Schnuggs: McDonald’s launcht parodistische Social-Kampagne für Nuggets

Schnuggs: McDonald’s launcht parodistische Social-Kampagne für Nuggets

Wenn man Werbung für eine Fast Food-Kette erwartet, dann hat man Bilder von knusprigen Nuggets, gelbgoldenen Fritten oder saftigen Burgern im Kopf. McDonald’s setzt nun jedoch auf eine Fake Modemarke – Schnuggs –, in deren Kontext die neuen Spicy Chicken McNuggets präsentiert werden. Das wirkt ein wenig parodistisch, aber auch innovativ.
Schnuggs: Der Name klingt und wird in Social Media geteilt
Die Kampagne von McDonald’s, die derzeit in Großbritannien läuft, soll vor allem junge Nutzer in den sozialen Medien ansprechen, besonders die an Instagram und Snapchat gewöhnte Zielgruppe. Ad Age berichtet, dass die stark Social-zentrierte Kampagne im Rahmen der Promo für eine neue Sorte von Chicken MCNuggets stattfindet. So erklärt sich auch der Name: Schnuggs ist die Abkürzung für die Spicy X Chicken McNuggets.
Spicy Chicken McNuggets, Quelle: Social Juicebox Kreiert von der Agentur Leo Burnett London, setzt die Fast Food-Kette voll auf Digitalkultur.

This year’s HOTTEST collab 🔥🔥🔥 Spicy x Chicken McNuggets = #Schnuggspic.twitter.com/RQ3OVxythd
— McDonald’s UK (@McDonaldsUK) August 8, 2019

So wird Schnuggs mit nuggetfarbenem Logo als Mode-Brand inszeniert, die McDonald’s gewissermaßen in den Lifystyle-Kosmos erhebt.

Ultimate accessory goals 😂 #Schnuggspic.twitter.com/4RPvwBvZMV
— McDonald’s UK (@McDonaldsUK) August 8, 2019

Graham Lakeland, Creative Director bei Leo Burnett London, erklärt:
We drew inspiration from these cult-like brands that have this young audience going crazy for their latest product. Therefore, creating a spoof ‘hype beast’ clothing brand to model our new Spicy McNuggets felt like a great fit. This, coupled with a mixture of food-focused posts, helps us create a buzz to become one of the most talked about foods this year.
Sieben Wochen volle Nugget Power
Ganze sieben Wochen werden die neuen Chicken McNuggets auf allen digitalen Kanälen angepriesen und in den Filialen verkauft. Auch in Zeitungen wird das neue kulinarische Produkt promotet.
Die Kampagne geht durch diverse Medien (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), Quelle: Ad Age In Social Media sind zudem eigene Sticker für Schnuggs verfügbar, bei Snapchat gibt es einen entsprechenden neuen Filter, mit dem User zum atmenden Chicken McNugget werden können.
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All diese Spielereien dienen dazu, die neuen Nuggets zu popularisieren. Influencer sorgen mit dem Hashtag #schnuggs ebenfalls dafür.

Die diversen Inhalte zu der Kampagne sorgen online für Aufsehen und bedeuten, dass McDonald’s mit Schnuggs am Puls der Zeit liegt.

I’m now available as a GIF. Bucket list! #schnuggspic.twitter.com/vqUMrlhtLA
— Jake Herbert (@jakebherbert) August 15, 2019

Zwar wirkt die Modemarke wie eine Parodie; vorstellbar ist bei der Popularität der viral gegangenen Promo aber, dass einige User sich die Kleidung sogar kaufen würden. So oder so hat die Marke bewiesen, wie man heutzutage innovativ Zielgruppen erreicht und ein Produkt wie Chicken McNuggets, das per se wenig sexy oder hip wirkt, gekonnt ins Rampenlicht stellt. Was den Geschmack der Nuggets selbst angeht, ist die Debatte eröffnet.

Controversial Opinion: McDonald’s new Spicy McNuggets might just be a bit better than the normal nuggs🤔🍗 @McDonalds#schnuggs
— Jamie Woods (@thesau1) August 8, 2019

Die Werbekampagne über Schnuggs aber ist ein Beispiel für die kreative Finesse der Agentur, ein Gespür für aktuelle Trends und die Möglichkeiten, die Social Media liefern.

TikTok von Scam überflutet: Fake-Accounts und sexuelle Inhalte vermehren sich rapide

TikTok von Scam überflutet: Fake-Accounts und sexuelle Inhalte vermehren sich rapide

Social Media-Plattformen sind ein gefundenes Fressen für Scammer. Gleichzeitig mit der Beliebtheit von Instagram, Facebook und Co. wuchs auch die Zahl der Fakes und anderer Betrüger. Kein Wunder also, dass besonders die stetig wachsende Plattform TikTok momentan mit einem großen Scam-Problem zu kämpfen hat. Das berichtet zumindest Satnam Narangfür tenable in einem 50-seitigen Bericht.
User werden zu pornografischen Inhalten weitergeleitet
TikTok teilt die Meinungen: Die einen finden die Plattform mit ihren kurzen Clips großartig, andere eher peinlich. Nichtsdestotrotz sprechen die eine Milliarde Downloads für sich. Scammer versuchen dementsprechend das wachsende Potenzial von TikTok zu nutzen. Eine wirklich perfide Art des Scams ist das Weiterleiten der User zu pornografischen Inhalten oder Datingseiten für Erwachsene. Gerade in Anbetracht der großen Zahl minderjähriger User ist dies problematisch. Hinzu kommt, dass die Scammer Videos von Frauen in Bikinis oder Sportkleidung von Instagram und Snapchat klauen, auf TikTok posten und dann, mit dem Versprechen auf Nacktfotos und Videos, die User zurück zu einem Snapchat Account locken. Hier wird zudem dazu aufgerufen, via PayPal Geld zu bezahlen, um Premiuminhalte sehen zu können. TikTok User werden so in die Irre geführt und zudem kann der Ruf der Frauen aus den geklauten Videos erheblichen Schaden nehmen.
TikTok selbst sagt, sie seien stetig dabei Fake und Scam, der den Richtlinien der Plattform widerspricht, zu löschen. Jedoch gab das Unternehmen keine Auskunft darüber, wie viele dieser Accounts sich schätzungsweise dort tummeln. Auch kann die Effektivität des Vorgehens gegen Scam infrage gestellt werden, denn durchschnittlich haben die betroffenen Accounts 650 Follower und über 1.700 Likes generiert, bis sie unschädlich gemacht wurden. In einem Extrembeispiel waren es sogar über 12.000 Follower.
Identitätsklau für mehr Likes und Follower
Eine weitere Form des Scams auf TikTok ist es, sich für eine andere Person auszugeben. Scammer stehlen die Inhalte beliebter TikTok-Influencer, übernehmen Profil-Beschreibung und Namen und erstellen so ihren Fake-Account der nur eine einzige Absicht verfolgt: Likes und Follower zu ergattern. Irgendwann, wenn die gewünschte Anzahl vorhanden ist, können die Scammer das Profil einfach in ihren eigenen Privataccount umwandeln und so von den bereits vorhandenen Followern profitieren. Dabei gibt es verschiedene Formen und Vorgehensweisen, die Scammer betreiben und die es schwer machen, den Fake zu erkennen:
1. Eine kleine Namensänderung
Die beliebte TikTok Influencerin Salice Rose hat immer wieder mit Fake Accounts zu tun. Ein beliebter Trick der Scammer hier ist, den Usernamen leicht zu verändern, meist indem untypische Buchstaben genutzt werden. Im folgenden Vergleich kann man sehen, dass das „s“ zum „ś“ und das „e“ zum „ē“ wurde. Usern wird es so erschwert, Fakes auf den ersten Blick zu erkennen. Und das, obwohl die echte Salice Rose durch den „Popular Creator“-Badge verifiziert ist.
© tenable 2. Eine Fan Page aufmachen
Im ersten Moment klingt es vielleicht wie eine Ehre, dass Fans ein Profil erstellen, um ihr Idol zu würdigen. Tatsächlich ist die Intention der meisten dieser Fan Pages jedoch lediglich, vom Erfolg der anderen Person zu profitieren. Diese Accounts klauen und posten ebenfalls die Inhalte beliebter TikTok Influencer und sammeln so Follower und Likes. Einige von ihnen haben den Begriff „Fan Page“ nicht einmal in ihrer Beschreibung erwähnt.
Dieses Beispiel zeigt eine Fan Page, die über 12.000 Follower generieren konnte mit den Inhalten einer anderen Person. © tenable 3. Zweitaccounts oder Backups
Einige Scammer gehen so weit, dass sie ihren Fake Account als Backup des Originals verkaufen, beziehungsweise schlichtweg als Zweitaccount. Dass sich durch diese hinterlistige Methode eine große Anzahl an Followern und Likes generieren lässt, zeigt das folgende Beispiel:
© tenable Besonders schwierig wird das Erkennen von Fake Accounts, wenn diese eine Verifikation erhalten. Dies ist der beliebten Userin Liza Koshy passiert. Auf dem Originalprofil hat sie den „Popular Creator“-Badge. Ihr angeblicher Backup Account hat tatsächlich auch eine Verifikation erhalten, obwohl dieser nicht von Koshy geführt wird. Wie dies möglich wurde, ist nicht bekannt.

Natürlich gibt es auf TikTok neben den aufgezählten Scam-Methoden auch die auf anderen Plattformen übliche Crosspromo von Fake Account zu Fake Account, ebenso wie das Versprechen, man solle einer bestimmten Seite folgen, umso eine große Anzahl kostenloser Follower zu erhalten. Die Auswertung von tenable zeigt wieder einmal eindrucksvoll, dass wir als User auf Social Media-Plattformen immer zweimal hinsehen und nicht alles glauben sollten. Natürlich können wir selbst auch dazu beitragen, TikTok, Insta und Co. Fake-freier zu machen, indem wir entsprechende Seiten melden und blockieren. Doch die Anzahl dieser steigt stetig und ist kaum noch in den Griff zu bekommen.
TikTok gibt an, alle in dem Bericht genannten Accounts gelöscht zu haben und intensiv gegen Scam, der eindeutig gegen die Richtlinien verstößt, vorzugehen. Doch wie ist es dann möglich, dass die Plattform Fake Accounts eine Verifikation erteilt? Narang selbst schreibt in seinem Bericht, dass er denkt, die Scam-Aktivität auf TikTok stecke sogar noch in den Kinderschuhen und wir müssten uns auf noch mehr gefasst machen. Ob es wirklich so kommt, bleibt abzuwarten. Schlussendlich bleibt zu sagen: Wenn dir etwas auf Social Media suspekt vorkommt, halte dich lieber fern und falle nicht auf die betrügerischen Maschen der Scammer herein.

Social Media Market Insights: Learnings aus Q2 für Werbetreibende

Social Media Market Insights: Learnings aus Q2 für Werbetreibende

Werbetreibende hergehört: Das zweite Quartal 2019 liegt hinter uns und die ersten Auswertungen des Markts liegen inzwischen vor. So veröffentlichte der Media Outcome Manager esome aktuell die Social Media Market Insights für Q2. In diesen werden Markt- und Preisentwicklung sowie die neusten Highlights aus Social Media-Plattformen für Werbetreibende zusammengefasst – und vor allem durch interessante Learnings ergänzt.
Facebook oder Instagram? Welche Kampagnen lohnen sich wo?
Im zweiten Quartal des Jahres gab es kaum noch Veränderungen in den Werbebudgets, was zu ebenfalls stabilen Inventarpreisen führte. Dennoch gab es entscheidende Unterschiede in den Preisen für verschiedene Arten von Kampagnen. Während die Inventarpreise für Performance-Kampagnen sanken, stiegen jene für Branding-Kampagnen. Als einen Grund für diese Entwicklung nennt esome Instagram, da die Plattform besonders im Bereich Branding eine große Auswahl an Werbemöglichkeiten bietet.
© esome Ein Blick auf die Werbeausgaben auf Instagram und Facebook zeigt, dass Werbetreibende sich die dort angebotenen Möglichkeiten gern zu Nutze machen – jedoch auf unterschiedliche Weise. Insta besticht vor allem durch die Beliebtheit von Stories und dieser visuelle Fokus der Plattform führt dazu, dass insgesamt 67 Prozent der Werbeausgaben auf Branding-Kampagnen zurückgehen. Auf Facebook zeigt sich ein umgekehrtes Bild. Werbetreibende investieren dort vor allem in Perfomance.
Wie können Videos als Werbeformat am besten genutzt werden?
Auch auf diese Frage geben die neuen Insights Antwort. Die Durchschnittslänge von Werbevideos auf den verschiedenen Plattformen variiert:
Pinterest: 12,9 Sekunden
Snapchat: 13,4 Sekunden
Instagram: 15,3 Sekunden
Facebook: 15,4 Sekunden
Twitter: 21 Sekunden
Doch trotz der unterschiedlichen Länge sollten Werbetreibende beachten, dass die Aufmerksamkeit der Viewer nach neun Sekunden rapide nachlässt. In der Theorie hat esome festgestellt, dass für eine lediglich gute View Rate die Devise „Je kürzer, desto besser“ gilt. Doch Tatsächlich zeigt die Analyse der Video-Viewer im Verhältnis zur Videolänge, dass die Absprungrate zwischen sechs und acht Sekunden sehr gering ist. Daraus ergibt sich: Um wenigstens 50 Prozent der Nutzer und eine bestmögliche Werbewirkung zu erreichen, sollten die Werbetreibenden ihre Message in die ersten neun Sekunden ihres Videos verpacken.
Relevante Plattform-Updates für Werbetreibende 
Die verschiedenen Social Media-Plattformen öffnen sich dem Marketing immer mehr und bieten Unternehmen entsprechende Möglichkeiten. So testet Snapchat beispielsweise einen neuen Button, der Käufe direkt in der App erlaubt, sodass die User diese nicht extra verlassen müssen. Facebook wiederum erweitert sein Video Creation Kit. Es ist nun automatisch möglich, Videos in verschiedene Seitenverhältnisse umzuwandeln und so an die gewünschten Platzierungen anzupassen. Instagram baut weiter auf Influencer Marketing durch das neue Ad-Format „Branded Content“. In Kombination mit der In-App-Kauffunktion können User die vom Influencer präsentierten Produkte direkt in der App kaufen.
Hier ein Beispiel für Instagrams Branded Content. © Instagram Pinterest und LinkedIn legen nach
In den USA gibt es für Pinterest inzwischen ein Bildrecherche-Tool namens „Complete the Look“. User können so beispielsweise Einrichtungs- und Modetipps erhalten, passend zu ihren Vorlieben. Werbetreibende können dadurch ihre Reichweite vergrößern, da ihre Pins durch die rein visuelle Suche eher entdeckt werden. Doch auch in Deutschland bietet Pinterest seit Anfang des Jahres Möglichkeiten fürs Marketing. Besonders Video Ads punkten hier. So schreibt esome:

View-Through-Rates von über 20 Prozent ermöglichten in Kombination mit dem noch sehr fairen Preisniveau auf der Plattform attraktive Costs per Completed Views. Aber auch Traffic-Kampagnen überzeugten bereits mit sehr guten Click-Through-Rates.

Und auch LinkedIn bietet immer mehr Werbe- und Interaktionsmöglichkeiten an. Die Werbeausgaben auf der Plattform steigen stetig, sowohl für B2B- als auch B2C-Produkte.
Die Ergebnisse der Market Insights aus dem zweiten Quartal zeigen also, dass Social Media Marketing relevanter ist als je zuvor – und es auch weiterhin mit steigendem Potential sein wird. Immer mehr Plattformen bieten Werbetreibenden Möglichkeiten, ihre Kunden direkt zu erreichen. Die Frage, die sich jedes Unternehmen jedoch weiterhin selbst stellen muss, ist, welche Plattform es für welche Art von Kampagnen nutzt. Besonders die Zielgruppe ist hier entscheidend, denn die variiert von Plattform zu Plattform. Interessant wird es zu sehen, wie sich Pinterest und LinkedIn weiterentwickeln und wie relevant sie auf dem Werbemarkt werden. Die gesamte Studie könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

Snap bringt Spectacles 3 – und wirbt dafür auf Instagram

Snap bringt Spectacles 3 – und wirbt dafür auf Instagram

Ab Herbst 2019 sind die Spectacles 3 von Snap verfügbar. Das Produkt bietet zwei Kameras, 3D-Ansichten und eine drahtlose Synchronisation mit deinem Smartphone. Das lässt sich der Hersteller etwas kosten. Angepriesen wird die futuristische Brille auf Instagram, der Konkurrenzplattform, die viel von Snapchat kopiert hat.
Wird Snap Inc. von Sepctacles 3 profitieren?
Die ersten Versionen der Spectacles waren aufregende Gadgets, brachten dem Unternehmen Snap Inc. jedoch nur Verluste. Das soll sich nun ändern. Ab Herbst werden die Spectacles 3 auf den Markt kommen. Und Interessierte können schon jetzt eine der limitierten Brillen vorbestellen. Der Preis: 370 Euro. Um die jüngste Variante der Hardware von Snap Inc. zu promoten, hat das Unternehmen bei Konkurrent Instagram einen Post eingestellt.

Mit den Spectacles 3 erhält der Nutzer zwei Kameras, die Videos oder Bilder direkt ans Smartphone senden können. Und das in beeindruckender 3D-Grafik. Diese Momente können dann für Snapchat mit speziellen Filtern und AR-Effekten aufgepeppt werden.

Neben den Features für Social Media ist die Brille auch als Objekt optimiert worden. Ein Edelstahlrahmen fasst die Kamera und Gläser ein. Dazu kommt ein faltbares Etui aus Leder, in dem sich die Spectacles 3 unmittelbar aufladen, sobald sie hineingelegt werden. So fancy und glamourös die Spectacles auch daherkommen, stellt sich doch die Frage, ob sie für Snap Inc. zum Erfolg werden können. Einige User aus dem Promo Video haben die Brille bei Instagram angepriesen. Da sie aber selbst keine riesigen Followerzahlen haben, bleibt der Viralitätseffekt vorerst aus.

Snap setzt auf interne Unterstützung
Obwohl in konkurrierenden sozialen Medien für das neue Produkt mächtig Werbung gemacht wird, setzt das Unternehmen hinter den Spectacles und Snapchat besonders auf interne Hilfe. Ad Age zog eine Stellenausschreibung heran, nach der Snap nach einem Social Media Manager eigens für die Spectacles sucht. Zudem geht aus der Anzeige hervor, dass Snap diverse Creators dazu auffordert, mit den Spectacles Erfahrungen zu machen und diese in Social Media zu teilen, auch wenn es konkurrierende sind. Immerhin geht es um die Awareness für das Produkt.
Der hohe Preis ist ein Indikator dafür, dass Snap mit dem Produkt zunächst nur eine spezifische Zielgruppe anspricht. Womöglich geht es Snap, das in Sachen AR-Innovation als absoluter Pionier gelten kann, mit den Spectacles auch eher um ein Produkt, das die Entwicklung der Technologie und passender Hardware spielerisch vorantreibt, die sich künftig noch besser vermarkten lässt. Über die Spectacles ließe sich vielleicht ein gewisser Umsatz generieren. Richtig wertvoll werden sie aber, wenn sie in Zukunft als Basis oder Beginn für ein vernetztes und AR-befähigendes Produktportfolio betrachtet würden, das in den nächsten Jahren durchaus an wirtschaftlicher Relevanz gewinnen könnte.
Snapchat ist bei den sozialen Medien hinter der Konkurrenz von Facebook und Instagram zurückgeblieben, allerdings auch einzigartiger in seiner Natur. Doch vielleicht gelingt es Snap in Sachen Hardware der Konkurrenz mit populären Produkten zuvorzukommen. Mit den Spectacles 3 wird das wohl noch nicht gelingen; innovativ ist das Feature aber allemal – typisch für Snap.

Interessen statt Nutzern folgen: Twitter arbeitet an Topic Feeds

Interessen statt Nutzern folgen: Twitter arbeitet an Topic Feeds

Die Vorstellung vom Feed, der nur auf einem speziellen Interesse beruht, ist für manchen Twitter-Nutzer sicher nicht abwegig. Das ist abhängig von den Konten, denen man folgt, schon jetzt mehr oder weniger möglich. Derzeit testet die Plattform jedoch die Option, konkreten Themen zu folgen. Gibt es also bald den Feed für Cat Content, Fußball-News oder lustige Memes?
Den Interessen folgen, nicht den Accounts
In einem neuen Experiment möchte Twitter herausfinden, wie sehr die Nutzer daran interessiert sind, in einer Feed-Version einzig auf ein Thema reduzierte Tweets angezeigt zu bekommen. Laut Mashable wird ein Test mit der Bezeichnung „dedicated interest experiences“ durchgeführt. So soll ein Topic Feed in der Timeline etabliert werden, nicht im Entdecken-Bereich. Den Angaben des Publishers zufolge könnten Nutzer bestimmten Themen folgen und dann passende Tweets dazu angezeigt bekommen, auch wenn sie den Accounts, von denen diese stammen, nicht folgen. Außerdem sollen spezifische Themen aber auch gezielt stumm geschaltet werden können.
Allerdings ist der Test für das Feature vorerst sehr begrenzt. Nur auf Android und nur für den Bereich Sport wird er ausgeführt. Sollte es künftig aber zu einem Rollout einer solchen Funktion kommen, so Karissa Bell und Caitlin Welsh bei Mashable, würde Twitter die Themen eigens kuratieren und ein Whitelisting vornehmen, und sich dabei nicht auf eine automatisierte Auswahl verlassen.
Die Inhalte aber würden automatisch generiert werden, sodass über Machine Learning passende Tweets versammelt werden könnten. Wie gut das funktionieren kann, müssen umfassendere Tests zeigen. Auf diese Weise könnte Twitter seinen Nutzern ersparen, über diverse Hashtags Konversationen auf der Plattform zu finden und nachzuvollziehen. Die Hashtags selbst aber wären auch für das Gruppieren von Tweets weiterhin wichtig. Product Lead Kayvon Beykpour erklärte der Presse in einem Briefing im Twitter HQ:
Just as over the last 13 years you’ve been able to follow accounts or mute accounts, we want to allow our customers to follow topics and mute topics. You may decide to turn off politics for the day and only look at puppy Twitter.
Puppy Content könnte einen Feed bestimmen, Screenshot Twitter Mehr Optionen zum Personalisieren – aber kein Edit Button
Bei Twitter wird auch unabhängig von derlei Feed-Optionen immer kräftig getestet und Neues ausgerollt. Zuletzt veröffentlichte man zwei Features, die der Personalisierung der eigenen Twitter-Erfahrung dienen. Zum einen wird bei Android gerade getestet, die Benachrichtigungen während wichtiger Veranstaltungen quasi auf Snooze stellen zu können.

You know when someone’s phone goes off in the theater? Or in a presentation? Or at the movies? Don’t be that person.
We’re testing a way to temporarily snooze notifications on Android, just in case you go viral at an inconvenient time. pic.twitter.com/tSuEjlqWDs
— Twitter (@Twitter) August 13, 2019

Zum anderen, und dieses Feature ist für Android und iOS verfügbar, können Nutzer sich inzwischen benachrichtigen lassen, wenn es eine Antwort auf einen Tweet gibt, an dem sie Interesse gezeigt haben.

You probably have notifications on for your must-follows. Now you can get notifications when there’s a new reply to a Tweet you’re interested in! We’re testing this on iOS and Android now. pic.twitter.com/MabdFoItxc
— Twitter (@Twitter) August 8, 2019

Bei jeder Neuerung und jedem Test werden die Kommentare jedoch durch einen Aspekt dominiert. Es wird immer wieder nach einem Edit Button gefragt. Dagegen wehrt sich das Unternehmen aber nach wie vor. Beykpour meint:

Didn’t shoot it down! Just not a priority right now.
— Kayvon Beykpour (@kayvz) August 14, 2019

So müssen die User mit den aktuellen Funktionen vorlieb nehmen. Vielleicht können sie aber bald zumindest auf ganz spezifische Feeds zurückgreifen, dominiert von je dem Thema, das sie gerade interessiert.

Kreiere Face Filter und Co. für Instagram: Facebook öffnet Spark AR-Effekte für alle

Kreiere Face Filter und Co. für Instagram: Facebook öffnet Spark AR-Effekte für alle

Bisher waren die Features von Spark AR für die Kreation von AR-Effekten bei Instagram in einer geschlossenen Betaphase einzelnen Creators vorbehalten. Jetzt können alle User darauf zurückgreifen und sich künstlerisch ausleben. Für einige Influencer haben die Effekte die Followerzahl erhöht; das und mehr Aufmerksamkeit darf sich nun jeder Instagrammer erhoffen, der sich an neue Filter wagt.Face Filter und Co. für Instagram: Spark AR umfassend ausgerollt
Wie populär jegliche Form von Face Filtern oder Gesichtsvariationsoptionen sind, zeigen diverse Apps wie FaceApp sowie Snapchats immer neue Ideen dazu. Daher hat Facebook bereits im Mai 2018 das Spark AR Studio eingeführt. Die Features wurden jedoch erst richtig populär, als Ende des Jahres eine ganze Reihe von Influencern auf Instagram auf die AR-Effekt zurückgegriffen hatte.

Für Influencer konnte sich der Einsatz von derlei Filtern sogar bezahlt machen. Denn damit konnten sie ihre Follower-Zahl mitunter effektiv erhöhen – auch, weil Follower die eigens kreierten Filter der Creators nur in der App nutzen können, wenn sie diesen folgen, so The Verge. Auf der F8 kündigte Facebook in diesem Jahr dann an, dass man Spark AR aus der Beta nehmen und für alle User zugänglich machen wolle. Und nun ist das Studio für Spark AR in der öffentlichen Beta auf Instagram.

Discover more augmented reality effects – or make your own! 🤩😍🤯Spark AR now lets anyone create custom effects and the new Effect Gallery helps you find the perfect one. https://t.co/cawaRxEeiwpic.twitter.com/TlpM3ObYsi
— Instagram (@instagram) August 13, 2019

Die Popularität der Effekte
Der Relevanz der AR-Effekte für die Influencer Rechnung tragend, hat Facebook direkt auch die Effect Gallery eingeführt. Hier lassen sich neue „Nischen-AR-Effekte“ von aufstrebenden Künstlern der Creator Community entdecken. Dazu müssen Nutzer bloß über „Browse Effects“ im Effekte-Bereich ihrer Instagram-Kamera suchen. Für die Creators bedeutet diese Neuerung einen weiteren Instagram-internen Kanal, um sich einerseits kreativ auszudrücken, andererseits aber auch interessierte User als Follower zu gewinnen. Vor allem aber, um die eigens kreierten Effekte publik und im besten Fall populär zu machen. Vielleicht lassen sich dann bald mehr Effekte entdecken wie dieser, an den Día de los Muertos angelehnte.

Bisher haben bereits über eine Milliarde Menschen die AR-Effekte bei Instagram, Facebook, im Messenger und bei Portal eingesetzt. Diese Zahl sollte nun durch die Nutzungsmöglichkeiten bei Instagram deutlich steigen. Mit Spark AR möchte Facebook schließlich besonders die einzigartigen digitalen Potentiale der Augmented Reality einsetzen, um etwa Stories auszuschmücken, zu nuancieren oder schlichtweg medienwirksamer zu machen. Das dürfte sehr viele Instagrammer ansprechen.
Grafikdesign- und Werbestudentin Aliya Ataulova (@whiteabysses) hat bereits sieben AR-Filter selbst erstellt.

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Sie sagt über Spark AR:
I had never worked with 3D before Spark AR, so all of these portals and hole effects were difficult to understand at first. When you spend time trying and trying, you eventually get what you want — and it all starts to make sense.
Diverse Chancen für Instagrammer
So haben Instagrammer nun diverse Optionen, um Events mit passenden und einfallsreichen Filtern zu versehen, etwa Geburtstage oder Hochzeiten. Oder sogar Kunstaustellungen und Happenings. In der digitalen Kreativszene sollte mit derlei Möglichkeiten auch viel gearbeitet werden. Insbesondere Influencern und Künstlern, die auf Instagram aktiv sind, werden mit Spark AR innovative neue Schaffensoptionen dargeboten. Denn ihre Kunstfertigekeit im Bereich Social Media und Augmented Reality lässt sich hierüber optimal zum Ausdruck bringen.
Wenn auch du daran interessiert bist, kannst du von jetzt an im Spark AR Studio deine Versuche starten oder in Facebooks Spark AR Creators Community mehr darüber erfahren. Und weil Face Filter und ausgefallene Effekte im AR-Bereich derzeit so populär sind, versprechen starke Kreationen nicht nur Likes, Kommentare oder sogar Shares, sondern auch nachhaltig mehr Follower – wenn das kein Anreiz für die Instagram-Gemeinde ist, gerade jene, die ihren Account monetarisieren möchte.

Über Niklas Lewanczik

Niklas hat an der Uni Hamburg Deutsche Sprache und Literatur sowie Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und schreibt als Redakteur über Social Media, SEO und innovative Themen im Kontext des digitalen Marketing. Wenn er sich nicht gerade dem Marketing zuwendet, dann womöglich den Entwicklungen im modernen Fußball oder dem einen oder anderen guten Buch.

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Von Dog Content und Petfluencern: Wie Tiere erfolgreiches Marketing betreiben

Von Dog Content und Petfluencern: Wie Tiere erfolgreiches Marketing betreiben

Die ultimative Zauberformel für gelungene Werbung gibt es wohl nicht, doch es gibt viele Elemente, die dazu beitragen, dass beispielsweise ein Werbevideo im Kopf bleibt – und zwar auf positive Weise und nicht, weil es so nervtötend war. So gehören oft auch Hunde zum Rezept dazu. Schon seit Jahrzehnten nutzen Werbetreibende unsere vierbeinigen Freunde dazu, die Herzen der potentiellen Kunden zu gewinnen – oft mit Erfolg. Mit dem Aufstieg der sozialen Medien hat es jedoch noch ein ganz anderes Format ins Marketing geschafft: sogenannte Petfluencer.
Werbung nur für Hundefutter? Von wegen!
Das Wort ergibt sich aus „Pet“ und „Influencer“ und beschreibt dementsprechend einen fellnasigen Meinungsmacher, der meist einen eigenen Instagram Account besitzt und dort einiges an Followern unter sich vereinen kann. Während Hunde in klassischer Werbung zumindest für Produkte warben, die für Hunde oder ihre Besitzer relevant sind (wie Staubsauger oder Reinigungsmittel), haben Petfluencer eine kaum eingeschränkte Produktpalette. popeyethefoodie wirbt auf Instagram für Essen, aber keineswegs Hundefutter. Von Eiscreme bis Sushi ist alles dabei. Bisweilen wirbt er auch für die lokale Lotterie. Hunde-Influencer Loki konnte unter seinen zwei Millionen Abonnenten zuletzt Werbung für Toyota machen. Fairerweise muss ergänzt werden, dass auch andere Tiere Petfluencer sind, teils sogar sehr erfolgreich; dieser Artikel beschränkt sich jedoch auf Hunde.

Agenturen sorgen für die wachsende Berühmtheit der Vierbeiner
Mittlerweile gibt es Agenturen, die sich dem Erfolg von solchen Accounts verschrieben haben. So zum Beispiel The Dog Agency. Um in der Agentur aufgenommen zu werden, erwartet diese mindestens 50.000 Follower und ein gutes Engagement, so gab Loni Edwards, CEO von The Dog Agency, es in einem Interview mit Fast Company an.

People’s love of pets is not going anywhere, I actually see it expanding and growing. We’re going to see more companies in the travel space working with pets, because people don’t want to leave their pets at home. New fashion companies are popping up, because similarly people want their pets to be stylish, just like themselves. People want whatever they want for themselves for their pets.

Bei der Auswahl helfen Petfluencer, die ihren Fans ausgewählte Marken und Produkte präsentieren und das völlig skandalfrei. Schließlich können die Tiere nicht unangemessene freizügige Bilder von sich posten oder einen Shitstorm durch eine falsche Bemerkung oder Einstellung ernten. Und das zahlt sich aus: mehrere tausend US-Dollar kann ein Post bringen. Dabei kommt es natürlich auf die Anzahl der Follower an. Edwards gibt als Beispiel an, dass ein Hund mit über einer Million Followern mit 10.000 bis 16.000 US-Dollarn pro Post rechnen kann.
Merchandise-Artikel und ein eigenes Buch
Das Wachstum eines solchen Accounts ist dabei nicht auf visuellen Content auf Instagram und Co. beschränkt. Wie Jiff der Pomeranian zeigt, kann es auch weit darüber hinausgehen. Von dem kleinen Zwergspitz gibt es mittlerweile Merchandise-Artikel wie winzige Sammelfiguren und lebensgroße Plüschtiere zu kaufen.

We help them think about what makes sense for them to do next, whether it’s getting a book deal or starting a merchandise line,

erklärt Edwards. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Wettbewerbe bestimmen den Petfluencer des Jahres
Storytelling mit Petfluencern ist auch das Spezialgebiet der Agentur TONY, die zu Karkalis Communications gehört. Am 22. September verleiht TONY erstmalig den German Petfluencer Award. Bis dahin darf jeder für seinen Favoriten abstimmen. Laut eigenen Angaben hatte die Seite schon am ersten Tag über 10.000 Besucher, was nur verdeutlicht, wie gefragt das Thema gerade ist. Die Verleihung wird dann im September in Köln stattfinden, im Rahmen einer Beach-Party. Moderiert wird der Abend von RTL-Moderatorin Sandra Kuhn. Aufgrund der großen Nachfrage wird noch eine zweite Party in München stattfinden.
Trotz allen Versprechungen von großem Ruhm und Geld sollte doch immer das Wohl des Tieres die erste Priorität sein. Bei der Aufnahme in die Agentur werde besonders auch auf die Motivation des Herrchens oder Frauchens geachtet. Alles soll in einem Rahmen geschehen, der dem Tier nicht unangenehm ist oder schadet. Darüber, wie gemütlich Designermode für Tiere ist, wollen wir uns an dieser Stelle kein Urteil erlauben.

Was Unternehmen von “Wisst ihr noch?“ über Reichweitenaufbau lernen können

Was Unternehmen von “Wisst ihr noch?“ über Reichweitenaufbau lernen können

An der Spitze der deutschen Videopublisher auf Facebook steht nicht etwa ein Fernsehsender oder ein Newsmedium wie Spiegel, Bild und Co. Vielmehr ist es die Medienmarke „Wisst ihr noch?“ – insgesamt mehr als drei Millionen Fans lassen sich jeden Monat von den kreativen Inhalten unterhalten und erzeugen allein auf Facebook monatlich mehr als 50 Millionen Views. Als Gründer und Chief Content Officer der Seite, gebe ich euch hier Einblicke in unsere Strategie und teile mein Wissen darüber, wie ihr mit Nischenthemen große Reichweite und loyale Fans erzeugen könnt.
Der größte deutsche Videopublisher auf Facebook ist kein etabliertes Medienunternehmen, sondern die Fanpage „Wisst ihr noch?“ It’s all about content! Nische vs. Massenpublikum
Das Wichtigste für eine Social Media-Präsenz ist das Thema – nur so können Seiten aus der Masse herausstechen und das Publikum für sich begeistern. Als ich „Die 90er! Wisst ihr noch?“ 2009 ins Leben rief, war die Sparte Retrotainment bei Facebook bislang kaum besetzt. Ursprünglich war die Seite ein reines Hobbyprojekt – quasi „am lebenden Objekt“ konnte ich hier Testen und Experimentieren, um Social Media besser zu verstehen. Das Retrotainment-Konzept funktionierte von Anfang an und unser erster Post – ein Bild von den ikonischen Buffalos aus den 90ern – wurde zu meiner anfänglichen Überraschung oft geteilt – der erste virale Erfolg von „Wisst ihr noch?“. Es war nur ein logischer Schritt, irgendwann auch über den Tellerrand der 90er-Jahre hinauszublicken – und so startete ich zusätzlich das Projekt „Die 2000er! Wisst ihr noch?“.
Learning: Ein Thema mit einem großen Publikumspotenzial ist gleichermaßen geeignet wie eine kleine, aber bislang unbesetzte Nische. Wichtig ist: Kopiere nicht bereits bestehende Konzepte und Ideen, sondern besetze ein Thema für dich, um dich durch Deinen Pionierstatus langfristig als Experte zu positionieren.
Der erste Beitrag von Wisst ihr noch auf Facebook erzielte bereits überdurchschnittlich viele Interaktionen. First things first! Erst auf eine Plattform spezialisieren
Bis 2017 sind beide Seiten massiv gewachsen und wir erkannten allmählich das riesige Potenzial, das in den Marken steckt. Für eine weitere Professionalisierung und das weitere Wachstum der Seiten war Unterstützung notwendig geworden. Aus diesem Grund schlossen wir uns mit der Performance Marketing-Agentur cormes zusammen, die von nun an als eine Art Inkubator fungiert. Die Früchte der Zusammenarbeit ernteten wir schon im gleichen Jahr: der Launch der eigenen Website wisst-ihr-noch.de, der Start einer weiteren Facebookseite „Wisst ihr noch?“ ohne konkret festgelegtes Jahrzehnt, ein YouTube- und Instagram-Kanal.
Learning: Wähle zu Beginn die richtige Plattform und konzentriere dich auf diese. So kannst du ausprobieren, welche Themen oder Postings beim Publikum besonders gut ankommen und dir einen ersten Fankreis aufbauen. Bei uns begann die Reise – auch, weil es damals deutlich weniger große soziale Netzwerke gab – auf Facebook. Ist Deine Zielgruppe eher auf Instagram anzutreffen, solltest du dort beginnen. Anschließend kannst du dich mit diesem Wissen auch auf weitere Plattformen erweitern. Da du bereits einen kleinen Fankreis hast, hast du somit einen kleinen Startvorteil, da die Marke bereits bekannt ist. Die Zusammenarbeit mit weiteren Partnern, wie in unserem Fall cormes, gibt dir den nötigen Schub in Form von Manpower, Produktionsflächen und -resourcen, um die Präsenz auf weitere Kanäle auszuweiten.
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Alle Macht den Nutzern! Content-Produktion ist keine Einbahnstraße
Die weitere Professionalisierung in Zusammenarbeit mit cormes bedeutete auch, dass wir in Berlin-Kreuzberg ein eigenes Videostudio einrichteten. An diesem Ort produzieren wir seitdem eigene Content-Formate für sämtliche Kanäle, oft mit der Unterstützung von Gaststars, die einen starken Bezug zu den 90ern oder 2000ern haben. Von Anfang an haben wir uns dabei bewahrt, dass unsere Community nicht nur aus Content-Konsumenten besteht, sondern selbst an der Kreation beteiligt ist. User Generated Content ist daher ein bedeutender Bestandteil im Content-Mix von „Wisst ihr noch?“. Aus diesem Grund waren unsere Nutzer auch bei der Entwicklung unseres ersten Offlineproduktes, einer CD mit den größten Liedern aus den 90ern, beteiligt – anhand von Umfragen konnte aus einem großen Pool an Liedern gewählt werden. Die beliebtesten Songs schafften es dann auf das Album.

Learning: Greifst du mit Deiner Marke ein ganz neues Thema auf, hast du einen gewissen Startvorteil. Springst du dagegen auf einen Trend auf oder willst ein Thema besetzen, bei dem es schon viele Mitbewerber gibt, ist weitere Planung notwendig: Wie soll der Content aufbereitet werden? Wo soll er herkommen? Welche Inhalte werden überhaupt gezeigt? Wir haben gelernt, dass man die Community und Feedback stets ernst nehmen sollte. Content-Produktion ist keine Einbahnstraße, wo die Produzenten auf der einen und die Konsumenten auf der anderen Seite stehen. User Generated Content und ein enges Miteinander mit den Fans sorgen dafür, dass diese sich mit der Plattform noch besser identifizieren können, schließlich tragen sie wesentlich zu Gestaltung des Produktes bei.
Better together! Richtige Partner geben Wachstumsschübe
Auch 2019 hielten wir die Marke auf Wachstumskurs und sind von nun an auch auf Snapchat und Tiktok aktiv. Wie schon bei Facebook sind wir auch mit diesen Plattformen eine Media-Partnerschaft eingegangen – ein Schritt, der auch für andere Medienmarken, die in Social Media hoch hinaus wollen, unerlässlich ist. Die Kooperation mit den Plattformen ermöglicht nicht nur einen besonderen Support durch Facebook, Snapchat oder Tiktok, sondern erlaubt detailliertere Einblicke in die Analytics der Accounts und hilft somit dabei, seine Zielgruppe besser zu verstehen. Um auch auf YouTube zunehmend präsenter zu werden, kooperieren wir hier mittlerweile mit dem Multichannel-Network Kontor New Media.
Learning: Reichweitensteigerung heißt nicht nur, die Kanäle sukzessive zu erweitern, sondern sich gezielt Partner zu suchen. Ist bereits ein erfolgreiches Fundament gelegt, sorgen Media- bzw. Creator-Partnerschaften dafür, dass du einen tieferen Einblick in die KPIs Deiner Seite erhält. Der bessere Support gibt dir zudem besseren Handlungsspielraum, damit bei Deiner Social Media-Seite stets alles rund läuft.

Dank Combin: So wächst deine Follower-Anzahl auf Instagram organisch

Dank Combin: So wächst deine Follower-Anzahl auf Instagram organisch

Instagram wächst enorm als Social Media Marketing-Plattform. Immer mehr Unternehmen nutzen Instagram aufgrund der hohen Reichweite und vieler User-Interaktionen. Doch aller Anfang ist schwer. Will man seine Bekanntheit steigern und eine hohe Reichweite erlangen, kostet dies viel Arbeit, Zeit und Nerven. Gerade in der heutigen Zeit kann man sich vor Fake Accounts und Bots kaum retten. Genau dafür hat Combin ein Tool entwickelt, mit dessen Hilfe man organisch wachsen kann – und zwar ohne Fake Follower und gemäß den API-Richtlinien.
Was ist Combin?
Combin ist ein Tool, welches ein schnelles Wachstum auf Instagram mit echten Usern verspricht. Dabei wird sich auf potenzielle Follower konzentriert, die auch wirklich Interesse an deinem Account haben. So wird probiert, Fake Accounts oder das Follow-Unfollow-Prinzip zu verhindern. Gleichzeitig greift Combin weder auf Bots zurück noch werden die von Instagram vorgegebenen täglichen Interaktionslimits überschritten.
Jetzt kostenlos testen!
Wie funktioniert Combin?
Die Handhabung ist ganz einfach. Als erstes muss die App heruntergeladen werden, welche für Windows, macOS und Linux verfügbar ist. Danach meldest du dich mit deinem Instagram Account an und schon gelangst du in eine Übersicht zu deinem gesamten Account.
Die Ansicht ist sehr überschaubar und die Features sind leicht verständlich. © Combin
Anschließend stehen dir verschiedene Features zur Verfügung. Unter dem Punkt „Suche“ kannst du gezielt nach Konten oder Beiträgen suchen, indem du dich auf bestimmte Hashtags, Orte und Zeiten beschränkst. Der Vorteil an dem Einteilen der Themenbereiche ist die hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich die Accounts ebenso für die Thematik deines Profils interessieren. Dabei lassen sich bei der Suche bis zu 1.000 Beiträge anzeigen, die sich ebenfalls nach der Anzahl der Likes und Kommentare filtern lassen.
Die Suche lässt sich auf verschiedene Hashtags und Orte beschränken (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht). © Combin
Combin nimmt dir viel mühsame Arbeit ab, da du mithilfe des Tools mehrere Beiträge gleichzeitig liken oder kommentieren kannst. Dazu verfügst du unter anderem über die Möglichkeit, schon vorgegebene Kommentare zu hinterlassen, die dann abwechselnd verwendet werden. Das Ziel dahinter ist, trotz der Massen-Aktionen authentisch und real rüberzukommen.
Man kann zwischen verschiedenen Vorlagen auswählen oder selber Kommentare verfassen. © Combin
Ein weiteres Feature ist das Verwalten deiner Follower sowie der Accounts, denen du folgst. Du kannst beispielsweise auf einen Blick sehen, welche Accounts dir nicht zurückfolgen oder welchen du bereits einmal gefolgt bist. Zusätzlich kannst du unter der Aktion „Statistik“ prüfen, wie sich die Anzahl deiner Abonnenten verändert und auch checken, ob Combin Auswirkung auf deinen Erfolg hat.
Erweiterte Filter und Analysen sorgen für die Follower, die du wirklich brauchst
Ein eigens entwickelter Algorithmus ermöglicht es dir, nach Sprache, dem Geschlecht der User oder Aspekten wie: der Benutzer muss letzte Woche aktiv gewesen sein sowie der Zahl der Abonnenten und Abonnierten von Accounts vorzusortieren. Mit erweiterten Filtern und Analysen lässt sich beispielsweise auch die Benutzersuche optimieren. Dank maschinellem Lernen ist es möglich, Spam Accounts oder Geschäftskonten zu überspringen und nur interaktive Konten auszumachen – und das mit größter Präzision.
Auf diese Weise werden unerwünschte Interaktionen ausgeschlossen und vor allem: unsinnige und überflüssige Beziehungen zu Accounts werden von vornherein eliminiert. Sodass du deine Follower-Zahl nicht nur effektiv erhöhst, sondern dies auch im richtigen Umfeld tust; gestützt auf Analysen und mithilfe der nützlichen Filter Tools von Combin.
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Kostet Combin etwas?
Bei Combin kann man sich zwischen einem Starter-, dem persönlichen oder Business-Profil entscheiden. Diese haben verschiedene Vorteile und unterscheiden sich im Preis. Das Beste für dich als Einsteiger: Combins Starter-Paket ist kostenlos.
Angebotsmodelle für Combin (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Combin
Auch in Zukunft hat Combin weitere hilfreiche Tools geplant, die in Kürze verfügbar sein sollen. Darunter das Planen von Beiträgen, das Antworten auf DMs direkt aus Combin oder die Planung von Interaktionen wie Likes, Kommentaren usw.
Diese neuen Features bei Combin gibt es bald (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht). © Combin
Dank all dieser innovativen Features und der leichten Handhabung erweist sich Combin als ein sehr hilfreiches Tool, welches viel Handarbeit erspart und das Managen des Instagram Accounts deutlich erleichtert. Denn selbstverständlich spart man durch Massen-Aktionen deutlich mehr Zeit, als wenn man Beiträge einzeln liken oder kommentieren muss. Trotzdem sollte hierbei bedacht werden, dass auch viele Beiträge mit Hashtags oder Ortsangaben versehen werden, die nicht immer zu dem Bild passen. Deshalb ist es von Vorteil dennoch eine gewisse Auswahl selbst zu treffen. So ist Combin ein facettenreiches Tool zum Account- und User Management auf Instagram, welches du auf jeden Fall ausprobieren solltest. Kombiniere es mit deinem eigenen Instagram Know-how und steigere das Engagement und die Follower auf der Plattform, sodass dein Account stetig an Popularität gewinnt. Und diese ist nicht nur die Follower-Zahl wert, die am Ende steht.
Jetzt kostenlos testen!
Bei diesem Artikel handelt es sich um eine Anzeige. Sie ist in Zusammenarbeit mit Combin entstanden. Falls du auch Interesse an einem Sponsored Post bei uns hast, kannst du hier Kontakt zu uns aufnehmen.

Skandal auf Instagram: Daten von Millionen öffentlichen Accounts für Marketingzwecke missbraucht

Skandal auf Instagram: Daten von Millionen öffentlichen Accounts für Marketingzwecke missbraucht

In einem erneuten Datenskandal zeigt sich diesmal nicht Mutterkonzern Facebook, sondern die Fotoplattform Instagram von ihrer unzureichend geschützten Seite. Am vergangenen Mittwoch stellte sich heraus, dass ein Marketing-Partner der Plattform die Daten von Millionen Nutzern gesammelt und gespeichert hat, um diese für Marketing-Zwecke zu nutzen, wie Business Insider berichtet.
Start-Up Hyp3r sammelte unentdeckt Nutzerdaten auf Instagram
Das Start-Up Hyp3r wird offiziell von Facebook als Marketing-Partner gelistet und Werbetreibenden vorgeschlagen, die Facebook für ihr Advertising nutzen möchten. Dabei machte das Start-Up keinen Hehl daraus, was sein Geschäftsmodell ist. Insbesondere geht es Hyp3r um die Standortdaten der Instagram-Nutzer. Das Unternehmen ist auf User Targeting spezialisiert, das es möglich macht, Werbung beispielsweise für die Besucher eines Konzertes auszuspielen. Die Tatsache, dass Standorte genutzt werden, um passendere Ads an die Nutzer zu bringen, sollte nicht unbekannt sein. Doch Hyp3r geht noch weiter. Das Unternehmen speichert ein exaktes Standortprotokoll, analysiert zusätzlich Daten aus den hochgeladenen Fotos und greift dabei sogar auf Instagram-Stories zurück, ein Format das eigentlich nach 24 Stunden gelöscht wird. Dadurch ist es dem Start-Up möglich, sogenannte Shadow Profiles der Nutzer anzulegen.
Es war allgemein bekannt, womit Hyp3r sein Geld verdient
Die API, über die dies jahrelang geschah, war ab Anfang 2018, nach dem Cambridge Analytica-Skandal, nicht mehr zugänglich für derartige Datensammlungen – so dachte Instagram zumindest bisher. Doch anscheinend stellten die Maßnahmen, die Instagram zum Schutz der Nutzer ergriffen hatte, keine große Herausforderung dar und so fand Hyp3r einen Weg, genau so weiterzumachen wie bisher. Rob Price tweetete nach der Veröffentlichung seines Artikels auf Business Insider auf welchem Weg es möglich war, automatische Datensammlung in einem derartigen Ausmaß zu betreiben.

Instagram inadvertently provided an easy way for HYP3R to harvest users’ data by leaving a publicly accessible javascript package containing data on all public pages, even after it locked down its platform following Cambridge Analytica. It’s now making multiple changes. pic.twitter.com/ZgnBqf3BRk
— Rob Price (@robaeprice) August 7, 2019

„HYP3R’s actions were not sanctioned and violate our policies“, gab ein Sprecher von Instagram zu Protokoll, doch Hyp3r selbst sieht das Ganze folgendermaßen:
HYP3R is, and has always been, a company that enables authentic, delightful marketing that is compliant with consumer privacy regulations and social network Terms of Services. We do not view any content or information that cannot be accessed publicly by everyone online.
Schließlich hat das Unternehmen nur Daten von auf öffentlich gestellten Accounts gesammelt, was ihrer Ansicht nach in Hinblick auf die Terms of Service von Instagram nicht unrechtlich sei.
Jetzt wurde das Start-Up von der Plattform entfernt
Nachdem Business Insider mit der Entdeckung auf Instagram zugekommen war, wurde Hyp3r von der Plattform entfernt.
[…] we’ve removed them from our platform. We’ve also made a product change that should help prevent other companies from scraping public location pages in this way,
so ein Sprecher von Instagram. Ab sofort hat das Unternehmen keine Zugriff mehr auf die API. Außerdem wurden Veränderungen vorgenommen, die auch öffentliche Accounts davor schützen, dass ihre Standorte gesammelt werden. Dass jedoch vorher niemand bemerkt haben will, auf welche Weise Hyp3r die zum Targeting nötigen Daten sammelt, ist höchst bedenklich. Wie Devin Coldewey von TechCrunch schreibt, können wir auf ein Statement von Facebook gespannt sein, wie diese unrechtliche Datenerfassung so lange möglich war und welche Überprüfungsmaßnahmen andere Marketing-Partner von Facebook nun eventuell erwarten.