeispielen, um Entwicklern den Einstieg zu erleichtern. Mit den Skill Blueprints gibt es zudem umfangreiche Vorlagen, mit denen Alexa auch ohne Programmierkenntnisse neue Fähigkeiten beigebracht werden kann. Bei unserem Skill “Neofonie Blogcast” haben wir auf eine Mischung aus Vorlagen aus dem Amazon Web Service (AWS)-Portal sowie eine individuell entwickelte Lösung gesetzt. Auf diese Weise verkürzen wir die Zeit bis zum Go-live und können zukünftige Änderungen flexibel nach unseren eigenen Wünschen umsetzen.
Schritt 2: Den Skill entwickeln
Entscheiden sich Unternehmen, mit einem Blueprint zu arbeiten, ist dieser Prozess mitunter schon in wenigen Minuten abgeschlossen. Je nach Komplexität der Anwendung kann der Prozess mehrere Tage oder sogar Wochen in Anspruch nehmen – für unseren Blogcast Skill haben wir etwa drei bis vier Tage benötigt.

Um einen Skill zu kreieren, benötigen Entwickler zunächst einen kostenlosen Amazon Developer Account. In der sogenannten “Developer Console”, der Entwicklungsumgebung, hat Alexa einen eigenen Bereich. Entwickler haben zunächst die Wahl zwischen verschiedenen Modellen: Bei einem „One shot-Modell“ wird Alexa aktiviert und führt die definierte Funktion im gleichen Schritt aus – eine Interaktion findet somit nicht statt. Nützlich sind diese Skills bei der Abfrage einzelner Informationen, etwa dem Wetterbericht oder der Uhrzeit. Etwas komplexer sind Dialogmodelle, bei denen Nutzer und Skill miteinander interagieren. Hierbei müssen spezifische „Intents“ festgelegt werden, also alle Ereignisse, die in dem Gespräch stattfinden können – Aussagen und Fragen der Nutzer – und wie der Assistent auf diese reagieren soll. Manche Intents sind verpflichtend, etwa zum Aufrufen von Hilfe oder zum Beenden. Auch unser Blogcast Skill ist so ein Dialogmodell und beinhaltet dabei die Audio Player-Oberfläche für Alexa, um die mp3-Dateien abzuspielen. Wir haben daher Intents eingebaut, die es den Nutzern beispielsweise erlauben, zwischen der verschiedenen Blogcast-Folgen hin und her zu wechseln. Wurden die Dialogmodelle festgelegt, muss der Skill gehostet werden. Auch hierfür bietet Amazon mit AWS-Lambda eine hauseigene Lösung an.

Schritt 3: Skill auf Herz und Nieren prüfen
In dieser Phase wird der Skill ausführlich getestet. Unterschiedliche Testumgebungen und Nutzungsweisen können zu verschiedenen Ergebnissen führen. Aus diesem Grund sollte ein Skill von neutralen Nutzern geprüft werden, die bei der Entwicklung nicht involviert waren. Die “Developer Console” bietet hierfür eine Prüfbereich an, in dem bis zu zwanzig Nutzer aus der Entwickler-Community den Skill auf Herz und Nieren untersuchen und somit Fehlerquellen identifizieren können, die dem Entwicklungsteam bislang unbemerkt geblieben sind.

Schritt 4: Angaben vervollständigen
Hat der Skill seine Funktionstüchtigkeit unter Beweis gestellt, müssen nur noch einige formale Angaben ausgefüllt werden: Eine Kurzbeschreibung sowie eine ausführliche Erklärung, Angaben zum Entwickler und zum Absender. Sollte der Skill weitergehende Funktionen, wie etwa In-App-Käufe oder monetarisierte Werbung beinhalten, sind weitere Angaben, zum Beispiel zu einem Zielkonto, notwendig. Die Anwendung muss zudem einer bestimmten Kategorie zugeordnet werden, um die Auffindbarkeit zu erhöhen. Kurz vor der Absendung ist zudem der Zeitpunkt, zu dem Unternehmen den passenden Sprachbefehl zur Aktivierung ihres Skills festzulegen. Wir haben uns für „Alexa, starte Neofonie Blogcast“ entschieden. Der Befehl sollte eingängig und leicht zu merken sein – so haben Nutzer ihn schnell parat, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass die Funktion mehrmals benutzt und nicht nach einmaliger Nutzung vergessen wird.
Schritt 5: Zur Publikation freigeben
Nach dem Absenden über das AWS-Portal führt Amazon automatisch eine Kurzdiagnose durch. Diese dauert in der Regel nicht länger als eine Viertelstunde. Das Unternehmen prüft dabei, ob alle notwendigen Angaben ausgefüllt wurden und führt einen automatisierten Schnellcheck der Software durch. Anschließend wird der Skill manuell durch Amazon Mitarbeiter hinsichtlich der Nutzungsbedingungen, Dialogmöglichkeiten und softwareseitigen Funktionsfähigkeit geprüft. Damit ist die Entwicklungsarbeit grundsätzlich abgeschlossen, nach wenigen Tagen ist die Anwendung „live“ und kann von allen Inhabern eines Amazon Echos verwendet werden.

Fazit: Mach deine ersten Erfahrungen
Sprachassistenten werden beliebter und immer häufiger genutzt. Das Zitat von Microsoft-CEO Satya Nadella aus dem Jahre 2014 hat sich längst bewahrheitet: „Die menschliche Sprache ist das neue Interface“. Unternehmen sollten sich lieber heute als morgen Gedanken machen, wie und in welchem Umfang sie Voice Marketing nutzen und im Marketing-Mix integrieren wollen.
Voice als Schnittstelle zum Kunden ist sicherlich noch nicht in der Masse angekommen, jedoch auf dem besten Wege. Grund genug, erste Testprojekte mit digitalen Sprachassistenten zu starten und erste Erfahrungen zu sammeln – am besten bevor es der Wettbewerber tut.

Netflix: Gegen den Schlaf! Gegen Beziehungen?

Netflix: Gegen den Schlaf! Gegen Beziehungen?

Es ist gut zwei Jahre her, da gab der Netflix-CEO Reed Hastings voller Ambition bekannt, dass Netflix vor allem einen Konkurrenten im Leben der Menschen und Nutzer habe: den Schlaf. Sein Fazit damals: „We’re winning“. Nun gibt das Unternehmen gegenüber Investoren an, dass man ganz klar mit Momenten der Freizeitgestaltung konkurriert. Darunter das Ausgehen mit Freunden oder ein Getränk mit dem Partner. Das deutet auf einen starken Einfluss auf unsere Gesellschaft hin, der nicht nur positiv konnotiert ist. Aber ist das verwerflich?
Wie sehr verändert Netflix uns?
Knapp 150 Millionen zahlende Viewer hat Netflix derzeit. Sie kommen immer wieder auf den Streamingdienst zurück, um ihre Lieblingsserien – vielleicht Friends oder Brooklyn 99 –, Blockbuster, Dokumentationen oder Stand Up-Programme zu sehen. Zudem lockt das Angebot der Netflix Originals, die zu großen Hits wurden, darunter Bird Box, Stranger Things, House of Cards, Dark oder Black Mirror. Viele User ertappen sich dabei, nicht zuletzt dank des Phänomens Bing Watching, viele Stunden pro Tag bei Netflix zu verbringen. Dadurch leiden unweigerlich andere Aspekte ihres Lebens. 2017 verkündete Hastings, wie eingangs erwähnt, man konkurriere vor allem mit dem Schlaf. Dass man gewinne, zeigt sich immer dann, wenn Nutzer lieber noch eine Folge schauen, statt schlafen zu gehen. Social Media und Streamingdienste nehmen bei vielen Usern einen Gutteil der Tageszeit in Anspruch.

My life :
Twitter↗ ↘Sleep. Netflix↖ ↙Eat
— ᎷᎪ ‏𐂂. (@dyingfull) May 30, 2019

Doch nicht nur der Schlaf könnte Leidtragender sein, wenn sich Nutzer immer mehr mit Netflix (und meist noch anderen Diensten wie Amazon Prime Video, Sky und Co.) beschäftigen. Jetzt zeigt Netflix relativ unverblümt, dass man nicht nur das lineare Fernsehen, das inzwischen bei jüngeren Menschen kaum mehr Relevanz hat, als Konkurrenten ansieht oder das Gaming oder YouTube. Es geht auch darum, gesellschaftliche Teilhabe als Zeit zu betrachten, die Menschen ebenso für Netflix erübrigen könnten. Das ist das Ziel, wie TechCrunchs Josh Constine in einem Tweet aufzeigt, der eine Nachricht an Investoren des Dienstes darstellt.

Everyone: Social networks are too addictive.Meanwhile, Netflix: our goal is to destroy your relationships pic.twitter.com/XwO1dRCTx7
— Josh Constine (@JoshConstine) June 4, 2019

Die Freizeit in Netflix’ Händen: Vorwürfe berechtigt?
Wenn Netflix weiter Popularität und Nutzer gewinnt, wie es bisher der Fall gewesen ist, dürfte auch der Anteil der Freizeit, den Nutzer auf der Plattform verbringen, weiter wachsen. Vielleicht gelingt es dem Streamingdienst sogar mit dem Versprechen auf immer neue und spannende Inhalte, das meist auch eingelöst wird, Menschen so sehr zu vereinnahmen, dass diese weniger ausgehen, weniger Menschen treffen und deutlich abhängiger von digitalen Angeboten werden. Nun hat Netflix schon jetzt einiges an Konkurrenz und wird sicherlich zu kämpfen haben, wenn Apple TV+ und Disneys Streamingdienst starten. Diesen Wettbewerb zeigt auch der Brief an die Investoren aus dem vergangenen Quartal auf.
Recently, Apple and Disney each unveiled their direct-to-consumer subscription video services. Both companies are world class consumer brands and we’re excited to compete; the clear beneficiaries will be content creators and consumers who will reap the rewards of many companies vying to provide a great video experience for audiences.
Doch das löst das Problem für die Gesellschaft nicht. Denn immer mehr exklusive und vielversprechende Serien und Filme könnten den Alltag der User – insbesondere der Digital Natives – noch mehr beherrschen.

We are already playing a part in Black Mirror https://t.co/hJy5w1yK4u
— Sunit Singh (@surdattack) June 5, 2019

Aber ist es fair das Bestreben, die gesellschaftlichen Aktivitäten in Sehzeit umzuwandeln, zu verurteilen? Viele Menschen möchten einfach lieber einen Film für sich allein sehen als mit anderen abends einen trinken zu gehen. Und kann man das überhaupt vergleichen? Denn Menschen sind vielfältig, und so auch ihre Interessen. Sie können sich einen Film ansehen und trotzdem ausgehen, alles am selben Abend. Außerdem kann Netflix auch dazu dienen, zu verbinden, wenn Freunde oder Paare die gleichen Serien schauen, womöglich zusammen oder wenn im Büro darüber diskutiert wird. Insofern kann man Netflix als Unternehmen kaum vorwerfen, dass es unsere Zeit in Anspruch nehmen will. Obwohl es eine krasse Wirkung entfalten kann, schwarz auf weiß zu lesen, dass man mit dem netten Beieinandersein, überspitzt sogar mit Beziehungen konkurriert.
Netflix gehört zum medialen und gesellschaftlichen Diskurs
Netflix ist eine global relevante Marke und gehört damit zu unserem modernen Diskurs, medial und gesellschaftlich. Der Streamingdienst hat uns tolle kulturelle Inhalte geliefert und sollte schon allein deshalb nicht diskreditiert werden im Hinblick auf eine Entwicklung der Gesellschaft. Womöglich ist das Unternehmen in seinen Aussagen nur sehr ehrlich.
Letztlich können wir diesen besonderen Hinweis auf die Unternehmensziele aber zumindest zum Anlass nehmen, um uns auch zu fragen, welchen Stellenwert bestimmte digitale Median, ob Streamingdienst, App, Social Media usw. einnehmen können und sollen. Dass sie längst Teil unserer Gesellschaft sind, ist klar. Vielleicht sitzen wir bei einem Glas Wein mit Freunden oder mit dem Partner zusammen und sprechen darüber. Oder wir tun dies sogar, während wir auf Netflix sind:

Ha! I enjoyed a glass of wine with my partner while watching Netflix! Foiled ‘em!
— Command Line Fanatic (@JoshuaDaviesTx) June 5, 2019

Netflix ist im Wettbewerb mit unseren Freizeitaktivitäten. Aber wir haben die Kontrolle darüber, wer diesen spezifischen Wettbewerb gewinnt. Man muss nicht jede Serie gesehen haben. Man muss sich dessen aber auch nicht schämen. Die Wahl liegt bei uns und die Gesellschaft lebt von diversen Lebens- und Verhaltensmustern.

Kunstprojekt: Kann Instagram Themen wie dem Holocaust Platz bieten?

Kunstprojekt: Kann Instagram Themen wie dem Holocaust Platz bieten?

Zum israelischen Holocaust-Gedenktag Anfang Mai veröffentlichten Mati Kochavi und seine Tochter Maya ein Projekt, das derzeit die Gemüter auf Social Media spaltet: eva.stories zeigt das Leben eines dreizehnjährigen jüdischen Mädchens im Jahr 1944. Das Besondere daran? Für das Video-Projekt wählten die Initiatoren des Projekts Instagram Stories als Format. Über dreieinhalb Monate nimmt Eva die mittlerweile 1,7 Millionen Zuschauer mit ihrem Smartphone mit. Die Videos lassen die Frage aufkommen, ob eine als oberflächlich geltende Plattform wie Instagram die richtige Bühne sein kann für eine Geschichte wie diese.
Eine wahre Geschichte – aber knapp 60 Jahre her
Die Geschichte basiert auf Eva Heymanns Tagebucheinträgen, die sie in den letzten Monaten ihres Lebens führte – beginnend an ihrem 13. Geburtstag. Eva war eine ungarische Jüdin, die 1944 von den Nazis in Auschwitz ermordet wurde. Zum Jom haScho’a, einem israelischen Gedenktag für die Opfer des Holocaust der Anfang des Monats stattfand, wurden die Stories auf dem eigens für das Projekt erstellten Account gepostet. Eva nimmt die Zuschauer mit durch ihr Leben als Teenager und nutzt dabei alle Funktionen, die Instagram heute in Stories bietet – inklusive Sticker, Umfragen oder Hashtags. Was zunächst nur seltsam in Verbindung mit dem damaligen Umfeld anmutet, wird schnell zur Geschmacksfrage. Während einige das Projekt als gelungen bezeichnen, halten andere es für geschmacklos und unangebracht.

Neues Format, alte Geschichte
Mehrere hundert Statisten wirkten an der Entstehung des Projekts mit, das Vater und Tochter komplett selbst finanziert haben und bei dem sie auch die Regie führten. Doch warum dieses Format? Das Format unterstützt die Unmittelbarkeit und Authentizität der Geschichte. Die Darstellerin Mia Quiney hat alle Stories selbst aufgenommen – hochkant und mit dem Smartphone.
Im digitalen Zeitalter, in dem die Aufmerksamkeitsspanne kurz und das Bedürfnis nach Nervenkitzel hoch ist, ist es extrem wichtig, neue Modelle der Zeugenaussagen und Erinnerung zu finden – auch angesichts der sinkenden Zahl von Holocaust-Überlebenden,
erzählt Matti Kochavi. Sie wären sich von Anfang an darüber im Klaren gewesen, dass es auch Kritiker des Projekts geben würde, sagte Maya Kochavi. Und mit der Wahl von Instagram als Plattform wollten sie keinesfalls Geschichtsbücher schlecht machen. Bücher, Museen und Geschichtsunterricht seien wichtig und nützlich, doch oft erreichen sie besonders junge Menschen nicht genug. Stattdessen wollte Matti Kochavi die jungen Leute über „ihre Sozialen Medien“ erreichen. Dazu passt das vertikale Format auf Instagram, denn das kennt das junge Publikum.
Das sagen die Kritiker
Natürlich ist es zunächst befremdlich, eine derart ernste Geschichte neben Werbeposts von Influencern und den neusten veganen Rezepten zu sehen. Die Soziologin Yifat Gutmann sagt über eva.stories: „Dieses Projekt geht einen eigenen, nichtstaatlichen Weg und richtet sich direkt an die Jugendlichen mit ihren Worten und ihrer Bildsprache. Abzuwarten bleibt, ob wirkliches Interesse geweckt wird oder das Thema zusammen mit anderen Informationen einfach vorbei zieht.“ Auch der Medienwissenschaftler Tobias Ebbrecht-Hartmann weist auf die Gefahr des Mediums hin:
Die neuen Medien können die Geschichte des Holocaust auch banalisieren, sie zu einer von vielen machen.
Besonders auf Instagram, wo von Story zu Story geswiped und zum Zeitvertreib der Feed durchgescrollt wird, meist ohne Bildunterschriften zu lesen, ist die Befürchtung berechtigt, dass solch relevanter Content untergeht. Besonders weil Instagram als „Wohlfühl“-Plattform gilt, die, statt für Negativität, hauptsächlich Platz für positive Selbstdarstellung bietet. Doch die Abonnentenzahlen sprechen für sich und zeigen, dass ernster Content zumindest als Kunstprojekt auch auf Instagram Gehör finden kann. Auf die Kritik, dass das Medium nicht passend sei, kann nur so viel gesagt werden: Das Zielpublikum sind junge Leute – die Generation Z – die noch mehr als die Millennials mit ihrem Smartphone verwachsen ist, und diese empfinden das Format als ganz natürlich. Sie greifen auch so schon oft auf Instagram zurück, um Nachrichten zu erfahren.
Die Jugend ist heute auf Instagram, während die Jugend zu meiner Zeit Zeitungen las und Fernsehen schaute,
sagte Kochavi dem israelischen Fernsehen. Die Meinung der jungen Zuschauer scheint bis jetzt auch durchweg positiv auszufallen. Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hatte mit der Produktion zu tun, aber ist der Meinung, dass die Nutzung sozialer Medien für das Gedenken „legitim und effektiv“ sind.
Ein Screenshot der Instagram Stories. © eva.stories – Instagram Können die modernen Marketing-Kanäle auch anders?
Im Internet gibt es einen Platz für alles, es muss lediglich der Plattform gerecht werden. Ernste Themen werden als Challenges zum gutem Zweck verarbeitet (siehe Ice Bucket Challenge und Co.) und so kann auch die Geschichte des Holocaust, sofern dem Medium angepasst und ohne geschmacklos zu werden, in Social Media eine Plattform finden. Vielleicht können Projekte dieser Art mit dem richtigen Ansatz auch als Vorbild dienen und so zum Beispiel unangemessene Selfies vor Holocaust-Denkmälern unterbinden. Das Kunstprojekt des Berliner Satirikers Shahak Shapira prangerte vor zwei Jahren das allzu fröhliche Fotografieren meist junger Leute am Berliner Holocaust-Denkmal auf seiner Seite yolocaust.de an.
Ob es grundsätzlich richtig ist, Themen wie den Holocaust auf Instagram zu verarbeiten, darüber wollen wir hier gar kein Urteil fällen. Klar sollte jedoch sein, dass das Andenken an die Geschichte und die Opfer gewahrt werden muss, denn das Wissen stirbt langsam mit den letzten überlebenden Augenzeugen von damals. Eine im November 2018 von CNN durchgeführte Studie zum Antisemitismus in Europa zeigte auf, dass fünf Prozent der 18- bis 34-Jährigen in Deutschland noch nie vom Holocaust gehört hatten. Von den Schülern zwischen 14 und 16 Jahren wussten weniger als 50 Prozent, dass Ausschwitz ein Vernichtungslager war. Zahlen wie diese zeigen, wie groß der Handlungsbedarf ist. Welches Medium dafür genutzt wird, ist dabei nebensächlich. Den 1,7 Millionen Abonennten von eva.stories, ob nun positiver oder negativer Meinung zu dem Projekt, ist das Thema definitiv frischer im Kopf als anderen und das sollte alles sein, was zählt.

Schon wieder keine gute Headline? – Dieser A-Z Guide verspricht Abhilfe

Schon wieder keine gute Headline? – Dieser A-Z Guide verspricht Abhilfe

Content Marketer stehen tagtäglich vor dem selben Problem: Wie finde ich die perfekte Überschrift über meine Inhalte? Und zugegeben, die Frage ist berechtigt. Wer seriös sein möchte, muss von Clickbait à la BILD-Zeitung absehen. Doch schnöde Beschreibungen locken ebenfalls niemanden. Es gilt das richtige Maß zu finden. Deine Headline muss Aufmerksamkeit erregen, sollte aber gleichzeitig nicht übertrieben sein, lügen oder komplett in Caps Lock verfasst sein. Doch Hilfe naht: Autor Berry Feldman hat einen A-bis-Z Guide beim Content Marketing Institute zusammengestellt, der dir beim verfassen deiner Headlines helfen kann.
Die wichtigsten Punkte im Überblick
Im Detail kannst du das A bis Z zur perfekten Headline in der unten beigefügten Infografik nachlesen. Doch zunächst möchten wir auf die wichtigsten Punkte etwas genauer eingehen:
E wie Emotion
Emotionen bewegen Menschen. Dementsprechend ist auch eine emotionale Headline der perfekte Angelköder. Dabei muss es nicht nur tragisch zugehen: alle Emotionen der Audience können angesprochen werden. Witzige Headlines werden ebenfalls gern geklickt, besonders wenn sie auf Sarkasmus oder Ironie basieren. Aber auch Wut kann getriggert werden, wenn es um ein besonders schwerwiegendes Thema geht.
F wie Facts
Auch Fakten machen eine gute Überschrift aus, denn sie soll etwas über den Content erzählen. Die klassischen Clickbait Headlines wie „Kein Witz! Dieses Video wird dir die Sprache verschlagen!“ sagen nichts über den Inhalt aus. Der einzige Informationswert fürs Publikum ist, dass es sich um ein Video handelt, in dem – eventuell – etwas Außergewöhnliches passiert. Lass also den Clickbait bleiben und sag den Leuten, was sie erwartet.
H wie Help
Die Menschen scheinen süchtig nach Ratgebern zu sein, die ihnen durchs Leben helfen. Deshalb solltest du auch, wenn möglich, Hilfe in deinen Headlines suggerieren. Lass die Leser wissen, was es ihnen bringt deinen Content anzusehen. Lifehack ist in diesem Sinne ein gutes Stichwort, das gern geklickt wird, ebenso wie Optimierung oder Zeitersparnis (abhängig von deiner Branche natürlich).
K wie Keywords
Und wo wir schon beim Thema Stichworte sind: Die richtigen Keywords lassen deine Headlines attraktiver wirken. Außerdem erreicht dein Content bei der Google-Suche so eher deine Zielgruppe, die meist nach bestimmten Worten oder Wortgruppen sucht. Versuche also ein bestimmtes Thema in deiner Headline zu benennen, wie New Work, Self-Improvement, Social Media Marketing, Content Marketing … Die Keywords hängen natürlich davon ab, welche Art von Inhalten du postest.
L wie Lists
Abgesehen von Ratgebern scheinen die Leute ebenfalls Übersichtlichkeit zu lieben. Listicles sind darum beliebt und klickstark. Wenn du also eine Liste darüber postest, wie ein bestimmtes Ziel erreicht werden kann, oder einfach ein Ranking, benenne dies in deiner Headline. Beispiele dafür sind: „Die 10 größten/stärksten/einflussreichsten …“ oder „In 5 Schritten zum …“.
O wie Opinion
Wird eine Meinung in einer Überschrift vertreten, ist sie reizvoll für zwei Parteien: Zum einen die Anhänger dieser Ansicht, die sich bestätigt fühlen, und zum anderen die Gegner, die provoziert werden und sich ein Bild von den Argumenten der Gegenseite machen wollen. Deine Headline kann also auch ein eigenes Statement sein, beziehungsweise das eines Experten.
T wie Teaser
Nicht falsch verstehen: In deiner Headline etwas anzudeuten beziehungsweise anzuteasern ist völlig okay und weckt die Neugier deiner Zielgruppe. Es sollte sich nur in einem gewissen Rahmen halten und eben nicht dem nervigen Clickbait ähneln, der bereits weiter oben beschrieben wurde. Um ein aktuelles Beispiel aus unserer Redaktion zu nennen: „Wie der Girls‘ Day die Berufswelt verändert“. Die Überschrift drückt klar aus, worum es geht, ist aber durch die Verwendung des Wörtchens „wie“ auch ein Teaser.
Das Alphabet für die perfekte Headline
Nun endlich zu Feldmans Infografik. Schau sie dir an, verinnerliche die einzelnen Punkte und überlege, wie du anhand dessen deine Headlines optimieren kannst. Hilfreich kann außerdem sein noch einmal auf deinen Content zurückzublicken und zu analysieren, unter welchen Arten von Überschriften du besonders viele Klicks und ein hohes Engagement generieren konntest. Dass diese Grafik nicht in jedem Kontext und für alle Überschriften die perfekte Lösung oder den unbedingt richtigen Ansatz liefert, versteht sich. Kreativität, eine Kenntnis deiner Leserschaft und das Gespür für die richtigen Wörtern bleiben wichtige Faktoren für eine starke Headline. Und darüber hinaus darf der eigentliche Inhalte natürlich nicht vernachlässigt werden; das fängt schon beim Auszug an.

Sadvertising: So nutzt Werbung Emotionen, um viral zu gehen

Sadvertising: So nutzt Werbung Emotionen, um viral zu gehen

Die Frage, die sich im Advertising heutzutage stellt, ist folgende: Wie können potentielle Kunden angesprochen werden, so dass sie den markeneigenen Content möglichst häufig liken und sharen? Guckt man auf die Statistiken der meistgeteilten Inhalte, kann schnell ein durchgängiges Motiv entdeckt werden. Große Emotionen. Lachen, Weinen und Gänsehaut.
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Emotionen lassen sich gut teilen
Lange Zeit setzten Marketer komplett auf Humor. Es sollte geweint werden, aber vor Lachen. Die Zuschauer würden diese positiven Emotionen mit der Marke verknüpfen und so eine stärkere Verbindung zu ihr aufbauen. Auch Ironie und Sarkasmus waren eine Zeit lang beliebte Tools in der Werbebranche, die durch ihre Unangebrachtheit überraschten und witzig waren. Um 2011 herum (einige behaupten, es war Google Chrome mit der „Dear Sophie“ Werbung, die den Stein, bzw. die Träne ins Rollen brachten) kamen vermehrt Werbungen auf den Markt, die geradezu darauf ausgelegt schienen, bei den Zuschauern ein oder zwei Tränen kullern zu lassen.
Content, der starke Emotionen weckt, wird deutlich häufiger geteilt und geliked als der, der schlichte Fakten und Informationen darstellt. „Einer der Schlüsselfaktoren zum viralen Erfolg sind die emotionale Intensität und die Gefühle, die ein Video beim Betrachter hervorruft“, erzählt Martin Dräger, Geschäftsführer von Unruly Deutschland. Der Technologieanbieter sammelt seit 2006 Daten zum Videokonsum von Verbrauchern und analysiert die Verhaltensmuster beim Teilen von Videos. Themen, die immer ziehen, sind Familie, Kinder und Hunde. Das alles sind Themen, mit denen viele Menschen sich identifizieren können und die die meisten nicht kalt lassen.
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„Content“ statt „Ads“
YouTube ist gepflastert mit „ultimately share-worthy content“. Content also, nach dessen Ansicht man gar nicht anders kann, als ihn an Freunde und Familie weiterzuleiten. Die Sehnsucht nach Realität lässt uns Videos von echten Menschen teilen, die bedeutungsvolle Dinge tun und uns zum Weinen bringen. Emotionen unterstützen Authentizität und machen Content „more relatable“. Das Ziel ist es, Werbung zu machen, die aussieht wie die zahllosen schönen und herzerwärmenden Videos auf YouTube und Facebook, die man sich ohnehin anguckt, und nicht wie deren unerwünschte Unterbrechung. Das ist besonders relevant in Zeiten von Adblockern und Werbeunterbrechungen auf YouTube und Facebook. Wer es schafft, einen Zuschauer über die 15 Sekunden obligatorische Werbung hinaus zu tragen, wird das Bild der Marke im Kopf des Zuschauers nachhaltig verändern können.
Wir kaufen mit dem Herzen und nicht mit dem Kopf
Die meisten Kaufentscheidungen werden nicht rational, sondern aus dem Bauch heraus getroffen. In 2016 hat die Nielsen Company Untersuchungen durchgeführt, die belegen, dass Werbeanzeigen mit hoher emotionaler Resonanz im EEG-Scan bis zu 23 Prozent höhere Verkaufsraten nach sich zogen. Werbung sollte also darauf abzielen, die Kunden im Herzen zu treffen und nicht im Kopf. Zum einen sollte sie das Unterbewusstsein ansprechen und zum anderen sind Ads, die uns eine Geschichte erzählen, mehr als nur eine lästige Werbung. Storytelling ist ein Teil der menschlichen Natur. Das Weitererzählen von Geschichten (bzw. Teilen) bringt Gemeinschaften zusammen. Gutes Storytelling bewirkt, dass der Content näher am Leben und nicht so trocken ist. Geschichten werden besser erinnert als pure Information.
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Zugegeben, es gab schon immer traurige Werbung, doch in der heutigen Zeit gewinnt sie zunehmend an Bedeutung. Jetzt, da jeder den Computer bzw. Fernseher in der Hosentasche mit sich herumträgt, erreicht uns Werbung immer und überall. Durch das Überangebot an Werbung sind viele Zuschauer „übersättigt“ und genervt von bedeutungsloser und nichtssagender Werbung. Umso wichtiger wird es, Inhalte zu produzieren, die den Zuschauern sinnvoll erscheinen.
Trends kommen und gehen
Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Die Tränendrüsen dürfen nicht überstrapaziert werden. Genau wie mit den ironischen Commercials vor 2011 ist auch der Trend, Menschen zum Weinen zu bringen, irgendwann ausgelutscht. Es schien als wäre die tränengetränkte Zeit der Werbeanzeigen vorbei, als sogar der britische Einzelhändler John Lewis, dessen Werbevideos zu Weihnachten jahrelang den Gebrauch von Taschentüchern erforderten, 2017 lieber ein Elton John Biopic zeigte. Stattdessen war Googles Werbespot „Alexa Loses Her Voice“ auf der Nummer 1 der meistaufgerufenen Videos.
Doch Anfang 2018 brachte Vick mit der Werbung für Vick’s VapoRub das Sadvertising für kurze Zeit zurück. Das Video über einen Jungen, der von seiner Familie verlassen wird und von einer Bekannten der Familie wie ihr eigenes Kind aufgezogen wird, während sie versucht, ihm trotz HIV-Infektion ein normales Leben zu ermöglichen, ging viral. „Just a Boy #TouchOfCare“ erzielte auf YouTube 7.708.004 Aufrufe.
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Authentizität ist ein Schlüsselwort
Wichtig ist es, nicht mit allen Mitteln zu versuchen, das Publikum zu Tränen zu rühren. Nichts ist unauthentischer als nach einem Schema vorzugehen und alle Tränengaranten in einem Video zu vereinen, in der Hoffnung, dass es so Erfolg hat. Budweiser gab nach seinem viralen Werbehit „Puppy Love“ an, nicht die Intention gehabt zu haben, die Menschen zu Tränen zu rühren. Sie hätten einfach nur die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft erzählen wollen. „All we did with the Super Bowl is tell a story about an unlikely friendship. The intent wasn’t to make people cry, the intent was to say that this brand is about bringing people together“, sagte Mike Byrne von der Kreativagentur Anomalny über den Werbespot.
Auch P&Gs Werbespot „Best Job“, der zur Olympiade 2012 bekannt wurde, folgte dem Prinzip der Authentizität. „Shaving cream does not make you run fast“, erkannte Joe Staples von Wieden+Kennedy und musste zugeben, dass die Produkte von P&G den Olympioniken nicht zu ihrem Sieg verhelfen. Doch die Produkte unterstützen die Menschen, die den Sportlern helfen: ihre Mütter.
From there you get to tell honest, emotional stories about the relationship between a child and their parent, and if you do it well it will resonate with millions of people because it is true. It will be very emotional, but for the right reasons,
so Staples.
Was ist also das Erfolgsrezept?
Große Emotionen und das Element der Überraschung sind gute Ansatzpunkte, um Werbung zu kreieren, die viral gehen könnte. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass der Spot zu der Marke passt. Verbraucher verzeihen selten inkongruentes Verhalten und Ads, die nicht echt wirken, schaffen es kaum in die Herzen der Zuschauer. Das Ziel sollte also nicht sein, einem Trend zu folgen und die witzigste oder traurigste Werbung zu kreieren, sondern vielmehr eine ehrliche Geschichte zu erzählen, die zu Produkt und Marke passt und im Gedächtnis der Zuschauer verankert wird.

How-to: So nutzt du User Generated Content effektiv für deine Kampagne

How-to: So nutzt du User Generated Content effektiv für deine Kampagne

User Generated Content bezeichnet Bilder, Videos, Rezensionen etc., die von Usern kreiert wurden und nicht von der Marke selbst. Dieser Content wird von den entsprechenden Marken dann oft als Werbung auf ihren Social-Media-Kanälen genutzt. Insbesonders Instagram als visuell basierte Plattform steht ganz vorne, wenn es darum geht, UGC mit der Community zu teilen.
Darum ist User Generated Content relevant
Inhalte, die von Fans der Marke selbst erstellt werden, bieten den gebrandeten Inhalten gegenüber gleich mehrere Vorteile. Es hat sich herausgestellt, dass das Vertrauen in die Authentizität der Aussagen, die von anderen Usern vermittelt werden, 2,4 Mal höher ist als bei Content, der von der Marke selbst erstellt wird. Eine andere Privatperson steht eher auf einer Stufe mit dem Verbraucher und wird als ehrlicher eingestuft. Mund-zu-Mund-Propaganda gilt als ein bewährter Imagebooster und UGC ist nichts anderes; nur ist die Art der Propaganda in die Onlinewelt umgesiedelt. In einer Studie zur Generation Z, die bis 2020 die größte Verbrauchergruppe sein soll, hat sich herausgestellt, dass die jungen Verbraucher vermehrt auf Empfehlung ihrer Freunde, Familie oder der Personen, denen sie auf Social Media folgen, kaufen. Die Einbindung von UGC kann sich also positiv auf die Kaufentscheidung des Konsumenten auswirken.
Höhere Konversion und höheres Engagement durch UGC
Auch für die User, die sich mit ihrem Content einbringen, eröffnet es Vorteile. Sie fühlen sich als Teil einer Community. Ihr Beitrag und das Gemeinschaftsgefühl stärken die Bindung an die Marke. Das Engagement wird durch User Generated Content größer. Zum einen durch die Follower, die den Content schaffen und zum anderen durch die Follower, die ihn angucken. Auch die Zeit, die ein Nutzer auf einer Website verbringt, ist nachgewiesen höher, wenn sich UGC auf der Seite befindet.
Viele Verbraucher zögern mit ihrer Kaufentscheidung, weil sie befürchten, dass das Produkt oder die Leistung nicht so wie dargestellt ist. UGC kann dabei helfen, diese Angst zu überwinden und so die Konversion zu steigern.
Auf der Seite für den Werbetreibenden steht auch der praktische Vorteil, dass User kostenfrei Werbung kreieren. Werbung, die auch sonst erstellt werden muss und die von den Fans der Marke oft kreativer, authentischer und einzigartiger erdacht wird. Man denke nur an erfolgreiche UGC-Kampagnen wie #aeriereal von der Modemarke aerie, die es geschafft hat, ihre Verkäufe um 20% zu steigern. aerie verzichtete in der eigenen Werbekampgane auf Retourchierarbeiten in Photoshop und hatte dazu aufgerufen, eigene unbearbeitete Bilder im neuen aerie Badeanzug zu teilen. Für jedes geteilte Bild sollte ein Dollar an die National Eating Disorder Association gespendet werden.
Die Marke aerie startete eine erfolgreiche UGC-basierte Kampagne. © ChinaeAlexander
– aerie on Instagram Auch die Kampagne der Tourismusbehörde in Queensland, die vor einiger Zeit einen Kandidaten für „den besten Job der Welt“ auswählen wollte, zog massenhaft UGC nach sich. Mit einer Stellenanzeige wurde jemand gesucht, der ein halbes Jahr auf einer australischen Insel das Leben genießen und währenddessen darüber bloggen sollte. Mehr als 35.000 Bewerber drehten Videos oder schrieben Gedichte, um von sich zu überzeugen. „Die Resonanz war wirklich weltumspannend, wir hatten Bewerbungen von der Antarktis bis Simbabwe“, so eine Sprecherin. 197.188 Aufrufe hat z.B. allein das Bewerbungsvideo einer der Bewerberinnen auf YouTube. Fast ohne dafür Geld auszugeben, hat sich Queensland als Reiseziel so um einiges bekannter gemacht. Dabei fing die eigentliche Werbeaktion erst mit dem Blog des Gewinners an.
Über 35.000 Menschen bewarben sich auf „den besten Job der Welt“. © Best Job In The World
– YouTube „Social Proof“ macht UGC so wirksam
Bei geringem Wissen über ein Produkt vertrauen wir eher auf die Meinung von anderen, die vermeintlich mehr Ahnung haben. So funktionieren z.B. Kundenrezensionen im Internet. Das psychologische Phänomen des sogenannten „Social Proof“ nutzt das Konformitätsstreben der Menschen und beeinflusst sie in ihrer Entscheidung. Im frühen Entscheidungsprozess ist der Kunde noch leicht zu beeinflussen, daher sollte er so früh wie möglich abgefangen werden, solange er sich noch nicht festgelegt hat.
Die Nachteile sind gering
Als kleine Wermutstropfen sind die legalen Einschränkungen zu betrachten und dass die Kontrolle über das, was an UGC gepostet wird, gegen Null geht. Doch der größte Faktor, der davon abhält, beispielsweise eine Hashtag-Kampagne zu starten, ist die Sorge: Was ist, wenn niemand mitmacht?
So posten User unter dem gewünschten Hashtag
Wir haben nachfolgend einige hilfreiche Tipps zusammengestellt, um sicherzugehen, dass die Nutzer gern ihren Content zu der Kampagne beitragen.
Intrinsische und extrinsische Motivationen bedienen
Die Motive eines Users, Content für eine Marke zu erstellen, sind einerseits intrinsisch, wie Spaß und die Herausforderung und anderseits extrinsisch, wie die zu erhaltende Anerkennung und eventuelle Preise. Marken, die ihre Follower also anregen möchten, sollten bei dem Aufruf darauf achten, die Motivation zu erhöhen, indem sie diese Punkte bedienen. Um z.B. Fotos von Usern zu erhalten, sollte eine kleine Challenge eingebaut werden. Dabei sollte man nicht davor zurückschrecken, genau nach dem zu fragen, was an Content erwünscht ist. So fühlen sich die Follower eingebunden und werden Spaß an der Herausforderung haben. Obwohl viele dieser Challenges mit einem Preis locken, gaben 60 Prozent der Teilnehmer einer Studie an, lediglich für die Anerkennung und die Chance, über die große Seite der Marke veröffentlicht zu werden, mitzumachen. Auf jeden Fall sollte also Platz geschaffen werden, um den kreierten Content angemessen zur Schau zu stellen und zu würdigen.
Das Verlangen wecken und die Loyalität stärken
Der nächste Punkt ist wohl einer der wichtigsten: in dem Kunden ein Verlangen nach der Marke wecken. Die Begehrlichkeit nach einem Produkt zu entfachen, hat z.B. Apple zur Perfektion getrieben. Um zu verstehen, welche Produkte die Kunden sich wünschen, muss klar sein, was sie sich durch die Produkte erhoffen zu erlangen. Zu diesem Zweck ist es wichtig, die eigene Zielgruppe genau zu kennen und auf sie einzugehen.
Nichts von den erwähnten Dingen kann aber ohne die Loyalität der Follower funktionieren. Während das Verlangen nach einem Produkt neue Kunden anwerben soll, wird die Loyalität der Follower nur mit der Zeit erlangt. Um sie zu erhalten, sollte gezeigt werden, wie sehr die Beiträge der Community und ihre Unterstützung wertgeschätzt werden.
Nutzer bleiben durch UGC länger auf einer Seite
Die „Dwell Time“, also die Zeit, die ein Besucher auf der Seite verbringt, kann als direkter Indikator für die Qualität des Contents der Seite gesehen werden. Nur wenn die Nutzer interessante Inhalte auf der Seite finden, werden sie gewillt sein, mehr Zeit dort zu verbringen, was sich positiv auf das SEO Ranking auswirken kann. Die „Dwell Time“ kann sich erhöhen wenn UGC auf Seite zu finden ist. Also am besten die Möglichkeit zum Austausch bieten – dafür eignen sich Foren, auf denen sich die Fans austauschen und Tipps geben können – und einen Ort für von Usern produzierte Bilder und Videos bereitstellen.
Unter dem #goprolife Hashtag veröffentlichen GoPro-Fans ihre selbstgeschossenen Bilder und Videos. © #goprolife
– Instagram Die Best Practices für UGC:
1. Erlaubnis und Credits: Immer um Erlaubnis fragen, das Bild veröffentlichen zu dürfen. Das geht bei Instagram in den Kommentaren oder per Direct Message. Um ganz sicher zu gehen, ist es natürlich auch möglich, ein Erlaubnisformular ausfüllen zu lassen, wie Airbnb das macht. Bei Veröffentlichung immer Credits an den Urheber geben, nicht nur als Verlinkung auf dem Bild, sondern auch in der Bildbeschreibung.
2. Belohnung offerieren: Etwas als Belohnung anbieten. Oft reicht die Aussicht, dass das eigene Bild über die bekannte Seite der Marke geteilt werden könnte, doch ein Gewinnspiel als zusätzlicher Anreiz hat sich oft bewährt.
3. Erwartungen klarstellen: Es sollte eine genaue Beschreibung von dem gegeben werden, was gesucht wird. So haben die User mehr Spaß am Kreativ-Werden und die Ergebnisse passen auch zu den Vorstellungen der Marketer.
4. Ausschau halten: Möglicherweise hat es der Hashtag auch auf andere Kanäle geschafft. Also nicht nur auf der Plattform nach UGC suchen, auf der die Challenge gestartet wurde. Sonst werden gute Beiträge eventuell übersehen.
5. Aus UGC lernen: Aus den geteilten Inhalten lässt sich viel über die User lernen. Was wurde gepostet, obwohl es nicht erwartet wurde? Was wurde nicht gepostet, mit dem eigentlich fest gerechnet wurde? So kann UGC eine wertvolle Quelle an Inspiration für die nächste Werbekampagne sein.
Finaler Tipp:
Ganz einfach anfangen lässt es sich mit Q&A’s auf der Website. Um vorsichtig anzutesten, wie das Engagement der eigenen Follower ist, bieten sich Umfragen zu einem Thema an. Besonders unkompliziert lässt sich dies in Instagram-Stories umsetzen, die man ohnehin nutzen sollte, um die eigene Reichweite zu erhöhen. Nach und nach wird sich eine begeisterte Community bilden, die nur zu gern die Möglichkeit wahrnimmt, eigene Inhalte zu erstellen und zu teilen.

Antenne Bayern springt mit eigenem Label auf den Podcast-Zug auf

Antenne Bayern springt mit eigenem Label auf den Podcast-Zug auf

Podcasts sind in aller Munde und in aller Ohren und verfügen so über ein großes Marketingpotenzial. Auch Antenne Bayern hat bereits einige erfolgreiche Sendungen veröffentlicht. Jetzt gründete der Sender zusätzlich ein eigenes Podcast-Label. lautgut heißt es und soll Plattform werden zum Hören und über Gehörtes austauschen. „Wir wollen mit dem neuen Podcast-Label lautgut Premium Podcasts mit einem narrativen Ansatz anbieten, die uns neue, nationale Zielgruppen erschließen“, so Sven Rühlicke, Geschäftsleiter Digital bei Antenne Bayern.
© Antenne Bayern lautgut heißt die neue Podcast-Plattform
Den Auftakt des Labels gibt die zweite Staffel des True Crime Podcasts „Dunkle Heimat“. Die erste ist schon auf der Webseite abspielbar und hatte seit Veröffentlichung über 1,1 Millionen Downloads. Weitere Formate zu anderen Themen sollen im Wochenrhythmus folgen. „Wir werden verschiedene Genres testen, etwa Musik, Reise, Automobil und Roman-Geschichten“, kündigt der Geschäftsleiter an. Der Schwerpunkt der Podcasts liegt dabei immer auf Storytelling und nicht auf den gängigen Talk-Formaten der Podcast-Landschaft.
Der Audiomarkt differenziert sich. Immer mehr Audio-Teilmärkte entstehen. Audio-on-Demand ist perspektivisch ein wichtiger, nationaler Wachstumsmarkt für Antenne Bayern sowohl im Podcast-Bereich als auch hinsichtlich der neuen Voice-Technology-Umfelder,
so Sven Rühlicke.
„Der Trend geht zum Audio“
Obwohl Netflix und Co die Deutschen nach wie vor gut unterhalten (42 Prozent der 18-29 Jährigen und immerhin 17 Prozent der 30-49 Jährigen gaben an, überwiegend das Angebot von Diensten wie Netflix und Co zu nutzen), sehnen sich viele Nutzer auch nach bildschirmfreier Zeit. Besonders wenn im Beruf schon den ganzen Tag auf den Monitor gestarrt wird, wollen viele abends die Augen schonen. Da bieten sich Podcasts an:
Die Screen-Nutzung ist endlich und stößt aktuell an natürliche Verarbeitungsgrenzen. Podcasts bieten für die Nutzer eine wohltuende Alternative zur täglichen Bildschirm-Zeit. Mit zeitlosen, spannenden Serien wollen wir im Podcast-Bereich ein Zeichen für Qualität setzen und ein neues Angebot schaffen, das die Nutzer gerne hören. Der Trend geht hin zu Audio.
Werbung wird mit hoher Toleranz betrachtet
Eine repräsentative Umfrage unter 1.022 Deutschen zwischen 18 und 69 Jahren zum Thema Podcasts hat ergeben, dass jeder Dritte Podcasts hört, die Hälfte davon neben anderen Tätigkeiten zuhause und ein Viertel auf dem Arbeitsweg. Die meisten der Audiosendungen sind kostenlos verfügbar und finanzieren sich über Werbung am Anfang oder während des Podcasts. Erstaunlicherweise hat die Umfrage ergeben, dass 82% der Befragten die Werbung nicht kategorisch überspringen. Da die Werbung meist auf die Hörer angepasst ist, hören viele mit Interesse zu.
© splendid-research.com Podcasts verfügen über ein erhebliches Marketingpotenzial
Daraus ergibt sich ein beachtliches Marketingpotenzial, denn viele Hörer werden durch Podcasts inspiriert. 41 Prozent gaben an, dass ein Podcast in ihnen schon mal den Wunsch geweckt hat, ein neues Produkt zu kaufen, 37 Prozent wollten eine neue Fähigkeit erlernen. Erfolgreich sind dabei sowohl Content Marketing als auch klassische Werbung: Ein Drittel der Befragten gab an, sich nach einem Podcast über ein erwähntes Produkt oder Unternehmen informiert zu haben. Ebenfalls ein Drittel tat dies bereits nach einem Werbespot in einem Podcast.
Podcasts werden für uns als nationales Audio-Entertainment-Haus in der Zukunft eine tragende Säule sein. Im Augenblick gilt es wie bei allen erfolgreichen Digitalstrategien in neuen Märkten, Marken aufzubauen und sich Marktanteile zu sichern.
ergänzt Rühlicke.
Die lautgut Podcasts sind zusätzlich zur eigenen Podcast-Plattform auf allen bekannten Plattformen – Spotify, Deezer, Apple Podcasts etc. –  zu hören. Besonders Spotify hatte in den letzten Wochen angekündigt, seinen Stand auf dem deutschen Markt verbessern und mehr deutsche Podcasts herausbringen zu wollen. Mit der Bereitstellung von Podcasts allein lässt sich kaum Geld verdienen, doch die Bindung der Zuhörer an die Marke ist ein wichtiger Vorteil und kann zu mehr zahlenden Abonnenten führen.

Content Marketing: Gated oder Ungated, das ist hier die Frage

Content Marketing: Gated oder Ungated, das ist hier die Frage

Gated oder Ungated Content ist eine uralte Debatte im Content Marketing, bei der es zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen gilt. Mit reinem Lehrbuchwissen kommen Marketer bei dieser Entscheidung oft nicht weiter. Deshalb werden in diesem Beitrag nicht nur die Vor- und Nachteile von Gated und Ungated Content aufgezeigt. Es werden die Hauptmotivatoren beider Seiten herausgebrochen und mit den Ergebnissen unseres eigenen Experiments verglichen. Wir decken spannende Zusammenhänge zwischen Content Gating und dem Lead Nurturing-Prozess auf, über die ihr möglicherweise noch nicht nachgedacht habt. Zum Schluss werden euch weitere Optionen dargelegt, die euch bei der Ansprache und Pflege von Leads helfen.
Pros & Cons
Jedes Unternehmen, das eigene Inhalte produziert, muss sich zwangsläufig fragen, wie diese Inhalte den Usern zur Verfügung gestellt werden. Soll man interessierten Besuchern Ungated Content bieten, die Inhalte also frei zugänglich für jeden machen? Oder ist es effizienter die Inhalte nur im Austausch gegen Informationen anzubieten? Besucher müssen dann beispielsweise ein Frageformular ausfüllen, bevor sie die Inhalte herunterladen können.
Als Leiter eines Marketing-Teams kenne ich diese Debatte nur zu gut. Sie war ein wiederkehrendes Thema bei unseren wöchentlichen Meetings und wurde immer wieder für verschiedene Inhalte wie Fallstudien, Reports oder Leitfäden diskutiert. Natürlich gibt es auf beiden Seiten gültige Argumente. Ein paar davon haben sich in der langen Debatte behauptet. Hier sind sie auf einen Blick zusammengefasst:

Die wahren Beweggründe
Auch wenn man alle Argumente fein säuberlich einander gegenüberstellt, beantwortet das leider noch nicht die Frage, welche Content-Strategie für euer Unternehmen am sinnvollsten ist. Dazu ist es nötig, die individuellen Marketing-Ziele in die Beurteilung einfließen zu lassen. Im Prinzip haben wir zwei Beweggründe, die eine essenzielle Rolle für euer Content Gating spielen.
1. Verschlüsselte Inhalte zur Lead-Generierung
Lead-Generierung ist für jedes Unternehmen, das Beziehungen zu neuen oder bestehenden Kunden aufbauen möchte, von entscheidender Bedeutung. Durch die Frageformulare sammelt ihr Informationen der Besucher, die mit eurer Marke interagieren und offenbar Interesse an euren Inhalten haben. Durch die Identifizierung kann diese Gruppe in den Lead Nurturing-Prozess aufgenommen werden.
Ein paar einfache Fragefelder können den entscheidenden Unterschied machen, wenn es darum geht einen Besucher zu klassifizieren und in einen Kunden zu verwandeln. Wir wollen die Hürde so niedrig wie möglich halten und verlangen daher nur drei simple Informationen von unseren Besuchern: Name, Firma und E-Mail.
2. Frei zugängliche Inhalte zur Steigerung der Brand-Awareness
Kein Zweifel – durch frei zugängliche Inhalte kommen eure Besucher leichter an die Informationen, die sie interessieren, die Bekanntheit eurer Marke wird gesteigert und ihr erreicht ein größeres Publikum. Wenn also euer Hauptziel darin besteht, mehr Klicks auf eure Inhalte zu bekommen, ist das ein klares Argument für Ungated Content. Die Idee dahinter ist, dass eure Marke mit all den nützlichen Informationen erst einmal in Vorleistung geht und später dafür belohnt wird, indem sich die Leser in relevanten Momenten an eure Marke erinnern und Entscheidungen zu euren Gunsten treffen. Je größer das Publikum ist, desto besser stehen die Chancen, dass sich die erbrachte Vorleistung auszahlt.
Während Lead-Generierung also ein klares Argument für Gated Content darstellt und Brand-Awareness für Ungated Content stehen, gibt es noch ein paar andere Dinge, über die ihr nachdenken solltet, bevor ihre eine Entscheidung für eure Content-Strategie trefft.
Kosten/Nutzen-Relation
Die Entscheidung über eure Content-Strategie hängt auch von ganz pragmatischen Gesichtspunkten ab. Welche Ressourcen stehen eurem Unternehmen zur Verfügung? Das wiederum ergibt sich aus der Größe und der finanziellen Situation des Unternehmens. Für gewöhnlich nehmen kleine Firmen ein größeres Risiko auf sich, wenn sie ihre Inhalte frei zur Verfügung stellen und auf die Kontaktinformationen potentieller Kunden verzichten. Bei wenigen Ressourcen und kleinem Budget sollten die Inhalte nicht allein zur Steigerung der Brand Awareness investiert werden. Denn es ist zweifelhaft, ob sich diese Investitionen auf kurze Sicht bezahlt machen.
Mehr Ungated Content als man denkt
Auch wenn ihr eure Fallstudien, Reports oder Webinare mit Frageformularen verschlüsseln wollt, produziert ihr vermutlich eine ganze Reihe an wertvollen Inhalten, die frei zugänglich sind. Das können Blogbeiträge zum Thema Thought Leadership, Videos, Infografiken, Anleitungen und vieles mehr sein. Macht euch das bewusst und setzt diese Inhalte noch besser in Szene. Springt auf neue oder aktuelle Themen auf, vertretet eine spezielle Sichtweise in einer Diskussion, bietet eurer Zielgruppe Unterhaltung oder exklusive Inhalte, die sie woanders nicht finden. Denn guter Ungated Content kann ebenfalls vielversprechende Besucherinteraktionen wie Demo-Anfragen, Newsletter-Abonnements usw. liefern.
Besucher erwarten kostenlose Inhalte
Ein Gegenargument zu Gated Content ist die Erwartungshaltung der User. Heutzutage sind die Leute gewohnt, Inhalte frei nutzen zu können. Ob nun Online-Navigationsdienste oder Unterhaltung auf Streaming-Plattformen, im Informationszeitalter gibt es überall kostenlose und frei zugängliche Inhalte. Also erwarten eure Besucher das auch von eurer Marke. Wenn die Bedürfnisse nicht schnell genug erfüllt werden, sucht der User woanders und ist schneller weg, als ihr Ungated sagen könnt.
Ein eigenes Experiment aufsetzen
Bis zu unserem Experiment hatten wir unsere Fallstudien, Reports und Leitfäden ausschließlich als Gated Content mit einem Frageformular angeboten. Wir wollten diese Besucherdaten unbedingt haben um sie in unsere Lead Nurturing-Prozesse einzufügen.
Die Hürde bei dem Gated Content wollten wir so niedrig wie möglich halten und verlangen daher nur drei einfache Informationen in unseren Frageformularen: Vollständiger Name, E-Mail-Adresse und Firmenname.
Um herauszufinden, welche Content-Strategie für unsere Marke die richtige ist, haben wir ein kontrolliertes Experiment über einen längeren Zeitraum durchgeführt. Da wir davon ausgegangen sind, dass verschiedene Inhalte verschiedene Zwecke für unsere Besucher erfüllen, haben wir zwei separate Experimente entwickelt: eines fokussierte sich auf unsere Leitfäden und Reports und ein anderes auf unsere Fallstudien.
In jedem Experiment wurden 50 Prozent unserer Besucher auf Landing Pages mit Gated Content geleitet, während die anderen 50 Prozent eine Version mit freiem Download zu sehen bekamen. Bei der Version mit frei zugänglichem Content ersetzten wir das Frageformular durch einen Call-to-Action-Button mit der Nachricht “No email required”. Den Besuchern sollte sofort klar sein, dass dieser Download Button ohne Angabe von Informationen funktioniert.
Hier seht ihr eine Gegenüberstellung der beiden Landing Pages:
Version A: Gated Content

Version B: Ungated Content

Unsere Haupthypothese
Besucher, die zuerst ein Frageformular ausfüllen müssen, brechen eher den Download-Prozess ab als Besucher, die freien Zugriff auf die Informationen haben. Insgesamt laden mehr Besucher Ungated Content herunter als Gated Content.
Doch nur für diese Erkenntnis haben wir den Test nicht durchgeführt. Die viel interessantere Frage für uns war, ob das Fehlen des Frageformulars andere Nebeneffekte oder Auswirkungen auf Metriken wie Demo-Anfragen haben würde.
Die Ziele unseres Experiments
Unterschiedliche Entwicklung der Click-Through-Rates (CTR) nachweisen.
Nachfolgendes Wachstum der Demo-Anfragen den Versuchsgruppen zuordnen.
Unser Ergebnis
Nach 144 Tagen erreichten unsere Messungen eine statistische Signifikanz und wir konnten mit der Analyse beginnen. Dadurch konnten wir einige interessante Zusammenhänge aufdecken.
Zunächst sahen wir, dass die Downloads von Fallstudien bei der Gruppe Ungated Content um 62 Prozent höher waren als bei der Gruppe Gated Content. Die Downloads der Leitfäden und Reports waren bei der Gruppe Ungated Content um 15 Prozent höher als bei der Gruppe Gated Content. Besucher, die auf eine Landing Page mit Ungated Content geleitet wurden, neigten also eher dazu, unsere PDF-Dateien herunterzuladen. Damit war unsere Haupthypothese bestätigt.
Bemerkenswert sind allerdings die Zusammenhänge zwischen Downloadverhalten und Demo-Anfragen. Denn Besucher, die ein Frageformular für den Download einer Fallstudie ausgefüllt hatten, neigten mit einer Wahrscheinlichkeit von über 99 Prozent eher dazu, auch eine Demo-Anfrage zu stellen. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass Besucher, die bereit sind das Frageformular auszufüllen, wirklich mit unserer Marke in Kontakt treten wollen – und somit ist das Ausfüllen des Frageformulars auch ein wichtiger Indikator in unserem Lead Nurturing-Prozess. Bei den Downloads der Leitfäden und Reports haben wir für die Gruppe Gated Content vier Prozent mehr Demo-Anfragen festgestellt. Diese Zahl war jedoch nicht signifikant.
Unsere Entscheidung im Content Gating
In Bezug auf Fallstudien: Wir möchten, dass mehr Menschen unsere Fallstudien lesen und der Anstieg um 62 Prozent bei der Gruppe Ungated Content ist immens. Deshalb haben wir uns entschlossen, unsere Fallstudien für alle Besucher frei zugänglich zu machen. Außerdem haben wir am Ende jeder Seite der Fallstudien ein Formular für eine Demo-Anfrage angefügt. Sodass die Leser unserer Fallstudien ermutigt werden, mit uns Kontakt aufzunehmen. Durch diese Änderungen erhoffen wir uns, dass mehr Menschen unsere Fallstudien lesen und zusätzlich mehr Demo-Anfragen gestellt werden.
In Bezug auf Leitfäden und Reports: Da die Auswirkungen des A/B-Tests in diesem Experiment nicht eindeutig waren, haben wir beschlossen, alle Leitfäden und Reports hinter einem Frageformular verschlossen zu halten. Es ist noch unklar, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Herunterladen von Leitfäden und Reports und den Demo-Anfragen gibt. Solange das der Fall ist, wollen wir wissen, wer unsere Leitfäden herunterlädt und haben weiterhin die Möglichkeit in direkten Dialog mit diesen Besuchern zu treten.
Ihr könnt Besucher auch anonym tracken
Der Hauptgrund, warum Unternehmen nicht auf Frageformulare verzichten wollen, sind die wertvollen Kontaktinformationen, die sie zur Lead-Generierung benötigen. Doch es gibt Möglichkeiten, unbekannte Besucher zu identifizieren, ohne dass diese ein Frageformular ausfüllen müssen. Anonymes Besucher-Tracking erlaubt es Marketern umfassende Besucherprofile zu erstellen.
Nur zwei bis drei Prozent unserer Website-Besucher geben ihre E-Mail an, doch das heißt nicht, dass wir nichts über die anderen knapp 98 Prozent wissen können. Durch verschiedene Techniken wie Cookie Matching, Erfassen von Surfgewohnheiten, umgekehrter IP-Identifikation, Data Onboarding oder Contextual Targeting können Marketer die anonymen Besucherprofile mit wichtigen Informationen bestücken und somit auch diesen Besuchern ein personalisiertes Online-Erlebnis bieten.
Jetzt zu euch
Daten geben uns nicht immer einen klaren Weg vor. Die Entscheidung wie wir dieses neue Wissen einsetzen, liegt immer bei uns. Durch unsere Experimente kann ich nun begründbare Entscheidungen über unser Content Gating zu treffen. Ich weiß, welche unserer Inhalte stark von Frageformularen beeinflusst werden und welche Zusammenhänge es mit unseren Demo-Anfragen gibt. So kann ich einen Mix aus Gated und Ungated Content erstellen, der perfekt auf das Verhalten unserer Besucher abgestimmt ist.
Jetzt seid ihr an der Reihe, eigene Experimente durchzuführen. Das Verhalten der Besucher variiert von Marke zu Marke. Daher können die Ergebnisse anderer Experimente nicht auf das eigene Unternehmen bezogen werden. Seid skeptisch gegenüber alten Handlungsweisen und erhebt eure eigenen Daten, um eigenen Schlüsse zu ziehen! Zusammenhänge zwischen den Downloads eurer Inhalte und anderen Stufen im Lead Nurturing-Prozess dürfen nicht vermutet werden, ihr müsst sie belegen. Besonders spannend ist es, eure Inhalte zu kategorisieren und getrennt zu betrachten. Hier könnten Überraschungen auf euch warten.