Millionen falscher Listings bei Google My Business? So reagiert das Unternehmen

Millionen falscher Listings bei Google My Business? So reagiert das Unternehmen

Google Maps ist gerade für die Auffindbarkeit lokaler Unternehmen ein extrem relevanter Faktor. Wer mobil vor Ort schnell gefunden werden möchte, muss sich über Google My Business registrieren. Doch wie sich nun herausstellt, sind Millionen von Einträgen für Google Maps Fake Listings. Wie Google dagegen vorgeht, wurde daher eigens hervorgehoben.
Gut 11 Millionen Fake Listings bei Google Maps
In einem ausführlichen Bericht hat das Wall Street Journal offengelegt, dass Google Maps zahlreiche Unternehmenseinträge beherbergt, die sich als Fakes herausgestellt haben. Die Rede ist von etwa elf Millionen Listings. Auch TechCrunch berichtet über die Entwicklung und es heißt, jeden Monat kommen hunderttausende solcher Einträge hinzu. Während derlei Fake Listings zunächst natürlich den Nutzern schaden, indem sie ihnen falsche Informationen über die Unternehmen darstellen, wird auch den Wettbewerbern geschadet. Und das wahrscheinlich bewusst. Denn, wer immer auch einen grundlegend falschen Unternehmenseintrag erstellt, wird sich davon erhoffen, der Konkurrenz bei Google somit Traffic abzuzweigen – online und letztlich ebenso offline.
Der Missbrauch von Seiten, Plattformen und Apps, die Unternehmen oder Marken für Nutzer präsentieren, ist keineswegs überraschend. Denn das Ranking für lokale Suchergebnisse lässt sich auch mit betrügerischer Absicht verbessern, zumindest kurzfristig. Google aber setzt umfassende Maßnahmen an, um sich dieses Problems zu erwehren. Diese wurden vom Product Director für Google Maps, Ethan Russell, im Zuge des Beitrags im Wall Street Journal noch einmal klar dargelegt.
Was Google gegen Fake Business Listings unternimmt
Nach Angaben im Blogpost wurden bei Google im vergangenen Jahr drei Millionen Fake-Profile entfernt, 90 Prozent davon, bevor ein User sie sehen konnte. Zieht man die kolportierte Zahl von elf Millionen in Betracht, die sich dennoch bei Maps befinden sollen, hat Google hier noch Aufholbedarf.
85 Prozent der Entfernungen konnten mithilfe der internen Systeme vollzogen werden. Dabei wurde insgesamt die relativ geringe Zahl von 250.000 Fake-Profilen von Nutzern gemeldet. Das deutet wiederum darauf hin, dass, selbst wenn sehr viele falsche Profile bei Google Maps auftauchen, diese von den Nutzern gar nicht gesehen werden. Oder aber sie werden nicht als falsch erkannt – und darin liegt die Gefahr, auch für die Wettbewerber. Weiterhin wurden von Google im letzten Jahr 150.000 User Accounts gesperrt. Russell weist auch darauf hin, dass Google inzwischen vermehrt rechtlich gegen jene vorgeht, die Google My Business für falsche Einträge missbrauchen.
Wer Fake Listings bei Google Maps erkennt, kann diese direkt an Google melden oder Änderungen vorschlagen. Und wer sichergehen möchte, dass das eigene Unternehmen bei Google My Business angemessen dargestellt wird, kann auf die Präsentationsrichtlinien zurückgreifen. Zusätzlich stellt Google noch einige Tipps bereit, mit denen Unternehmen das lokale Ranking bei der Suchmaschine auf legalem Wege optimieren können.
Jeden Tag wird Google Maps von mehr als einer Milliarde Menschen genutzt. Die Informationen sollten so akkurat wie möglich sein. Und je mehr Bad Actors, umso rigoroser muss Google bei diesen durchgreifen.
Google ermöglicht Unternehmen mehr Identität in Maps
Womöglich eher zufällig hat Google jüngst in einem weiteren Post angekündigt, dass Unternehmen für ihre Listings bei Google My Business mehr Optionen erhalten, um diese so unikal wie möglich zu gestalten. Außerdem sollen sie besser mit spezifischen Suchanfragen korrelieren.
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Einige Features, die den Unternehmen dabei zugute kommen sollen, sind:
integrierte Firmenlogos im Profil
favorisierte Cover-Fotos
Captions für Bilder
Offline-Materialien
Willkommens-Angebote

Die besten fünf Prozent der Unternehmen, die in einer bestimmten Region angezeigt werden, sollen bei Maps künftig als „Local Favorite“ deklariert werden. Dazu können die neuen Möglichkeiten, um besonders deskriptiv zu sein, definitiv beitragen. Darüber hinaus werden von Google noch digitale sowie physische Ehren-Badges erstellt. Es gilt dann zu gewährleisten, dass diese ebenso wenig an Fake Listings verteilt werden wie das Tag „Local Favorite“.

Die AfD als Karnevalsverein? Absonderliches Suchergebnis bei Google Maps

Die AfD als Karnevalsverein? Absonderliches Suchergebnis bei Google Maps

Google Maps verfügt über eine gigantische Datenbank, welche nahezu alle Orte dieser Welt abdeckt. Um so eine aufzustellen, bedarf es gelegentlich jedoch auch einiger Hilfe. Dass auf diese nicht immer Verlass ist, hat sich kürzlich gezeigt, als einige Local Guides den Hauptsitz der AfD als Karnevalsverein angaben, wie GoogleWatchBlog berichtet.
Die Karte intakt halten
Wenn es auch manchmal so scheinen mag, kann Google nicht überall in der Welt auf einmal anwesend sein. Zwar wäre dies für Google Maps besonders praktisch, de facto funktioniert das aber nicht. Um die virtuelle Weltkarte also möglichst aktuell zu halten, verlässt Google sich außerhalb von Datenbanken und Algorithmen auf sogenannte Local Guides oder andere Nutzer der Website. Diesen steht es frei Änderungen vorzuschlagen oder selbst welche vorzunehmen. Wenn man diese jedoch nicht mit der nötigen Vorsicht begutachtet, schleichen sich hierbei teils kuriose Fehler ein, wie kürzlich beim Hauptsitz der AfD, welcher dadurch laut Angaben von Google Maps ein Karnevalsverein war.
Nutzer, die sich vor Kurzem den Hauptsitz der AfD bei Google Maps ansehen wollten, trafen auf eine interessante Beschreibung der Partei. ©GoogleWatchBlog
Dadurch, dass der Titel und weitere Angaben korrekt waren, ist der Fehler zunächst nicht aufgefallen. Mittlerweile wurde der Eintrag korrigiert und die AfD wird wieder als „Politische Partei“ angegeben.
Ein Fehler im System?
Nicht erstmalig erlauben sich Google-Nutzer einen derartigen Spaß. Kürzlich erst wurde per SEO-Hack das Nestlé-Logo bei der Google Suche als rot durchkreuzt angezeigt. Es gibt mehrere solcher Fälle. Großartig dramatisch mag das nicht sein, spricht jedoch womöglich für Schlupflöcher in Googles Prüfmechanismen. Änderungen wie diese bei Google Maps müssen für gewöhnlich durch mehrere Local Guides bestätigt werden, in diesem Fall fanden das jedoch anscheinend mehrere Local Guides sehr unterhaltsam, sowie diverse Nutzer, welche auf dieses Suchergebnis gestoßen sind, sodass die Bezeichnung als „Karnevalsverein“ durchgekommen ist. Diese Schlupflöcher bieten Nutzern ohne großen Aufwand eine theoretisch große Reichweite, wobei berücksichtigt werden muss, dass, sofern es sich hierbei um eine klare Auffälligkeit handeln würde, diese auch nicht ohne Weiteres bei Google durchkommen würde, wodurch der Einfluss auch nicht so groß ist, wie man meinen sollte. Nichtsdestotrotz, schmunzeln musste die ein oder andere Person deshalb allemal.

Fast 50 Prozent aller US-Suchanfragen bei Google in Q1 mit No Click bedient

Fast 50 Prozent aller US-Suchanfragen bei Google in Q1 mit No Click bedient

Manche Webmaster befürchten, dass Suchmaschinen-Traffic über Google nur weiter abnehmen wird. Begründet ist die Furcht darin, dass für viele Bereiche auf eigene Properties weitergeleitet wird, vor allem aber zahlreiche Suchanfragen mit No Click bedient werden. Der Anteil dieser Suchanfragen ist inzwischen sogar höher als jener für organische Klicks zu Seiten, die nicht zu Google gehören.
Wie viel Suchmaschinen-Traffic bleibt für andere?
Diese Frage stellt sich Rand Fishkin bei SparkToro und untermauert seine Antworten mit Daten von Jumpshot. Die Analyse des Daten-Providers bezieht sich dabei auf das erste Quartal 2019 und auf Werte aus den USA. Demnach hat Google allein in dem Zeitraum über 150 Milliarden Suchanfragen erhalten. Interessant wird es aber, wenn diese Suchanfragen prozentual unterteilt werden. So werden 6,01 Prozent davon auf Google Properties geleitet, beispielsweise zu ThinkWithGoogle. 5,9 Prozent sind dabei organische Klicks. Bezahlte Klicks auf Seiten, die nicht zu Google gehören, machen lediglich 3,58 Prozent aus. Organische Klicks auf derlei Seiten liegen hingegen bei 41,45 Prozent. Damit kommen diese organischen Klicks nicht einmal an den Anteil der Suchen heran, die mit No Click bedient wurden (48,96 Prozent).
Wo Nutzer klicken, wenn sie bei Google suchen, © SparkToro, Jumpshot Trotz diesem recht alarmierenden Teil des Kuchens ist die SEO mehr als lebendig. Pro Klick auf ein bezahltes Ergebnis gibt es 11,6 organische Klicks. Und obwohl Google solch eine starke Eigenmacht inne hat, wird insgesamt vergleichsweise wenig Traffic zu den eigenen Seiten geleitet. Jedoch liegen, wie Fishkin betont, die Klicks zu Alphabet-eigenen Properties – darunter also auch YouTube – inzwischen bei zwölf Prozent. Dazu kommt, dass Suchen, die in eine App von Google beziehungsweise Alphabet führen, von Jumpshot nicht miteinbezogen wurden. Es könnte also noch mehr Traffic für diese Properties generiert werden. In Kombination mit den No Click Searches zeichnet das dann ein eher düsteres Bild für andere Websites. Die organischen Klicks zu Non-Google-Seiten gehen vor allem mobil rasch zurück.
Organischer Search Traffic über Google geht zurück, 2016-2019 (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © SparkToro, Jumpshot In Q1 2016 gab es noch gut 75,6 Milliarden Browser-basierte organische Klicks, drei Jahre später sind es nur etwa 61,5 Milliarden gewesen.
Der Aufstieg von No Click geht weiter
Das Wachstum für die CTR bei bezahlten Ergebnissen liegt im Browser-basierten Bereich bei über 75 Prozent, auf die letzten drei Jahre bezogen. Während die CTR für organische Ergebnisse zeitgleich von 54 auf 47,4 Prozent sank, stieg die Prozentzahl der No Click Searches auf insgesamt knapp 49 Prozent in Q1 2019.
Auffällig dabei ist, dass diese Zahl vor allem durch Mobile nach oben getrieben wird. Dort liegt der Anteil von No Click bei 61,2 Prozent, die CTR für organische Ergebnisse bei nur 35,3 Prozent.
Die No Click-Suchen sind insbesondere mobil verbreitet (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © SparkToro, Jumpshot Da Google aber immer noch weiter wächst und es täglich mehr Suchanfragen gibt, ist für die Webmaster noch immer genug organischer Traffic zu generieren. Dafür gilt es die richtigen Optimierungen anzustoßen, von Strukturierten Daten über Voice Markups bis hin zur Mobile first-Etablierung. Dennoch werden Suchende zusehends, und besonders mobil, direkt in den SERPs „bedient“. Daher geht Fishkin auch davon aus, dass die Ergebnisse für die Suchergebnisseiten bestmöglich hergerichtet werden müssen, um Nutzern schon dort Relevantes zu vermitteln und sie womöglich so zu einem weiterführenden Klick zu bringen. Featured Snippets sind hier ein gutes Beispiel.
Dass Google bislang noch nicht mehr Traffic auf die eigenen Seiten lenkt, mag auch mit der Überwachung zusammenhängen, nicht zuletzt da das Justice Department der USA eine kartellrechtliche Prüfung Googles ins Rollen gebracht hat. Eine solche Überwachung ist begrüßenswert, denn Google hat eine unheimliche Macht, was die Traffic-Verteilung angeht. Die gute Nachricht, trotz No Click und Weiterleitungen zu den Alphabet-Seiten, ist: Webmaster können noch immer auf eine starke SEO setzen, um möglichst weit oben zu stehen, wenn der User sich gegen bezahlte Ergebnisse und No Click-Optionen entscheidet. Denn das Suchvolumen wird nur wachsen. Eine einwandfreie Mobile-Anpassung ist dabei jedoch unausweichlich.

Bookmarks für Videos in der Googlesuche: Chance für Creator, Erleichterung für User

Bookmarks für Videos in der Googlesuche: Chance für Creator, Erleichterung für User

Begibt sich ein Nutzer derzeit auf die Suche nach einem bestimmten Abschnitt Video-Content, führt der Weg häufig über Googles Suchmaschine. Bisher werden in den Ergebnissen mehrere Videos vorgeschlagen, die zur Suchanfrage passen. Doch für Nutzer, die schnell bestimmte Informationen brauchen, sind die ersten Minuten des Videos, die sie nach dem passenden Content durchsuchen müssen, ein lästiges Hindernis. Dieses Hindernis plant Google anscheinend aus dem Weg zu räumen. Auf einigen Screenshots der Google App, die von Android Police bereitgestellt wurden, sind Bookmarks zu sehen, die anzeigen, zu welcher Zeit in dem Video der gesuchte Content zu finden ist. Die Reichweite der Videos, die auf das neue Feature vorbereitet sind, könnte profitieren.
Schneller relevanten Content finden
Der Screenshot zeigt die neue Funktion. © Android Police
. Zum Vergrößern auf das Bild klicken. Mit der neuen „In this Video“-Funktion erscheint in der App-Suche nun bei einem Teil der Nutzer unter einigen vorgeschlagenen Videos eine Zeitleiste mit blauen Punkten, die das Video in Abschnitte unterteilen, wie der Screenshot zeigt. Unter diesen sind Inhaltsbeschreibungen und in einigen Fällen Thumbnails für die einzelnen Abschnitte zu sehen. Klickt ein Nutzer auf einen Zeitstempel, wird er direkt zu der verknüpften Stelle im Video weitergeleitet und kann so den Content überspringen, der für ihn irrelevant ist. Der Titel erscheint statt unter dem Video in einem Overlay am unteren Rand des Vorschaubildes, um Platz für die Zeitleiste zu schaffen. Die neue Bookmarks-Funktion ist noch nicht für alle Nutzer oder Videos verfügbar. In diesem Fall zeigt Google unter den ausgewählten Videos eine weiße Lücke an. Wer das Feature schon jetzt testen möchte, kann sich für die Testversion der Google App anmelden, die jedoch oft verbuggt ist. Außerdem sollte sichergestellt werden, dass die App unter dem neuesten Update läuft.
Für eine größere Reichweite die Descriptions auf die neue Funktion anpassen
Besonders in Erklär- oder Kochvideos bietet die Funktion einen großen Vorteil für die Nutzer, deren Sucherlebnis um einiges verbessert würde, wenn sie nicht mehr einen Großteil ihrer Zeit mit der Suche nach der richtigen Stelle im Video verbringen. Und auch die Creator profitieren von den „In this Video“-Bookmarks: Dadurch, dass Nutzer sich voraussichtlich durch die Bookmarks von Abschnitt zu Abschnitt klicken werden und so das Video mehrfach öffnen, können mehr Klicks generiert werden. Wie es scheint, zieht Google die Informationen zu den einzelnen Abschnitten aus den Videobeschreibungen auf YouTube. Für Video Producer und Creator kann es sich also lohnen, die Descriptions auf YouTube schon jetzt SEO-technisch anzupassen, um ganz vorne dabei zu sein, wenn die Funktion für jeden verfügbar ist.

Fauxpas bei Google? Kurioses Ergebnis bei der Suche nach Nestlé

Fauxpas bei Google? Kurioses Ergebnis bei der Suche nach Nestlé

Dass Nestlé sich über die Jahre nicht unbedingt beliebt gemacht hat, ist bekannt. Genügend Skandale ranken sich um das Unternehmen. Wenn Anspielungen darauf jedoch bei Google kursieren, weiß man, dass ein Problem vorliegt. Oder doch nur ein Versehen?
Nicht das gewünschte Logo
Wie kürzlich einem Nutzer bei Twitter aufgefallen ist, erhält man bei der Google-Suche nach Nestlé ein überraschendes Ergebnis: das Nestlé-Logo ist rot durchkreuzt, oder wie man im Internet-Jargon wohl sagen würde „cancelled“.

Hi @JohnMu ,I’m not sure if Nestle is really happy with the company logo on Google. 😄 What do you mean? #Nestlé@[email protected]#seopic.twitter.com/13vCxWJ5nl
— Graf von Monte Seo (@MatReincke) June 14, 2019

Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich hierbei lediglich um ein Versehen, statt einer politischen Botschaft seitens Google, denn John Mueller meldete sich bereits zu Wort, diesen Fehler weitergeben zu wollen, sodass man ihn beheben könne. Drüber schmunzeln kann man dennoch.
Ein kleines Missgeschick – oder nicht?
Darüber, wie derartige Fehler auftreten können, lässt sich nur spekulieren. Womöglich handelt es sich hierbei schlichtweg um einen SEO-Hack, der dafür sorgte, dass das rot durchstrichene Logo angezeigt wird. Ob womöglich doch ein Google-Mitarbeiter mit besonderer Antipathie gegenüber Nestlé das Logo austauschte, lässt sich nicht sagen, bis keine weiteren Aussagen vorliegen. Diese Situation erinnert an eine überaus ähnliche vor etwa einem Jahr. Nutzer, die den Begriff „Idiot“ in die Suchleiste eingaben, durften auf Bilder von Donald Trump stoßen.
Vor etwa einem Jahr folgten Bilder des Präsidenten Trump, sobald man „Idiot“ googlete. Auch hierbei handelte es sich damals um einen SEO-Hack, was die Chancen erhöht, dass dies hier auch der Fall sein könnte.
Sofern man alle persönlichen Einstellungen zu derartigen Themen beiseite legt und versucht das Ganze objektiv zu beurteilen, sollte man mit der Frage konfrontiert sein, ob dies soweit akzeptabel ist. Google ist die größte Suchmaschine im Internet und eines der weltgrößten Unternehmen überhaupt. Derartige Vorfälle bleiben dementsprechend also nicht unbemerkt und könnten insgesamt unprofessionell wirken, zumal Google auch Einfluss auf seine Nutzer hat mit derartigen Suchergebnissen. Zwar werden diese immer schnell entfernt, doch für den Moment, in dem sie vorhanden sind, sorgen sie definitv für Aufmerksamkeit – und hier und da ein Schmunzeln.

Frisches Design bei Google: Icons tauchen in der Suchleiste auf

Frisches Design bei Google: Icons tauchen in der Suchleiste auf

User dürfen sich ab sofort über Erneuerungen im Design der Google-Suchleiste freuen. Wie Search Engine Land berichtet, wurde die Veränderung nach einer mehrmonatigen Testphase nun offiziell übernommen. Kreativ, einzigartig, innovativ? Gewiss nicht. Dennoch ist das neue Design zumindest nett für das Auge der User, denen die Neuerung gewiss bald auffallen wird.
Text wird durch Icons ergänzt
Die Veränderung im Design ist nicht weltbewegend, aber auffällig, wenn man sich oft durch die verschiedenen Suchkategorien wie Bilder, Videos oder Shopping geklickt hat. Das altgewohnte Bild für die User stellte sich wie folgt dar:
Screenshot, © Search Engine Land
Durch die Erneuerung im Design wird der Text der Suchkategorien nun durch simple Icons unterstützt. Wer sich zurückerinnert, weiß, dass es dies bereits 2010 gab. 2011 wurden die Icons jedoch von den Desktop-Versionen entfernt. Hier nun also ein Blick auf das neue Suchleisten-Design:
Icons neben den Suchkategorien sollen das Finden von Katzenvideos und Co. erleichtern.
Neues Design auf allen Geräten und in allen Browsern
Nachdem schon viele User die Veränderung bemerkt haben, hat Google offiziell bestätigt, dass das neue Design ab sofort flächendeckend zu sehen ist. Dies bestätigen auch die Tests mit verschiedenen Betriebssystemen sowie unterschiedlichen Browsern. Mozilla, Chrome und Co. zeigen alle das neue Design mit den Icons an, unabhängig davon, ob man als User bei Google eingeloggt ist oder nicht.
Wie bereits erwähnt, ist das neue Design weder bahnbrechend noch eine 180-Grad-Wende. Google hat im Laufe der Zeit diverse Re-Designs durchlaufen. Nichtsdestotrotz handelt es sich um eine Veränderung im Aussehen der meistgenutzten Suchmaschine der Welt, welche zahlreichen Usern ins Auge stechen wird. Der neue Anstrich verleiht Google passend zum Sommer etwas Erfrischendes, auch wenn abzuwarten bleibt, wie lange die Icons in der Suchleiste beibehalten und ob diese mit der Zeit noch optimiert werden.

Der Social Media Boost für deine Suchmaschinenoptimierung

Der Social Media Boost für deine Suchmaschinenoptimierung

Ob und wie sich Social Media-Kanäle auf SEO auswirken, ist eine viel diskutierte Frage, die auch von Google nicht immer einheitlich beantwortet wurde. Während früher Social Media Links noch als direkter Rankingfaktor eingestuft wurden, ist ihnen dieser direkte Einfluss von Google längst wieder aberkannt worden.
Der heutige Einfluss auf das SEO Ranking ist dennoch über die sogenannten Social Signs sichergestellt, die sich aus Likes und Shares auf den verschiedenen Plattformen zusammensetzen. Eine hier existente Korrelation wurde mehrfach und unter anderem auch von MOZ nachgewiesen.
SEO als Element der Social Media Strategie
SEO und Social Media hängen enger zusammen, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Durch das Posten von qualitativ hochwertigen Inhalten werden Follower gewonnen, die Besuche der Seite steigen und die eigene Website kann an Bekanntheit gewinnen. Auf Dauer wird der in Social Media getätigte Aufwand dann mit einem Zugewinn an Vertrauen und einem höheren Rang belohnt. Dafür braucht es aber auch die richtige Social Media-Strategie. Nicht jeden sprechen die gleichen Beiträge an. Um Nutzern einen echten Mehrwert zu bieten, muss also die richtige Ansprache gewählt werden. Hierfür muss der Social Media Manager seine Kunden kennen, kennenlernen bzw. eine Community aufbauen, und das alles im Rahmen einer wohlüberlegten Social Media-Strategie mit klaren Zielen. Zu einer solchen Strategie sollte auch ein Content-Plan gehören, um unregelmäßiges oder übermäßiges Posten zu vermeiden. Darüber hinaus sollten Soziale Netzwerke als eine Möglichkeit zur Keyword-Recherche gesehen werden. Nur wer weiß, in welchem Zusammenhang User Keywords verwenden, kann auch auf diese Keywords hin optimieren und Inhalte kreieren, die für die Nutzer relevant sind.
Steigerung des Branded Search Volumes durch Social Media
Social Media Marketing ist eine sinnvolle Maßnahme zur Steigerung des Branded Search Volumes. Durch das Verbreiten von fachlich oder thematisch passenden Inhalten innerhalb der Community, etablieren sich Firmen als Experten auf ihrem Gebiet. Durch das regelmäßige Posten von stets qualitativ hochwertigen Inhalten, fördern sie die Entstehung eines Markenbewusstseins. Dieses Markenbewusstsein führt wiederum zu einem subjektiven Bevorzugen der Marke und abschließend zur Steigerung des Branded Search Volumes. Die Branded Search, bei der vom Kunden nach dem Produkt (Keyword) in Kombination mit dem Markennamen gesucht wird, hat verschiedene positive Effekte auf die SEO. Denn nicht nur die Relevanz der kombinierten Suche steigt, sondern vor allem auch die Relevanz der Marke für das Keyword. Das bedeutet, dass die Marke ihr Ranking auch bei der reinen Suche nach einem Keyword, das häufig in Verbindung mit ihr verwendet wurde, verbessern kann.
Stetig gewinnt das Influencer Marketing an Bedeutung. Mit bereits über einer Milliarde Nutzer auf Instagram, erkennen auch immer mehr Unternehmen das Potential für sich. Bereits 44 Prozent der Unternehmen haben laut dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) im Jahr 2019 ein Budget für Influencer eingeplant.
© BVDW Und das nicht ohne Grund: Branding Kampagnen können, laut Benchmark Report von Influencer Marketing Hub, auf diesem Weg einen acht Mal höheren ROI als alternative Methoden im Brand Building und bei Engagement Rates erreichen.
Eine brandneue Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen, liefert Instagram in Zukunft mit den sogenannten Branded Content Ads für Stories und den Feed. Erscheinen wird die Funktion für die Ads im Feed in den nächsten Wochen und für die Stories in den kommenden Monaten. Das besondere an dieser Form der Instagram-Werbung ist, dass sich die Verantwortlichen nicht mehr zwischen der Werbung über Influencer oder dem Erstellen von Werbeanzeigen entscheiden müssen. Sie haben jetzt die Möglichkeit den Branded Content der Influencer als Ads im Feed oder über die Story zu verbreiten. Der große Vorteil ensteht durch die Kombination von hoher Werbewirkung durch vertraute Influencer und der größeren Reichweite durch das Kampagnentargeting. Dank Targeting werden sogar User erreicht, die weder der Marke noch dem Influencer folgen. Solch Branded Content könnte Marken auch bei Influencer-getriebenen Suchanfragen zu mehr Relevanz verhelfen.
Social Media als Link Building Alternative
Mit hohem Aufwand versuchen Experten seit den Anfängen der Suchmaschinenoptimierung, Backlinks für sich zu gewinnen. Eine geschickte Methode ist es dabei, qualitativ sehr hochwertigen Content über die eigenen Social Media Accounts zu verbreiten. Im besten Fall nehmen andere angesehene Seiten verbreitete Inhalte auf und generieren so wertvolle Backlinks. Sollte dies nicht der Fall sein, ist trotzdem etwas erreicht, denn die Verweildauer, Klicks und Shares senden einen positiven Impuls an die Suchmaschine und sorgen so für erhöhte Sichtbarkeit.
Nutzer zu Markenbotschaftern zu machen ist etwas, auf das Unternehmen hinarbeiten müssen. Sie müssen sich diesen Luxus erst verdienen, weshalb hier von Earned Media gesprochen wird. Das Ganze basiert auf viralen Effekten, bei denen Inhalte von Nutzern weiterverbreitet oder selbst erstellt und verbreitet werden. Diesen Effekt versuchen Unternehmen über Content-Produktionen, Beziehungen zu Bloggern oder über genaue Zielgruppenansprache mit gegenseitiger Kommunikation zu erreichen. Obwohl aufwändige Produktionen und Kooperationen Kosten verursachen, lohnt sich die Earned Media-Strategie, sofern Nutzer die Botschaften weiterverbreiten. Geht beispielsweise ein produziertes Video in einem Blogbeitrag viral, steigen Zugriffszahlen, Backlinks, Branded Search, Engagement Rates und vieles mehr. Im Gegensatz zu den verwandten Paid und Owned Media kann Earned Media vor allem durch seine hohe Glaubwürdigkeit überzeugen. Als Nachteil einer nur schwer kontrollierbaren Verbreitung muss die eingeschränkte Steuerbarkeit der Kampagne beachtet werden.
Ein Best Case Beispiel liefert die Kampagne WeAccept von Airbnb, die sich während des Super Bowls 2017 gegen Diskriminierung jedweder Form einsetzte. Laut Shortyawards wurde der Facebook und Instagram Content zur Kampagnenunterstützung 90.000 Mal geteilt, in der ersten Halbzeit des Super Bowls wurden 33.000 Tweets zum Hashtag #weaccept verzeichnet und die Kampagne erzeugte insgesamt 87 Millionen Impressions.
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Beim diesjährigen Super Bowl überzeugte etwas Burger Kings „Eat Like Andy“, das viral ging und vor allem extrem viele Suchanfragen zu Andy Warhol und Burger King generierte:
Google Trends beim Super Bowl 2019, © Google, Burger King YouTube Videos für eine starke SEO
Nicht zu vergessen ist der positive Einfluss von YouTube Videos auf Webseiten. YouTube gehört nicht nur zu Google, sondern ist eine der wichtigsten Social Media-Plattformen, mit Hilfe derer sich Nutzer austauschen können. Auf Webseiten eingefügte Videos erhöhen den Traffic, schaffen Vertrauen und fördern die Verweildauer auf der Webseite. User gelangen beispielsweise über die in den Suchergebnissen angezeigten Videos, auf die Webseite oder sehen den Clip direkt auf YouTube. Des Weiteren werden so die Social Signs über YouTube verbessert. Geht ein Video, wie oben erwähnt, viral, bleibt eine Verbesserung des Rankings nicht lange aus. Gerade Videos haben aufgrund der vermittelbaren Emotionen ein hohes Potential an Viralität. Zusätzlich lassen sie sich auf allen Social Media-Kanälen leicht verbreiten und genießen extrem hohe Beliebtheit bei den Social Media-Nutzern.
Fazit
Der direkte Einfluss von Social Media auf die SEO ist begrenzt. Jedoch gehen von Social Media eine ganze Reihe indirekter positiver Effekte auf die Suchmaschinenoptimierung aus. Mit einer geschickten Social Media-Strategie und qualitativ hochwertigen Inhalten kann hier einiges in Sachen natürliches Link Building, Branded Search Volume, Earned Media und am Ende natürlich in Bezug auf das Ranking erreicht werden. Keyword Stuffing und eine rein SEO-orientierte Social Media-Strategie führen hier aber ohne echte Mehrwerte nicht zum Erfolg. Der Erfolg liegt in der nachhaltigen Relevanz begründet, das betont Google nur zu gern. Hier liegt eine Differenzierung zu Social Media-Inhalten vor, die sich aber überbrücken lässt, wenn Content gepostet wird, der sich an aktuelle und anhaltende Nutzerinteressen richtet. Das mag sich positiv auf dein Ranking auswirken.

In-App-Engagement: Die erfolgreichsten Werbeformate in mobilen Apps

In-App-Engagement: Die erfolgreichsten Werbeformate in mobilen Apps

In-App-Werbung boomt und hat Mobile Web-Angebote längst überholt. Zu diesem Thema veröffentlichte Smaato vor Kurzem eine Studie, die zeigt, welche Werbeformate bei In-App-Anzeigen am besten funktionieren. Wir zeigen dir im Folgenden die wichtigsten Ergebnisse.
Drei klassische Formen des Advertisements
Es gibt mehrere Möglichkeiten Werbungen in Apps zu schalten. Man wandert hierbei auf einem schmalen Grat, denn weder möchte man den Nutzer mit der eigenen Werbung nerven noch möchte man, dass er diese vollkommen missachtet. Smaato und Liftoff zufolge gibt es drei große Werbetypen:
Banner Ads: Der Klassiker, bei dem ein kleiner Banner an der unteren oder oberen Hälfte des Bildschirms montiert ist. Dieses Werbeformat gilt als nicht sonderlich aufdringlich und kann einfach in jede App eingebaut werden.
Native Ads: Dieses Werbeformat ist im Bestfall subtil, da es inmitten der Umgebung der App platziert wird, weshalb dieses sich nicht sofort als Werbung identifizieren lassen. Oftmals finden Native Ads in Apps mit Listenformat Anwendung und werden zwischen eigentlichen Inhalten des Feeds platziert.
Interstitial Display Ads: Die wohl aufdringlichste Form des Advertisements, da diese für einen kurzen Moment den gesamten Bildschirm in Anspruch nimmt. Meist werden sie als Übergang benutzt, beispielsweise zwischen zwei Leveln, und verschwinden wieder, sobald der Nutzer sie schließt.
Zur Bemessung des Erfolgs der verschiedenen Werbeformate, wird in zwei Kategorien unterschieden: effective Cost-per-Mille (eCPM) und Click-Through-Rate (CTR), die Nummer an Klicks, die eine Anzeige erhält, geteilt durch die gesamten Impressions dieser. Anhand dieser Werte lässt sich feststellen, dass mehr Interaktion erfolgt, je größer die Werbung ist.
Je größer, desto besser. Subtile In-App Advertisements werden weniger geklickt als aufdringlichere Formate. © Smaato, Liftoff In-App Video Ads
Einer sehr positiven Resonanz erfreuen sich die Videoformate der In-App Advertisements. Diese lassen sich in vier Kategorien unterteilen.
Rewarded Video Ads: Diese Form des Advertisments entlohnt den Nutzer für das Ansehen der Werbung. So können in Spielen beispielsweise Währungen verteilt werden, mit denen man weitere Inhalte kaufen kann.
Interstitial Video Ads: Erneut wird hierbei der gesamte Bildschirm beansprucht. Als Übergang wird ein Video gezeigt, welches Nutzer aber etwa nach fünf Sekunden überspringen können.
Outstream Video Ads: Diese Form der Werbung wird zwischen die natürliche Umgebung der App gesetzt und spielt automatisch ab, sobald der Nutzer dort scrollt.
Instream Video Ads: Sofern die App einen eigenen Videoplayer hat, wird diese Form des Advertisements dort abgespielt. Die Werbung wird dann vor, während oder nach dem Video abgespielt.
Im direkten Vergleich zwischen herkömmlicher In-App-Werbung und der Videovariante schneidet letztere bei eCPM und CTR wesentlich besser ab.
Advertisements erfreuen sich größerer Beliebtheit und Interaktion, sobald diese im Videoformat erfolgen. © Smaato, Liftoff Auch die von Liftoff gegebenen Statistiken bestätigen dies, da diesen zufolge bei Videos der Cost-per-Install (CPI)-Wert um 40 Prozent höher ist.
Besonders erfolgreich schneiden die Rewarded Video Ads ab. Die Zeit, welche Nutzer mit diesen verbringen, wird direkt entlohnt und ist somit nicht etwa störend, sondern sinnvoll genutzt. Nutzer kriegen etwas für die von ihnen aufgebrachte Zeit zurück, wodurch die beste Nutzererfahrung gegeben wird, wie 90 Prozent aller Werbebetreibenden angeben. Ebenso betrachten 70 Prozent aller Nutzer diese Werbeform als die angenehmste.
Konversionsraten erhöhen
Am einfachsten ließe sich dies über die erfolgreichen Rewarded Video Ads bewerkstelligen. Sie schneiden am besten unter allen Videoformaten ab, genauso wie sie bedeutend mehr Erfolge als Display Ads zusammentragen. Das hierein investierte Geld rentiert sich am ehesten. Ebenso gilt zu vermerken, dass iOS insgesamt bessere Konversionsraten aufweist als der Gegenspieler Android.
Zwar sind die Kosten bei iOS höher, die Konversionsraten jedoch auch besser, vor allem bei Rewarded Video Ads. © Smaato, Liftoff Damit die eigene In-App-Werbung auf Erfolg stößt, gibt es also einige wichtige Regeln zu beachten. Man sollte den Nutzern eine möglichst angenehme Werbeerfahrung bieten, sodass sie sich nicht von dieser belästigt fühlen. Genauso muss die Werbung optimal gestaltet sein. Videos sollten beispielsweise auch ohne Ton weiterhin Sinn ergeben und zur Interaktion motivieren, da die meisten Video Ads ohne Ton geschaut werden. Außerdem, auch wenn Videoformate am besten abschneiden, ist es vorteilhaft, wenn die eigene Werbung in diversen Formaten bei diversen Apps erhältlich ist. Zuletzt sind die vorliegenden Daten zu beachten. Was für eine Demographie und Zielgruppe hat man vor Augen? Wo ist die Interaktion am höchsten? Alles in der Richtung ist wichtig und sollte Eingang in die Kampagnenplanung für In-App Advertising finden. Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte sollte diese Werbeform große Erfolgspotentiale bieten können.

Die Zukunft des E-Commerce: Volker Smid auf dem Data Lover Summit

Die Zukunft des E-Commerce: Volker Smid auf dem Data Lover Summit

Volker Smid, der CEO von Searchmetrics, erklärte auf dem diesjährigen Data Lover Summit den Anwesenden, wie Machine Learning Content Producern helfen kann, das Rennen um den ersten Platz auf Google zu gewinnen. Searchmetrics führt vor diesem Hintergrund seit Jahren Suchen zu verschiedensten Keywords durch und speichert die ersten fünf Ergebnisse, inklusive ihrer Struktur und Inhalte. Auf dem Rohstoff dieser Daten werden Machine Learning-Modelle aufgebaut, die dann Auskunft darüber geben, wie die am besten performenden Seiten aufgebaut sind und welche Inhalte sie bereitstellen. Nach seinem Vortrag sprachen wir mit ihm über Smart Assistants, agile Unternehmen, kreative AI und darüber, wie unterschiedlich jeder Mensch Suchanfragen stellt.
Unternehmen müssen auf die Vielfalt der Suchanfragen vorbereitet sein
So gut wie jede Suchanfrage bei Google beinhaltet ein „I want…“- © Searchmetrics
In seinem Vortrag „Predictably outperforming – How to win the Digital Content Race in an Age of Machine Learning“ zog Smid einen Vergleich zwischen dem Jahr 1993, dem Jahr vor dem ersten Online-Kauf, der je getätigt wurde (eine Pizza), und dem Jahr 2018, um zu verstehen, warum Daten relevant sind. Die meisten der 5,6 Milliarden Suchanfragen, die Google jeden Tag gestellt werden, beinhalten ein „I want“, so Smid und sind damit ein idealer Ansatzpunkt, um Kunden zu erreichen. Früher hatten Unternehmen die Kontrolle über die Kaufentscheidung, sie bespielten ihre potentiellen Kunden über Fernsehen, Radio etc. mit Werbung und überzeugten so einige Zuschauer und Zuhörer. Heutzutage geht es viel eher darum, Kunden anzulocken, da diese viel häufiger selber auf die Suche gehen – und zwar online. Dabei hat jeder von uns eine andere Herangehensweise: mit über 35.000 verschiedenen Keywords kann beispielsweise nach einem Fernseher gesucht werden.
Diverse Suchbegriffe sind für ein Objekt möglich. © Searchmetrics
Volker Smid: „Für Google sind 15 Prozent aller Suchanfragen jeden Tag komplett neu. Das sind Suchanfragen, die die noch nie gesehen haben. Das beschreibt nur unsere Variabilität. Wir denken alle doch sehr unterschiedlich. Ich nenne mal ein sehr einfaches Beispiel: Wohne ich in München gehe ich zum Bäcker und frage, ob die Semmeln haben, wohne ich in Hamburg gehe ich zum Bäcker und frage, ob die Brötchen haben. Es gibt so viele unterschiedliche Terms, die wir gelernt haben und die wenden wir bei Google an. Und Google wird immer besser darin, diese Unterschiede zu verstehen und entsprechend darauf zu reagieren. Wer auf diese Vielfalt nicht vorbereitet ist, wird bei vielen nicht auf der ersten Seite erscheinen. Wie wir alle wissen, sinkt die Wahrscheinlichkeit geklickt zu werden extrem, wenn man nicht unter den ersten Ergebnissen gelistet wird.“
Verändern Smart Devices unseren Content?
Spricht man über Search sind Smart Assistants oft ein heiß diskutiertes Thema. Wenn wir uns schon im Tippen von Suchanfragen so sehr unterscheiden, wie ist das dann mit Smart Assistants, fragen wir nach. Denn verbal werden Suchanfragen doch sicher nochmal anders gestellt.
Volker Smid: „Ich glaube, dass die Smart Assistants eine besondere Rolle spielen. Am besten kommen wir da auf den Vortrag zurück, wo wir gesagt haben, 80 Prozent der Suchen tätigen wir, um uns zu informieren. Und dieser Informationsvorgang ist ein menschlich sehr komplexer Vorgang, wo wir von Social-Kanälen zu Suchkanälen springen und versuchen uns eine Meinung zu bilden. Während Assistenten wunderbar geeignet sind, dann zu sagen ‚Ich kaufe jetzt Produkt A, B, C‘ Denn die Limitierung eines Smart Devices ist, dass er nur ein Suchergebnis hat und so gerade in der Informationsphase nicht brauchbar ist für die Art und Weise, auf die wir versuchen, unsere Entscheidungen zu treffen. So glaube ich, haben die Devices für bestimmte Formen von Suchen oder Anweisungen eine Rolle, aber für die Komplexität der Suchen nicht“.
Mit der weiteren Verbreitung von Smart Devices fürchten viele, dass ihr Content nicht richtig angepasst ist und dementsprechend nicht gut rankt. Doch Smid sagt, die Regeln sind letztlich die gleichen:
Volker Smid: „Letztendlich ist ein Smart Assistant auch nur ein anderer Suchkanal. Wir hatten ja das Beispiel [im Vortrag] „bester hd fernseher USA“ und tomsguide rankte als Nummer 1. Wenn ich aber so einen Google Smart Device nutzen würde und in den USA dieses „best hd TV“ eingebe, würde das Device von tomsguide ablesen. Also die Regeln am Ende sind die gleichen“.
Wir brauchen Kontext und nicht nur Daten
Also werden die Smart Devices auch nur das ausspielen, was in der Knowledge Box des ersten Treffers sitzt. Sind das finstere Zeiten, die da für alle Kreativen kommen, wenn nur noch die Strukturierten Daten und Keywords relevant sind, um gefunden zu werden?
Volker Smid: „Nein. Das ist schon fast eine philosophische Frage, weil die, die schreiben, behalten sich ja zu Recht vor, die Kreativität des Schreibens nicht zu verlieren. Denn gute Inhalte zu schreiben, ist relativ schwierig. Wir [Searchmetrics] zeigen im Grunde nur auf, was die Leute eigentlich wissen wollen. Was fragen die Leute? Und darauf gut formulierte Antworten zu finden, das ist Aufgabe der Schreiber. Das ist immer das, was ich „Herz“ nenne. Es hat sich im Geschäft relativ wenig verändert: jeder Unternehmer muss immer noch wissen, wofür er oder sie relevant sein will und wie diese Relevanz beschrieben werden soll. Diesen Prozess heute mit Daten anzureichern, das ist wichtig. Wenn man sich heute nur darauf konzentriert, Inhalte für Transaktionssuchen auf der Website zu haben, wirkt man auf den User wie ein großer Laden der nur aus Regalen besteht. Ich brauche ja Kontext. Warum soll ich denn diesen Fernseher kaufen, was ist denn deine Meinung dazu als Verkäufer? Den Dialog, den wir früher manchmal hatten, z.B. bei Mediamarkt, den versuchen wir heute anders zu bedienen. Deswegen ist in unserer frühen Phase der Entscheidungsfindung hochwertiger Content, bei dem man Kompetenz zeigt – Google würde das ‚Authority‘ nennen – so wichtig. Und dann wird man auch gefunden bei Google oder anderen Suchmaschinen.“
Volker Smid während seines Vortrages. © Webtrekk
Ein Blick in die (ungewisse) Zukunft und die Grenzen des E-Commerce
Als wir ihn fragten, was er bei Searchmetrics macht, antwortete er scherzhaft „Ich bin der CEO, ich versuche alles und nichts zu machen.“ Was Unternehmen tun müssen, um sich in der Digitalbranche zu behaupten, weiß er nach jahrelanger Berufserfahrung in der Branche trotzdem.
Volker Smid: „Ich glaube, das, was wir wirklich tun müssen, ist eine agile und integrierte Organisation in einem Unternehmen zu bauen. Das ist die wichtigste Form der Entwicklung, die vor uns liegt. Das sind nicht Daten. Wir werden immer mehr Daten haben. Aber wenn das auf eine statische Organisation prallt, die sagt: „Druckt mir doch erstmal einen Report aus!“ – das ist die falsche Denkweise. Da müssen wir ganz anders denken und das ist, glaube ich, die wichtigste Dimension der Veränderung derzeit“.
Zum Abschluss wagt er noch einen Blick in die Zukunft, und verweist dabei darauf, dass noch 1995 Leute das Internet als vorübergehende Erscheinung abgestempelt haben. Was die nächsten Jahre passiert, das kann keiner sagen, sagt er. Zuletzt beschreibt er die Grenzen, die seiner Meinung nach auch der E-Commerce hat.
Volker Smid: „Wird Google irgendwann wissen, wann wir einen neuen Fernseher brauchen, ehe wir es überhaupt bemerken? Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Ich denke nicht. Wir lernen ja auch in anderen Märkten, dass die Digitalisierung Grenzen hat – z.B. bei E-Books. Ich habe sowas wie ein Kindle und eigentlich könnten 100% der Bücher über Kindle gelesen werden, doch die Penetrationsrate hat heute, sogar in den USA, einen Deckel erreicht. Nicht einmal 30 Prozent der Bücher werden online gelesen. 70 Prozent der Bücher werden noch getragen vom Duft und der Haptik und der Freude, ein Paperback wirklich zu besitzen und es ist auch schön zu beobachten, dass vielleicht auch die Grenze des E-Commerce irgendwann erreicht ist. Weil wir einfach auch mal raus und unter Menschen gehen wollen. Ich weiß nicht, wo die Grenze ist, aber von der einen Pizza, die 1994 im Internet bestellt wurde, und dem heutigen E-Commerce, den Weg sind wir schon mal gegangen.“
Wir bedanken uns herzlich für das Interview und die spannenden Denkanstöße zum Thema.

W&V MAKE Düsseldorf 2019: Marketing für den Mittelstand

W&V MAKE Düsseldorf 2019: Marketing für den Mittelstand

Die Stärke in sich selbst finden – Marketing für den Mittelstand
Der Mittelstand zeichnet sich oft durch Geschäftsmodelle aus, die über Generationen hinweg gewachsen sind und sich bewährt haben. Doch die Zeiten ändern sich, die Welt dreht sich so schnell wie nie. Auch für den Mittelstand. Wer künftig erfolgreich sein will, der muss die Dinge neu denken und dabei Althergebrachtes in Frage stellen. „Mutig sein“ lautet die Devise. Bei uns erfahren Sie, wie viel Neues Sie Ihrer Marke zumuten können.
Gleichzeitig lohnt es sich, die Herkunft, die eigene Stärke und das seit Generationen generierte Wissen nicht aus dem Blick zu verlieren. Denn in der unternehmenseigenen Historie, in den etablierten Produkten, der Haltung und Überzeugung des Unternehmens sowie in der regionalen Verwurzelung finden sich oft die glaubwürdigsten Geschichten für die Kommunikation und das Marketing. Wir zeigen, wie Sie mit dem Blick auf die Traditionen des Unternehmens Ihre Marke schärfen können.
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Die Themenschwerpunkte im Überblick:
TEIL I: MARKENSTRATEGIE – alte Stärken neu inszeniert
Wer wachsen will, der muss sich auf das beziehen, was er kann und was ihn stark macht. Mittelständler haben meistens eine lange Historie, sind in ihrer Region verwurzelt oder haben sich in einer Nische zu wahren Experten entwickelt. Das ist ein großer Vorteil, um ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz herauszuarbeiten. Erfahren Sie, wie Sie die Stärken Ihres Unternehmens sinnvoll zur Markenbildung einsetzen und wie Sie Ihre Marke weiterentwickeln können.
TEIL II: MARKENIDENTITÄT – zwischen Heimatmarkt und Internationalität
Die regionale Verwurzelung ist ein Merkmal des Mittelstands. Doch Wachstum verlangt oft nach einer neuen Positionierung. Gerade im Ausland funktionieren Märkte nach anderen Regeln und Kunden kaufen die Marke mit einer anderen Motivation. Und doch kann die Betonung des Regionalen und Lokalen ein Pluspunkt in der Positionierung sein. Wer in der Heimat verwurzelt ist, kann das auch authentisch und glaubwürdig transportieren. So wird dem Kunden ermöglicht, sich ganz neu mit der Marke zu identifizieren.
TEIL III: MARKENPOSITIONIERUNG – einen etablierten Markt aufrütteln
Gesättigte und etablierte Märkte erfordern Mut und Einfallsreichtum von mittelständischen Marken. Nur mit einem klaren Alleinstellungsmerkmal sind kleine Unternehmen in der Lage, bereits bestehende Machtverhältnisse ins Wanken zu bringen. Je außergewöhnlicher Ihr Ansatz ist, desto erfolgreicher können Sie sich gegen die vermeintlich übermächtige Konkurrenz durchsetzen.
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