Studie zum Halo-Effekt: Wie das Umfeld die Werbewirkung bestimmt

Studie zum Halo-Effekt: Wie das Umfeld die Werbewirkung bestimmt

Von jeher möchten Werbetreibende, dass ihre Anzeigen erstens gesehen, zweitens positiv wahrgenommen und drittens erinnert werden. Eine neue Studie zeigt jetzt, welch relevante Rolle das Umfeld einer digitalen Anzeige dabei spielt. Dass der Kontext eine Anzeige und somit die Marke dahinter in ein positives oder negatives Licht rücken kann, sollte niemanden verwundern, doch die „The Halo Effect“-Studie von Integral Ad Science (IAS) belegt diese Annahme jetzt mit Zahlen.
Das Werbeumfeld verändert die Wahrnehmung einer Anzeige
Die Gehirnaktivität der Teilnehmer. © Integral Ad Science Mit Hilfe biometrischer Methoden wurden die für negative und positive Affinität verantwortlichen Gehirnareale untersucht. In einem simulierten 30-minütigen mobilen Nutzungserlebnis wurde die Gehirnaktivität von 50 Personen in Echtzeit untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Die Wirksamkeit von mobilen Anzeigen ist direkt an ihr Umfeld gekoppelt. Digitale Anzeigen in qualitativ hochwertigen Werbeumfeldern wurden von den Teilnehmern um 70 Prozent positiver wahrgenommen als im Kontext qualitativ minderwertiger Inhalte (diese wurden durch IAS selbst definiert). In einem als qualitativ weniger hochwertig eingeschätzten Umfeld waren die Teilnehmer der Studie dreimal weniger bereit, sich mit den dahinterstehenden Marken zu identifizieren.
© Integral Ad Science Die Qualität des Werbeumfelds einer Anzeige hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie Menschen die Anzeige wahrnehmen. Menschen reagieren auf den gesamten Kontext einer Werbung und nicht nur auf eine einzelne Komponente. Das erzeugt einen sehr starken und positiven Halo-Effekt für Anzeigen, die in hochwertigen Umfeldern gesehen werden,
so Tony Marlow, Chief Marketing Officer bei IAS. Anzeigen in einem qualitativ hochwertigen Umfeld rufen laut der Studie zudem 20 Prozent mehr Engagement hervor und werden bis zu 30 Prozent häufiger erinnert als Anzeigen, die in einem Umfeld von niedriger Qualität ausgespielt werden. Eine positive Wahrnehmung der Website lässt also auch den Werbeinhalt positiver erscheinen.
© Integral Ad Science Brand Suitability über Brand Safety
Die Erkenntnisse der „Halo-Effekt“-Studie zeigen die Relevanz des Themas Brand Suitability. Wenn Anzeigen in einem passenden Umfeld erscheinen, profitieren nicht nur die Werbetreibenden, sondern auch die Publisher und nicht zuletzt die Konsumenten, denn das gesamte Kundenerlebnis wird dadurch verbessert. Um sicherzustellen, dass Werbung ihr volles, erwünschtes Potential entfaltet, sollten Werbetreibende ihre Anforderungen klar darlegen, appelliert IAS. Außerdem sollten Publisher aktiv mit den Marken zusammenarbeiten, um die Erfüllung dieser Ansprüche zu gewährleisten. Brand Suitability geht dabei weiter als Brand Safety und achtet nicht nur auf ein gutes, sondern vielmehr auf ein passendes Umfeld.
Alle Ergebnisse sind in der Studie von Integral Ad Services nachzulesen.

Schnäppchenjagd für Mitglieder: Amazon Prime Day will neue Rekorde schreiben

Schnäppchenjagd für Mitglieder: Amazon Prime Day will neue Rekorde schreiben

Wie ein Report von Adjust und Liftoff kürzlich zeigte, verliert das Saisongeschäft im E-Commerce zunehmend an Bedeutung. Stattdessen rücken Online Shopping-Events in den Fokus der Verbraucher. Viele sind gewillt, auf die oft jährlich stattfindenden Event-Tage zu warten und an ihnen besonders viel Geld auszugeben. Der bekannteste Shopping-Tag der Händler ist in der Hinsicht wohl der Amazon Prime Day, der im Juli stattfindet.
Schnäppchenjagd an zwei ganzen Tagen
Ursprünglich ins Leben gerufen, um den kostenpflichtigen Prime-Mitglieds-Service zu bewerben, reiht sich der Amazon Prime Day mittlerweile hinter dem Black Friday oder Cyber Monday ein, die sich allerdings über mehrere Tage erstrecken. Dieses Jahr scheint Amazon alle Rekorde knacken zu wollen und macht aus dem ursprünglichen einen Tag, der letztes Jahr schon auf 36 Stunden erweitert wurde, ganze zwei Tage. Am 15. und 16. Juli können Prime-Mitglieder aus 18 Ländern dieses Jahr auf Schnäppchenjagd gehen.
Schon jetzt wirbt Amazon auf der Website mit den besten Deals. © Screenshot Amazon Eine von Periscope By McKinsey durchgeführte Studie ergab, dass sich mehr als 70 Prozent der deutschen Verbraucher für den Prime Day begeistern können und vorhaben, an den beiden Tagen etwas zu kaufen. Und das nicht zu knapp: Verbraucher in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland gaben an, dieses Jahr mehr Geld als im letzten ausgeben zu wollen. Dabei sei besonders die Vorabrecherche entscheidend. Nur 23 Prozent der Befragten wollte am Prime Day spontan entscheiden, in welchen Produktkategorien sie einkaufen. Die große Mehrheit gab an, bereits einen Monat vorher zu recherchieren, welche Deals für sie spannend sein werden. Trotz Planung haben ganze 15 Prozent kein festgelegtes Budget für das sie shoppen möchten. Bezüglich der Kategorien bestehen große Übereinstimmungen. Die Mehrheit der Verbraucher möchte Unterhaltungselektronik shoppen. Auch in Deutschland möchten dies 60 Prozent, danach folgen 51 Prozent mit Kleidung und Accessoires und 46 Prozent mit Büchern, Musik und Filmen.
Marketingstrategien und andere Side-Events
Grundsätzlich sind die über eine Million Angebote nur für Prime-Mitglieder verfügbar, doch einige Vorabdeals können auch Nicht-Mitglieder ergattern. Im Netz kursieren diverse Listen, welche die vermeintlich besten Deals anpreisen und viele Einzelhändler reagieren auf den Prime Day mit eigenen Angeboten. Der Marketing-Rummel ist groß und viele nutzen die Gunst der Stunde, um ihre Produkte besonders zu bewerben oder neu auf den Markt zu bringen. So auch diverse Prominente. Einige spezielle Celebrity Deals hat Business Insider aufgelistet.
Mit Musik für mehr Umsatz: Auf dem Prime Day-Konzert treten Stars wie Taylor Swift auf. © Screenshot Amazon Mit dem Prime Day Concert sollte schon vorab noch mehr Aufmerksamkeit auf das Event gezogen werden. Mit Taylor Swift als Headlinerin und anderen Stars wie Dua Lipa, SZA und Becky G im Programm, bietet Amazon Prime-Mitgliedern schon im Vorfeld eine große Show. Am 10. Juli wurde das Konzert live gestreamt und steht Mitgliedern danach für begrenzte Zeit auf Prime Video zur Verfügung. In München lud Amazon Music zum #PrimeDay Live Konzert mit den Fantastischen Vier und Clueso.
Die Einzelhändler nutzen die Chance – und ziehen mit
Die Begeisterung für Online-Verkaufsevents nimmt zu und befeuert die Nachfrage nach weiteren ähnlichen Gelegenheiten. Mit der großen Begeisterung der Verbraucher für Online-Shopping-Events ergeben sich auch für andere Einzelhändler große Chancen. Einzelhändler sollten darüber nachdenken, eigene Events einzuführen,
sagt Brian Elliott, Partner und Head of Innovation von Periscope, über die Ergebnisse der Studie. Das nehmen sich viele Einzelhändler zu Herzen und gehen in Konkurrenz mit Amazon. Ebay kündigte für den 15. Juli einen Crash Sale an und scherzte dabei über Amazons Serverabsturz im letzten Jahr. Sollte es dieses Jahr wieder zu Problemen kommen, verspricht Ebay zusätzliche Schnäppchen auf der eigenen Seite. Auch deutsche Anbieter wie Shoop.de ziehen mit und veranstalten eigene Event-Tage. Der „Shoop-Day“ verzeichnete in seiner ersten Ausgabe 2017 bereits 775.000 Euro Umsatz, was im Folgejahr um 92 Prozent auf knapp 1,5 Millionen Euro stieg. Für den dritten Shoop Day, der dieses Jahr stattfindet, erwartet das Unternehmen noch mehr Aufmerksamkeit, was weitere Umsatzsteigerungen für die teilnehmenden Händler bedeuten sollte. Die Begeisterung der Verbraucher für derartige Events zeigt sich in den getätigten Transaktionen: Nach eigenen Angaben verzeichnet Shoop.de an einem normalen Geschäftstag etwa 8.000 Transaktionen. Am Shoop Day 2018 lag diese Zahl bei 20.000.
Mit dem Shoop Day setzen wir ein Gegengewicht zum Prime-Day. Händler erreichen durch die starke Aufmerksamkeit an diesem Aktionstag eine erhebliche Umsatzsteigerung und das mit einem wesentlich geringerem Investment als bei Amazon,
erklärte der Geschäftsführer von Shoop.de, Veit Mürz, die Motivation für das eigene Event. Dass der Amazon Prime Day wieder ein Erfolg wird, steht wohl außer Frage. Händler und Unternehmen können die Chance für sich nutzen und mit eigenen Rabatten und Angeboten auf den Zug aufspringen und die kaufwilligen Verbraucher einsammeln.

Audio Streaming in Deutschland: Zwei Drittel der Nutzer streamen täglich

Audio Streaming in Deutschland: Zwei Drittel der Nutzer streamen täglich

Der Bitkom hat eine repräsentative Umfrage in Deutschland gemacht, um den Status quo des Audio Streamings unter die Lupe zu nehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Nutzer sogar mehrmals täglich im Stream hören, ob Musik, Podcast oder Radio. Downloads von Musik und Co. sind dagegen nur noch wenig populär.
Fast drei Viertel hören regelmäßig via Streaming
Die Studie zum Wachstum des Audio Streamings hatte die Befragung von 1.007 Personen ab 16 Jahren in Deutschland zur Grundlage. Unter den Personen waren jedoch erstaunlicherweise nur 822 Internetnutzer. Folgende Fragen wurden den Teilnehmern gestellt:
Welche der folgenden Möglichkeiten nutzen Sie zumindest hin und wieder, um Musik zu hören bzw. zu streamen?
Welche Inhalte hören Sie sich über Musik-Streaming-Dienste zumindest gelegentlich an?
Wie häufig nutzen Sie Musik-Streaming-Dienste im Internet?
Als übergeordnetes Ergebnis ist zu bemerken, dass 72 Prozent der Befragten mindestens hin und wieder per Audio Stream etwas hören. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine nur geringe Steigerung von drei Prozent. 55 Prozent nutzen Spotify, Deezer, Apple Music und Co. zum Musikhören, aber auch 53 Prozent gaben an, über YouTube oder Vimeo Musikvideos zu rezipieren. So hat der Account von YouTube Musik über 100 Millionen Abonnenten, während Millionen Menschen einfach so ihre Musikvideos dort schauen.
Der Account YouTube Musik hat 106 Millionen Abonnenten, © YouTube Spotify hat derzeit über 200 Millionen monatlich aktive Nutzer, Deezer lag zu Jahresbeginn bei 14 Millionen.
© Statista Immerhin jeder Dritte hört auch Radio über den Audio Stream. Bitkom-Experte Dr. Sebastian Klöß erklärt:
Audio-Streaming hat sich in der Breite der Gesellschaft durchgesetzt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Dank Streaming haben Nutzer Millionen von Audiotiteln immer sofort verfügbar. Außerdem erhalten sie Vorschläge zu Interpreten und Titeln, die zu ihren Hörvorlieben passen.
Der Download von Musikdateien auf das eigene Gerät geht hingegen zurück, ist aber noch für 38 Prozent der Befragten ein Thema.
Diskrepanzen bei den gehörten Inhalten
Unterschiede zeigen sich bei dieser Befragung bei den Hörern in Bezug auf das, was eigentlich gehört wird. Beinahe jeder der Audio Streaming-Hörer hört so Musik (98 Prozent). Doch nur 21 Prozent gaben an, hierüber Podcasts zu hören, bei Hörspielen oder Hörbüchern waren es nur noch 14 Prozent. Die Frequenz des Streamings nimmt jedoch zu. Klöß sagt:
Das Angebot der Musik-Streaming-Dienste ist so groß wie nie und wächst beständig. Immer mehr Plattformen produzieren eigene Exklusiv-Inhalte, um Nutzer zu binden.
Daher kehren auch 65 Prozent der Hörer täglich zu den Streaming-Inhalten zurück, 26 Prozent davon mehrmals pro Tag, und weitere 15 Prozent immerhin häufiger pro Woche. Das Streaming-Potential ist in Deutschland, betrachtet man diese Studie isoliert, also noch längst nicht ausgeschöpft. Dienste können mit Abos noch mehr Nutzer für sich gewinnen, wozu die Originals nur beitragen dürften. Bei kostenfreien Angeboten bietet es sich für Werbetreibende an, relevante Zielgruppen mit passenden Ads zu versorgen. Auch das Gebiet des Programmatic Audio dürfte in den kommenden Jahren an Relevanz gewinnen. Gerade die Zahl der Podcast-Hörer sollte sich bis zu einer neuen Auswertung 2020 deutlich erhöhen – und ganz neue Werbemöglichkeiten freigeben, die zum Teil schon ausgelotet werden. Mit „Strg-Alt-Entf“ bietet der Bitkom übrigens einen eigenen Tech-Podcast an.

Audio-Streaming ist beliebter denn je: 72% der Internetnutzer hören zumindest hin und wieder Musik per Streaming. Podcasts hört jeder Fünfte Streaming-Nutzer. Wer noch auf der Suche nach einem Podcast ist: Hier geht es zur neuen Folge von Strg-Alt-Entf: https://t.co/nfQZKbtDUX
— Bitkom (@Bitkom) July 4, 2019

Dass man bei Podcasts über Cookie-losen Traffic ein Targeting aufziehen muss, sollte den Marketern klar sein. Doch auch hierfür gibt es bereits gute Lösungsansätze.

Sinkendes Engagement auf Instagram: Das können Marketer tun

Sinkendes Engagement auf Instagram: Das können Marketer tun

Auf Plattformen wie Instagram, die viel zu Marketingzwecken genutzt werden, sind die Accounts davon abhängig, dass mit ihren Posts auch interagiert wird. Das Engagement der Nutzer, also wie viel Prozent der erreichbaren Nutzer auch mit Content interagieren, kann dementsprechend als Erfolgsindikator dienen. Trust Insights hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Engagement auf Instagram im bisherigen Jahr zu untersuchen und hat vor allem Eines festgestellt: Die durchschnittliche Engagement Rate ist besonders seit Mai gesunken.
Seit Mai sank die Engagement Rate
Für die Datenerhebung wurden im Zeitraum von 1. Januar bis zum 24. Juni 2019 über 3.500 Markenaccounts auf Instagram und insgesamt 1.430.995 Posts (keine Stories) analysiert. Der kleinste Account hatte zum Zeitpunkt der Untersuchung eine Followeranzahl von 12.451 und der größte von 8,53 Millionen. Die Engagement Rate errechnet sich, indem die totale Anzahl der Interaktionen mit einem Post durch die Anzahl der Follower zum entsprechenden Zeitpunkt geteilt wird.
© TrustInsights.ai Wie an der Grafik zu erkennen ist, sinkt die Engagement Rate seit Mai beständig ab, bis sie am 23. Juni bei 0,8 Prozent vorerst ihren Tiefpunkt erreichte. Wie Trust Insights erkannte, liegt dies mehr an einem Rückgang an Likes und nicht so sehr an weniger Kommentaren. Ein Grund für den Rückgang sei nicht erkennbar; schließlich waren die Zahlen bisher den Großteil des Jahres stabil. Auch an eventuellen API-Veränderungen kann es nicht liegen – zumindest wurde nichts über solche auf dem Facebook Developer Blog verlautet.
Nicht nur Marken bekommen diese Veränderung zu spüren. Besonders auch individuelle Accounts von Influencern erfahren einen starken Rückgang in der Engagement Rate.
Was können Marketer tun?
Wer große Teile seiner Marketingstrategie auf Instagram verlegt hat, sollte über entsprechende Maßnahmen nachdenken. Die weitere Entwicklung lässt sich nicht vorhersagen, doch in einem Teufelskreis sorgt geringes Engagement auf längere oder eher kürzere Sicht für weniger Visibility, die in noch weniger Engagement resultiert. Um dagegen anzugehen, haben Marketer nun einige Möglichkeiten.
Wie wir schon oft berichtet haben, ist das Engagement in Instagram Stories besonders hoch, so kann es sich auszahlen, bestimmte Feed Posts in Stories zu promoten.
Natürlich nutzen einige Marketer Anzeigen, um ihre Post Performance zu verbessern.
Wer beispielsweise einen Newsletter oder eigenen Blog hat, kann über diese Kanäle zu dem Profil und einzelnen Posts verlinken und so mehr Aufmerksamkeit auf das Profil ziehen.
Trust Insights rät vor allem dazu, weniger auf Algorithmus-abhängige Plattformen wie Facebook und Instagram zu vertrauen und eher auf private Slack-/ Discord-Gruppen, Foren oder E-Mail-Verteiler zu setzen. Realistisch gesehen, ist dies jedoch nur als Zusatzmaßnahme und nicht als Ersatz für Instagram und Facebook zu sehen.

Pinterest Top Trends verraten, was Kunden im Sommer sehen wollen

Pinterest Top Trends verraten, was Kunden im Sommer sehen wollen

Noch immer fristet Pinterest ein Dasein im Schatten von Instagram oder Facebook, zumindest was die Nutzerzahlen angeht. Doch was haben wir von Microinfluencern gelernt? Nicht die größte Followerzahl zählt, sondern vielmehr das Engagement und die Loyalität der Einzelnen zählt. Ähnlich ist es auf Pinterest. Die Nutzerzahl steigt beständig – und liegt mittlerweile bei 291 Millionen aktiven Nutzern -, doch was die Plattform interessant für Werbetreibende macht, ist die Aktivität und das Engagement der Nutzer.
Das ist im Juli 2019 angesagt
Bubble Waffles sind auch herzhaft im Trend. © Pinterest Um zu erkennen, ob es sich für ein Unternehmen lohnt, auf der Plattform einzusteigen, bzw. um den Einstieg zu vereinfachen, hat Pinterest jetzt die Top Trends des Juli 2019 veröffentlicht. Für jede Marke, die sich mit einem der Trends identifizieren kann, stehen die Chancen gut, dass es sich lohnt, die App zu öffnen und sich in das Geschehen einzubringen.
Die Trends des kommenden Monats stehen dabei alle im Zeichen des Sommers und der Leichtigkeit. Die Suche nach pastellgelber Einrichtung stieg um 73 Prozent im Vergleich zu letztem Jahr, „Food Paintings“ wurden um 63 Prozent mehr gesucht. Der absolute Trend sind derweil weiße Gärten, die im Mondlicht leuchten (+167 Prozent YoY). Doch Pinterest ist nicht nur für Einrichtungs- und Dekoideen bekannt. Besonders im Vordergrund stehen auch immer wieder Essen und Getränke. Trendy im Juli: „Bubble waffles“ (+55 Prozent), „medieval recipes“ (+27 Prozent) und der „frozen moscow mule“ (+134 Prozent). Für Advertiser kann es besonders sinnvoll sein, die lokalen Trends im Blick zu behalten, um besser auf das Publikum in der Nähe einzugehen.
Ein Blick auf die lokalen Trends nach Ländern. © Pinterest Business Wie können Unternehmen die Erkenntnisse nutzen?
Kein Wunder, dass Klassiker wie der beliebte Moscow Mule im Sommer einen eiskalten Siegeszug halten. Pinterest empfiehlt, „frozen“ zum Kampagnen-Targeting hinzuzufügen, um bei dem Trend dabei zu sein. Wer im Einrichtungs- oder Gartensektor unterwegs ist, kann darüber nachdenken, auf die Trends einzugehen und die nächste Ware entsprechend in Szene zu setzen – vielleicht mit pastellgelben Kissen oder einem weißen Blumenarrangement im Hintergrund. Auch in anderen Bereichen, wie z.B. Eventplanung kann dieses Wissen gut angewandt werden. So wird ein Werben mit einer Nachthochzeit, dekoriert mit im Mondlicht leuchtenden Blumen, sicher für Aufmerksamkeit sorgen und viel Zuspruch erhalten.
Für tiefergehende Erkenntnisse verlinkt Pinterest in dem Bericht auf das Audience Insights Tool.

Marvel mischt Mode mit eSports: Zielgruppen-Matching im Digitalzeitalter

Marvel mischt Mode mit eSports: Zielgruppen-Matching im Digitalzeitalter

Dass Medienreferenzen eine kluge Möglichkeit sind, um alltäglliche Produkte viral zu machen, durfte man kürzlich erst feststellen, als Burger King zur Bewerbung der dritten Stranger Things-Staffel den Upside Down Whopper vorstellte. Marvel Comics, 2009 übernommen von Disney, geht nun eine Partnerschaft mit der eSports-Mannschaft Team Liquid ein, um gemeinsamen Merchandise und Content zu produzieren.
Superhelden im eSports
Der in Kooperation bereitgestellte Merchandise umfasst bisher zwei Jerseys, jeweils im Design von zweien der wohl renommiertesten Marvel-Helden, Captain America und Iron Man. Ebenso liegt ein Jersey vor, welcher stilistisch an die Anzüge aus Avengers: Endgame angepasst ist und ein T-Shirt, welches das Marvel- und Team Liquid-Logo überkreuzt. Zwar handelt es sich hierbei bisher um eine nur sehr kleine Anzahl an Modeartikeln, jedoch sind noch weitere Artikel und mehr Content geplant. Erste Reaktionen von Fans von Teilnehmern der eSports-Szene scheinen bisher weitestgehend positiv.

WHOAAAA those jerseys look SICKKK 🔥 🔥 🔥
— Isaac CB (@RiotAzael) June 27, 2019

Eine Kooperationen, die man im eSports zunächst wohl für unerwartet hielt, vielerlei Fans erfreut. Mit dieser Partnerschaft liegt ein weiterer Indikator für das Marketingpotential von eSports vor, wenn selbst so große Namen wie Marvel sich nun an solche Zusammenarbeiten wagen.
Das Überschneiden der Zielgruppen
Der Begriff „Nerd“ ist längst nicht mehr pejorativ zu verstehen. Er ist eine Identifikation, mit der Leute sich brüsten können. Mit dem sie sagen: „Ja, ich mag Harry Potter und Dr. Who und Pokémon und Superhelden und eSports“ und überhaupt. Mit der Anerkennung dieser Vorlieben können auch Marketer arbeiten, die diverse Zielgruppen mit Marken- oder Branchen-überschneidenden Kampagnen oder gar Joint Ventures erreichen und im Bestfall zu kunden machen können. Ergo bietet sich hier eine Zielgruppe, die vielseitig ansprechbar ist und innerhalb dieser Kooperation nutzen Marvel und Team Liquid diese Vielfältigkeit für sich. Es werden sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Mit derartigem Merchandise liegt eine klassische Win-Win-Situation vor. Sowohl Marvel als auch eSports Fans freuen sich über neuen Merchandise, Team Liquid und Marvel freuen sich über Kunden, Fans und Reichweite. Viel klarer als mit Captain America-Anzug und Team Liquid-Logo in einem kann man sich nicht als stolzer Fan brüsten – und für diesen Zweck ist das Merchandise perfekt geeignet.

„Be Internet Awesome“: Erziehungsspiel von Google soll Kinder zu (selbst-)sicheren Entdeckern machen

„Be Internet Awesome“: Erziehungsspiel von Google soll Kinder zu (selbst-)sicheren Entdeckern machen

Die meisten Kinder sind viel im Internet unterwegs und können dort innerhalb weniger Klicks mit unangebrachten Inhalten konfrontiert werden. Aus diesem Grund rief Google 2017 das Programm „Be Internet Awesome“ ins Leben, das Kindern beibringen soll, wie sie online sicher bleiben und sich schützen können. Jetzt wurde das Programm erweitert und zielt speziell auf das Erkennen von Falschinformationen – seien es bearbeitete Bilder oder einseitig vorgestellte Themen – und von Fake Websites ab.

Kinder lernen Fake News von richtigen Informationen zu unterscheiden
Besonders Grundschullehrer sind die Zielgruppe von „Be Internet Awesome“. Die Einheiten sollen ihren jungen Schützlingen das Wissen und die Fähigkeiten an die Hand geben, die nötig sind, um sich im World Wide Web zurechtzufinden. Die Aufgaben beinhalten dabei Diskussionsfragen und praktische Aufgaben, die das Verständnis der Kinder für gewisse Orte und Inhalte des Internets sensibilisieren sollen. Die Unterrichtseinheiten sind auf mehreren Sprachen alle online auf der „Be Internet Awesome“-Website erhältlich und stehen dort auch zum Ausdruck zur Verfügung. Im sogenannten „Interland“ lernen Kinder in Lektionen wie „Don’t Fall for Fake“, „Share with Care“ oder „It’s Cool to be Kind“ wichtige Kenntnisse, doch das wichtigste Learning ist wohl in der „Brave“-Lektion zu finden. Diese lehrt die Kinder, dass sie, wenn sie auf Inhalte stoßen, mit denen sie sich unwohl fühlen, sich an einen vertrauten Erwachsenen wenden sollen.
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Ist die Herangehensweise konsequent genug?
Das würde bedeuten, dass Google noch deutlich forcierter dafür sorgen muss, dass die unangemessenen Inhalte von Plattformen wie YouTube entfernt werden, was in letzter Zeit nicht immer der Fall war. Einfach gesagt, kann YouTube nicht garantieren, dass Kinder auch nur für Kinder angemessene Inhalte zu sehen bekommen. Deswegen wurde kürzlich überlegt, alle Inhalte für Kinder von YouTube herunter und in eine separate App zu verlagern, die besser überwacht werden könne. Schon jetzt können Eltern im abgekoppelten YouTube Kids, das einige Inhalte für Kinder bereitstellt, Jugendschutzeinstellungen vornehmen. Doch selbst das ist laut Wall Street Journal einigen YouTube-Mitarbeitern noch nicht konsequent genug. Schließlich würden auch die menschlichen Moderatoren, die die Inhalte überprüfen, Fehler machen. Laut ihnen müsste die Autoplay-Funktion, die als nächstes Video Kindern unangemessene Inhalte vorschlug, deaktiviert werden.
Der Algorithmus scheint hierbei YouTubes größtes Problem zu sein. Und solange dieses nicht gelöst ist, behandeln Programme wie „Be Internet Awesome“ nur die Symptome, nicht die Ursache. Doch das ist besser als nichts, und Googles Versuch, durch das Programm eine nächste Generation von technikaffinen, hinterfragenden und kritischen Google-Nutzern und YouTubern zu erziehen, ist auf jeden Fall ein ehrenwerter.

How-to: So setzt du GIFs im Marketing gewinnbringend ein

How-to: So setzt du GIFs im Marketing gewinnbringend ein

Wer denkt, dass die kleinen lustigen Bewegtbilder nur in Foren oder Facebook-Kommentare gehören, irrt sich gewaltig. Seit 1984 existieren GIFs und entwickeln sich in ihren Anwendungsbereichen weiter. Sie geben den Empfängern mehr zu sehen und mehr Interaktionen als ein Bild, machen weniger Arbeit und kosten zudem weniger als ein selbst produziertes Video. Das macht sie zu einem genialen Tool, um Kundenbindung zu betreiben.
Wieso sind GIFs relevant?
GIFs gibt es schon ewig, doch die Einbindung auf Social Media und im E-Mail-Marketing macht sie für Marketer interessant. Schon lange sind sie weg vom Image des Tumblr-Beitrages eines Jugendlichen. Mittlerweile geschieht viel Kommunikation im Netz über den Austausch von Bildern; und Memes sind nicht die einzigen Inhalte, die gern geteilt werden. Oft ergibt sich auf Social Media eine wahre GIF-Schlacht. Dabei versucht der Antwortende den Vorredner zu übertrumpfen und das witzigere GIF zu finden, bzw. zu erstellen. Unternehmen, die sich hier gekonnt einklinken und ihre eigenen GIFs posten, können so eine wertvolle Beziehung zu ihren Kunden aufbauen und dadurch teilweise sogar ihre Conversions verbessern.
Hier findest du GIFs:
Reddit bietet einige gute Subreddits:
Und obwohl die vor- und zurückspulenden Videos an sich nicht direkt als GIFs zählen, sollten sie in dieser Aufzählung trotzdem Erwähnung finden:
Wie kann dein Business GIFs nutzen?
GIFs können in E-Mails oder Blogposts und natürlich auf Social Media eingesetzt werden. Hierbei sollte besonders darauf geachtet werden, dass die GIFs qualitativ hochwertig und etwas Besonderes sind, denn mittlerweile stechen die Bewegtbilder nicht mehr so sehr heraus, wie sie es zu Beginn taten. Oft genug werden z.B. Newsletter von genervten Empfängern weggeklickt, weil zu bunte oder unpassende GIFs eingefügt sind. Der Mock-Up Social Media Post von Vue ist dabei ein gutes Beispiel, wie Unternehmen es im Newsfeed mit einem besonderen GIF schaffen können, herauszustechen.

© Vue Ein GIF dieser Art ist natürlich mit einiger Arbeit verbunden. Niemand muss direkt am Anfang eigene kreative GIFs erstellen, genau dafür gibt es ja die oben aufgeführten GIF-Sammlungen. Um mit dem Format erst einmal vertrauter zu werden, kann beispielsweise zunächst nur auf Facebook und Twitter in Kommentaren mit GIFs reagiert werden. Ganz simpel wäre dabei ein „Danke“-GIF als Antwort auf eine positive Rückmeldung. Durch einen Austausch mit Kunden und Followern auf diesem Level wird die Kommunikation eher wie zwischen Freunden wirken und sie so viel persönlicher und direkter machen. Indem Unternehmen gerade trendende GIFs nutzen, zeigen sie, dass sie up-to-date sind und wissen, was in der Medienwelt derzeit passiert. Dabei ist es okay, sich auch mal nicht so ernst zu nehmen. So schickte Google einst als offizielle Antwort auf die Frage, ob die Gerüchte stimmen, dass YouTube seinen Livestreaming Service relauncht, an einen Daily Dot Reporter dieses GIF:
via GIPHY
GIFs bieten viele Möglichkeiten
Auch sonst schnell langweilig wirkende Informationen oder Anleitungen können durch GIFs lebendig wirken – eben durch ihr deutlich anschaulicheres Format. Ein How-to, das in wenigen Schritten erklärt ist, kann oft in Bildern deutlich schneller verständlich und meistens auch visuell ansprechender dargestellt werden.
Viele Unternehmen nutzen GIFs beispielsweise in Newslettern, um ihr neuestes Produkt anzuteasern oder zu präsentieren. Aber auch die Möglichkeit, eigene GIF Sticker zu erstellen, die Instagram-Nutzer in ihren Stories verwenden können, ist eine gute Option, um die eigene Marke bekannter zu machen. In einem weiteren Artikel zeigen wir, wie du selbst GIF Sticker erstellst, und liefern ein erfolgreiches Beispiel von der Brooklyn Soap Company.
Die genutzten GIFs müssen zwar zum Ton und grundsätzlich zu dem, wofür die Marke steht, passen, doch Anlässe, ein GIF einzubauen, finden sich überall. Solange die Umsetzung gut ist, passen auch Paarungen von Elementen zusammen, die man nicht unbedingt miteinander verbinden würde. Wie in dem folgenden Beispiel von YO! Sushi, das anlässlich des National Video Game Day einen kleinen Sushi-Pacman zum Leben erweckte.
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Die Vorteile von GIFs
GIFs sind tonlos und bringen den Empfänger nicht in die gleiche, unangenehme Situation wie einige Videos, die von selbst anfangen zu laufen und das Büro beschallen. Dadurch, dass sie nur wenige Sekunden lang sind, passen sie gut in die kurze Aufmerksamkeitsspanne, die wir uns mittlerweile online angewöhnt haben. Der Produktionsaufwand ist meistens gering und das Format lässt sich mittlerweile überall einsetzen: Auf Blogs, im E-Mail-Marketing, auf Facebook, Twitter oder WhatsApp. Einige Unternehmen nutzen das Format sogar für Out-Of-Home-Kampagnen.
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Do’s and Don’ts
Auch wenn du jetzt begeistert an der Tastatur sitzt und dir schnell das beste GIF für deinen Newsletter aussuchen möchtest, sollte immer darauf geachtet werden, nicht zu übertreiben. Das GIF muss immer noch zum Inhalt und Kontext des Beitrags oder deiner Seite passen. Außerdem muss, wie auch bei Bildmaterialien, die dir nicht gehören, bei GIFs die Quelle angegeben werden. Und ganz wichtig: Ein GIF spielt erst ab, wenn es vollständig geladen ist und kaum ein Nutzer wird mehr als wenige Sekunden warten bis das GIF zu sehen ist. Deswegen gilt es besonders in E-Mails die zugelassene Dateigröße zu beachten. Auch das Vorschaubild sollte immer bewusst ausgesucht werden, da GIFs in einigen Formaten erst nach dem Anklicken abgespielt werden.
GIFs sind auf jeden Fall einen Versuch wert und können als Format mit Beherzigung unserer Tipps Teil der erfolgreichen Marketingstrategie eines Unternehmens werden.
Dezent, zur Marke passend und doch ein Eyecatcher. © bohoo

Into Z Future: Research zeigt, was Gen Z wirklich will

Into Z Future: Research zeigt, was Gen Z wirklich will

Die Generation Z erscheint den älteren Generationen weiterhin teilweise unverständlich. Doch mit der steigenden Kaufkraft der jüngsten Verbraucher und dem Eintritt der ersten Angehörigen dieser Generation in den Arbeitsmarkt hat es sich Snapchat mit Hilfe von GlobalWebIndex und JWT Intelligence at Wunderman Thompson zur Aufgabe gemacht, die bald größte Bevölkerungsgruppe unter die Lupe zu nehmen und ihre Gewohnheiten sowie ihr (kreatives) Verständnis von der Welt zu erklären.
Mit dem Smartphone aufgewachsen
© The Youth of the Nations: Global Trends Among Gen Z Zwischen 2015 und 2018 ist die Zeit, die Gen Z mit ihren Smartphones täglich verbrachte, um über ein Drittel angestiegen. Die meiste Zeit werden dabei soziale Netzwerke und Chats genutzt. 92 Prozent gaben an, im letzten Monat auf sozialen Plattformen unterwegs gewesen zu sein, 91 Prozent chatteten online mit ihren Freunden. Die Nutzung von Laptops und Computern, um online zu gehen, sinkt für diese Generation derweil beständig. Snapchat macht sich diese Erkenntnisse bereits zunutze und gibt an, den eigenen Content immer „full screen vertical, quickly paced, highly visual, and personal“ zu erstellen, um der Zielgruppe Inhalte in dem Format zu liefern, das diese gewohnt ist und sehen will. Doch ganz verschwunden sind PCs noch nicht. Besonders die Idee einer Multi-Screen Experience lässt sich durch diese Daten weiter verfolgen: die Smartphones könnten als Zusatz zu Laptop oder PC dienen und die Screen-Erfahrung ergänzen, statt sie zu ersetzen.
„Erstellt Content mit ihnen, nicht für sie“
Die Grundaussage der zwei über die Gen Z verfassten Berichte lautet: Marken und Unternehmen müssen verstehen, wie sie mit der Gen Z arbeiten können, statt lediglich Content für sie zu produzieren. Dass Gen Zers extrem technik- und besonders mobilaffin sind, gelten als bekannte Eigenschaften dieser Gruppe, doch die Daten, die die zwei Berichte zusätzlich zusammenfassen, sind eine wertvolle Grundlage für jeden Marketer, der die nächste Generation ansprechen möchte.
If you are a marketer creating any kind of visual campaign packaging or platform, you need to completely understand how they are creating their own visual platform already,
erklärte Lucie Greene, Director of JWT Intelligence at Wunderman Thompson, die Erkenntnisse des Berichts in Cannes. Die Studie zeigte, dass 27 Prozent der Gen Zers nach eigenen Angaben bereits eine App gehackt haben, um eine Funktion auszuführen, über die diese eigentlich nicht verfügt. Unternehmen können daran erkennen, dass diese Generation schnellen Wandel und Anpassung erwartet. Sie erwartet, dass Marken und Unternehmen sich genau so schnell weiterentwickeln, wie die jungen Kunden das tun. 48 Prozent der untersuchten Teilnehmenden gaben an, ihre Freizeit für die Arbeit an einem kreativen Projekt zu nutzen und beispielsweise digitale Kunst oder Memes zu erstellen. Genau das beweist die eingangs angemerkte Grundaussage: Die Gen Z wird selten zufrieden mit Content sein, der für sie erstellt wird, viel mehr sollten Marken das kreative und technische Können der Generation nutzen und mit ihr gemeinsam arbeiten.
Die Generation Z ist und will aktiv sein
TOMS lieferte hierfür ein gutes Beispiel. Der Schuhhersteller nahm auf seine Tour gegen Gun Violence die junge Aktivistin Winter BreeAnne Minisee mit. Sie sei eine junge Stimme, die auf ihren Channels natürlich über die Aktion berichtet, und es gelte, die jungen Leute zu erreichen. Der Bericht beschreibt:
Teens are certainly setting a new tone for visual culture—after an era of posed photos against millennial-pink backdrops, a new wave of social content mixes selfies with spoken word, imperfect collages with augmented reality (AR) landscapes, and illustration with candid livestreams. This is layered with the need to live their truth, and an acute sense of social responsibility.
Jedem, der in Zukunft plant, die Gen Z anzusprechen, sei ans Herz gelegt, beide Berichte, „Into Z Future“ und „The Youth of the Nations: Global Trends Among Gen Z“ zu lesen. Die Key Findings von „Into The Future“ sind nachfolgend einmal zusammengefasst:
© Into Z Future

Der Upside Down Whopper: Wie Medienreferenzen einfache Produkte viral machen

Der Upside Down Whopper: Wie Medienreferenzen einfache Produkte viral machen

Das von Netflix produzierte Popkultur-Phänomen Stranger Things geht bald in die dritte Runde und die Erwartungshaltung ist groß. Natürlich wollen auch diverse Marken vom Hype um die Erfolgsserie profitieren. In Kooperation mit Netflix und Coca-Cola tut Burger King genau dies und stellt damit als Limited Edition sein neuestes Produkt vor: Den Upside Down Whopper. Der klassische Burger King Whopper, nur falsch herum. Falls man sich nun denkt, das wäre doch einfach nur ein Burger kopfüber serviert, liegt man vollkommen richtig. Burger King macht daraus auch kein Geheimnis. Dieselben Zutaten, dieselbe Zubereitung, bei Ausgabe wird er lediglich umgedreht und in eine spezielle Stranger Things-Verpackung gelegt. Dafür ist er aber auch in nur elf Filialen erhältlich. Dies dient als Referenz zum Hauptcharakter Eleven, so wie der Upside Down Whopper eine Anspielung auf die in Stranger Things vorgestellte Paralleldimension ist. Die Grundidee lässt sich zwar infrage stellen, schließlich ist es nur ein Burger, der kopfüber ist, humorvoll ist sie jedoch allemal.
Mehr als nur ein Witz
Wenn auch der Upside Down Whopper nur ein Scherz zu sein scheint, lässt Burger King sich nicht die Gelegenheit entgehen, tatsächlich vom Hype zu profitieren. Neben dem Burger, dessen Welt Kopf steht, bietet Burger King auch T-Shirts mit zur Serie angepassten Motiven an, die Burger King-typischen Pappkronen sind ebenfalls thematisch angepasst und selbst der Twitter Account wurde in „Stranger King“ umbenannt, mit auf dem Kopf stehenden Logo.

welcome to hawki—er, burger king. would you like an upside down whopper?
served upside down at select bk locations on June 21.
a partnership with Coca-Cola and Netflix. pic.twitter.com/K4zNuJaVnD
— Stranger King (@BurgerKing) June 13, 2019

Ebenso können Kunden die Burger King App nutzen, um auf den Cola Bechern gedruckte Codes einzuscannen und somit Chancen auf einen von täglich 100.000 Preisen zu erhalten. Auch außerhalb der elf Filialen dürfen Besucher sich über Stranger Things-spezifische Angebote freuen. So bietet das Fastfood-Unternehmen auch für fünf US-Dollar das sogenannte „Hopper Meal“ an, benannt nach dem Sheriff aus Stranger Things, Jim Hopper. Burger King greift also vollends auf den Hype um die Erfolgsserie zurück. Die Meinungen zum Upside Down Whopper sind noch sehr gemischt, man sollte diesen allerdings auch nicht als mehr als einen harmlosen Witz auffassen. Diejenigen, die es tun, können sich daran schlichtweg erfreuen.

Burger King launch the Upside Down Whopper. Love this. pic.twitter.com/3BYmFHmoGw
— Alastair Flower (@alastairflower) June 13, 2019

Stranger Things in Mode
Auch Nike lässt sich nicht entgehen vom Erfolg der Serie zu profitieren. Zum Release der dritten Staffel veröffentlicht der Sportartikelhersteller eine Modekollektion mit Motiven und Farben angepasst an die Stilistik und Thematik der Serie, im dazugehörigen Retro Look.
Ein erster Blick auf die zu Stranger Things angefertigten Artikel. © Nike Kooperationen wie diese sind generell eine Win-Win-Situation. Die eine Marke bedient sich am Hype der anderen, der Hype der anderen wird dadurch intensiviert. Nicht erstmalig ist es der Fall, dass Nike an popkulturelle Phänomene angepasste Produkte auf den Markt bringt. So wurden 2015 Schuhe zum Verkauf angeboten, welche sich an Zurück in die Zukunft 2 orientierten, da in diesem Film ins Jahr 2015 zeitgereist wurde. Die Schuhe erfreuten sich unter Fans großer Aufmerksamkeit und die gesamte Aktion wurde überaus positiv aufgefasst.
Ein Sammlerstück für Zurück in die Zukunft-Fans. 2015 veröffentlichte Nike diese Schuhe als Limited Edition. © Nike Bis dato versuchen Fans der Filmreihe ein solches Paar Schuhe zu ergattern, wobei auf eBay Preise in Höhe von 120 Euro erreicht werden, was für die Effektivität derartiger Kooperationen spricht. Einfache Produkte können ihr Potential mit richtig angewendeter Medienreferenz immens steigern.
Durch Medienreferenz zum Erfolg
Wann immer ein Hype zustande kommt, werden sich Marken finden, die versuchen von diesem zu profitieren. Das ist so klug wie logisch und rentiert sich letztendlich für beide Parteien. Simple Artikel wie ein Paar Schuhe distanzieren sich für Fans vom tatsächlichen Produkt und werden ein Sammlerstück oder im Fall von Burger King ein umgedrehter Burger, der sie auf einer anderen Ebene anspricht. Die Sympathie, welche man dem Trend entgegenbringt, überträgt sich sozusagen auf das Produkt, welches diesenzugute kommt. Ein Burger, der falsch herum serviert wird, trifft auf Kopfschütteln. Ein Burger, der falsch herum serviert wird, aber als Referenz zu Stranger Things, trifft viel eher auf Sympathie unter Fans – so dämlich die Grundidee auch sein mag.

Yuppp, every time. I’ve already seen a ton of comments like: “it’s just a whopper flipped upside down, you idiots.” Some people just have no concept of having fun with life, and I really just can’t help but feel kinda bad for them.
— John Squires (@FreddyInSpace) June 13, 2019

Auch auf Social Media werden Aktionen wie diese oftmals heiß diskutiert, wie es bei Trends häufig  der Fall ist. Somit schöpfen Marken noch mehr medienübergreifende Aufmerksamkeit. Dass der Upside Down Whopper auf gemischte Meinungen stößt, sollte selbstverständlich sein, schließlich ist es nur ein umgedrehter Whopper. Dass er dennoch auf durchaus viel positive Resonanz stößt, spricht stark dafür, wie wirksam Medienreferenzen einfache Produkte machen können, wobei der dem Upside Down Whopper hinterstehende Humor hierbei ein nicht zu unterschätzender Faktor ist.