Facebook sammelt auch nach Deaktivierung des Accounts weiter Daten

Facebook sammelt auch nach Deaktivierung des Accounts weiter Daten

Besonders nach dem Cambridge Analytica-Skandal haben viele Nutzer Facebook zumindest zeitweise aufgegeben. Nach einer Untersuchung von Pew Research nahmen sich 42% der amerikanischen Nutzer im Laufe des letzten Jahres eine Auszeit von der Plattform. Möchte ein Nutzer den eigenen Facebook Account löschen, wird dieser zunächst für den Zeitraum von 30 Tagen deaktiviert. In dieser Zeit haben Nutzer die Gelegenheit, den Account jederzeit zu reanimieren, sollten sie sich doch umentscheiden. Und davon geht Facebook aus, denn wie wir durch einen Bericht von CNET wissen, trackt die Plattform ihre (ehemaligen) Nutzer weiter, solange der Account nur deaktiviert ist. Um danach direkt wieder maßgeschneiderte Anzeigen schalten zu können.
Dass deaktivierte Accounts weiter aktiv getrackt werden, wird nicht explizit aufgeführt
Nach eigenen Angaben trägt die Deaktivierung des Accounts zur Privatsphäre bei. Doch damit sei die Privatsphäre den anderen Nutzern gegenüber gemeint, stellt Facebook auf Nachfrage von CNET dar, denn vor diesen wird das Profil versteckt, nicht aber vor Facebook. In den Datenrichtlinien umgeht Facebook das Thema und gibt lediglich an, dass mit der Deaktivierung des Kontos die Nutzung der Facebook-Produkte vorübergehend beendet wird. Dass auch die deaktivierten Nutzer genau so weiter verfolgt werden, als wären sie noch online, wird nirgends erwähnt. Gabriel Weinstein, der CEO und Gründer von DuckDuckGo zeigt sich CNET gegenüber besorgt:
Most people would expect less or no data collection during a deactivated period.
Je nachdem, für wie viel Aufruhr der Bericht sorgt, könnte anzunehmen sein, dass Facebook einen Satz in den Datenrichtlinien diesen Punkt betreffend ergänzt. Dass sie aufhören, auch bei deaktiviertem Account Daten über die Nutzer zu sammeln, ist eher unwahrscheinlich. Im gleichen Bereich sorgte Samsung vor einigen Monaten für Frustration bei Nutzern. Auf einigen mobilen Endgeräten ist die komplette Deinstallation der Facebook App nicht möglich, was User hinterfragen ließ, wie viele ihrer Daten auch nach der Deaktivierung noch gesammelt würden.
Auch die komplette Löschung des Accounts ist kein Ausweg
Wirklich verwundert sind wir durch diese Entdeckung nicht, schließlich trackt Facebook auch Internetnutzer, die ausgeloggt sind oder gar kein eigenes Profil haben. Über Facebook Pixel oder den Share Button, der auf Millionen Internetseiten zu finden ist, werden Daten über das Verhalten der Nutzer gesammelt, um dann auf Facebook passende Werbung anzeigen zu können. Wirklich sicher sind Internetnutzer also nie vor dem datensammelnden Netz der Plattform.

Facebook löscht 120 illegale Gruppen- ein Tropfen auf heißem Stein?

Facebook löscht 120 illegale Gruppen- ein Tropfen auf heißem Stein?

Vergangenen Donnerstag hat sich der Security Journalist Brian Krebs auf Facebook auf die Suche nach Gruppen gemacht, die gegen die Richtlinien der Plattform verstoßen. Er fand 120 geschlossene Facebookgruppen, deren Mitglieder untereinander kriminelle Dienstleistungen bewarben.
In einer zweistündigen Suche fand der Journalist 120 Cybercrime-Gruppen
Die illegalen Aktivitäten beinhalteten unter anderem Spamming, Kreditkartenbetrug und Identitätsdiebstahl. Nach einer, laut eigenen Angaben ca. zweistündigen Suche, stellte Krebs die gefundenen Gruppen in einem PDF zusammen und veröffentlichte die Entdeckungen auf seiner Seite. Viele der Gruppen waren leicht zu finden, denn sie machen schon in ihrem Namen keinen Hehl aus ihrer Funktion. „buying and selLing without any credit card online“ oder „Spam & Hacker, all tools free“ heißen die Gruppen mit insgesamt 300.000 Mitgliedern. Jeder mit einem Facebook Account könnte so leicht den fragwürdigen Gruppen beitreten. Der Algorithmus würde schnell weitere Gruppen mit ähnlichen Zielen vorschlagen und so das Problem verstärken.
Der Screenshot einer sehr aktiven Gruppe, die überwiegend mit Identitätsdiebstahl beschäftigt war. © KrebsOnSecurity
Erst nach den Hinweisen von Brian Krebs wurden Gegenmaßnahmen eingeleitet. Es wurde sich in wenigen Stunden um das Problem gekümmert und die 120 Gruppen gelöscht.
We investigated these groups as soon as we were aware of the report, and once we confirmed that they violated our Community Standards, we disabled them and removed the group admins. We encourage our community to report anything they see that they don’t think should be in Facebook, so we can take swift action,
gab Pete Voss von Facebook als Statement an den Journalisten.
Reicht Facebooks Reaktion?
So gerät Facebook wieder einmal stark in die Kritik: wie kann es sein, dass jeder Nippel sofort gebannt wird und solche Gruppen jahrelang (das Durchschnittsalter der Gruppen lag bei zwei Jahren) bestehen können? Es sollte Facebook schließlich möglich sein, diese Gruppen nach ihren Namen zu filtern und so zumindest die offensichtlichen unter ihnen frühzeitig zu löschen. Zum anderen stellt sich die Frage, was mit der Löschung der Gruppen getan ist. Solange nicht alle aktiven Mitglieder von der Plattform gebannt werden, können sofort neue Gruppen gebildet werden. Auch gab Krebs an, Gruppen mit einer Mitgliederanzahl unter 25 bei seiner Suche vernachlässigt zu haben; diesen könnten die Mitglieder aus den gelöschten Gruppen nun beitreten.

Arztbesuch der Zukunft – Wie Alexa nun Patienten versorgt

Arztbesuch der Zukunft – Wie Alexa nun Patienten versorgt

Auf die Frage „Gibt es etwas, das Technik nicht kann?“, scheint es immer weniger Antworten zu geben und Amazon ist auf dem besten Weg, eine weitere zu streichen. Der Personal Assistant des Unternehmens, Amazon Alexa, auf Smart Speakern wie dem Echo oder in der Smartphone App genutzt, soll nun fähig sein Gesundheitsinformationen an Patienten von Krankenhäusern und ähnlichen Institutionen zu kommunizieren. Angekündigt wurde dies von der Leiterin des Projekts, Rachel Jiang, in einem Blogpost.
Die Gesetzesproblematik
Eine Hürde stand Alexa entgegen, bevor sie zur medizinischen Fachangestellten des eigenen Haushalts werden konnte. In Amerika besteht der sogenannte Health Insurance Portability and Accountability Act von 1996 (HIPAA). Ein Gesetz, demzufolge medizinisch vertrauliche Informationen nur zwischen Patienten und Mitarbeitern des Gesundheitswesens, Ärzten und Co. geteilt werden dürfen. Dementsprechend sind Daten zu Diagnosen und Verschreibungen vertraulich zu handhaben und nicht für Dritte zugänglich zu machen.
Mit Alexas neuen Funktionen plant Amazon nun auch in der Medizin Fuß zu fassen. Juristisch ausgelegt kann man hierbei hinterfragen, ob Alexa, und wenn nicht Alexa, dann Amazon, als Mittler der Informationen womöglich als dritte Partei anerkannt werden müsste. Dem Unternehmen zufolge werden hierbei jedoch keine Verstoße vorliegen, da eine HIPAA-konforme Umgebung errichtet wurde. Dank dieser sei es Alexa möglich wertvolle Informationen an die Patienten weiterzuleiten, jedoch sei es auch den Entwicklern ermöglicht Sprachprogramme – Amazon bezeichnet diese als „Skills“ – zu konstruieren, welche allesamt HIPAA-konform sind. Bereits seit Längerem widmet Amazon sich dem Einstieg in die Medizin und somit auch diesem Projekt. Es ist demnach davon auszugehen, dass die nötige Arbeit verrichtet wurde, um mit dem angebotenen Service gesetzeskonform zu agieren.

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Alexa, die Medizinerin für Zuhause
Die Bandbreite an Skills, welche Alexa bisher bietet, beschränkt sich zurzeit auf sechs. Wenn auch nicht viele, können diese bereits das Leben der Patienten aus organisatorischer Perspektive erheblich vereinfachen. Die Funktionen umfassen hierbei das Mitverfolgen der Lieferung von Medikamenten, Beantragung von Terminen, Updates zum Zustand nach einer Operation und noch mehr. Alle Skills wurden in Kooperationen mit Unternehmen des Gesundheitswesens errichtet und richten sich an Problematiken und Unannehmlichkeiten der Patienten.
Eine Ansicht der von Alexa gebotenen Funktionen (mit einem Klick zur Großansicht), Screenshot Amazon Alexa Den Nutzern Zugriff auf Informationen zu alldem zu gewähren und das von Zuhause aus, scheint unfassbar praktisch. Laut Amazon sollen noch weitere Skills folgen und somit die ursprünglichen sechs übersteigen.
Der Arztbesuch der Zukunft
Bisher ist das Programm für Skill-Entwickler invite only, jedoch erwartet Amazon dies zukünftig ändern zu können, um somit die Auswahl an angebotenen Skills zu erweitern und den Alexa-Nutzern mehr medizinische Funktionen zugänglich zu machen. Rachel Liang sagte dazu Folgendes:
Zukünftig erwarten wir weitere Entwickler zum Aufbau von Health Care Skills zu befähigen, um mehr Kunden die Alternative zum angenehmen Zugriff auf medizinische Informationen bieten zu können, einfach über Nutzung der Stimme.
Seit längerer Zeit versucht Amazon nun in der Medizin Fuß zu fassen und hat dementsprechend viel Geld investiert. Mit den jetzigen ersten Erfolgen ist es naheliegend, dass das Großunternehmen nicht plant, es hierbei zu belassen. Weitere Skills sind in Planung und was noch folgt, bleibt zu erwarten. Dass diese Funktionen ebenfalls nach Europa kommen, ist wahrscheinlich. Genaueres ist bisher allerdings nicht bekannt. Genauso würde Amazon sich hier mit gesetzlichen Hürden konfrontiert sehen, da die hiesigen Gesetze nicht denen Amerikas entsprechen. So gilt bei uns beispielsweise die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), für die erneut eine rechtskonforme Umgebung errichtet werden müsste. Es bleibt die Frage, inwiefern Alexas neu gewonnenes Know-how den Alltag ihrer Nutzer in den USA beeinflussen wird – und ob ein digitaleres Gesundheitssystem samt Voice-Optionen nicht sinnvoll für weitere Märkte ist.

Hey Google, talk like a Legend – Cameos und ihr Marketingpotential

Hey Google, talk like a Legend – Cameos und ihr Marketingpotential

Dass Gastauftritte berühmter Personen, Cameos, ein großer Erfolg sein können, ist keine bahnbrechende Neuheit. Stan Lee beispielsweise war als einer derjenigen, der Marvel Comics zur Größe verhalf bekannt dafür, in den Verfilmungen jener Gastrollen zu übernehmen. Bei Fans traf dies auf sehr viel Anklang und bereits im Kino warteten alle gespannt darauf zu sehen, wo im Film er sich versteckte. Unter richtiger Anwendung verfügen Cameos demnach über sehr viel Marketingpotential und wissen Leute zu begeistern. Google machte sich dies nun zunutze.
Prominenz im Haus
Seit Sommer 2017 ist der Google Assistant nun einsatzbereit für den deutschen Haushalt. Trotz primär assistierender Funktionen wie dem Vermerken von Terminen, Beantworten von Fragen und Derartigem, wird auch viel Spaß geboten. Gestern erst gab Google das neueste Feature hierfür bekannt: die Stimme von John Legend. Der Musiker leiht Googles kleinem Helfer nun für bestimmte Zeit seine Stimme und unterhält somit Nutzer überall in den USA. Das Erzählen von Witzen, Happy Birthday singen oder auch die Vorhersage des Wetters, sind hierbei nur einige der angebotenen Funktionen.
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Freigeschaltet werden diese über das einfache Kommando: „Hey Google, talk like a Legend“. Beantworten kann der Sänger zwar nur eine ausgewählte Anzahl an Fragen, alles weitere wird wie gewohnt vom Assistant beantwortet, Google zufolge seien jedoch einige lustige Überraschungen diesbezüglich versteckt. Zugänglich ist dieses Feature ebenso über iOS und Android, was die Reichweite hierfür nochmal erhöht, bisher allerdings nur in Amerika.

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Warum nicht auch…
Google selbst sagte, dieses Feature sei auf Nachfrage der Nutzer entstanden. Die Resonanz scheint hierbei sehr positiv, wenn auch Enttäuschung besteht, dass John Legend bisher nur in den USA bereit steht. Nach eigenen Angaben sollen auch für weitere Regionen prominente Stimmen die hauseigene Assistenz übernehmen. Interesse seitens der Nutzer besteht und auf Twitter lassen sich bereits diverse Vorschläge anfinden.

Please make the Morgan Freeman version
— Bahman Ghandchi (@B_Ghandchi) April 3, 2019

Die Nutzer scheinen demnach sehr viel Spaß am Cameo zu haben und der Musiker darf sich wohl über neue Zuhörer und Google über weitere Käufer freuen. Wie erfolgreich die Idee der Assistant-Gastauftritte letztendlich wird, lässt sich noch nicht sagen, allerdings lässt sich auch nicht ausschließen, dass beispielsweise Amazons hauseigene Alexa sich kurzzeitig auch die Stimme einiger Berühmtheiten leihen darf.

Google bringt Snake als Easter Egg zum 1. April heraus

Google bringt Snake als Easter Egg zum 1. April heraus

Google veröffentlicht pünktlich zum 1. April mal wieder ein schönes Easter Egg. In Google Maps ist es Nutzern jetzt möglich den Klassiker „Snake“ zu spielen. Das funktioniert über die App unter der Option „Snake spielen“ im Menü oder über diesen Link im Browser.
© Google Zunächst wählen Spieler den Ort aus, an dem sie spielen möchten (u.a. London, Kairo oder San Francisco). Auf der charmant verpixelten Karte sammeln sie daraufhin als immer länger werdende Bahn Passagiere ein und fahren an Touristenattraktionen vorbei. In der App soll das Spiel die ganze Woche über verfügbar bleiben, im Browser noch deutlich länger.
© Google Nette Ergänzung: Je nach Location ist die Bahn charakteristisch für die Stadt eingefärbt und die Spieler lernen ein bisschen über die lokalen Attraktionen und Gerichte. So werden in Tokyo Ramen eingesammelt und in São Paulo fährt die Bahn am Museu de Arte de São Paulo vorbei. Im Gegensatz zu einigen anderen Aprilscherzen einer der gelungensten, finden wir.

Google lässt User bei Maps Events kreieren

Google lässt User bei Maps Events kreieren

Events als Feature bei Google Maps könnten sich als hilfreich bei der umfassenden Orientierung der User erweisen. Immerhin werden die Orte somit lebhafter dargestellt. Für manche Location kann das gutes Marketing bedeuten, für die Nutzer eine noch bessere Maps-Erfahrung.
Events bei Google Maps erstellen: Der Rollout scheint zu kommen
Noch scheint nicht jeder Nutzer Zugriff auf die Option zu haben, das könnte sich aber schon bald ändern. Bis dahin haben jedoch vereinzelte User die Möglichkeit, bei Google Maps eigens Events zu erstellen, die das dortige Entdecken von Locations noch umfangreicher machen. Wie Android Police berichtet, findet sich eine neue Seite im Hilfebreich von Google. Dort wird erklärt, wie die Nutzer mobil eine Veranstaltung bei Maps erstellen können. Dazu müssen sie in der App den Reiter „Beitragen“ unter „Meine Beiträge“ öffnen. Wir selbst konnten eine Option zum Erstellen von Events noch nicht vorfinden; und Google gibt auch an:
Note: Feature might not be available in some regions.
Wer die Option jedoch vorfindet, kann unter „Events“ ein Public Event hinzufügen. Diese öffentlichen Veranstaltungen lassen sich natürlich in der Folge auch bearbeiten oder wieder löschen.
Ryne Hager erstellt eine öffentliche Veranstaltung bei Google Maps, Quelle: Android Police Auch im neuen „Events“ Tab soll die Funktion zur Veranstaltungserstellung auftauchen. Beim Kreieren des Events lassen sich Ort und Zeit sowie der Veranstaltungsname festlegen, während weitere Informationen zur Kategorie – Essen & Trinken oder Kunst beispielsweise – und etwaige Fotos der Location hinzugefügt werden können. Dabei ist die Zahl der Kategorien laut Android Police besonders groß.
Event-Erstellung bei Google Maps, Quelle: Android Police Eine Beschreibung lässt sich ebenso ergänzen wie eine passende Website, so vorhanden. Nachdem die Testversion der Events zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei Android Police bei Maps problematisch erschienen war, weil die Events zunächst nicht oder nur eingeschränkt angezeigt worden waren, funktioniert der Test nun einwandfrei. Demnach werden die Veranstaltungen, die von den Nutzern kreiert wurden, auch bei Google Maps angezeigt. Es mag jedoch sein, dass es zwischen der Erstellung und der tatsächlichen Sichtbarkeit eine Zeitspanne zu überbrücken gilt.
Wird Maps wie ein soziales Netzwerk?
Noch ist nicht klar, ob und wann das Feature für alle Nutzer verfügbar gemacht wird. Es dürfte allerdings dafür sorgen, dass einige Locations beim Navigationsdienst mit einem besonderen Mehrwert versehen werden. Denn die Nutzer können inzwischen nicht nur den Weg oder die schnellste Route über Google Maps ausfindig machen, sondern Locations in der Umgebung in verschiedenen Facetten – dazu gehören Geschäftsdaten, aber auch Reviews usw. – kennenlernen. Wenn ein Geschäft in der Nähe vor Kurzem eröffnet hat, gibt Google Maps mitunter ebenfalls Bescheid. Kommende Veranstaltungen werden angezeigt und favorisierten Unternehmen können User inzwischen sogar folgen wie in Social Media. Dazu kommt, dass das For You Tab basierend auf Interessen Vorschläge für die Nutzer kuratiert.
Während dabei einem Gebiet gefolgt werden kann, um auf dem Laufenden zu bleiben, erinnert diese Art des Up to date-Bleibens stark an Facebook und Co. Und mit der Option, aktuelle Events bei Locations zu integrieren, wirkt Maps gleich noch mehr als Social App. Für lokale Unternehmen kann das nur von Vorteil sein, weil sie schon bei einem der ersten Ansatzpunkte der User bei der lokalen Suche viele positive Aspekte ihres Geschäfts preisgeben können. Wenn man also ein starkes Event hostet, dann dürfte das bei Google Maps ebenso integriert werden und zur Erfahrung der Nutzer dort und bei der eigenen Location beitragen.
Für viele Nutzer ist das Feature schon live, in Deutschland warten wir gespannt auf die ersten Nutzer, die Events bei Maps kreieren und der App weiteres Engagement-Potential verleihen.

Bing liefert bessere Ergebnisse dank Text-to-Speech-Antworten und Visual Search

Bing liefert bessere Ergebnisse dank Text-to-Speech-Antworten und Visual Search

Die Suchmaschine Bing gehört hinter Google zu den wichtigsten Vertretern der Branche. Viele User, die auf Bing setzen, erhalten nun optimierte Features, um ihre Suche noch stärker zu gestalten. Dazu gehört eine Text-to-Speech KI, erweiterte Intelligent Answers sowie die Möglichkeit via Visual Search die Suche auf ein anderes Level zu heben. So sollen User noch schneller finden, was sie suchen.
Neue technologische Features für Bing
Hinter Google kommt in Sachen Suchmaschinen lange nichts; allerdings gehört Bing zu den wichtigsten alternativen Vetretern. Nun gab Microsofts Search-Instanz bekannt, dass drei zentrale neue Funktionen die Suche deutlich vereinfachen sollen. Zu den Features zählen:
gesprochene Antworten auf Text-to-Speech-Basis
Intelligent Answers mit aggregierten Informationen
Visual Search-Funktionen mit automatischer Objekterkennung
Mit Text-to-Speech auf Googles Spuren
Mit der Ansprache „OK, Google“ sind wir inzwischen längst vertraut, Nutzer sind daran gewöhnt, auch über Voice Antworten zu erhalten, insbesondere mobil. Jetzt zieht Bing in der Entwicklung einer Sprach-KI nach und führt Text-to-Speech-Elemente für die Suche ein. So kann in der neuesten Version der Bing App Text in Sprache umgewandelt werden. Damit spricht Bing die Antworten auf Suchanfragen aus und soll dabei eine Stimme haben, die äußerst menschlich klingt. Optimierungen im Bereich der Neural Networks haben dies möglich gemacht. Die KI zur Konversation basiert hierbei auf der Technologie und Power der NVIDIA GPUs.
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Auch andersrum funktioniert die KI, sie kann Sprache in geschriebenen Text umwandeln und damit eine Suchanfrage starten. Mit einem Klick auf das Mikrofon-Icon können die Nutzer in der App ihre Frage einsprechen und erhalten umgehend Antworten.

Bing setzt auf eine Sprach-KI, © Bing Bessere Antworten durch Multiperspektivität
Mit den Intelligent Answers erlaubt Bing Usern Antworten zu erhalten, die mehrere Perspektiven einnehmen. Denn die entsprechenden Informationen werden bei vergleichbaren Suchanfragen und aus mehreren Quellen zusammengetragen. Durch neuartige Deep Learning-Modelle und Fortschritte in der GPU-Technologie kann die Suchmaschine außerdem schwierigere Fragen als je zuvor beantworten. Nicht nur definitorische Nachfragen werden schnell bedient, sondern auch solche, die komplexer gestaltet sind; etwa: „Was sind verschiedene Arten der Beleuchtung für das Wohnzimmer?“.
Bing liefert Antworten zu simplen und komplexen Fragestellungen, © Bing Mit Visual Search neue Suchmuster bedienen
Während Voice Search das traditionelle Suchen mit der Texteingabe bereits relativiert hat, ist auch die visuelle Suche immer relevanter für Suchmaschinen. Google hat unlängst mit Lens Maßstäbe gesetzt, wenn es um Bilderkennung und Informationsvermittlung geht. Doch Bing kann nun ebenso auf Visual Search-Elemente zurückgreifen. User können ab sofort ein Bild verwenden, um etwas zu suchen. Wird beispielsweise eine Lampe entdeckt, die gefällt, kann bei Bing mit dem Bild davon nach ähnlichen Ergebnissen gesucht werden. Dazu werden dann Kaufoptionen angegeben, außerdem Preise und der Verfügbarkeitsstatus. Zusätzlich liefert Bings Option automatisch sogenannte Clickable Hotspots, die Elemente in den Bildern hervorheben, die der Suchende womöglich ebenfalls interessant findet.
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Dank der NVIDIA GPUs kann diese Objektidentifikation dazu beitragen, dass der User bei der Suchmaschine im visuellen Kontext schnell die gewünschten Elemente entdecken und gegebenenfalls sogar kaufen kann. So wird Bings Visual Search-Option auch für digitale Verkäufer zu einem vorteilhaften Feature.
All die neuen Funktionen werden durch Microsofts Azure N-Serie virtueller Maschinen unterstützt. Sie sollen an der Search-Front dazu beitragen, dass Bing die Anfragen der Nutzer weiterhin bestmöglich bedient und von Google nicht noch weiter abgehängt wird. Das Suchen über Bing wird demnach komfortabler und moderner. Zwar kann man Google so keine Konkurrenz machen, da dort entsprechende Features längst etabliert sind. Aber seine Position hinter Google zu behaupten, sollte dank Text-to-Speech, Visual Search und Co. bessere Aussichten haben.

Datentransfer ohne Anmeldung: Firefox Send als unkomplizierte Alternative zu WeTransfer und Dropbox

Datentransfer ohne Anmeldung: Firefox Send als unkomplizierte Alternative zu WeTransfer und Dropbox

Jeder stand schon einmal vor dem Problem, eine größere Datenmenge verschicken zu wollen als Messenger wie WhatsApp oder E-Mail-Programme erlauben. Für andere Dienste wie WeTransfer oder Dropbox wird ein Konto oder zumindest die Angabe einer E-Mail-Adresse benötigt. Der neue Mozilla-Dienst Firefox Send geht jetzt in direkte Konkurrenz zu diesen Anbietern.
Firefox Send besticht durch seine Unkompliziertheit
Firefox Send lässt den Nutzer Dateien mit bis zu einem Gigabyte Größe anderen zur Verfügung stellen. Ganz unkompliziert und ohne Anmeldung.
Nutzer ziehen lediglich die Datenpakete in das Uploadfeld oder wählen Dateien zum Hochladen aus. Über einen Freigabe-Link können die bereitgestellten Dateien in der Standardversion vom Empfänger einmalig heruntergeladen werden. Für einen gewählten Zeitraum von fünf Minuten, einer Stunde oder einem Tag stehen die Dateien der anderen Person zum Download zur Verfügung, danach werden sie gelöscht. So könnten die Nutzer sicherstellen, dass ihre „Daten nicht für immer im Web herumschwirren“, so das Versprechen von Firefox Send.
Firefox Send (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Firefox Laut Angaben von Mozilla ist die Übertragung Ende-zu-Ende verschlüsselt. Auch die Einstellung eines Passworts ist möglich, um die eigenen Dateien optimal zu schützen.
Mit einem Firefox-Konto sind weitere Optionen möglich
Obwohl es zur Bereitstellung von Datenpaketen nicht nötig ist, bietet Mozilla die Option sich mit einem Firefox-Konto anzumelden. Danach stehen den Nutzern größere Uploadmengen von bis zu 2,5 Gigabyte zur Verfügung. Außerdem ist die Freigabe für mehrere Empfänger möglich, die die Dateien zudem gleich mehrmals downloaden können. Auch der Zeitraum zur Bereitstellung von sieben Tagen ist zusätzlich wählbar.
Mozilla ergänzt mit Firefox Send seine Reihe an datenschützenden Services. Erst kürzlich verkündete Mozilla, den Browser Firefox um ein neues Feature zu ergänzen, das Fingerprinting durch Werbetreibende verhindern soll. Außerdem entwickelte das Unternehmen einen eigenen Passwortmanager sowie Firefox Monitor, ein Security Tool, das die Nutzer alarmieren soll, falls sie gehackt wurden.

Urlaub mit Google: Google Hotels wird Konkurrenz für booking.com und Co.

Urlaub mit Google: Google Hotels wird Konkurrenz für booking.com und Co.

Nach Google Flights und Google Trips baut Google jetzt mit Google Hotels weiter seinen Stand in der Reisebranche auf. Das Tool zur Reise- und Hotelbuchung wurde kürzlich überarbeitet und könnte zur starken Konkurrenz von booking.com, hotels.com und anderen werden.
So funktioniert Google Hotels
Google vereinfacht die Planung einer kompletten Reise. Von Reiseziel-Inspiration über Flugziele nach Budget zu dem optimalen Zeitpunkt und der Hotelauswahl bietet Google einiges an Tools, um die Reiseplanung für die Nutzer so entspannt und übersichtlich wie möglich zu gestalten. Die neuen Funktionen von Google Hotels hat Richard Holden, Googles Vizepräsident für Produktmanagement und Reisen, kürzlich in einem Blogpost veröffentlicht.
Es ist jetzt möglich, die vermeintlich günstigsten Unterkunftsmöglichkeiten eines Ortes auf einen Blick angezeigt zu bekommen. Spezifischer wird die Suche durch Zeitraumangabe und Anzahl der Gäste. Filtereinstellungen wie bisherige Gästebewertungen, Ausstattung oder Hotelkategorie machen es den Nutzern leicht, genau das richtige Hotel für sie zu finden. Neu ist der sogenannte „Deals“-Filter („Angebote“):
This filter uses machine learning to highlight hotels where one or more of our partners offer rates that are significantly lower than the usual price for that hotel or similar hotels nearby.
– Richard Holden

Google Hotels listet alle verfügbaren Übernachtungsmöglichkeiten auf. © Google.com Google Hotels stellt alle relevanten Facts für Urlauber zusammen
Ist die Wahl auf ein Hotel gefallen, zeigt die Landing Page alle wichtigen Informationen auf einen Blick. Adresse, Telefonnummer, Google Rezensionen anderer Gäste und ein Lageplan sind für den Nutzer zusammengestellt. Als tolle Ergänzung zeigt Google Hotels Sehenswürdigkeiten und mögliche Aktivitäten in der Nähe des Hotels, inklusive Fahrplan.
Die Landing Page zeigt alle relevanten Informationen auf einen Blick. © Google.com Über den blauen „Zimmer buchen“-Button gelangt man auf eine Vergleichsseite aller Buchungsoptionen. Anschließend kann über die üblichen Verdächtigen wie expedia.de oder booking.com das Hotel gebucht werden. Damit bleibt Google Hotels eine Preis- und Hotelvergleichsseite, die alle Tools zur Suche gebündelt zusammenstellt und dann auf andere Anbieter weiterleitet. Nur einige wenige Angebote sind direkt über Google buchbar.
Die Platzierung in den Suchergebnissen ist hart umkämpft
Die Konkurrenz in der Reisebranche schläft nicht und es wird für Anbieter zunehmend schwieriger, in den organischen Suchergebnissen angezeigt zu werden. Der Markt für gekaufte Werbeanzeigen, um noch auf der ersten Suchseite angezeigt zu werden, steigt also weiter. Laut BTW betrug der Umsatz der deutschen Tourismusbranche im Jahr 2017 rund 287 Milliarden Euro und über 60% der Reisen wurden online gebucht. Diese Zahlen verdeutlichen die Relevanz von digitalen Werbeanzeigen. Denn ohne Sichtbarkeit in den Suchmaschinen kommen keine Nutzer auf die Webseite und ohne Nutzer lohnt es sich für Hotels nicht, in den anderen Metasuchmaschinen gelistet zu sein.

Antenne Bayern springt mit eigenem Label auf den Podcast-Zug auf

Antenne Bayern springt mit eigenem Label auf den Podcast-Zug auf

Podcasts sind in aller Munde und in aller Ohren und verfügen so über ein großes Marketingpotenzial. Auch Antenne Bayern hat bereits einige erfolgreiche Sendungen veröffentlicht. Jetzt gründete der Sender zusätzlich ein eigenes Podcast-Label. lautgut heißt es und soll Plattform werden zum Hören und über Gehörtes austauschen. „Wir wollen mit dem neuen Podcast-Label lautgut Premium Podcasts mit einem narrativen Ansatz anbieten, die uns neue, nationale Zielgruppen erschließen“, so Sven Rühlicke, Geschäftsleiter Digital bei Antenne Bayern.
© Antenne Bayern lautgut heißt die neue Podcast-Plattform
Den Auftakt des Labels gibt die zweite Staffel des True Crime Podcasts „Dunkle Heimat“. Die erste ist schon auf der Webseite abspielbar und hatte seit Veröffentlichung über 1,1 Millionen Downloads. Weitere Formate zu anderen Themen sollen im Wochenrhythmus folgen. „Wir werden verschiedene Genres testen, etwa Musik, Reise, Automobil und Roman-Geschichten“, kündigt der Geschäftsleiter an. Der Schwerpunkt der Podcasts liegt dabei immer auf Storytelling und nicht auf den gängigen Talk-Formaten der Podcast-Landschaft.
Der Audiomarkt differenziert sich. Immer mehr Audio-Teilmärkte entstehen. Audio-on-Demand ist perspektivisch ein wichtiger, nationaler Wachstumsmarkt für Antenne Bayern sowohl im Podcast-Bereich als auch hinsichtlich der neuen Voice-Technology-Umfelder,
so Sven Rühlicke.
„Der Trend geht zum Audio“
Obwohl Netflix und Co die Deutschen nach wie vor gut unterhalten (42 Prozent der 18-29 Jährigen und immerhin 17 Prozent der 30-49 Jährigen gaben an, überwiegend das Angebot von Diensten wie Netflix und Co zu nutzen), sehnen sich viele Nutzer auch nach bildschirmfreier Zeit. Besonders wenn im Beruf schon den ganzen Tag auf den Monitor gestarrt wird, wollen viele abends die Augen schonen. Da bieten sich Podcasts an:
Die Screen-Nutzung ist endlich und stößt aktuell an natürliche Verarbeitungsgrenzen. Podcasts bieten für die Nutzer eine wohltuende Alternative zur täglichen Bildschirm-Zeit. Mit zeitlosen, spannenden Serien wollen wir im Podcast-Bereich ein Zeichen für Qualität setzen und ein neues Angebot schaffen, das die Nutzer gerne hören. Der Trend geht hin zu Audio.
Werbung wird mit hoher Toleranz betrachtet
Eine repräsentative Umfrage unter 1.022 Deutschen zwischen 18 und 69 Jahren zum Thema Podcasts hat ergeben, dass jeder Dritte Podcasts hört, die Hälfte davon neben anderen Tätigkeiten zuhause und ein Viertel auf dem Arbeitsweg. Die meisten der Audiosendungen sind kostenlos verfügbar und finanzieren sich über Werbung am Anfang oder während des Podcasts. Erstaunlicherweise hat die Umfrage ergeben, dass 82% der Befragten die Werbung nicht kategorisch überspringen. Da die Werbung meist auf die Hörer angepasst ist, hören viele mit Interesse zu.
© splendid-research.com Podcasts verfügen über ein erhebliches Marketingpotenzial
Daraus ergibt sich ein beachtliches Marketingpotenzial, denn viele Hörer werden durch Podcasts inspiriert. 41 Prozent gaben an, dass ein Podcast in ihnen schon mal den Wunsch geweckt hat, ein neues Produkt zu kaufen, 37 Prozent wollten eine neue Fähigkeit erlernen. Erfolgreich sind dabei sowohl Content Marketing als auch klassische Werbung: Ein Drittel der Befragten gab an, sich nach einem Podcast über ein erwähntes Produkt oder Unternehmen informiert zu haben. Ebenfalls ein Drittel tat dies bereits nach einem Werbespot in einem Podcast.
Podcasts werden für uns als nationales Audio-Entertainment-Haus in der Zukunft eine tragende Säule sein. Im Augenblick gilt es wie bei allen erfolgreichen Digitalstrategien in neuen Märkten, Marken aufzubauen und sich Marktanteile zu sichern.
ergänzt Rühlicke.
Die lautgut Podcasts sind zusätzlich zur eigenen Podcast-Plattform auf allen bekannten Plattformen – Spotify, Deezer, Apple Podcasts etc. –  zu hören. Besonders Spotify hatte in den letzten Wochen angekündigt, seinen Stand auf dem deutschen Markt verbessern und mehr deutsche Podcasts herausbringen zu wollen. Mit der Bereitstellung von Podcasts allein lässt sich kaum Geld verdienen, doch die Bindung der Zuhörer an die Marke ist ein wichtiger Vorteil und kann zu mehr zahlenden Abonnenten führen.