Apple: Top Quartalszahlen dank Wearable-Wachstum und internationalem Erfolg

Apple: Top Quartalszahlen dank Wearable-Wachstum und internationalem Erfolg

Es überrascht die wenigsten, dass Apple auch im dritten Quartal 2019 sehr starke Zahlen vorweisen kann. Dabei macht dem Unternehmen gerade die populäre iPhone-Sparte Sorgen, hier ging der Umsatz auf 26 Milliarden US-Dollar zurück. Doch das Wachstum bei Online-Diensten und im Bereich der Apple Watch und Wearables allgemein sorgt letztlich für eine weiterhin positive Entwicklung.
Andere Produkte machen Apples Geschäft vielseitiger
Dass der Rückgang der Umsätze mit iPhones bei Apple kein Umsatzminus im Vorjahresvergleich bedeutet, zeigt schon an, dass das Portfolio inzwischen ausgeprägter ist. Um zwölf Prozent war die Smartphone-Sparte YoY geschrumpft, was die Erlöse anging. Trotz dessen konnte das Unternehmen bei den Quartalszahlen einen Umsatz von 53,8 Milliarden US-Dollar vorweisen. Das entspricht sogar einem Wachstum von einem Prozent. Rekordeinkünfte konnte Apple, das ganze 59 Prozent des Umsatzes international machte – und damit Playern wie Amazon einiges voraus ist –, im Bereich der Online Services verbuchen. Knapp 11,5 Milliarden wurden über diese Sparte eingenommen. Mit knapp 420 Millionen Abonnement-Kunden hat man hierfür viele zahlende Nutzer.
Außerdem macht sich das Unternehmen nach und nach unabhängiger vom iPhone allein. CEO Tim Cook untermauert:
This was our biggest June quarter ever — driven by all-time record revenue from Services, accelerating growth from Wearables, strong performance from iPad and Mac and significant improvement in iPhone trends.
Während die iPhone-Umsätze bei knapp 26 Milliarden US-Dollar lagen, konnten in den Bereichen Mac (5,8 Milliarden) und iPad (5 Milliarden) Umsatzsteigerungen verzeichnet werden. Solche sind aber ganz besonders in der Wearable-Sparte, die von der Apple Watch dominiert wird, auszumachen. Dort wuchsen die Umsätze YoY von 3,7 auf 5,5 Milliarden US-Dollar; Tendenz steigend.
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Aktienanstieg dank bester Aussichten
Im nachbörslichen Handel stieg die Aktie zeitweise um vier Prozent. Grund dafür war einerseits, dass, obwohl man in Q3 21 Milliarden an Anleger zurückgab, durch Aktienrückkäufe etwa, die Geldreserven enorm sind (211 Milliarden US-Dollar). Andererseits sind auch die Aussichten für das laufende Quartal rosig. Es wird ein Umsatz von 61 bis 64 Milliarden erwartet. Das würde die Prognose von Analysten übertreffen.
Die Smartwatch-Sparte wird Apple auch künftig noch viele Einkünfte bescheren. Laut 9to5Mac war Apple mit der Apple Watch bereits 2018 für gut die Hälfte aller Smartwatch-Verkäufe verantwortlich. Zudem ermittelte Counterpoint im Mai, dass Apple im ersten Quartal 2019 knapp 36 Prozent Marktanteil im Smartwatch-Bereich hatte.
Counterpoints Marktanteilanalyse zu Smartwatches in Q1 2019 vs. Q1 2018, © Counterpoint
Die Zahlen verschiedener Quellen mögen differieren, aber deutlich wird dennoch, dass Apple in diesem Wearable-Bereich eine Marktmacht innehat. AirPods, iPhones, Macs und Co. werden auch in Zukunft noch viel gekauft werden, doch mit den Online Services und den Wearables dürfte Apple das Wachstum im Geschäft besonders ankurbeln können.

#realfriends: Snapchats erste globale Werbekampagne kontert Instagram

#realfriends: Snapchats erste globale Werbekampagne kontert Instagram

Die letzten Quartalszahlen zeigten eine positive Entwicklung bei Snapchat: Da ließ das Unternehmen es sich nehmen, den günstigen Moment für die erste globale Werbekampagne zu nutzen – und damit der Konkurrenz ordentlich eins auszuwischen.
Snapchat is for real friends, so today we’re launching a celebration of the friends who share, laugh, love and connect with each other using our platform,
sagte der Marketingchef Kenny MitchellCampaign, laut , über die Kampagne.
Die Snapchat-Kampagne verpasst Instagram einen Seitenhieb
Die Plakate, auf denen Zitate über Freundschaft von bekannten Persönlichkeiten stehen, sind in dem bekannten knalligen Gelb gehalten und dürften so eine Menge Aufmerksamkeit erregen. Die Werbekampagne fokussiert sich auf den Kern von Snap: die Pflege wahrer Freundschaften. Snapchat nutzt dieses Thema, um besonders Wettstreiter Instagram ein bisschen zu ärgern. „You don’t lose when you lose fake friends“ steht auf einem riesigen Plakat und spielt auf die Säuberungsaktionen an, bei denen die Fotoplattform diverse Fake-Accounts löschte. Auch dass  es die Wahrnehmung vieler ist, dass auf Instagram eher oberflächliche Freundschaften gepflegt werden, unterstreicht die Kampagne.
In dem Videoclip, der zu der Kampagne gehört, werden tausende Freundschaftspärchen vorgestellt, die ihre Beziehung über die Plattform pflegen.
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Doch die kleinen Sticheleien sind nicht alles: Snap kooperiert mit mehreren Influencern, die auf der Konkurrenzplattform Instagram ihre Botschaft verbreiten und dabei spezielle Hashtags verwenden sollen. Unter #realfriends und #friendshipquotes würden Nutzer die Posts finden, die die von Snap bezahlten User geteilt und somit Werbung gemacht haben.
Ab heute, dem internationalen Tag der Freundschaft, startet die Kampagne in Ländern wie den USA, Australien und Indien über Kino-, Rundfunk-, Print- und Digitale Medien. Im Spätsommer wird sie auch auf den europäischen Markt inklusive Deutschland ausgeweitet und bei uns sichtbar sein. Auch wenn es grundsätzlich keine gute Praxis ist, sich über die Konkurrenz auszulassen, ist zu vermuten, dass diese Werbekampagne sehr erfolgreich sein wird. Und wer weiß, wenn Instagram etwas Humor versteht, nutzt die Plattform vielleicht die Aufmerksamkeit und startet einen witzigen Gegenangriff.

Keyword Planner: Neue Funktionen versprechen optimale Priorisierung von Keywords

Keyword Planner: Neue Funktionen versprechen optimale Priorisierung von Keywords

Um das Ranking der eigenen Seite für Google und andere Suchmaschinen zu optimieren, ist die optimale Nutzung von Keywords entscheidend. Auch Anzeigen werden so den passenden Nutzern ausgespielt. Diverse Keyword Tools und Creator können bei dieser Aufgabe helfen, wie beispielsweise der Keyword-Planer von Google. Drei neue Features unterstützen jetzt dabei.
Die neuen Features optimieren die Auswahl von Keywords
In dem bedeutendsten Update gibt der Keyword Planner Nutzern die Möglichkeit, die relevantesten Keywords basierend auf dem ursprünglichen „Seed Keyword“ anzeigen zu lassen. So beschreibt der Google Support die Funktion:
For example, when you provide the seed keyword “boots”, you might see keyword ideas such as “womens boots”, “work boots” and “cowboy boots.” You’ll have the option to broaden your search by adding recommended words to your seed keyword.
Der Screenshot zeigt die ausgewählten, relevantesten Keywords. © Google Auch die zwei weiteren Funktionen helfen bei der Keyword-Priorisierung:
Website Filtering sucht basierend auf der unternehmenseigenen Website die für das Unternehmen relevantesten Keywords heraus.
Brand Exclusion entfernt Keywords von der Liste, die Markennamen enthalten.
Bis jetzt sind die Features nur für das Englische aktiviert, doch im Laufe des Jahres sollen sie auch für alle anderen Sprachen verfügbar sein.

Je länger, desto besser? Trend zieht YouTube Videos in die Länge

Je länger, desto besser? Trend zieht YouTube Videos in die Länge

Video Content ist überall zu finden. Doch während Stories und auch Videos bei Instagram, Facebook und Co. zeitlich limitiert sind und sich eher in einem Rahmen von höchstens einigen Minuten bewegen, sind auf YouTube, der Ursprungsplattform für Videos, auch Clips von sogar mehreren Stunden zu finden. Diese sind zugegebenermaßen nicht der Content, den die meisten Nutzer regelmäßig konsumieren, doch eine kürzlich durchgeführte Studie des Pew Research Centers zeigte, dass die Durchschnittslänge eines Videos mittlerweile zwölf Minuten beträgt.
Mit längeren Videos können Creator mehr Anzeigen einbauen
Diese Zahl ergibt sich nicht ganz zufällig. Ist ein Video länger als zehn Minuten, erlaubt die Plattform, Anzeigen an beliebigen Stellen des Videos zu schalten und nicht nur am Anfang. Das kann sich für die Creator auszahlen. YouTuberin Shelby Church gab The Verge gegenüber an, dass sie mit Videos über zehn Minuten dreimal mehr verdient als mit kürzeren Videos. Dabei hätte sie den Output, bzw. Content überhaupt nicht verändert, lediglich die Länge von 7-8 Minuten auf 13-14 Minuten hochgeschraubt. Die Kanäle anderer Creator wie Jake oder Logan Paul hingegen füllen sich mittlerweile mit Videos, die sogar bis zu 25 Minuten lang sind. Das kürzeste Video der erfolgreichen YouTuberin Jenna Marbles im letzten Monat ist 15:02 Minuten lang.
Auch in dieser „Fluch der Karibik“-Szene ist die Länge entscheidend. © Walt Disney Pictures Wie Church beschreibt, haben ihre längeren Videos sogar mehr Viewer; die zwei Ads in der Mitte des Videos würden niemanden stören. Sie möchte auch andere Creator dazu ermutigen, längere Videos zu erstellen und mehr Ads zu schalten. Die Videos sind dabei nicht nur ertragreicher für die Creator, auch werden sie von der Video-Plattform favorisiert und dementsprechend häufiger vom Algorithmus ausgespielt. Denn YouTube ist zufrieden, solange die Time Spent der Nutzer hoch ist. Ob sie dabei 100 Videos schauen oder nur ein langes, ist erstmal egal, jedoch ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass ein Nutzer nach einer gewissen Anzahl an kurzen Videos das Interesse verliert und die Seite verlässt. Ein langes und für den Zuschauer interessantes Video wird eher durchgeguckt.
Was können Creator daraus lernen?
Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder anfangen sollte, seine Videos künstlich in die Länge zu ziehen. Gerade bei Videos, die Nutzer gucken, um eine bestimmte Information zu erhalten (wie beispielsweise bei How-Tos), wird es von vielen Zuschauern nicht gern gesehen, wenn die Einleitung die Hälfte des Videos einnimmt. Auch mit eingebundenen Anzeigen sollte nicht übertrieben werden.
I could throw in an ad every 30 seconds, but no one is going to watch that. That’s ridiculous. So I started adding two ads to the middle of my videos, and it’s insane,
erklärt Shelby Church. Jeder müsse für seine Videos ein geeignetes Maß finden und lernen, seine Zielgruppe einzuschätzen. Vor allem auch der Inhalt der Anzeigen ist entscheidend. In einem langen Make-Up Tutorial eine neue Lidschattenpalette zu bewerben, dürfte die meisten Zuschauer eher wenig stören.[embedded content]
Trendvorhersage: Lange Videos werden sich nicht ewig halten
Jedoch gibt es schon jetzt YouTuber, die vorhersagen, dass dieser Trend nicht lange anhalten wird. Natalie Wynn, die den Account ContraPoints auf YouTube betreibt, vertritt die Meinung, dass YouTube nur auf einen Creator wartet, der mit einem neuen Format alles über den Haufen wirft und neue Trends setzt:
People will have gotten sick of long videos. Someone’s going to go really concise, and publish videos that are going to be way better than all of ours somehow and much shorter. Then that’s going to be the new step.

Studie zum Halo-Effekt: Wie das Umfeld die Werbewirkung bestimmt

Studie zum Halo-Effekt: Wie das Umfeld die Werbewirkung bestimmt

Von jeher möchten Werbetreibende, dass ihre Anzeigen erstens gesehen, zweitens positiv wahrgenommen und drittens erinnert werden. Eine neue Studie zeigt jetzt, welch relevante Rolle das Umfeld einer digitalen Anzeige dabei spielt. Dass der Kontext eine Anzeige und somit die Marke dahinter in ein positives oder negatives Licht rücken kann, sollte niemanden verwundern, doch die „The Halo Effect“-Studie von Integral Ad Science (IAS) belegt diese Annahme jetzt mit Zahlen.
Das Werbeumfeld verändert die Wahrnehmung einer Anzeige
Die Gehirnaktivität der Teilnehmer. © Integral Ad Science Mit Hilfe biometrischer Methoden wurden die für negative und positive Affinität verantwortlichen Gehirnareale untersucht. In einem simulierten 30-minütigen mobilen Nutzungserlebnis wurde die Gehirnaktivität von 50 Personen in Echtzeit untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Die Wirksamkeit von mobilen Anzeigen ist direkt an ihr Umfeld gekoppelt. Digitale Anzeigen in qualitativ hochwertigen Werbeumfeldern wurden von den Teilnehmern um 70 Prozent positiver wahrgenommen als im Kontext qualitativ minderwertiger Inhalte (diese wurden durch IAS selbst definiert). In einem als qualitativ weniger hochwertig eingeschätzten Umfeld waren die Teilnehmer der Studie dreimal weniger bereit, sich mit den dahinterstehenden Marken zu identifizieren.
© Integral Ad Science Die Qualität des Werbeumfelds einer Anzeige hat maßgeblichen Einfluss darauf, wie Menschen die Anzeige wahrnehmen. Menschen reagieren auf den gesamten Kontext einer Werbung und nicht nur auf eine einzelne Komponente. Das erzeugt einen sehr starken und positiven Halo-Effekt für Anzeigen, die in hochwertigen Umfeldern gesehen werden,
so Tony Marlow, Chief Marketing Officer bei IAS. Anzeigen in einem qualitativ hochwertigen Umfeld rufen laut der Studie zudem 20 Prozent mehr Engagement hervor und werden bis zu 30 Prozent häufiger erinnert als Anzeigen, die in einem Umfeld von niedriger Qualität ausgespielt werden. Eine positive Wahrnehmung der Website lässt also auch den Werbeinhalt positiver erscheinen.
© Integral Ad Science Brand Suitability über Brand Safety
Die Erkenntnisse der „Halo-Effekt“-Studie zeigen die Relevanz des Themas Brand Suitability. Wenn Anzeigen in einem passenden Umfeld erscheinen, profitieren nicht nur die Werbetreibenden, sondern auch die Publisher und nicht zuletzt die Konsumenten, denn das gesamte Kundenerlebnis wird dadurch verbessert. Um sicherzustellen, dass Werbung ihr volles, erwünschtes Potential entfaltet, sollten Werbetreibende ihre Anforderungen klar darlegen, appelliert IAS. Außerdem sollten Publisher aktiv mit den Marken zusammenarbeiten, um die Erfüllung dieser Ansprüche zu gewährleisten. Brand Suitability geht dabei weiter als Brand Safety und achtet nicht nur auf ein gutes, sondern vielmehr auf ein passendes Umfeld.
Alle Ergebnisse sind in der Studie von Integral Ad Services nachzulesen.

Schnäppchenjagd für Mitglieder: Amazon Prime Day will neue Rekorde schreiben

Schnäppchenjagd für Mitglieder: Amazon Prime Day will neue Rekorde schreiben

Wie ein Report von Adjust und Liftoff kürzlich zeigte, verliert das Saisongeschäft im E-Commerce zunehmend an Bedeutung. Stattdessen rücken Online Shopping-Events in den Fokus der Verbraucher. Viele sind gewillt, auf die oft jährlich stattfindenden Event-Tage zu warten und an ihnen besonders viel Geld auszugeben. Der bekannteste Shopping-Tag der Händler ist in der Hinsicht wohl der Amazon Prime Day, der im Juli stattfindet.
Schnäppchenjagd an zwei ganzen Tagen
Ursprünglich ins Leben gerufen, um den kostenpflichtigen Prime-Mitglieds-Service zu bewerben, reiht sich der Amazon Prime Day mittlerweile hinter dem Black Friday oder Cyber Monday ein, die sich allerdings über mehrere Tage erstrecken. Dieses Jahr scheint Amazon alle Rekorde knacken zu wollen und macht aus dem ursprünglichen einen Tag, der letztes Jahr schon auf 36 Stunden erweitert wurde, ganze zwei Tage. Am 15. und 16. Juli können Prime-Mitglieder aus 18 Ländern dieses Jahr auf Schnäppchenjagd gehen.
Schon jetzt wirbt Amazon auf der Website mit den besten Deals. © Screenshot Amazon Eine von Periscope By McKinsey durchgeführte Studie ergab, dass sich mehr als 70 Prozent der deutschen Verbraucher für den Prime Day begeistern können und vorhaben, an den beiden Tagen etwas zu kaufen. Und das nicht zu knapp: Verbraucher in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland gaben an, dieses Jahr mehr Geld als im letzten ausgeben zu wollen. Dabei sei besonders die Vorabrecherche entscheidend. Nur 23 Prozent der Befragten wollte am Prime Day spontan entscheiden, in welchen Produktkategorien sie einkaufen. Die große Mehrheit gab an, bereits einen Monat vorher zu recherchieren, welche Deals für sie spannend sein werden. Trotz Planung haben ganze 15 Prozent kein festgelegtes Budget für das sie shoppen möchten. Bezüglich der Kategorien bestehen große Übereinstimmungen. Die Mehrheit der Verbraucher möchte Unterhaltungselektronik shoppen. Auch in Deutschland möchten dies 60 Prozent, danach folgen 51 Prozent mit Kleidung und Accessoires und 46 Prozent mit Büchern, Musik und Filmen.
Marketingstrategien und andere Side-Events
Grundsätzlich sind die über eine Million Angebote nur für Prime-Mitglieder verfügbar, doch einige Vorabdeals können auch Nicht-Mitglieder ergattern. Im Netz kursieren diverse Listen, welche die vermeintlich besten Deals anpreisen und viele Einzelhändler reagieren auf den Prime Day mit eigenen Angeboten. Der Marketing-Rummel ist groß und viele nutzen die Gunst der Stunde, um ihre Produkte besonders zu bewerben oder neu auf den Markt zu bringen. So auch diverse Prominente. Einige spezielle Celebrity Deals hat Business Insider aufgelistet.
Mit Musik für mehr Umsatz: Auf dem Prime Day-Konzert treten Stars wie Taylor Swift auf. © Screenshot Amazon Mit dem Prime Day Concert sollte schon vorab noch mehr Aufmerksamkeit auf das Event gezogen werden. Mit Taylor Swift als Headlinerin und anderen Stars wie Dua Lipa, SZA und Becky G im Programm, bietet Amazon Prime-Mitgliedern schon im Vorfeld eine große Show. Am 10. Juli wurde das Konzert live gestreamt und steht Mitgliedern danach für begrenzte Zeit auf Prime Video zur Verfügung. In München lud Amazon Music zum #PrimeDay Live Konzert mit den Fantastischen Vier und Clueso.
Die Einzelhändler nutzen die Chance – und ziehen mit
Die Begeisterung für Online-Verkaufsevents nimmt zu und befeuert die Nachfrage nach weiteren ähnlichen Gelegenheiten. Mit der großen Begeisterung der Verbraucher für Online-Shopping-Events ergeben sich auch für andere Einzelhändler große Chancen. Einzelhändler sollten darüber nachdenken, eigene Events einzuführen,
sagt Brian Elliott, Partner und Head of Innovation von Periscope, über die Ergebnisse der Studie. Das nehmen sich viele Einzelhändler zu Herzen und gehen in Konkurrenz mit Amazon. Ebay kündigte für den 15. Juli einen Crash Sale an und scherzte dabei über Amazons Serverabsturz im letzten Jahr. Sollte es dieses Jahr wieder zu Problemen kommen, verspricht Ebay zusätzliche Schnäppchen auf der eigenen Seite. Auch deutsche Anbieter wie Shoop.de ziehen mit und veranstalten eigene Event-Tage. Der „Shoop-Day“ verzeichnete in seiner ersten Ausgabe 2017 bereits 775.000 Euro Umsatz, was im Folgejahr um 92 Prozent auf knapp 1,5 Millionen Euro stieg. Für den dritten Shoop Day, der dieses Jahr stattfindet, erwartet das Unternehmen noch mehr Aufmerksamkeit, was weitere Umsatzsteigerungen für die teilnehmenden Händler bedeuten sollte. Die Begeisterung der Verbraucher für derartige Events zeigt sich in den getätigten Transaktionen: Nach eigenen Angaben verzeichnet Shoop.de an einem normalen Geschäftstag etwa 8.000 Transaktionen. Am Shoop Day 2018 lag diese Zahl bei 20.000.
Mit dem Shoop Day setzen wir ein Gegengewicht zum Prime-Day. Händler erreichen durch die starke Aufmerksamkeit an diesem Aktionstag eine erhebliche Umsatzsteigerung und das mit einem wesentlich geringerem Investment als bei Amazon,
erklärte der Geschäftsführer von Shoop.de, Veit Mürz, die Motivation für das eigene Event. Dass der Amazon Prime Day wieder ein Erfolg wird, steht wohl außer Frage. Händler und Unternehmen können die Chance für sich nutzen und mit eigenen Rabatten und Angeboten auf den Zug aufspringen und die kaufwilligen Verbraucher einsammeln.

Audio Streaming in Deutschland: Zwei Drittel der Nutzer streamen täglich

Audio Streaming in Deutschland: Zwei Drittel der Nutzer streamen täglich

Der Bitkom hat eine repräsentative Umfrage in Deutschland gemacht, um den Status quo des Audio Streamings unter die Lupe zu nehmen. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Nutzer sogar mehrmals täglich im Stream hören, ob Musik, Podcast oder Radio. Downloads von Musik und Co. sind dagegen nur noch wenig populär.
Fast drei Viertel hören regelmäßig via Streaming
Die Studie zum Wachstum des Audio Streamings hatte die Befragung von 1.007 Personen ab 16 Jahren in Deutschland zur Grundlage. Unter den Personen waren jedoch erstaunlicherweise nur 822 Internetnutzer. Folgende Fragen wurden den Teilnehmern gestellt:
Welche der folgenden Möglichkeiten nutzen Sie zumindest hin und wieder, um Musik zu hören bzw. zu streamen?
Welche Inhalte hören Sie sich über Musik-Streaming-Dienste zumindest gelegentlich an?
Wie häufig nutzen Sie Musik-Streaming-Dienste im Internet?
Als übergeordnetes Ergebnis ist zu bemerken, dass 72 Prozent der Befragten mindestens hin und wieder per Audio Stream etwas hören. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine nur geringe Steigerung von drei Prozent. 55 Prozent nutzen Spotify, Deezer, Apple Music und Co. zum Musikhören, aber auch 53 Prozent gaben an, über YouTube oder Vimeo Musikvideos zu rezipieren. So hat der Account von YouTube Musik über 100 Millionen Abonnenten, während Millionen Menschen einfach so ihre Musikvideos dort schauen.
Der Account YouTube Musik hat 106 Millionen Abonnenten, © YouTube Spotify hat derzeit über 200 Millionen monatlich aktive Nutzer, Deezer lag zu Jahresbeginn bei 14 Millionen.
© Statista Immerhin jeder Dritte hört auch Radio über den Audio Stream. Bitkom-Experte Dr. Sebastian Klöß erklärt:
Audio-Streaming hat sich in der Breite der Gesellschaft durchgesetzt. Der Vorteil liegt auf der Hand: Dank Streaming haben Nutzer Millionen von Audiotiteln immer sofort verfügbar. Außerdem erhalten sie Vorschläge zu Interpreten und Titeln, die zu ihren Hörvorlieben passen.
Der Download von Musikdateien auf das eigene Gerät geht hingegen zurück, ist aber noch für 38 Prozent der Befragten ein Thema.
Diskrepanzen bei den gehörten Inhalten
Unterschiede zeigen sich bei dieser Befragung bei den Hörern in Bezug auf das, was eigentlich gehört wird. Beinahe jeder der Audio Streaming-Hörer hört so Musik (98 Prozent). Doch nur 21 Prozent gaben an, hierüber Podcasts zu hören, bei Hörspielen oder Hörbüchern waren es nur noch 14 Prozent. Die Frequenz des Streamings nimmt jedoch zu. Klöß sagt:
Das Angebot der Musik-Streaming-Dienste ist so groß wie nie und wächst beständig. Immer mehr Plattformen produzieren eigene Exklusiv-Inhalte, um Nutzer zu binden.
Daher kehren auch 65 Prozent der Hörer täglich zu den Streaming-Inhalten zurück, 26 Prozent davon mehrmals pro Tag, und weitere 15 Prozent immerhin häufiger pro Woche. Das Streaming-Potential ist in Deutschland, betrachtet man diese Studie isoliert, also noch längst nicht ausgeschöpft. Dienste können mit Abos noch mehr Nutzer für sich gewinnen, wozu die Originals nur beitragen dürften. Bei kostenfreien Angeboten bietet es sich für Werbetreibende an, relevante Zielgruppen mit passenden Ads zu versorgen. Auch das Gebiet des Programmatic Audio dürfte in den kommenden Jahren an Relevanz gewinnen. Gerade die Zahl der Podcast-Hörer sollte sich bis zu einer neuen Auswertung 2020 deutlich erhöhen – und ganz neue Werbemöglichkeiten freigeben, die zum Teil schon ausgelotet werden. Mit „Strg-Alt-Entf“ bietet der Bitkom übrigens einen eigenen Tech-Podcast an.

Audio-Streaming ist beliebter denn je: 72% der Internetnutzer hören zumindest hin und wieder Musik per Streaming. Podcasts hört jeder Fünfte Streaming-Nutzer. Wer noch auf der Suche nach einem Podcast ist: Hier geht es zur neuen Folge von Strg-Alt-Entf: https://t.co/nfQZKbtDUX
— Bitkom (@Bitkom) July 4, 2019

Dass man bei Podcasts über Cookie-losen Traffic ein Targeting aufziehen muss, sollte den Marketern klar sein. Doch auch hierfür gibt es bereits gute Lösungsansätze.

Sinkendes Engagement auf Instagram: Das können Marketer tun

Sinkendes Engagement auf Instagram: Das können Marketer tun

Auf Plattformen wie Instagram, die viel zu Marketingzwecken genutzt werden, sind die Accounts davon abhängig, dass mit ihren Posts auch interagiert wird. Das Engagement der Nutzer, also wie viel Prozent der erreichbaren Nutzer auch mit Content interagieren, kann dementsprechend als Erfolgsindikator dienen. Trust Insights hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Engagement auf Instagram im bisherigen Jahr zu untersuchen und hat vor allem Eines festgestellt: Die durchschnittliche Engagement Rate ist besonders seit Mai gesunken.
Seit Mai sank die Engagement Rate
Für die Datenerhebung wurden im Zeitraum von 1. Januar bis zum 24. Juni 2019 über 3.500 Markenaccounts auf Instagram und insgesamt 1.430.995 Posts (keine Stories) analysiert. Der kleinste Account hatte zum Zeitpunkt der Untersuchung eine Followeranzahl von 12.451 und der größte von 8,53 Millionen. Die Engagement Rate errechnet sich, indem die totale Anzahl der Interaktionen mit einem Post durch die Anzahl der Follower zum entsprechenden Zeitpunkt geteilt wird.
© TrustInsights.ai Wie an der Grafik zu erkennen ist, sinkt die Engagement Rate seit Mai beständig ab, bis sie am 23. Juni bei 0,8 Prozent vorerst ihren Tiefpunkt erreichte. Wie Trust Insights erkannte, liegt dies mehr an einem Rückgang an Likes und nicht so sehr an weniger Kommentaren. Ein Grund für den Rückgang sei nicht erkennbar; schließlich waren die Zahlen bisher den Großteil des Jahres stabil. Auch an eventuellen API-Veränderungen kann es nicht liegen – zumindest wurde nichts über solche auf dem Facebook Developer Blog verlautet.
Nicht nur Marken bekommen diese Veränderung zu spüren. Besonders auch individuelle Accounts von Influencern erfahren einen starken Rückgang in der Engagement Rate.
Was können Marketer tun?
Wer große Teile seiner Marketingstrategie auf Instagram verlegt hat, sollte über entsprechende Maßnahmen nachdenken. Die weitere Entwicklung lässt sich nicht vorhersagen, doch in einem Teufelskreis sorgt geringes Engagement auf längere oder eher kürzere Sicht für weniger Visibility, die in noch weniger Engagement resultiert. Um dagegen anzugehen, haben Marketer nun einige Möglichkeiten.
Wie wir schon oft berichtet haben, ist das Engagement in Instagram Stories besonders hoch, so kann es sich auszahlen, bestimmte Feed Posts in Stories zu promoten.
Natürlich nutzen einige Marketer Anzeigen, um ihre Post Performance zu verbessern.
Wer beispielsweise einen Newsletter oder eigenen Blog hat, kann über diese Kanäle zu dem Profil und einzelnen Posts verlinken und so mehr Aufmerksamkeit auf das Profil ziehen.
Trust Insights rät vor allem dazu, weniger auf Algorithmus-abhängige Plattformen wie Facebook und Instagram zu vertrauen und eher auf private Slack-/ Discord-Gruppen, Foren oder E-Mail-Verteiler zu setzen. Realistisch gesehen, ist dies jedoch nur als Zusatzmaßnahme und nicht als Ersatz für Instagram und Facebook zu sehen.

Pinterest Top Trends verraten, was Kunden im Sommer sehen wollen

Pinterest Top Trends verraten, was Kunden im Sommer sehen wollen

Noch immer fristet Pinterest ein Dasein im Schatten von Instagram oder Facebook, zumindest was die Nutzerzahlen angeht. Doch was haben wir von Microinfluencern gelernt? Nicht die größte Followerzahl zählt, sondern vielmehr das Engagement und die Loyalität der Einzelnen zählt. Ähnlich ist es auf Pinterest. Die Nutzerzahl steigt beständig – und liegt mittlerweile bei 291 Millionen aktiven Nutzern -, doch was die Plattform interessant für Werbetreibende macht, ist die Aktivität und das Engagement der Nutzer.
Das ist im Juli 2019 angesagt
Bubble Waffles sind auch herzhaft im Trend. © Pinterest Um zu erkennen, ob es sich für ein Unternehmen lohnt, auf der Plattform einzusteigen, bzw. um den Einstieg zu vereinfachen, hat Pinterest jetzt die Top Trends des Juli 2019 veröffentlicht. Für jede Marke, die sich mit einem der Trends identifizieren kann, stehen die Chancen gut, dass es sich lohnt, die App zu öffnen und sich in das Geschehen einzubringen.
Die Trends des kommenden Monats stehen dabei alle im Zeichen des Sommers und der Leichtigkeit. Die Suche nach pastellgelber Einrichtung stieg um 73 Prozent im Vergleich zu letztem Jahr, „Food Paintings“ wurden um 63 Prozent mehr gesucht. Der absolute Trend sind derweil weiße Gärten, die im Mondlicht leuchten (+167 Prozent YoY). Doch Pinterest ist nicht nur für Einrichtungs- und Dekoideen bekannt. Besonders im Vordergrund stehen auch immer wieder Essen und Getränke. Trendy im Juli: „Bubble waffles“ (+55 Prozent), „medieval recipes“ (+27 Prozent) und der „frozen moscow mule“ (+134 Prozent). Für Advertiser kann es besonders sinnvoll sein, die lokalen Trends im Blick zu behalten, um besser auf das Publikum in der Nähe einzugehen.
Ein Blick auf die lokalen Trends nach Ländern. © Pinterest Business Wie können Unternehmen die Erkenntnisse nutzen?
Kein Wunder, dass Klassiker wie der beliebte Moscow Mule im Sommer einen eiskalten Siegeszug halten. Pinterest empfiehlt, „frozen“ zum Kampagnen-Targeting hinzuzufügen, um bei dem Trend dabei zu sein. Wer im Einrichtungs- oder Gartensektor unterwegs ist, kann darüber nachdenken, auf die Trends einzugehen und die nächste Ware entsprechend in Szene zu setzen – vielleicht mit pastellgelben Kissen oder einem weißen Blumenarrangement im Hintergrund. Auch in anderen Bereichen, wie z.B. Eventplanung kann dieses Wissen gut angewandt werden. So wird ein Werben mit einer Nachthochzeit, dekoriert mit im Mondlicht leuchtenden Blumen, sicher für Aufmerksamkeit sorgen und viel Zuspruch erhalten.
Für tiefergehende Erkenntnisse verlinkt Pinterest in dem Bericht auf das Audience Insights Tool.

Marvel mischt Mode mit eSports: Zielgruppen-Matching im Digitalzeitalter

Marvel mischt Mode mit eSports: Zielgruppen-Matching im Digitalzeitalter

Dass Medienreferenzen eine kluge Möglichkeit sind, um alltäglliche Produkte viral zu machen, durfte man kürzlich erst feststellen, als Burger King zur Bewerbung der dritten Stranger Things-Staffel den Upside Down Whopper vorstellte. Marvel Comics, 2009 übernommen von Disney, geht nun eine Partnerschaft mit der eSports-Mannschaft Team Liquid ein, um gemeinsamen Merchandise und Content zu produzieren.
Superhelden im eSports
Der in Kooperation bereitgestellte Merchandise umfasst bisher zwei Jerseys, jeweils im Design von zweien der wohl renommiertesten Marvel-Helden, Captain America und Iron Man. Ebenso liegt ein Jersey vor, welcher stilistisch an die Anzüge aus Avengers: Endgame angepasst ist und ein T-Shirt, welches das Marvel- und Team Liquid-Logo überkreuzt. Zwar handelt es sich hierbei bisher um eine nur sehr kleine Anzahl an Modeartikeln, jedoch sind noch weitere Artikel und mehr Content geplant. Erste Reaktionen von Fans von Teilnehmern der eSports-Szene scheinen bisher weitestgehend positiv.

WHOAAAA those jerseys look SICKKK 🔥 🔥 🔥
— Isaac CB (@RiotAzael) June 27, 2019

Eine Kooperationen, die man im eSports zunächst wohl für unerwartet hielt, vielerlei Fans erfreut. Mit dieser Partnerschaft liegt ein weiterer Indikator für das Marketingpotential von eSports vor, wenn selbst so große Namen wie Marvel sich nun an solche Zusammenarbeiten wagen.
Das Überschneiden der Zielgruppen
Der Begriff „Nerd“ ist längst nicht mehr pejorativ zu verstehen. Er ist eine Identifikation, mit der Leute sich brüsten können. Mit dem sie sagen: „Ja, ich mag Harry Potter und Dr. Who und Pokémon und Superhelden und eSports“ und überhaupt. Mit der Anerkennung dieser Vorlieben können auch Marketer arbeiten, die diverse Zielgruppen mit Marken- oder Branchen-überschneidenden Kampagnen oder gar Joint Ventures erreichen und im Bestfall zu kunden machen können. Ergo bietet sich hier eine Zielgruppe, die vielseitig ansprechbar ist und innerhalb dieser Kooperation nutzen Marvel und Team Liquid diese Vielfältigkeit für sich. Es werden sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Mit derartigem Merchandise liegt eine klassische Win-Win-Situation vor. Sowohl Marvel als auch eSports Fans freuen sich über neuen Merchandise, Team Liquid und Marvel freuen sich über Kunden, Fans und Reichweite. Viel klarer als mit Captain America-Anzug und Team Liquid-Logo in einem kann man sich nicht als stolzer Fan brüsten – und für diesen Zweck ist das Merchandise perfekt geeignet.