Snapchat in Zahlen: App verzeichnet 39 Prozent Umsatzplus

Snapchat in Zahlen: App verzeichnet 39 Prozent Umsatzplus

Snapchat wurde lange Zeit als innovative und richtungsweisende, aber auch wenig lukrative Social App eingestuft. Doch gerade junge Nutzer tummeln sich zusehends bei Snapchat und Probleme bei Facebook, Twitter oder Instagram, gepaart mit einigen spezifischen Angeboten, die Snapchat attraktiv machen, sorgen für mehr Nutzer und steigende Werbeeinkünfte. Die Zahlen sprechen für die App; doch hält das Wachstum an und können wieder mehr Nutzer gewonnen werden?
Endlich starke Geschäftszahlen für die populäre App
Der Quartalsbericht für Q1 2019 hatte es in sich. Und die Nachrichten waren zum großen Teil positiv. Die Werbeeinnahmen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 39 Prozent auf 320 Millionen US-Dollar im ersten Quartal an. Einige Analysen waren von 306 Millionen ausgegangen. Entsprechend positiv reagierte die Aktie und stieg an der Börse zunächst um sechs Prozent.
Die Zahl der weltweit täglich aktiven Nutzer stieg gegenüber Q4 2018 um vier Millionen auf 190 Millionen an, im Vorjahresvergleich (191 Millionen im ersten Quartal 2018) bleibt die Zahl jedoch enttäuschend. Das geringe Nutzerwachstum könnte sich jedoch noch verstärken. Immerhin erreicht die App nach eigenen Angaben 90 Prozent aller 13- bis 24-Jährigen in den USA und 75 Prozent der 13- bis 34-Jährigen. Trotzdem stiegen die Nutzerzahlen zum ersten Mal seit dem ersten Quartal 2018 und das auch in Nordamerika, wenn auch nur um einen Prozentpunkt gegenüber Q4 2018. Auch in Europa und im Rest der Welt gab es minimale Zugewinne.
Snapchats CEO Evan Spiegel kommentierte die Ergebnisse:
In the first quarter we delivered strong results across our business with growth in daily active users and revenue. Our new Android application is available to everyone, with promising early results. This month we announced several new products that we believe will drive further engagement and monetization. As we look towards the future, we see many opportunities to increase our investments, and will continue to manage our business for long-term growth.
Für das zweite Quartal 2019 erwartet Snapchat Werbeeinkünfte im Bereich von 335 bis 360 Millionen US-Dollar. Mit dieser Erwartung könnte man die Zahlen von eMarketer erreichen. Das Unternehmen hatte zuletzt prognostiziert, dass die Werbeeinkünfte 2019 insgesamt um 30 Prozent auf 1,36 Milliarden US-Dollar steigen würden, während der Marktanteil im digitalen Werbemarkt auf 0,4 Prozent beziffert wurde. Im Mobile Ad-Markt sollte er bei 0,7 Prozentpunkten liegen. In Sachen Nutzerentwicklung hatte die Prognose 297,7 Millionen monatlich aktive Nutzer wurden vorhergesagt, während ein Nutzerschwund um 2,8 Prozent in den USA und um 2,3 Prozent im UK angenommen wurde. eMarketer geht davon aus, dass die Zahl der Nutzer in Großbritannien weiter abnehmen, in den USA dagegen ab 2020 konstant wieder steigen wird. Das Marktforschungsunternehmen hatte jedoch betont, dass die eigene Methodologie von den jeweils unternehmenseigenen abweicht.
Snapchat bleibt innovativ und populär
Ohnehin zählt sie zu den populärsten sozialen Medien, die App Snapchat. Das liegt auch daran, dass sie unique ist, also eine ganz andere Nutzererfahrung liefert als etwa Facebook, Instagram oder sogar TikTok. Die Popularität liegt ebenso in den immer neuen Features begründet, die von Facebook und Co. mitunter erfolgreich kopiert wurden; so sind die Stories ursprünglich bei Snapchat aufgetaucht, ehe sie sich vor allem bei Instagram zu dem Format schlechthin entwickelten.
Die zahlreichen Optionen wie AR Lenses oder Kooperationen mit Amazon tragen dazu bei, dass die App immer mehr Möglichkeiten zur Monetarisierung wahrnimmt. Diese ist jedoch nicht so ausgeprägt wie etwa bei Instagram, weil man sich lange Zeit gegen umfassende Werbemaßnahmen gewehrt hatte und weil Influencer hier weniger vertreten sind, da etwa Follower- oder Like-Zahlen nicht angezeigt werden. Nach dem Börsengang im Jahr 2017 sah es für das Unternehmen Snap Inc. nicht immer rosig aus. Doch einige Veränderungen – darunter das Snapkit als Developer Platform und insbesondere die Möglichkeit, Stories und Ads in externe Apps wie Tinder zu exportieren – haben dem Unternehmen wieder Auftrieb verschafft. Auch die angekündigte Gaming-Plattform könnte zum Erfolg werden.
Besonders die kommenden Quartalsberichte werden richtungsweisend
eMarketers Forecast-Analystin Debra Aho Williamson bemerkte demnach vor kurzem:
Snapchat has shown signs of positive momentum in recent weeks, such as the news that the overdue Android app is finally starting to roll out, as well as the launch of a gaming platform at the Partner Summit earlier this month. But it’s too early to say if those initiatives will help it gain users. And since both were announced in April, after the end of Q1, the impact, if there is one, won’t be felt until at least Q2. However, we do think Snapchat will continue [to] show ad revenue growth this year. It has been able to monetize its audience through a combination of unique ad formats and programmatic (self-serve) buying that is attractive to some advertisers.
Vor allem der Launch der runderneuerten Android App-Version soll Snapchat auf entsprechenden Geräten reibungsloser laufen lassen. Sie ist 25 Prozent „kleiner“ als die vorige und soll um 20 Prozent schneller laden.
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Mit den zumeist positiven Ergebnissen des Quartalsberichts wird das Unternehmen sehr zufrieden sein – und viele Anleger ebenso. Die Einkünfte von 320 Millionen US-Dollar und die Aussicht auf eine noch größere Zahl in Q2 lassen hoffen. Vielleicht kann in einem digitalen Raum, in dem neuartige Lösungen und Features weiter stark an Bedeutung gewinnen, sogar noch mehr Boden gut gemacht werden. Das nur geringe Nutzerwachstum bleibt unterdessen alarmierend. Gerade hier gilt es, Engagement und Interesse zurückzugewinnen. Die Zahl der einzigartigen Funktionen und inzwischen auch vielen Ad-Optionen könnte hier eine tragende Rolle spielen. Wenn es Snapchat letztlich gelingt, in den Zukunftsmärkten wie Mobile Gaming aufzutrumpfen, könnten die Werbeeinkünfte und Nutzerzahlen ganzheitlich steigen. Das erfahren wir dann aber erst im Bericht zu Q2, da die Gaming-Plattform und andere starke Features erst im April vorgestellt wurden.

Byte – was kann der Nachfolger von Vine?

Byte – was kann der Nachfolger von Vine?

Vor 18 Monaten verkündete Dom Hofmann, einer der Gründer von Vine, dass er mit einer Nachfolgeversion der Erfolgs-App aufwarten würde, nachdem diese zuerst von Twitter gekauft und dann im Januar 2017 eingestellt wurde und somit eine ganze Community heimatlos machte.
Die Vine-Community wartet auf „V2“
Die neue App – V2, wie sie zunächst heißen sollte – läuft jetzt unter dem Namen Byte und soll bald zum Herunterladen verfügbar sein, wie TechCrunch berichtete. Die ersten 100 Einladungen zum Testen der Beta-Version wurden gestern ausgesandt.

just sent out 100 byte beta invites for our first closed test, which starts tomorrow. will expand to more testers soon
— byte (@byte_app) 22. April 2019

Der Twitter-Account beschreibt die App als „a new looping video app by the creator of vine *coming spring 2019*“. Ehe Byte aber frei downloadbar ist, liegt der Fokus laut Hofmann erstmal auf dem ausführlichen Testen der Beta-Version. Unter der ersten Auswahl an Testern wurde besonders darauf geachtet, eine ausgewogene Mischung aus Android- und iOS-Geräten sowie den verschiedenen Geräten herzustellen. Weitere Einladungen sollen folgen. Mitglieder der ehemaligen Vine Community fieberten bereits dem Start der App entgegen und hatten sich in eine Liste eingetragen, um einen der Plätze zu erhalten.
Das macht Byte aus
Die sechssekündigen Loop-Videos lassen sich in der derzeitigen Version der App nicht hochladen, sondern nur mit der In-App-Kamera aufnehmen. Der Feed zeigt die Posts in einer umgedreht chronologischen Reihenfolge. Bisher ist nur das Liken und Kommentieren von Posts möglich, nicht jedoch das Folgen von anderen Accounts. Nächste Schritte in der Entwicklung der App sollen auch mit Uploads und Profilen herumprobieren.

the byte beta we’ve been running with friends and family *feels* exactly like the vine friends and family beta, down to the weird but appealing randomness of the videos. that’ll change as we expand, but it’s a pretty good sign pic.twitter.com/rBbQrNtTJ7
— dom hofmann (@dhof) 22. April 2019

Auf Twitter und dem Byte-eigenen Forum wird die neue App von Fans schon sehnsüchtig erwartet. Ob diese Community ausreicht, um sich in dem jetzt von TikTok maßgeblich geprägten Bereich behaupten zu können, ist fraglich. Schließlich punktet die chinesische Video-App derzeit mit immer höheren Download- und Nutzerzahlen. Auch mehr und mehr Werbetreibende entdecken die Plattform für sich und produzieren eigens passenden Content, der als Anzeige im Feed auftauchen kann. Während TikToks Content überwiegend aus Synchronisationsvideos besteht, möchte Byte sich von dem meist von Teenagern produzierten Content distanzieren und mit eigenen Inhalten ein anderes Publikum ansprechen. Das eröffnet auch weitere Möglichkeiten für Werbetreibende. Noch ist es zu früh, um über Werbemaßnahmen nachzudenken, doch wie wir an TikTok beobachten konnten, wächst eine Plattform oft schneller als erwartet und erfordert Flexibilität und schnelles Handeln. Es kann sich also lohnen, ein Auge auf die Entwicklung von Byte zu haben.

Instagram: Wird die Zahl der Likes bald nicht mehr angezeigt?

Instagram: Wird die Zahl der Likes bald nicht mehr angezeigt?

Es wäre ein völlig ungewohntes Bild: keine Anzeige der Zahl der Likes bei Instagram Posts. Doch genau das hat die Plattform anscheinend zuletzt getestet. Durch eine Abkehr von der Like-Anzahl soll womöglich nicht nur der Content stärker in den Fokus gerückt werden. Auch der kompetitive Druck unter Nutzern ließe sich reduzieren. Sehen wir bald einen starken Wandel der Social Media?
Keine Like-Zahl bei Instagram im Test
Die bekannte Expertin für Reverse Engineering, Jane Manchun Wong, hat im Code der Android App Instagrams wieder eine Neuigkeit entdeckt, die auf die Nutzer zukommen könnte. Dabei handelt es sich um eine Ansicht der Posts, die keine konkreten Zahlen zu den Likes angibt, wie es bislang der Fall ist.

Instagram is testing hiding like count from audiences,
as stated in the app: “We want your followers to focus on what you share, not how many likes your posts get” pic.twitter.com/MN7woHowVN
— Jane Manchun Wong (@wongmjane) April 18, 2019

Likes sind beinahe zu einer Art Währung geworden, die über die Relevanz von Beiträgen und Nutzern entscheiden kann. Gerade für Influencer sind solche Messwerte für ihren Inhalt von Bedeutung. Allerdings werden Beiträge oftmals gerade dann noch mehr geliked, wenn sie ohnehin zahlreiche Likes vorweisen. Der Mentalität, sich auf die Like-Zahlen zu konzentrieren – und darüber hinaus womöglich den Content etwas zurückzustellen – könnte Instagram jedoch Einhalt gebieten. Wie Josh Constine bei TechCrunch berichtet, sollen nur die Nutzer, die den Post auf die Plattform stellen, sehen können, wie viele Likes er erhält. Für die anderen gilt laut Instagram:
We want your followers to focus on what you share, not how many likes your posts get. During this test, only the person who shares a post will see the total number of likes it gets.
Der Test deutet noch nicht darauf hin, dass es tatsächlich zeitnah zu einer Änderung kommen wird. Trotzdem könnte sich das Bild bei Instagram verändern, wenn die Likes nicht mehr prominent mit einer Zahl angegeben werden.
Wie sieht die Like-Angabe im Test aus?
Wong, die einen Screenshot generieren konnte, präsentiert darauf einen Post, der Likes generiert hat. Wie viele, das kann nur sie sehen.
Post bei Instagram ohne Like-Anzahl, Quelle: Jane Manchun Wong Angegeben wird in diesem Beispiel, dass „deletescape“ und weitere Nutzer den Post geliked haben, dazu werden drei Profilbilder gezeigt. Instagram hat gegenüber TechCrunch bestätigt, dass es sich um ein internes und prototypisches Design handelt, das für die Öffentlichkeit nicht einsehbar ist.
We’re not testing this at the moment, but exploring ways to reduce pressure on Instagram is something we’re always thinking about,
gab ein Sprecher an. Der Druck ist bei vielen Nutzern hoch, weil sie sich darauf konzentrieren, möglichst viele Likes zu erhalten. Das bringt ein mitunter auch ungesundes Wettbewerbsdenken hervor, welches in psychologischen Stress bedingt durch Social Media ausarten kann. Zwar würde die Zahl der Likes immer noch Einfluss auf das Ranking im Feed haben, sollte sie verborgen werden, aber diese Zahl – die nebenbei ebenso durch Bots oder Mechanismen manipuliert werden kann – wäre nicht mehr das Zentrum der Aufmerksamkeit bei Posts. Das würde jedoch bedeuten, dass die Zahl der Follower und Kommentare noch mehr an Gewicht gewinnen könnte.
Wie wichtig sind die Likes am Ende?
Über die Antwort auf diese Frage lässt sich streiten. Während einige Nutzer es durchaus begrüßen könnten, wenn keine Like-Anzahl mehr angezeigt wird, dürften andere dieses Vorhaben rundheraus ablehnen. Denn insbesondere Influencer stützen ihr Geschäft und ihre Präsenz bei Instagram auf Kennzahlen wie Follower, aber auch Likes. Snapchat beispielsweise, das keine solchen Kennzahlen anzeigt, hat sich für Influencer bisher als weniger fruchtbare Plattform erwiesen.

It can be really annoying and unhelpful for some companies that are looking for influencers :/
— Maciej Synowski (@synowski_maciej) 19. April 2019

Diesen Faktor wird Instagram bedenken müssen. Dennoch ist erkennbar, dass ein zu starker Fokus auf Like-Zahlen zu einer Belastung führen kann. Constine erklärt zudem, dass Instagram-Gründer Kevin Systrom ihm bereits 2016 dargelegt hatte, dass die Stories bei Instagram ein Feature sind, das den Druck von Nutzern nehmen soll, indem die Zahl der Likes an Relevanz verliert. Mit einer verdeckten Zahl von Likes ließe sich der Gedanke des Teilens von Inhalten stärker hervorheben. Instagram wäre somit mehr Social als Competitive Media.
Ob es allerdings einer solchen Regulierung bedarf, ist zumindest strittig. Dass die sozialen Medien als Plattformen für sozialen, und geschäftlichen, Wettbewerb genutzt werden, ist letztlich nur folgerichtig, wenn sich dort so viel abspielt. Und selbst wenn die Likes bei Instagram künftig nicht mehr in Zahlen angezeigt werden – die Nutzer werden andere Wege finden, um sich zu vergleichen. Wichtiger als eine Ausblendung dieser Like-Anzahl scheint für das psychische Wohlergehen aller vielmehr eine Lösung, um verletzende, rassistische, misogyne usw. Kommentare erfolgreicher zu filtern und zu entfernen. Wir dürfen gespannt sein, welche Änderungen es letzten Endes zu Instagram schaffen.

Neues Facebook Feature: 3D Fotos in deinen Stories

Neues Facebook Feature: 3D Fotos in deinen Stories

Mit dem Posten von 3D Fotos stellte Facebook im letzten Herbst eine weitere Möglichkeit vor, etwas frischen Wind in deine Timeline zu bringen. Bisher durfte dieses Feature sich nur über wenige Nutzer freuen, doch kündigte Facebook über den Oculus Blog die nun verfügbaren, neuesten Änderungen an, um dieses Feature für Nutzer ansprechender zu gestalten. Mit diesen Neuerungen und dem Wechsel auf aktuellere Smartphones, den immer mehr Nutzer mit der Zeit vollziehen werden, könnte dieses Feature sich eventuell doch noch über mehr Aufmerksamkeit freuen.
Mehr Anwendungsbereiche
Die 3D Bilder bedienen sich eines grundsätzlich komplizierten Systems, einfach erklärt wird jedoch die in neueren Handys integrierte Dual Camera genutzt. Diese stattet das Bild mit einer konstruierten Tiefenebene aus, welche letztendlich 3D Bewegung ermöglicht und somit einen optisch beeindruckenden Effekt. Dies erfolgt, sofern das Bild nicht im Panoramamodus aufgenommen wurde. Da diese Funktion nur in sehr aktuellen Smartphones integriert ist und Facebook, wenn auch angekündigt, noch keinen Support für Android bietet, erhofft man sich mehr Anwendung durch Integrierung der 3D Fotos in Stories. Diese verschwinden somit nach 24 Stunden und geben den Usern somit eher das Gefühl von Aktualität und dem am Tag Geschehenen.

Landscape painting on the easel (view into the distance)
Gepostet von Ocean Quigley am Sonntag, 4. November 2018

Das Bild wird wie gewohnt im Newsfeed hochgeladen und hier besteht dann die Möglichkeit, es in der eigenen Story hochzuladen, wo andere User dann dieses betrachten können. Dieses Feature wird ebenfalls am PC verfügbar sein, wenn auch unter wesentlich komplizierteren Umständen. Um 3D Fotos am PC hochzuladen, muss nämlich eine separate Depth Map File angelegt werden, wodurch sich das letztendliche Bild nicht einfach so hochladen lässt, sondern vorerst konvertiert werden muss.
Dreidimensionale Meisterwerke
Über wie viel Anwendung sich das neue Feature schließlich freuen darf, bleibt noch abzuwarten, jedoch liegen bereits erste, überaus beeindruckende Resultate vor.

Self Portrait (with depth)
Gepostet von Ocean Quigley am Sonntag, 14. Oktober 2018

Selbstverständlich werden wohl eher Selfies und Bilder aus der Innenstadt als tausende Ölmalereien in der Timeline gepostet werden, nichtsdestotrotz ist der Anblick erheblich ansprechender und das kreative Potential, das den Nutzern damit geboten wird, bestätigt sich in den gezeigten Posts von Ocean Quigley bereits, weshalb es sich hierbei um weitaus mehr als nur ein banales Feature handeln könnte. Künftig werden die Stories von Freunden und die eigene Timeline eventuell wesentlich attraktiver. Denn ab kommenden Monat wird die Funktion auch für Android ausgerollt, beginnend mit Samsungs Geräten der Kennzeichnung Galaxy Note 8, Galaxy Note 9, Galaxy S9+, Galaxy S10e, Galaxy S10, Galaxy S10+ und Galaxy Fold.
Was für die Nutzer nach einem ansprechenden Feature aussieht, könnte sich auch für Marketer als eine überaus wertvolle Option entpuppen. Immerhin ist die Kombination des populären Stories Features mit der innovativen 3D Technologie als mögliche Grundlage für visuelle Ads vielversprechend.

AMP Stories kommen in die Googlesuche

AMP Stories kommen in die Googlesuche

Seit letztem Jahr gibt es die AMP Stories von Google, die Publishern die Möglichkeit bieten über das populäre Format Inhalte quasi per Storytelling zu vermitteln. Nun sollen die AMP Stories nach und nach in die Suche integriert werden, was ihnen eine enorme Aufmerksamkeit bescheren könnte. Immerhin soll es dafür eigens einen Block in den Suchergebnissen geben.
Die AMP Stories: Google mischt populäres Format mit eigener Marktmacht
Bei Google sind die Menschen aufgrund verschiedenster Motivationen unterwegs. Manche suchen Produkte, andere Definitionen oder nach Namen, wieder andere googlen nach News usw. Dabei hat sich die Googlesuche schon extrem weiterentwickelt. Das Knowledge Panel bedeutet immer häufiger No Click-Suchen, während beispielsweise Videos gerade in der mobilen Suche bei den SERPs prominent sind.
Damit Publisher über Google noch mehr Aufmerksamkeit generieren, hat Google Anfang 2018 die AMP Stories eingeführt. Mit ihnen können News visuell ansprechend und an die Rezeption aus Social Media angelehnt vermittelt werden.

Bei der AMP Conference wurde nun verkündet, dass die AMP Stories in den kommenden Wochen und Monaten direkt für die Googlesuche ausgerollt werden.

AMP Stories now appears in a dedicated section in search results for general queries such as “things to do in Tokyo”. It’s a new opportunity to attract users in SEO. #ampconfpic.twitter.com/3oFHflL8FW
— Kenichi Suzuki💫鈴木謙一 (@suzukik) April 17, 2019

Das Feature startet zuerst in den USA, soll dann sukzessive weiter ausgerollt werden. Wer also künftig bei Google nach etwas sucht, kann in den SERPs auf die AMP Stories stoßen, die zur Suchanfrage passende Inhalte bereitstellen. Dabei werden die Stories in einem eigenen Block angezeigt. Zunächst wird dies im Kontext von Reisen eingeführt. Bei der Präsentation war die Suchanfrage „things to do in Tokyo“.
Stories bei der Suchanfrage nach Dingen, die man in Tokio machen kann (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © The AMP Channel Der Start mit dem Reisebereich wird damit erklärt, dass Stories besonders in diesem Kontext ein besseres Verständnis von etwaigen Reisezielen vermitteln können. Bei der Vorstellung auf der AMP Conference wurde auch dargelegt, was Nutzer beachten sollten. Jedenfalls ist der Einsatz von Rich Media und Text für eine gute Experience der Nutzer sinnvoll; so können ihnen ganz neue Suchergebnisse vermittelt werden.
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AMP Stories sollten mehr adaptiert werden; und sie lassen sich monetarisieren
Google und das AMP Project ermutigen nicht nur dazu, mehr auf AMP zu setzen, um mobile Inhalte schneller zu machen, sondern auch Stories zu kreieren, die die Nutzer auf relevante Inhalte aufmerksam machen. Dazu gibt es eigens ein Best Practice Video zum Erstellen dieser AMP Stories. Dabei geht es vor allem darum, ein Datum und das eigene Branding zu integrieren, Visuals passend zurechtzuschneiden, Animationen und ansprechende Captions einzusetzen oder über Anhänge weitere Inhalte an die Story zu knüpfen.
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Immer wieder fällt in diesem Kontext das Stichwort Storytelling. Denn das ist es, was Nutzer in Social Media wie Instagram langfristig begeistert; und Publisher beispielsweise können mit einem social-esquen Format auf mehr Engagement und Klicks hoffen. Vor allem dann, wenn die Stories direkt in der Googlesuche auftauchen. Noch können wir die Ansicht aus dem Vortrag nicht reproduzieren – doch das dürfte nur eine Frage der Zeit sein.
Die Stories könnten auch deshalb ein Erfolg für das AMP Project werden, weil sie sich monetarisieren lassen. Seit letztem Sommer finden sich verschiedene Optionen dafür, etwa die Auto Ads Extensions für das Einfügen von Werbeanzeigen.
Ads als Monetarisierungsmöglichkeit in den AMP Stories, © Google, Github CTAs wie Explore, Shop, Read oder Install lassen Advertisern diverse Möglichkeiten. Schon zu dieser Zeit wurden für das visuelle Layout der Stories neue Komponenten hinzugefügt.
Mit der Integration in die Googlesuche kann Google die AMP Stories prominent anzeigen und auf lange Sicht sicherlich als populäre Alternative in den SERPs etablieren. Damit können Publisher auf eine von Google ausgehende ganz neue Interaktion mit den Nutzern hoffen. Doch bedarf es dazu zum einen der Kreation passender und hochwertiger Stories, zum anderen müssen sich die Entwickler dieser im Wettbewerb um die beste Platzierung schon jetzt auf eine Stories SEO einstellen. Für den Nutzer kann das nur gut sein; und für Publisher eröffnet sich gleichsam ein ganz neuer Zugang, über den die visuell-textliche Informationsvermittlung des populären Formats zum Publikum gelangen kann.

Aus Versehen: Facebook speichert E-Mail-Kontaktlisten von neuen Nutzern

Aus Versehen: Facebook speichert E-Mail-Kontaktlisten von neuen Nutzern

Business Insider berichtete als erstes von dem neuesten Ausrutscher, der Facebook in Sachen Privatsphäre unterlief. Von 1,5 Millionen Nutzern, die sich neu auf dem Sozialen Netzwerk anmeldeten, wurden die E-Mail-Kontakte von Facebook eingesammelt und gespeichert. „Aus Versehen“, wie Facebook versichert.
Seit 2016 wurden die Daten gesammelt – erst diesen April fiel es auf
Es begann im Mai 2016. Vor dieser Zeit war es Nutzern möglich, ihren neu erstellten Account via E-Mail zu verifizieren und Facebook gleichzeitig Zugriff auf die E-Mail-Kontakte zu erlauben, um schneller Freunde auf Facebook zu finden. In besagtem Monat wurde das Feature geändert und der Hinweis auf den Zugriff verschwand – doch das Einziehen der Kontakte ging weiter. Die so erworbenen Daten wurden in Facebooks System eingespeist und halfen, das Netzwerk weiter auszubauen und Usern weitere Freunde vorzuschlagen. Ob die Daten auch zu Targeting-Zwecken gebraucht wurden, ist noch nicht klar.
Ein Sprecher von Facebook gab gestern an, dass der Tech-Gigant den Ablauf bis April dieses Jahres nicht bemerkt habe. Erst als die Option, sich per E-Mail-Passwort zu verifizieren, nicht mehr angeboten wurde, fiel das Versehen auf.
Sieht so Zuckerbergs Vision der „privacy-focused platform“ aus?
In den nächsten Tagen sollen alle betroffenen Nutzer benachrichtigt werden. Facebook plant, die fälschlich erworbenen Kontakte aus ihrem System zu löschen. Außerhalb von Facebook sollen die Daten nach eigenen Angaben nicht veröffentlicht worden sein.
CEO Mark Zuckerberg reagierte auf die vorangegangenen Skandale der letzten Monate Anfang März mit einem Statement, in dem er versprach, den Fokus der Plattform vermehrt auf Privatsphäre zu setzen. Dass nur einen guten Monat nach seinem Versprechen der nächste Privatsphäre-Skandal Kritik an dem Sozialen Netzwerk hervorruft, lässt das Vertrauen in seine Zukunftsversion des Internets nicht steigen.
Nachfolgend findet sich das komplette Statement eines Sprechers von Facebook zu dem Vorfall:
Last month we stopped offering email password verification as an option for people verifying their account when signing up for Facebook for the first time. When we looked into the steps people were going through to verify their accounts we found that in some cases people’s email contacts were also unintentionally uploaded to Facebook when they created their account. We estimate that up to 1.5 million people’s email contacts may have been uploaded. These contacts were not shared with anyone and we’re deleting them. We’ve fixed the underlying issue and are notifying people whose contacts were imported. People can also review and manage the contacts they share with Facebook in their settings.
Die Auswirkungen des neuen Skandals
Wie die rechtlichen Konsequenzen für das Unternehmen aussehen werden, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass Nutzer empört sind und ihrem Ärger auf Twitter und Co. Luft machen. Ashkan Soltani, ein ehemaliger Chief Technologist der Federal Trade Commission, der sich auf Privatsphäre und Sicherheit spezialisiert hat, tweetete heute:

I concur that this is one of the most legally actionable behaviors by @facebook to date. I’m confident regulators will be taking a look.
Whether it will be included as part of the pending #cambridgeanalytica settlement or started as a new investigation is the question https://t.co/PhuryyroE3
— ashkan soltani (@ashk4n) 18. April 2019

Facebook bringt neuen Ads Manager und verspricht überarbeiteten Business Manager

Facebook bringt neuen Ads Manager und verspricht überarbeiteten Business Manager

Zwei der zentralen Tools für Werbetreibende auf Facebook werden mit einer Reihe von Updates versehen: der Ads sowie der Business Manager. Um Kampagnen über diese zu erstellen, zu analysieren und zu managen, werden im Laufe des Jahres Änderungen eingeführt. Der Ads Manager erhält jedoch schon jetzt ein neues Interface.
Ein vereinfachter Ads Manager
Das neue Interface des Ads Managers soll vor allem eine simplere Navigation haben. Auch ein cleaneres Design und eine verbesserte Erfahrung im Kampagnen-Management werden in Facebooks Blogpost versprochen. Demnach finden Nutzer eine neue Navigationsleiste vor, die zum einen mehr Platz zum Managen von Ads und zum Hervorheben von Tools bietet. Zum anderen können mit dieser Insights zu Ad Performance und zu Berichten leichter herausgestellt werden.
Der neue Ads Manager bei Facebook (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Facebook Die Erfahrung beim Kreieren von Kampagnen soll ebenfalls optimiert werden. Das wird angestrebt, indem durch Copy and Paste-Verfahren mehr Funktionalität und Flexibilität beim Erstellen von Ads gewährleistet wird. Zusätzlich hilft ein Auto-Naming Feature dabei, Kampagnen, Ad Sets und all die Namen schneller und simpler einzuordnen. Tools, die Advertiser ab dem kommendem Jahr verwenden können, sind zudem intuitive Creatives für die Ads sowie neue Features für die Werbeplatzierung.
© Will Francis – Unsplash
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Auch der Business Manager wird neu gestaltet
Im Laufe des Jahres wird außerdem der Business Manager überholt. Dabei sollen Agenturen die Kampagnen ihrer Klienten noch einfacher und schneller aktivieren können. Dazu trägt ein Prozess bei, der das reibungslose Onboarden neuer Kunden erlaubt, während die historischen Daten der Klienten im Bericht ebenfalls einfacher verwaltet werden können. Darüber hinaus lassen sich im Business Manager-Konto simpler Assets einzelnen Personen und Kunden zuschreiben.
Neue Partner lassen sich im Business Manager bald noch einfacher integrieren, © Facebook Die neuen Tools und Interfaces sollen den Advertisern letztlich nicht nur eine reibungslosere Experience ermöglichen, sondern vor allem ihre Effizienz steigern. Inwieweit Facebook seine Advertising Tools neu designt, um diesen Zielen gerecht zu werden, können Interessierte hier nachvollziehen. Einen Leitfaden für Einsteiger beim Werbeanzeigenmanager Facebooks stellt die Plattform ebenso bereit.
Mit dem Update der von zahlreichen Advertisern genutzten Tools dürfte Facebook seine mächtige Stellung im digitalen Werbekosmos weiter festigen. Denn die Lösungen des Sozialen Netzwerks bleiben für viele Kampagnen eine wichtige Ausgangsposition; umso mehr, wenn die Verwaltung dieser Kampagnen weiter vereinfacht wird.

Chiquita und Snapchat lassen mit Snapcodes die Banane tanzen

Chiquita und Snapchat lassen mit Snapcodes die Banane tanzen

Anlässlich des Tags der Banane, dem dritten Mittwoch im April, kooperieren Snapchat und Chiquita Brands International mit einer Aktion, die Snapchat-Nutzer begeistern dürfte. Bis Ende Mai werden auf den Bananen im Supermarkt Snapcodes auf den unverkennbaren blauen Stickern der Marke zu finden sein. Werden diese von den Usern gescannt, können sie die, eigens zu Ehren der Banane erstellten, Linsen nutzen.
Bananenliebhaber verwandeln sich durch die Linse selbst in ihr Lieblingsobst
Drei verschiedene Lenses sind zu der Aktion verfügbar. Die „World Lens“ verwandelt den Snapchatter in eine tanzende Chiquita-Banane, die „Face Lens“ lässt das Gesicht des Nutzers zu einer Banane werden und die „Gamified Lens“ eröffnet ein kleines Minispiel, in dem fallende Bananen in einer Obstschale aufgefangen werden müssen, um Punkte zu sammeln.

200 Millionen Bananen wurden mit dem speziellen Snapchat-Sticker versehen. Seit Anfang April sind die Bananen in den USA zu finden, in den folgenden Wochen wurden sie weltweit in die Gemüseabteilungen gebracht und sollen dort einen Monat lang zu finden sein. Wer keine bekommen hat oder die Lenses direkt ausprobieren möchte, kann auch die Snapcodes auf der Chiquita-Seite scannen und direkt heute zum Tag der Banane seinen Freunden passende Snaps schicken.
Chiquita zeigt sich up-to-date

Bananas are among the top sellers across grocery stores, making them present on almost every kitchen counter or table across the country. Chiquita will be the first brand to bring Snapchat visual recognition technology in the fresh produce aisle. This provides Chiquita a unique opportunity to leverage its iconic Blue Stickers as a powerful touchpoint with the Millennial and Gen Z consumers to interact with the brand in a fun, and relevant way,

gab Jamie Postell, Director of Sales North America für Chiquita, an. Schon in der Vergangenheit hatte Chiquita bewiesen, dass das Unternehmen gerne Partnerschaften eingeht und den blauen Sticker verändert. So zierten die Bananen u.a. schon die Figuren aus Ice Age oder den Minions. 2017 trugen die Bananen pink, um auf den Breast Cancer Awareness Month of October aufmerksam zu machen.
© Chiquita Die Integration von Snapcodes spricht das begehrte Publikum unter 25 an, das langsam anfängt, seine eigenen Lebensmitteleinkäufe zu tätigen. Früh die Marke im Bewusstsein der jungen Kunden zu festigen und sich durch gelungene Promoaktionen bei der Gen Z präsent zu machen, kann auch im Lebensmittelbereich von echtem Vorteil sein.

Ende des Newsfeeds? Facebook testet Mischform aus Posts und Stories

Ende des Newsfeeds? Facebook testet Mischform aus Posts und Stories

In einem aufsehenerregenden Test verbindet Facebook seinen Newsfeed mit dem populären Stories Interface. Sowohl Posts als auch Stories könnten damit in einer Art Carousel durchgeswiped werden, was den Newsfeed letztlich zu einem Stories Feed verwandeln und den Scrolldown ablösen könnte. Ein so drastischer Einschnitt würde jedoch auch für das Facebook Advertising eine große Veränderung bedeuten.
Ändert Facebook wirklich seinen berühmten Newsfeed?
Die Expertin für Reverse Engineering, Jane Manchun Wong, entdeckte den Test in der Android-Version Facebooks. In seinem Bericht zum Thema erklärt Josh Constine bei TechCrunch, dass Facecbook ihm gegenüber bestätigt hat, dass es sich um eine frühe Entwicklungsstufe eines Tests handelt, um eine neue Navigation für den Newsfeed bei der Plattform zu etablieren. Allerdings werde das Feature nicht öffentlich getestet.
Wong zeigt, wie das Ganze aussehen könnte.

Facebook is testing to turn News Feed into Story Feed pic.twitter.com/83H7VWcgmD
— Jane Manchun Wong (@wongmjane) April 15, 2019

Es ist deutlich zu sehen, dass die Facebook-Beiträge ähnlich wie die Stories bei Instagram karussellartig und horizontal per Swipe durchgeschaut werden können; das würde im Umkehrschluss auch ein Ende des vertikalen Scrolldowns bedeuten. Wong zeigt per Sreenshot ebenso, dass die Stories Features quasi in den Newsfeed Content integriert werden können.

This integrates Posts and Stories into one, allowing users to consume both within the same reel of content
P.S. Screenshot: pic.twitter.com/f6l4xk27D6
— Jane Manchun Wong (@wongmjane) 15. April 2019

Weiterhin demonstrierte sie, wie sich Posts von Freunden, bekannt aus dem Feed, in der neuen Feed-Version direkt mit Stories abwechseln.

Here’s an example of how Stories are shown together with regular Posts
The left side is a regular photo post of my friend changing profile picture. The right side is my friend’s Story. And both of these are shown within the same UI pic.twitter.com/Fi2Mfqg2rX
— Jane Manchun Wong (@wongmjane) 15. April 2019

Während die Vorstellung, den altbekannten Newsfeeds Facebooks zu überholen und der Stories-Rezeption, wie sie bei Instagram für viele Nutzer im Vordergrund steht, stärker anzupassen, für Facebook vielversprechend sein könnte, weil so wieder mehr Engagement generiert werden könnte, bleiben in dieser frühen Testversion Schwachstellen. Denn Jane Manchun Wong erwähnt, dass der Timer bei diesem Interface nicht stoppt. So müssen auch längere Posts in sechs Sekunden gelesen werden; Wong relativiert jedoch, dass es sich dabei um einen Bug handeln könnte. Womöglich wird dies durch das Festhalten mit dem Daumen auf dem Display gelöst werden. Als Feature wäre dies jedenfalls problematisch. Die ersten Reaktionen auf die mögliche UI sind bei Twitter ebenfalls negativ gefärbt.

Oh god no.
Are they trying to get the kids back?
— m 🇦🇴🇵🇹 (@mprodrig) April 15, 2019

Content vs. Ads? Inwieweit werden Werbetreibende betroffen sein?
Ein Gedanke, der sowohl Facebook als auch den Advertisern auf der Plattform bei einer Kombination aus Newsfeed und Stories-Format kommen dürfte, ist die fehlende Sichtbarkeit von Ads durch den Mangel an Scrolling. Das könnte pessimistisch betrachtet zu einer Beeinträchtigung des Werbesystems führen. Allerdings werden beim Swipen durch den hybriden Stories Newsfeed ebenso Sponsored Posts angezeigt, ganz so wie im aktuellen Newsfeed.

This UI also shows the regular Sponsored Posts like how the News Feed would pic.twitter.com/yvnKlMoVLi
— Jane Manchun Wong (@wongmjane) 15. April 2019

Auf diese Weise könnte die Aufmerksamkeit für eine Werbeanzeige beim Nutzer sogar gesteigert werden, weil sie ihm visuell – und wenn auch nur für einen kurzen Moment – womöglich präsenter ist als beim Durchscrollen im Newsfeed. Immerhin sind Stories Ads formatfüllend. Die potentiell wirkungsvollere Werbeplatzierung in einem News/Stories-Umfeld hätte für Advertiser eventuell Vorteile, genauso aber auch für Facebook. Denn das Unternehmen dürfte für derlei Ads mehr Geld verlangen.
Constine vermutet zudem, dass das Soziale Netzwerk auf diesem Wege den Wandel vom Newsfeed, der für viele User an Bedeutung verliert und damit für Werbetreibende ebenfalls zu einem unbeliebteren Umfeld wird, zu einem Stories Feed vollziehen und gleichzeitig den Advertisern das Werben in diesem Format nahebringen kann. Immerhin sind Stories das Format der Zeit, selbst bei Facebook und im Messenger sind über 300 Millionen Menschen in Stories aktiv, während bei WhatsApp und Instagram 450 beziehungsweise 500 Millionen hinzukommen. Schon im vergangenen Jahr kündigte das Unternehmen an, dass 2019 das Teilen über Stories die im Newsfeed geteilten Beiträge überholen dürfte. Ob es dazu allerdings kommt, ist noch nicht mit Sicherheit zu sagen. Zumindest in Sachen Reichweite sind die Social Media Feeds bei Instagram oder Facebook den Stories noch deutlich voraus.
Das Ende des Newsfeeds, wie wir ihn kennen?
Der Newsfeed Facebooks bietet weiterhin eine gute UX, wenn es darum geht, diverse Posts mit einigem Textinhalt zu scannen und zu lesen. Allerdings ist der Newsfeed anders als etwa bei Twitter weniger von Text als vielmehr von visuellen Inhalten, von Ads und Videos beherrscht. Die Aufmerksamkeit für den Newsfeed hat längst nachgelassen und insbesondere mobil greifen User gern auf die Funktion des Swipens zurück, um visuellen Content präsentiert zu bekommen.
Ob und wann wir tatsächlich eine so starke Veränderung des Newsfeeds sehen werden, ist derweil noch nicht klar. Doch Facebook hat zwar trotz all der Skandale 2018 weiterhin eine ungemein große Nutzerbasis, diese interagiert aber weniger mit Inhalten als beispielsweise bei Instagram. Eine Änderung der Nutzererfahrung ist daher über kurz oder lang nur folgerichtig. Die hybride Form von Newsfeed und Stories könnte für Facebook letztlich einen sinnvollen Übergang schaffen, der verschiedene Entwicklungsstadien von Social Media verbindet und im Bestfall die Differenzen überbrückt. Und selbst für Werbetreibende könnte das zum Vorteil werden, wenn zum Beispiel unskippable Stories Ads integriert würden. Stories Ads gibt es bereits seit letztem Jahr bei Facebook. Das würde von den Usern sicher nur toleriert, wenn dieser neuartige Feed genau ihren Geschmack trifft. Zum Glück hat Facebook hierfür noch genug Zeit zum Testen; genügend Daten als Grundlage für eine optimale Newsfeed/Stories-Erfahrung sind jedenfalls vorhanden.

Shoppable Ads auf TikTok liefern Marken Einnahmen und Insights zu Gen Z

Shoppable Ads auf TikTok liefern Marken Einnahmen und Insights zu Gen Z

Langsam nimmt die Social Media Plattform TikTok auf dem Radar der Werbetreibenden einen größeren Platz ein. Schon Ende Januar berichteten wir über die Intergrierung von Ads in der App und die Herausforderungen, die damit einhergehen. Denn Werbung zu kreieren, die sich nahtlos in den kreativen UGC der Plattform einfügt, ist keine einfache Aufgabe.
Die hohen Downloadzahlen weisen auf ein großes Potential hin
Die Möglichkeiten, die sich für Werbetreibende in der App ergeben, werden gerade erst angekratzt. Nach Angaben von SensorTower war die App im ersten Quartal 2019 die am dritthäufigsten heruntergeladene Non-Gaming App. 18,9 Millionen US-Dollar konnten im Q1 an Einnahmen generiert werden. Bei einem Nutzerzuwachs um 70 Prozent im letzten Jahr liegt hier ein Markt mit sehr großem Potential vor.
Die Anzeige von Hollister auf TikTok. (Mit einem Klick auf das Bild gelangst du zu einer größeren Ansicht.) Die Nutzer- und Downloadzahlen sprechen für sich, ebenso das hohe Engagement der Gen Z. Kein Wunder also, dass Unternehmen anfangen wollen, den Markt zu testen. TikTok bietet verschiedene Angebote für Marken, ihre Werbung zu schalten. Derzeit gibt es zwei Möglichkeiten, Anzeigen auf der Plattform unterzubringen. Entweder als Video Ads im Feed der App, die zwischen dem UGC auftauchen, oder Vollbildanzeigen, die die Seite bedecken, wenn die App geöffnet wird. Besonders branded Hashtags werden gerne genutzt, um die User dazu zu ermutigen, ihren eigenen Content unter dem markeneigenen Hashtag zu produzieren und zu posten.
Beide derzeit möglichen Varianten von Ads auf TikTok lassen die Integration von Links zu Seiten außerhalb von TikTok zu. Laut Adweek reichen die Kosten für Vollbildanzeigen von 50.000 bis 100.000 US-Dollar und die für eine sechstägige promotete Challenge mit einem branded Hashtag bis zu 150.000 US-Dollar.
Hollister testet Ads in TikTok mit zufriedenstellenden Ergebnissen
Modelabel Hollister testet derzeit die in-feed Video Ads. Ein „Shop Now“-Button leitet die Nutzer weiter auf eine Seite, die sich noch in der App öffnet und auf der die Nutzer neue Klamotten shoppen können.
TikTok has been on our radar for a little while, and this opportunity opened up a couple of weeks ago to try it. At this point, it’s really more about that test and learn. But so far, we’re pretty excited about the results that we’re seeing,
gab Michael Scheiner, Senior Vizepräsident im Marketing von Hollister, Adweek gegenüber an. Derzeit analysiert die Marke das Engagement und die Reichweite der Kampagne und – obwohl keine konkreten Zahlen veröffentlicht wurden – gibt an, zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen zu sein. Besonders wertvoll sind für das Unternehmen die Erkenntnisse, die sich aus den Zahlen über das Shoppingverhalten der Gen Z ergeben.
TikTok will bald weitere Optionen anbieten
Gerade für Fashion und Beauty könnte die App aussichtsreiche Möglichkeiten bieten, um die junge Generation von Verbrauchern anzusprechen und für sich zu gewinnen. Auch die Plattform selbst weiß um ihre bisher ungenutzten Möglichkeiten und möchte Marketern bald mehr Optionen bieten, ihre Produkte auf TikTok zu bewerben.