Jumbo räumt auf: Die Privacy-App verwaltet Einstellungen auf Facebook und Co.

Jumbo räumt auf: Die Privacy-App verwaltet Einstellungen auf Facebook und Co.

Pierre Valade, Entwickler der beliebten Kalender-App „Sunrise“ hat mit „Jumbo“ ein neues Projekt gestartet. Die Privatsphäre-App bietet ein Rundum-Sorglos-Paket in Sachen Datenschutz und räumt auf Facebook, Twitter und Co. auf.
Jumbo kann:
30 Privatsphäreeinstellungen auf Facebook verändern
alte Tweets löschen (und vorher auf dem Telefon speichern)
den Verlauf der Google-Suche löschen
Alexas Verlauf löschen
und soll bald auch auf Instagram und Tinder klar Schiff machen
Während gerade auf Facebook eine langwierige Recherche den Änderungen der Einstellungen vorhergehen muss, erledigt Jumbo alles für den User mit ein paar Klicks. Viele Nutzer sind zu bequem, um sich wirklich in die Materie einzuarbeiten und belassen die Einstellungen deswegen oft einfach so, wie sie von Anfang an sind. Das möchte Jumbo ändern.
Privacy is something that people want, but at the same time it just takes too much time for you and me to act on it. So you’re left with two options: you can leave Facebook, or do nothing,
sagte der Entwickler von Jumbo Pierre Valade.
Eine Übersicht der Funktionen. © Jumbo Blog So funktioniert es:
In der App geben User ihren Benutzernamen und ihr Passwort ein. Da keine API für die Facebookeinstellungen existiert, wird Jumbo den Nutzer imitieren und für ihn die Buttons klicken. In drei Abstufungen (weak – medium – strong) kann der Nutzer auswählen, wie strikt seine Privatsphäre geschützt werden soll. Eine Liste aller Unterschiede der drei Einstellungsmöglichkeiten in den verschiedenen Bereichen findet sich auf der Website. So stellt Jumbo beispielsweise Fragen wie:
Dürfen Suchmaschinen außerhalb von Facebook auf dein Profil verweisen?
Wer soll deine zukünftigen Posts sehen können?
Soll Facebook dich in Fotos und Videos erkennen können?
Jumbo hat selbst keinen Zugriff auf die Daten
Die Jumbo-App selbst sieht nie etwas von den Daten der Nutzer – z.B. wenn der Assistent auf Twitter alte Tweets löscht -, denn alles wird lokal auf dem Telefon verarbeitet. „There isn’t a server-side component that we own that processes your data in the cloud“, stellte Valade klar. Im Gegensatz zu anderen Apps, die ähnliche Dienste anbieten, ist Jumbo das erste Rundumpaket, das für alle großen Player nutzbar sein soll. Seit gestern ist die App für iOS verfügbar, bald soll sie auch für Android kommen. Noch ist der Service kostenlos, aber es ist zu erwarten, dass einige Features bald nur für Premium-Accounts verfügbar sein werden, die dann Geld kosten.
Eine Herausforderung für Facebook
Beinahe erwartet wird von Valade, dass die großen Unternehmen wie Facebook und Twitter sich gegen die Anwendung von Jumbo sträuben werden. Schließlich verdienen sie am meisten, wenn die Nutzer ihre Datenschutzeinstellungen am besten gar nicht berühren und dadurch viele Daten liefern. Sollte Facebook Jumbo auf der Plattform blockieren, gibt sich Valade zuversichtlich, dass es nur auf Zeit wäre:
If the social network blocks us, we will disable the integration in Jumbo until we can find a solution to make them work again.
Im Grunde kann sich Facebook mit all den Skandalen in letzter Zeit nicht noch mehr negative Aufmerksamkeit leisten. Die Blockierung eines für viele Nutzer sicherlich rettenden Privatsphäre-Assistenten, den Facebook schon längst hätte selbst entwickeln können, würde ein falsches Licht auf die Motive des Sozialen Netzwerks werfen. Mit genügend Unterstützung durch Anwender und gutem Feedback (das derzeit mit 37 Ratings bei 4,9 von 5 Sternen im AppStore liegt) wäre die Empörung sicher zu groß, als dass eines der Unternehmen sich das leisten wollen würde. Doch noch ist die App zu klein, als dass sie Facebook in der Hinsicht einschüchtern könnte. Derzeit hätte die Plattform wohl keine Schmerzen damit, den Zugriff von Jumbo auf die eigene Seite zu sperren.

Voice Search: Die Branche ist kaum vorbereitet

Voice Search: Die Branche ist kaum vorbereitet

Ob mit Alexa oder dem Google Assistant, die Nutzer greifen vermehrt auf Sprachassistenzen zurück, um digitale Interaktionen voranzutreiben. Voice Search könnte zum Standard in der Suche werden und Websites und Unternehmen müssen darauf vorbereitet sein. Doch wie bereit sind die schon heute für die sprachbasierte Suche, während immer mehr User Smart Speaker verwenden und sprachbasierte KI immer mehr zum Alltag werden?
Voice Search: Unternehmen hinken der Entwicklung hinterher
Wer Voice Search ready ist, kann sich im digitalen Wettbewerb langfristig Vorteile verschaffen. Das untermauern verschiedene Studien und Schätzungen, die aufzeigen, wie stark die Nutzung von Smart Speakern und Sprachassistenzen ansteigt. So gab Amazon vor wenigen Monaten an, bereits über 100 Millionen Geräte mit Alexa verkauft zu haben, während der Google Assistant auf über einer Milliarde Geräten zur Verfügung steht. Es gibt eine ganze Reihe von Tipps, wie Websites für Voice optimiert werden können. Sie müssen schnell laden und Strukturierte Daten aufweisen, während eine starke Sicherheit und FAQs durchaus helfen. Wir haben einige hilfreiche Ansätze zusammengestellt.
Eine aktuelle Studie zur Voice Search Readiness von Uberall kommt jedoch zu dem Schluss, dass lediglich vier Prozent aller Unternehmen bestens darauf vorbereitet sind, die Voice-Nutzer zu erreichen. Das ist angesichts der aktuellen Entwicklung eine zu geringe Zahl. Allein in den US-Haushalten ist die Zahl der Smart Speaker von 2017 bis 2018 um 78 Prozent auf 118,5 Millionen angestiegen.
Zahl der Smart Speaker in US-Haushalten 2017-2018, © Uberall Während nun der Großteil der Befragten der Studie (57,2 Prozent) angab, im vergangenen Jahr nicht auf Voice Search zurückgegriffen zu haben, gaben doch knapp zehn Prozent an, sie täglich zu nutzen. Immerhin elf Prozent suchten mindestens einmal pro Woche sprachbasiert. Diese Werte dürften sich jedoch in den kommenden Monaten und Jahren deutlich ändern. Daher hat Uberall einen Voice Search Readiness Score erstellt, um zu prüfen, wie bereit Unternehmen für diese Form fouder Suche sind.

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Der Score für Voice Search Readiness
Für die Erstellung des Scores hat Uberall die wichtigsten Verzeichnisse in den USA ausgemacht, darunter Google, Google Maps, Yelp, Bing, Facebook, Foursquare usw. Daraufhin wurden die zentralen Geschäftsinformationen festgelegt. Diese sind:
Adresse
Öffnungszeiten
Telefonnummer
Website
Unternehmensname
Postleitzahl
Auf Grundlage eines Datensets von 73.000 Unternehmen der Metropolregion Boston wurde der Score für die einzelnen Unternehmen im Bereich von ein bis 100 Prozent ermittelt. Im Schnitt lagen die Unternehmen der Region bei 44,12 Prozent – man kann sich bereits vorstellen, dass die Voice Search Readiness in anderen Ländern, wie Deutschland, auf einem weniger weit entwickelten Level ist. Bestwerte konnten Zahnärzte oder Läden mit gesundem Essen erzielen, über 96 Prozent, während Kunstgalerien (1,65 Prozent) oder Verbraucherschutzorganisationen (0,2 Prozent) besonders schlecht abschnitten. Nur knapp vier Prozent konnten bei drei Verzeichnissen korrekte Informationen über Voice angeben. Davon waren zwar die meisten (39,1 Prozent) große Unternehmen; doch die mittelgroßen Player (36,4 Prozent) und kleinen Unternehmen (24,6 Prozent) waren nicht weit abgeschlagen.
Ein ausgeglichenes Bild bei den Unternehmen, die Voice Search ready waren, © Uberall Das zeigt, dass auch unabhängig von der Unternehmensgröße die Optimierung für die Sprachsuche angegangen werden kann – und sollte.
Zentrale Fehlerquellen, die zum Problem werden können
Zum Problem bei den Geschäftsinformationen, gerade im Kontext der Voice Search, können natürlich auch fehlerhafte Angaben werden. In Uberalls Analyse wiesen fast die Hälfte aller geprüften Unternehmen fehlerhafte Öffnungszeiten bei zentralen Verzeichnissen wie Google oder Bing auf. Aber auch in Bezug auf die Website und den richtigen Namen der Location waren viele Angaben falsch. Das ist deshalb problematisch, weil Leute, die über die Sprachsuche nach lokalen Unternehmen suchen, womöglich direkt zum Laden kommen möchten oder sogar eine Kaufintention haben. Daher müssen Unternehmen nicht nur für die Sprachsuche bereit sein, sondern auch die Richtigkeit der vermittelten Informationen angeben.
Tatsächlich nutzen die meisten Menschen Voice Search noch am meisten zu Hause oder im Auto.
Zu Hause und im Auto wird am meisten auf Voice Search zurückgegriffen, © Uberall Und was die Nutzer tun, ist auch für die Unternehmen entscheidend. Denn diese Nutzer wollen die Unternehmen auf ihre Seiten und zu ihren Angeboten oder Diensten und Inhalten locken. Dabei sind sich die Nutzer noch nicht ganz einig darüber, wie wichtig die Sprachsuche in Zukunft eigentlich wird.
Die Meinung der Nutzer zur künftigen Relevanz der Voice Search ist unterschiedlich, © Uberall Es gilt hierbei aber zu untersuchen, weshalb die Nutzer die Möglichkeiten der Voice Search (noch) nicht wahrnehmen. Mehr als ein Drittel gab bei Uberalls Studie zwar andere Gründe an, doch mit 23,2 Prozent sagte auch fast ein Viertel, dass der Umstand, dass sie Voice Search nicht gewohnt sind, sie von der Nutzung abhält. Und immerhin 13,5 Prozent sind skeptisch, was die Genauigkeit und Richtigkeit der Suchergebnisse angeht.
Gründe, warum Nutzer Voice Search nicht nutzen, © Uberall Bei den Momenten, die dafür sorgen könnten, dass die Sprachsuche mehr verwendet wird, lässt sich aus der Studie kein klarer Trend ableiten. Noch ist die Technologie für einige zu limitiert, während wieder andere durch Angebote und Deals gelockt werden könnten. Knapp 21 Prozent der Befragten sind mindestens wöchentlich über die Sprachsuche aktiv, Tendenz steigend.
Die Chancen für Unternehmen, um Voice Search ready zu werden
Die Studie von Uberall gibt nicht nur den Zustand der Voice Search Readiness im Kontext der untersuchten Unternehmen an, sondern liefert auch Hinweise, wie man sich für die Entwicklung wappnen kann. Dass die Sprachsuche immer gewichtiger wird, davon ist auch Norman Rohr, Senior Vice President Marketing bei Uberall, überzeugt:
Nutzeranfragen über Voice Search sind stark im Kommen und werden derzeit regelrecht gehypt. Gerade deswegen handelt es sich um ein Thema, bei dem nach wie vor viel Aufklärungsarbeit nötig ist. Nur sehr wenige Unternehmen wissen heute, was es heißt, Voice Search Ready zu sein, was sie tun müssen, um es zu werden und ob sich die Investition überhaupt lohnt […] Wir haben VSR mit einem prozentualen Bewertungssystem messbar gemacht, das die optimierte Onlinepräsenz eines Unternehmens analysiert. Auf diese Weise kann ein Unternehmen sehen, ob seine Online-Listings für lokale Sprachsuchen optimiert sind und welche Probleme behoben werden müssen.
Einige der grundlegenden Hinweise dürften hier nicht neu sein. Es gilt, seine Fakten zu prüfen, bei Google My Business registriert zu sein, Yahoo, Bing und Co. aber auch nicht außen vor zu lassen. Darüber hinaus muss natürlich auf Voice-freundliche strukturierte Sprache gesetzt werden – ebenso wie auf Markups. Außerdem könnten externe Anbieter helfen. Von Interesse für die Unternehmen und die Webmaster ist jedoch sicherlich die ausführliche Checkliste, die Uberall kreiert hat. Sie zeigt im Detail, wie in Bezug auf Verzeichnisse, den eigenen Content oder die eigene Seite Elemente optimiert werden können, um bei der Voice Search ganz vorne zu landen.
Ausschnitt aus der Voice Search Readiness Checklist, © Uberall Wer sich für die Sprachsuche bereit machen möchte, sollte sich den Bericht von Uberall komplett anschauen. Denn er zeigt: die meisten Unternehmen sind für Voice Search noch nicht bereit – obwohl sie es sein sollten. Denn die User werden sich daran gewöhnen, mehr über Sprache zu interagieren. Mit Alexa, dem Google Assistant etc. Und so wird der Weg zur Voice Search Readiness eine der größten SEO-Aufgaben für Unternehmen und Websites überhaupt.

Arztbesuch der Zukunft – Wie Alexa nun Patienten versorgt

Arztbesuch der Zukunft – Wie Alexa nun Patienten versorgt

Auf die Frage „Gibt es etwas, das Technik nicht kann?“, scheint es immer weniger Antworten zu geben und Amazon ist auf dem besten Weg, eine weitere zu streichen. Der Personal Assistant des Unternehmens, Amazon Alexa, auf Smart Speakern wie dem Echo oder in der Smartphone App genutzt, soll nun fähig sein Gesundheitsinformationen an Patienten von Krankenhäusern und ähnlichen Institutionen zu kommunizieren. Angekündigt wurde dies von der Leiterin des Projekts, Rachel Jiang, in einem Blogpost.
Die Gesetzesproblematik
Eine Hürde stand Alexa entgegen, bevor sie zur medizinischen Fachangestellten des eigenen Haushalts werden konnte. In Amerika besteht der sogenannte Health Insurance Portability and Accountability Act von 1996 (HIPAA). Ein Gesetz, demzufolge medizinisch vertrauliche Informationen nur zwischen Patienten und Mitarbeitern des Gesundheitswesens, Ärzten und Co. geteilt werden dürfen. Dementsprechend sind Daten zu Diagnosen und Verschreibungen vertraulich zu handhaben und nicht für Dritte zugänglich zu machen.
Mit Alexas neuen Funktionen plant Amazon nun auch in der Medizin Fuß zu fassen. Juristisch ausgelegt kann man hierbei hinterfragen, ob Alexa, und wenn nicht Alexa, dann Amazon, als Mittler der Informationen womöglich als dritte Partei anerkannt werden müsste. Dem Unternehmen zufolge werden hierbei jedoch keine Verstoße vorliegen, da eine HIPAA-konforme Umgebung errichtet wurde. Dank dieser sei es Alexa möglich wertvolle Informationen an die Patienten weiterzuleiten, jedoch sei es auch den Entwicklern ermöglicht Sprachprogramme – Amazon bezeichnet diese als „Skills“ – zu konstruieren, welche allesamt HIPAA-konform sind. Bereits seit Längerem widmet Amazon sich dem Einstieg in die Medizin und somit auch diesem Projekt. Es ist demnach davon auszugehen, dass die nötige Arbeit verrichtet wurde, um mit dem angebotenen Service gesetzeskonform zu agieren.

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Alexa, die Medizinerin für Zuhause
Die Bandbreite an Skills, welche Alexa bisher bietet, beschränkt sich zurzeit auf sechs. Wenn auch nicht viele, können diese bereits das Leben der Patienten aus organisatorischer Perspektive erheblich vereinfachen. Die Funktionen umfassen hierbei das Mitverfolgen der Lieferung von Medikamenten, Beantragung von Terminen, Updates zum Zustand nach einer Operation und noch mehr. Alle Skills wurden in Kooperationen mit Unternehmen des Gesundheitswesens errichtet und richten sich an Problematiken und Unannehmlichkeiten der Patienten.
Eine Ansicht der von Alexa gebotenen Funktionen (mit einem Klick zur Großansicht), Screenshot Amazon Alexa Den Nutzern Zugriff auf Informationen zu alldem zu gewähren und das von Zuhause aus, scheint unfassbar praktisch. Laut Amazon sollen noch weitere Skills folgen und somit die ursprünglichen sechs übersteigen.
Der Arztbesuch der Zukunft
Bisher ist das Programm für Skill-Entwickler invite only, jedoch erwartet Amazon dies zukünftig ändern zu können, um somit die Auswahl an angebotenen Skills zu erweitern und den Alexa-Nutzern mehr medizinische Funktionen zugänglich zu machen. Rachel Liang sagte dazu Folgendes:
Zukünftig erwarten wir weitere Entwickler zum Aufbau von Health Care Skills zu befähigen, um mehr Kunden die Alternative zum angenehmen Zugriff auf medizinische Informationen bieten zu können, einfach über Nutzung der Stimme.
Seit längerer Zeit versucht Amazon nun in der Medizin Fuß zu fassen und hat dementsprechend viel Geld investiert. Mit den jetzigen ersten Erfolgen ist es naheliegend, dass das Großunternehmen nicht plant, es hierbei zu belassen. Weitere Skills sind in Planung und was noch folgt, bleibt zu erwarten. Dass diese Funktionen ebenfalls nach Europa kommen, ist wahrscheinlich. Genaueres ist bisher allerdings nicht bekannt. Genauso würde Amazon sich hier mit gesetzlichen Hürden konfrontiert sehen, da die hiesigen Gesetze nicht denen Amerikas entsprechen. So gilt bei uns beispielsweise die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), für die erneut eine rechtskonforme Umgebung errichtet werden müsste. Es bleibt die Frage, inwiefern Alexas neu gewonnenes Know-how den Alltag ihrer Nutzer in den USA beeinflussen wird – und ob ein digitaleres Gesundheitssystem samt Voice-Optionen nicht sinnvoll für weitere Märkte ist.

Massiver Leak – Millionen Nutzerdaten Facebooks auf Amazon Servern gespeichert

Massiver Leak – Millionen Nutzerdaten Facebooks auf Amazon Servern gespeichert

Wie das Cyber Risk Team von UpGuard kürzlich berichtete, waren Nutzerdaten von Facebook gegenüber Dritten öffentlich zugänglich. Eines dieser Datensets umfasste hierbei 146 Gigabyte, in denen gut 540 Millionen Daten hinterlegt waren. Kommentare, Namen, Likes, Interaktionen und noch viel mehr wurden in dieser Datenbank hinterlegt und waren öffentlich im Internet abrufbar. Ein weiteres Backup einer in Facebook integrierten App namens „At The Pool“, hinterlegt im Speicherdienst Amazon S3 Bucket, war ebenso öffentlich. Neben Interessen, Musik, Bildern und Derartigem, wurden hier ebenso Passwörter hingelegt. Aller Wahrscheinlichkeit nach nur für die angegebene App, Nutzer, die ihre Passwörter doppelt verwenden, laufen nichtsdestotrotz Gefahr. Erneut stellen sich Fragen bezüglich der Vertrauenswürdigkeit Facebooks. Wie sicher sind meine Daten? Wie wichtig ist Facebook meine Sicherheit?
Passwörter für alle
„At The Pool“ ist zwar nicht die größte aufgedeckte Datenbank, jedoch mitunter die gefährlichste. Sie enthält etwas, womit nahezu jeder zu arbeiten weiß: klaren Text. Abgespeichert und zugänglich waren E-Mail-Adressen, Passwörter, Nutzernamen und Weiteres in der Richtung, klar gelistet und verzeichnet von über 22.000 Nutzern.
Gelistet und verzeichnet: Problemlos hatte UpGuard auf diese Tabelle Zugriff (mit einem Klick zur Großansicht). Wenn auch „At The Pool“ seit 2014 inaktiv sein mag, ist der öffentliche Zugang zu all diesen Daten absolut verantwortungslos, zumal nicht klar ist, wie lange genau diese bisher öffentlich zugänglich waren. Daten sind vertraulich zu handhaben und den Nutzern garantieren zu können, die gespeicherten Daten nicht öffentlich zugänglich zu machen, ist von höchster Wichtigkeit. Ihnen liegt ein eigenständiges Monetarisierungspotential zugrunde, da sie Grundlage für Prozesse wie Targeting sind und es Unternehmen erleichtern, bestimmte Zielgruppen zu erreichen. „Erreichen“ ist hierbei das Stichwort. Der Gedanke, dass jeder dies tun kann, wenn nicht Schlimmeres, und Zugriff aufs eigene Profil bekommt, da die hinterlassenen Daten nicht ordnungsgemäß behandelt wurden, ist für jeden Nutzer der absolute Albtraum.
Daten als Sammelware
Mehrfach bereits zeigte der Social Media-Gigant, dass dieser Albtraum bei ihm schnell Wahrheit werden kann. Vor wenigen Wochen erst stand Facebook in der Kritik, aufgrund abgespeicherter Passwörter, die für diverse Mitarbeiter lesbar waren. Besonders schlimm ist dies unter Berücksichtigung, dass Facebook bis vor Kurzem noch nach E-Mail-Passwörtern zur Verifikation des Accounts fragte, wie der Twitter-Nutzer originalesushi zuletzt festsellte.

Hey @facebook, demanding the secret password of the personal email accounts of your users for verification, or any other kind of use, is a HORRIBLE idea from an #infosec point of view. By going down that road, you’re practically fishing for passwords you are not supposed to know! pic.twitter.com/XL2JFk122l
— e-sushi (@originalesushi) March 31, 2019

Nach großer Kritik diesbezüglich entfernte das Social Network diese Funktion letztendlich und gab an, keines der angefragten Passwörter weiter hinterlegt zu haben. Ob dies der Wahrheit entspricht, bleibt fraglich, denn auch der zuvor genannte Leak ist kein Einzelfall. Wie bereits erwähnt, speicherte Facebook bereits mehrfach Passwörter im Klartext ab. UpGuard zufolge liegt dies an einer schier zu großen Anzahl an Daten. Facebook ist schlichtweg nicht mehr fähig, diese Unmengen adäquat zu kontrollieren. Es sei unausweichlich, dass weitere Leaks folgen und noch mehr Daten öffentlich zugänglich werden. Nutzer des Netzwerks müssen sich dessen bewusst sein, denn somit laufen auch ihre Daten Gefahr öffentlich zu werden.
Mangelnde Glaubwürdigkeit
Bereits am 10. Januar kontaktierte UpGuard Cultura Colectiva, die Besitzer der 146 Gigabyte Cloud. Erst gestern, am 3. April, folgte eine Reaktion seitens Facebooks. Drei Monate, in denen das Netzwerk diese 540 Millionen Daten öffentlich ließ.Viel redet Facebook über den Wert der Sicherheit der Daten, wenn jedoch in solch einem Szenario erst nach drei Monaten eine Reaktion folgt, lässt diese sich infrage stellen – und die Glaubwürdigkeit Facebooks bröckelt. Wie sicher die eigenen Daten sind, ist niemals wirklich transparent. Dementsprechend gilt ein unausgesprochenes Vertrauensverhältnis zwischen Plattform und Nutzer. Wie auch in diesem Fall, bestätigt sich zu häufig, dass es schwierig ist, dieses Vertrauensverhältnis aufrechtzuerhalten.
Facebook mag die Verantwortung ihrer Daten teils über Dritte verwalten, wie auch in den hier genannten Leaks, wenn sich jedoch mangelnder Umgang mit diesen im Hinblick auf den Datenschutz offenbart, wird Facebook hierfür von der Öffentlichkeit zur Rechenschaft gezogen. Den Dritten kann das Netzwerk scheinbar nicht immer vertrauen, alleine kriegt es die Daten jedoch nicht mehr verwaltet. Wenn Facebook jedoch so viel Wert auf die Daten der Nutzer legt, wie in diversen Interviews angegeben, muss hierfür eine Lösung gefunden werden.

Genderlose Konkurrenz für Alexa und Siri: Gestatten, Q

Genderlose Konkurrenz für Alexa und Siri: Gestatten, Q

KI hat kein Geschlecht und birgt daher eine große Chance, das gesellschaftliche Bewusstsein für überholte Stereotype zu erweitern. Dennoch wird Robotern, meist aus reiner Gewohnheit, ein Geschlecht zugewiesen. Auch bei Sprachassistenten ist by default immer eine männliche oder weibliche Stimme eingestellt. Und während der Markt für Sprachassistenten wächst, stellt sich die Frage, ob in dem Feld in Zukunft nicht Handlungsbedarf besteht.
Bisherige Sprachassistenzen reproduzieren die klassische Rollenverteilung
Mit „Q“ haben Copenhagen Pride, eine Organisation, die sich für die Rechte von Homo- und Bisexuellen, Intersexuellen und Transpersonen einsetzt, und die Entwickler von Virtue Nordics die erste genderlose Stimme entwickelt. Q soll für mehr Inklusion in der Sprachtechnologie sorgen und als Software eine mögliche Alternative zu Stimmen der Assistenten wie Alexa und Siri darstellen. Diese haben bisher eine männliche oder weibliche Stimme, je nachdem, was als „angemessen“ in dem jeweiligen Umfeld empfunden wurde. Männliche Stimmen werden meist in autoritativen Situationen, weibliche in Dienstleistungsservices genutzt. Kunden fühlten sich so angeblich wohler. Doch diese Annahme reproduziert nur die Geschlechterdualität und die Stereotype in unserer Gesellschaft und lässt Menschen, die sich nicht als klassisch weiblich oder männlich identifizieren außen vor.
Qs Frequenz liegt im genderneutralen Bereich
Um Q zu entwickeln, wurden Parameter für eine geschlechtsneutrale Stimme gesetzt und fünf Stimmen aufgenommen, die nicht als typisch männlich oder weiblich definiert werden konnten. Diese Aufnahmen wurden in den geschlechtsneutralen Bereich verschoben, der zwischen typisch männlicher Frequenz (80 Hz) und typisch weiblicher Frequenz (220 Hz) liegt. 4.600 Befragte bewerteten danach das Resultat auf einer Skala von 1 bis 5 bis eine Stimme herauskam, die als genderneutral gilt. Tatsächlich meint man in dem Demovideo mal eine Frau zu hören, mal einen Mann.
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Mit Q als Stimme der Zukunft würden sich neue Möglichkeiten ergeben, Kunden anzusprechen. Unternehmen wären nicht mehr an eine geschlechtsspezifsiche Ansprache gebunden, die automatisch durch die Entscheidung zu einer männlichen oder weiblichen Stimme entsteht. Sogenanntes Gender-Marketing kam in den 1990ern in den USA auf und ist seither eine gern praktizierte Marketingstrategie. Frauen und Männer werden als Zielgruppen getrennt und von der Werbung unterschiedlich angesprochen. Während es vorher, definiert durch ihren Nutzen, weibliche und männliche Produkte gab, wurden nun eigentlich genderunspezifische Produkte weiblich und männlich vermarktet. Einfach gesagt, wurden für Frauen eher emotionale Geschichten bereitgestellt und rationale Informationen für Männer.
Eröffnet neue Möglichkeiten jenseits des Gender-Marketings
Besonders im Hinblick auf personalisierte Werbung sollte überlegt werden, wie die bisher durch ihre nicht binäre Geschlechtszuweisung ausgeschlossene Bevölkerungsgruppe angesprochen und wie klischeebelastetes Marketing vermieden werden kann. Werbetreibende können die Chance nutzen und überdenken, welche Ansprachemöglichkeiten es für ihr Publikum gibt und reflektieren, welche Auswirkungen diese haben.
Eine genderlose Stimme könnte alle ansprechen – nicht nur Männer und Frauen oder diejenigen, die sich nicht als Mann oder Frau identifizieren – und das Bewusstsein für andere Gender stärken. Nicht nur bei Sprachassistenten soll Q Anwendung finden, auch in Bahnhöfen, Kinos oder Computerspielen ist der Einsatz denkbar. Q weist so in eine freiere und inklusive Zukunft.

Revolution im Lieferdienst: Domino’s ermöglicht die Bestellung im Auto

Revolution im Lieferdienst: Domino’s ermöglicht die Bestellung im Auto

Der Food Delivery Markt boomt und es gibt keine Anzeichen, dass sich das in Zukunft ändern wird. Was Kunden wollen, ist vor allem heißes, frisches Essen und eine schnelle und zuverlässige Lieferung. Die verschiedenen Lieferservices sind demnach immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, ihre Konkurrenz zu übertrumpfen.
Domino’s überrascht wieder
Domino’s Pizza hat sich bereits einen Namen gemacht als Vorreiter in Sachen Technik. Bestellungen sind seit Herbst letzten Jahres bereits per Voice Ordering auf Alexa möglich. Lieferroboter fuhren testweise in Hamburg Ottensen und Eimsbüttel Pizza aus und setzten so neue Impulse im Liefergeschäft. Der nächste Clou des Lieferservices? Bestellungen über das Infotainmentsystem des Autos.
Ab dem zweiten Quartal des Jahres soll es den Fahrern von „Millionen“ Autos möglich sein, ihre Bestellung per Touchscreen auf der Fahrt nach Hause aufzugeben. Zu diesem Zweck hat Domino’s sich mit Xevo zusammengetan, deren Technologie bereits in ca. 25 Millionen Autos installiert ist.
Mit wenigen Klicks lässt sich bald eine Pizza bestellen. © Domino’s Pizza Gleichzeitig mit der Pizza zuhause ankommen
Mit wenigen Fingertipps ist es den Kunden in Zukunft möglich, über die neue App AnyWare Pizza vom Auto aus zu bestellen, so dass die Pizza gleichzeitig zum Feierabend zuhause ankommt. Auch eine Navigierung zur Selbstabholung in der nächstgelegenen Domino’s Filiale soll möglich sein. Eine der Funktionen wird beinhalten, das Gleiche wie immer oder eine andere frühere Bestellung zu ordern. Zur Zeit könnten Fahrer die Pizza aber noch nicht in ihr Auto bestellen, eine Ergänzung, an der noch gearbeitet wird.
Kunden geben ihre Daten gerne für guten Service
Christopher Thomas-Moore, Vizepräsident, Global eCommerce und Digital Marketing bei Domino’s, sieht die Bestellung im Auto als neuen Zugangspunkt für den Kunden. „We have a long history of finding ways to minimize friction and make the access to pizza much easier for our customers“, sagte er.
Daten, wie die Orte, von denen aus oft geordert wird oder was bereits von dem Kunden bestellt wurde, sind wertvolle Informationen für den Lieferdienst. In einer Studie von McKinsey & Co gaben 71 Prozent der Teilnehmer an, gewissen Anwendungen bewusst Zugriff auf ihre Daten zu erlauben, um ihren Service zu verbessern. So bieten Connected Cars durch den Zugriff auf Daten wie den Standort Werbenden zahlreiche neue Möglichkeiten. Domino’s Pizza ist eines der ersten Unternehmen, das sich in das Abenteuer Connected Cars und Werbung stürzt, wer bald nachfolgt, wird sich zeigen.

Apple All In: Streamingdienst, Magazin-Bundle, Kreditkarte und Gaming-Plattform

Apple All In: Streamingdienst, Magazin-Bundle, Kreditkarte und Gaming-Plattform

Schon Stunden vor dem Beginn des mit Stars gespickten Events in Kalifornien hatte Apple einen Livestream aktiviert. Die Veranstaltung selbst bot dann Insights zum neuen Streamingdienst Apple TV+, bei dem Jason Momoa oder Steven Spielberg nur zwei von vielen Stars sein werden, während außerdem ein neuer Apple News Service sowie die Gaming-Plattform Arcade und eine eigene Kreditkarte präsentiert wurden.
Apples Streamingdienst: Konkurrenz für Netflix und Co.?
Im Kampf ums hochwertige digitale Streaming haben Netflix und Amazon Prime Video weiterhin die Nase vorn; auch wenn Facebook mit Watch zu konkurrieren versucht. YouTube hatte gerade seine Bemühungen um hochqualitative Inhalte, das Produzieren exklusiver Dramen, Komödien etc., zurückgeschraubt, wie Ad Age berichtet. Der kostspielige Wettstreit werde auf diesem Level nicht weitergeführt, während sich YouTube vielmehr um seinen UGC und das Musik-Streaming kümmern werde.
Mit Apple kommt nun ohnehin starke Konkurrenz auf den Streaming-Markt. Im Steve Jobs Theater wurde der Dienst Apple TV+ vorgestellt. Zugegen waren dabei Berühmtheiten wie Reese Witherspoon, Oprah Winfrey, Steven Spielberg, Jason Momoa, Steve Carell, Jennifer Aniston usf. Ab Herbst soll Apple TV+ an den Start gehen und High End-Serien und -Filme bereitstellen. Bei der Popularität der Partner, zu denen auch Regisseur J.J. Abrams gehört, dürften viele User darauf zurückgreifen – auch wenn bisher kein Kostenpunkt genannt wurde. Die App wird dabei auf Geräten der Konkurrenz verfügbar sein, wie die BBC weiß, bei Samsung, LG, auch bei Roku, bei Vizio Smart TV und bei Amazons Fire TV Stick. Netflix hingegen wird nicht Teil des Bundles sein, für das eine Subscription obligatorisch ist.
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Josh Constine kommentiert bei TechCrunch, wie Apple Facebooks Watch in den Schatten stellen wird. Denn Netflix hat sich mit seinen Originals und einer großen Auswahl etabliert, ähnlich ist es Amazon Prime Video gelungen, HBO hat Evergreens wie Game of Thrones zu bieten und Disney+ seine zahlreichen Helden aus Star Wars, von Marvel usw. Neben YouTube dürfte demnach auch Facebook das Nachsehen haben, wenn Apple mit Spielberg und Co. aufwartet, um den Zuschauern noch mehr qualitatives Streaming zu bieten.
Eine Kreditkarte, mit der man sparen kann
Mit der Apple Card hat das Unternehmen eine Kreditkarte vorgestellt, die in den USA im Sommer verfügbar sein wird. Die Kernaussagen zu dieser sind Einfachheit, Transparenz und Datensicherheit. Zusammen mit Goldman Sachs und MasterCard wurde diese Version entwickelt, die sowohl physisch als schlichte Titaniumkarte als auch virtuell in der Wallet App zur Verfügung steht – oder nur dort.
Apples neue Kreditkarte, © Apple
Durch die MasterCard-Verbindung lässt sich damit auf der ganzen Welt bezahlen. Und das mit Vorteilen. Zum einen ist die Karte extrem sicher. Die physische Version hat keine Nummern aufgeprägt. Vielmehr sind Sicherheitsmechanismen wie Face ID, Touch ID, und unique Transaction Codes in der App integriert. Nur der Besitzer kann sie nutzen, wenn er das möchte. Zum anderen spart er Geld. Denn die Apple Card fordert keine Gebühren und erlaubt beim digitalen Kauf sogar eine Rückerstattung von ein paar Prozent des Kaufpreises. Darüber hinaus ermöglicht die Karte nicht nur das simple Bezahlen übers iPhone, sondern auch eine Übersicht über die Ausgaben, farblich nach Kategorien, Tagen und Geldwert sortiert.
Übersicht zu Käufen mit der Apple Card, © Apple
Sogar der Ort des Kaufs kann nachvollzogen werden.
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Auch beim Gaming scheut Apple keine Kosten und Mühen
Arcade nennt sich Apples Gaming-Plattform, die 100 Spiele exklusiv anbieten wird. Der Clou: diese Spiele lassen sich im Gegensatz zu den meisten anderen Plattformen auch offline zocken. Das dürfte viele Gamer interessieren. Ab Herbst soll Arcade in 150 Ländern ausgerollt werden; wobei auch hier noch keine Kosten für eine Subscription bekannt sind, was die Vorfreude etwas trübt.
Apple joins the other technology companies Microsoft, Facebook, Google, Amazon and others in investing directly in games content and services,
erklärt der IHS Director of Games Research Piers Harding-Rolls der BBC. Apple selbst verspricht bei den Games „Storytelling und Design wie noch nie“ und dazu keine Werbung und keine In App-Käufe. Mit einem Abonnement soll endlos gespielt werden können und das von verschiedenen Geräten. Außerdem haben bis zu sechs Familienmitglieder Zugriff.
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Games wie LEGO Brawls dürften für Begeisterung sorgen.
LEGO Brawls bei Apple Arcade, © Apple
Apple News+ liefert Top Magazine an einem Ort
300 Titel – Magazine wie Zeitungen – wird der neue Abo-Dienst Apple News+ für Leser bereithalten. Dazu gehören Time, Vogue, GQ, der Rolling Stone, National Geographic, das Wall Street Journal, Esquire, Marie Claire und viele mehr. Das alles wird monatlich 9,99 US-Dollar kosten und ist in den USA und Kanada ab sofort erhältlich, in Europa soll der News+ Service später in diesem Jahr ausgerollt werden.
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Anders als der TV+ Service werden diese Magazine dann nur auf Apple-Geräten verfügbar sein. Aktuelle und frühere Ausgaben lassen sich leicht durchblättern, Magazine downloaden oder Artikel zum späteren Lesen speichern. Um sie den Lesern noch näher zu bringen, wurden Artikel und Magazine mit ganz eigenen neuen Designs versehen.
Neue, frische Designs für Apple News+, © Apple
Als Vorteil für die Nutzer wirkt ebenso, dass sie auf Interessen basiert Vorschläge erhalten und dass Advertisern und Publishern gleichzeitig nicht erlaubt wird, das Leseverhalten zu tracken. Für die Publisher allerdings dürfte der Service, auch wenn er zu mehr Lesern führen mag, trotzdem problematisch sein, da er eine ertragreiche Monetarisierung erschwert. Das Problem war schon bei Apple News aufgetreten.
Ein Tanz auf mehreren Hochzeiten – der sich lohnen kann
Apples Event wurde mit Spannung erwartet und hat nicht enttäuscht. All die Neuerungen sprechen dafür, dass das Unternehmen sich in verschiedenen Bereichen unseres digitalen Alltags langfristig etablieren möchte; und wahrscheinlich wird. Dabei liefert man den Menschen also längst nicht mehr nur die populäre Hardware vom iMac bis zum iPhone und den App Store, sondern eine Reihe vielversprechender Services, die Apple zu Hersteller und digitalen Mediendirigenten zugleich machen. Allein die Verlockung, die Apple TV+ oder News+ bieten, sollte für zahlreiche Abonnenten sorgen. Und mit Arcade macht man Googles Stadia, wenn auch mit anderen Vorzeichen, Konkurrenz, während die Apple Card in Kombination mit Apple Pay das Bezahlverhalten der Menschen wieder deutlich weiter gen Zukunft orientiert.
Die Kosten für Apple TV+ oder Arcade sind noch nicht bekannt und könnten zum Stolperstein werden. Doch die Zeiten, in denen Netflix und Amazon Prime Video oder Hulu allein im Streaming herrschen, wo einzelne Magazine abonniert oder Games nur auf Konsolen gespielt werden, die womöglich in bar bezahlt wurden, scheinen vorbei. Apple hat einen Weg in verschiedene Räume eingeschlagen und könnte damit äußerst erfolgreich sein. Doch ähnlich wie bei Googles Stadia bleibt zu hoffen, dass in naher Zukunft nicht allein die großen Tech Player all unsere digitalen Belange beherrschen. Das macht vielleicht Vieles einfacher, sorgt jedoch gleichzeitig für eine Abhängigkeit und ein Machtgefüge, das langfristig auch Gefahren birgt. Unabhängig von diesen Gedanken dürfen sich die Apple-Nutzer 2019 aber auf einige starke Möglichkeiten freuen – die für das Unternehmen äußerst lukrativ, für die User aber auch besonders komfortabel erscheinen.

Facebook: Hunderte Millionen Passwörter für Mitarbeiter lesbar gespeichert

Facebook: Hunderte Millionen Passwörter für Mitarbeiter lesbar gespeichert

Als hätte Facebook nicht schon genug Probleme mit Dritten wie Cambridge Analytica, die Personendaten bei der Plattform abgeschöpft haben, wird nun publik, dass beim Sozialen Netzwerk über Jahre hunderte Millionen Passwörter in lesbaren Formaten intern und für Mitarbeiter einsehbar gespeichert wurden. Während das Problem behoben wurde, geht das Unternehmen zumindest davon aus, dass die Passwörter nicht missbraucht wurden. Millionen User von Facebook, Facebook Lite und Instagram werden nun benachrichtigt.
Die Sicherheit der Passwörter beim größten Social Network steht infrage
Der investigative Journalist Brian Krebs machte die jüngste Datenproblematik bei Facebook auf seiner Seite KrebsOnSecurity publik. Als Folge auf diesen Bericht gab das Unternehmen selbst per Blogpost ein Statement ab, welches bestätigt, dass Passwörter in einem lesbaren Format in den internen Datenspeichersystemen gespeichert worden waren. Während Facebook im ersten Satz mit dem Wording „some passwords“ operiert, klärt Krebs mit Bezug auf einen anonymen Facebook-Mitarbeiter – der nicht mit der Presse darüber sprechen durfte – darüber auf, dass es sich womöglich um 600 Millionen User handelt, die potentiell betroffen sind.
Facebook gibt jedoch an, dass insbesondere hunderte Millionen Facebook Lite-Nutzer, Facebook User im zweistelligen Millionenbereich und tausende Instagram User benachrichtigen werden, die betroffen waren. Diese Benachrichtigung dient als Vorsichtsmaßnahme. Denn einerseits hat Facebook, im Januar auf das Problem aufmerksam geworden, dieses inzwischen behoben. Eigentlich soll Facebooks Technologie nach eigener Aussage dafür sorgen, dass im Login-System Passwörter quasi maskiert und unlesbar gemacht werden. Andererseits beteuert das Unternehmen, dass die Passwörter niemals außerhalb von Facebook einsehbar gewesen sind. Zudem hat man keine Beweise dafür gefunden, dass die gespeicherten Daten von Mitarbeitern in unangemessener Weise genutzt oder missbraucht wurden; was nicht ausschließt, dass es doch geschehen sein könnte.
Da die Passwörter im Plain Text gespeichert waren, hätten laut der Quelle von Brian Krebs gut 20.000 Mitarbeiter potentiell Zugriff auf diese haben können.
Die Untersuchung geht weiter, die Probleme sind schwerwiegend
Facebook untersucht weiterhin, wie es zu der Speicherung im Plain Text kommen konnte. Zudem wird noch ermittelt, wie viele Passwörter schließlich exponiert wurden. Bei dieser Untersuchung zeigte sich laut Krebs, dass selbst Archive von 2012 gefunden wurden, in denen entsprechend Passwörter lesbar gespeichert waren.
Im Zuge der Prüfung hat Facebook selbst auch andere gespeicherte Daten, Access Tokens etwa, auf ihre Sicherheit hin analysiert. Im Statement heißt es einfach, man habe Fehler, die gefunden wurden, korrigiert. Das deutet darauf hin, dass nicht allein Passwörter im Plain Text gespeichert waren.
Grundsätzlich sollen diese Passwörter jedoch maskiert werden. Das Unternehmen erklärt, dass sie bei der Erstellung eines Accounts verschlüsselt werden. Dazu gehört ein kryptographischer Schlüssel, mit dem das Passwort Facebook-intern irreversibel in zufällige Zeichen umgewandelt wird. Mit dieser Information kann Facebook erkennen, ob sich eine Person mit dem validen Passwort einloggt, ohne im Plain Text das ursprüngliche Passwort einsehen zu können und zu speichern.
Facebook stellt Sicherheitsmaßnahmen zur Verfügung
Das Soziale Netzwerk hat einige Lösungen parat, die Nutzer dabei unterstützen sollen, ihre eigene Passwortsicherheit aufrechtzuerhalten. Zunächst prüft die Plattform jegliche Logins, auch solche mit korrektem Passwort, die jedoch von abweichenden Orten oder Geräten durchgeführt wurden. Wird der Login als verdächtig eingestuft, stellt Facebook eine weitere Frage zur Identifizierung des Nutzers. Darüber hinaus können die User sich über Logins auch benachrichtigen lassen. Zusätzlich hat Facebook ein Auge auf Datenlecks im Kontext von Passwörtern bei anderen Seiten oder Apps. Wird publik, dass es solche Probleme gibt und erkennt Facebook, dass gleiche Login-Daten wie bei der eigenen Plattform gestohlen wurden, wird der entsprechende Nutzer beim nächsten Login auf Facebook ebenfalls benachrichtigt. Er wird dann zum Ändern seines Passworts aufgerufen.
Ein neueres Feature für mehr Sicherheit beim Login stellt die physische Identifizierung dar. Hierbei muss der Nutzer ein Gerät, dass per USB angeschlossen wird, berühren, um sich als derjenige auszuweisen, der er mit dem Login vorgibt zu sein. Dieser Security Key existiert seit 2017 und ist insbesondere für Journalisten, Politiker, Aktivisten und Co. vorgesehen.
Facebook Login mit physischem Security Key, © Facebook Schließlich rät Facebook allen Nutzern dazu, ihre Passwörter zu ändern, sollten sie von der Sicherheitslücke betroffen sein und benachrichtigt werden. Außerdem wird davon abgeraten Passwörter bei verschiedenen Diensten zu benutzen. Vor allem sollten Nutzer jedoch auf eine Zwei-Faktor-Authentifizierung setzen, um potentiellen Missbrauch ihrer Daten zu erschweren. Facebook selbst gibt umfassende Sicherheitstipps auf einer entsprechenden Seite.
Selbst wenn Facebook sich schließlich hilfsbereit gibt und betont, dass die Passwörter nicht belegbar missbraucht worden sind, ist doch die Vorstellung, dass tausende Mitarbeiter potentiell Zugriff auf Abermillionen von Login-Daten hatten, beängstigend. Damit zeigt sich erneut, dass Nutzer trotz Sicherheitsmaßnahmen bei Facebook – genauso aber auch bei anderen großen Netzwerken – nicht darauf vertrauen können, dass ihre Daten in Sicherheit sind. Diese Illusion dürfte über die letzten Jahre endgültig zerstört worden sein. Dass damit jedoch ein Nutzerschwund und Probleme für das Werbenetzwerk einhergehen, lässt sich kaum feststellen. Zu sehr scheint man daran gewöhnt, dass mächtige digitale Plattformen Probleme mit der Datensicherheit aufweisen. Und ein Ende der Problematik ist kaum abzusehen; weshalb die Nutzer selbst mehr denn je gefragt sind, sich Gedanken um ihre Daten und Logins zu machen.

Stadia: Googles neuer Streamingdienst für Games könnte die Spielewelt verändern

Stadia: Googles neuer Streamingdienst für Games könnte die Spielewelt verändern

Google selbst erklärte sein Ziel in Sachen Gaming auf der Game Developers Conference (GDC) in San Francisco. Man möchte mit Stadia einen Raum für alle Spieleerfahrungen schaffen. Der Streamingdienst für jegliche Spiele soll 2019 starten und unsere Vorstellung vom Gaming revolutionieren. Keine Konsolen, keine Updates oder Downloads. Selbst auf einigen Smartphones soll gezockt werden können – und das in beeindruckender Grafik. Die Kooperation mit YouTube dürfte für Gamer ganz besonders interessant sein.
Google Stadia: Ein neuer Blick auf das Gaming
Ob es Filme sind oder Musik, diese zwei großen gesellschaftlichen Komplexe sind im digitalen Zeitalter längst auf populäre Streamingplattformen übertragen worden. Physische Träger wie CDs und DVDs haben zum großen Teil ausgedient, Spotify, Deezer, Netflix, Amazon Prime Video und dergleichen mehr haben den Zugriff für die User erleichtert. Und so alt wie die Musik und das Erzählen von Geschichten ist, die uns medial aufbereitet werden, so alt ist auch das Gaming. Das demonstriert Google in einem euphorischen Trailer für seinen neuen Streamingdienst für Spiele, Stadia.

Welcome to #Stadia, an all-new way to play from @Google. Coming in 2019. pic.twitter.com/Hlj0fVw3zC
— Stadia (@GoogleStadia) March 19, 2019

Dieser soll ein Ort sein, wo jeder spielen kann und das auf einem ganz neuen Level. Stadia soll schon bald ausgerollt werden – bisher ist 2019 aber die einzige konkrete Angabe –, zunächst in den USA, Kanada, Großbritannien und in den meisten Teilen Europas.
Das Konzept von Stadia ist simpel. Spiele anzusehen und zu spielen soll miteinander vereint werden, dabei wird Googles ganzes Know-how herangezogen. Das erklärt Phil Harrisson, VP und General Manager bei Google, auf der GDC.
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Harrisson betont in Bezug auf Stadia:
It’s focused on gamers, inspired by developers and amplified by YouTube creators.
Mehr als zwei Milliarden Spieler auf dem ganzen Planeten sollen sich durch Stadia angesprochen fühlen. Es gebe allerdings zwei Universen, auf der einen Seite die Menschen, die es lieben zu spielen, auf der anderen Seite jene, die es lieben, Spiele anzuschauen; wenngleich es hierbei natürlich zahlreiche Überschneidungen gibt.
Our vision is to bring those worlds closer together, to connect game developers with players and YouTube creators in a way that only Google can. Creating a richer and more vibrant gaming community for everyone to enjoy.
Was macht Stadia so besonders?
Zuallererst ist eine so groß angekündigte Plattform von einem so mächtigen Unternehmen dafür prädestiniert, für Furore zu sorgen. Doch worin liegen die innovativen Gesichtspunkte von Stadia? Anders als Twitch, das vorrangig für Livestreaming von Gaming genutzt wird, soll Googles neues Projekt umfassender sein und deutlich mehr Leute ansprechen. Die cloudbasierte Plattform soll es ermöglichen, jegliche AAA Games unmittelbar über das vorhandene Gerät zu spielen, mit dem auf Stadia zugegriffen wird.

Stadia is Google’s new cloud-based, streaming platform that allows you to play your favorite AAA video games across screens instantly.
— Stadia (@GoogleStadia) March 19, 2019

Google möchte dabei den Spieleentwicklern die Macht des eigenen Datencenters zukommen lassen, sodass diese neue Spielewelten für alle erschaffen. Im Oktober 2018 testete Google mit Project Stream das Streaming von AAA Games in hoher Auflösung über ihre eigenen Datencenter und das Internet in einem Chrome Browser. Das Feedback war daraufhin äußerst positiv, meint Harrisson.
Die hervorstechenden Merkmale der Plattform werden auch auf der Website präsentiert. Die Zukunft des Gamings ist demnach keine Box, sondern ein Ort – der mit einem Klick erreicht werden kann. Dort, bei Stadia, geraten Konsolen in Vergessenheit, wenn Spiele mit bis zu 4k HDR bei 60 fps gezockt werden können, auf verschiedenen Geräten wie Laptops oder sogar ausgewählten Tablets und Smartphones. Natürlich braucht es jedoch für das AAA Game-Erlebnis eine Highspeed-Internetverbindung. Weitere Vorteile für die Spieler sind der sofortige Einstieg, der nicht von Updates oder Downloads verzögert wird und die stetige Weiterentwicklung aufgrund der Cloud-Struktur.
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Bei der GDC war nun auch Spielehersteller Ubisoft vertreten, ein Partner Googles bei der Entwicklung von Stadia. Zusammen mit der Marke stellte Harrisson dar, wie die Rezeption von Spielen über YouTube und das Spielen selbst unkompliziert verschmelzen.
Der Traum vieler Gamer: Von der Spielevorschau direkt ins Game eintauchen
Heutzutage werden uns zahlreiche eindrucksvolle Spieletitel vorgeschlagen, die unser Interesse wecken könnten. Dabei werden insbesondere bei YouTube extrem häufig Trailer für diese Spiele angeschaut. Außerdem ist die Rezeption von Gaming-Situationen auf der Videoplattform sehr populär. Sadia erlaubt es Viewern bei YouTube nun, vom rezipierten Video direkt zum entsprechenden Spiel zu springen. Im Beispiel referiert Harrisson auf Ubisofts Assassin’s Creed: Oddyssey. Beim Trailer auf YouTube können User am Ende auf den Play Now Button von Stadia klicken; und innerhalb von fünf Sekunden sind sie im Spiel, direkt im Browser.
Der Play Now Button für ein Game beim entsprechenden YouTube Trailer, © Google
Demnach soll Stadia Wartezeiten, die vielen Usern durch immer schnellere und einfachere Zugriffe auch in anderen Mediensegementen immer untragbarer gemacht werden, verschwinden lassen. Auch so wird das Gaming revolutioniert. Zudem stellt das Datencenter Googles die neue „Konsole“, ja die Plattform dar. Damit werden die kreativen Ideen von Entwicklern auch kaum noch limitiert. Das Spannende am Streamingaspekt ist, dass der Spieler sein Game im Browser auf dem Laptop starten und beispielsweise auf einem modernen Pixel 3 XL Smartphone ab genau der gleichen Stelle weiterspielen kann. Auf dem Desktop spielt nicht einmal die Hardware-Qualität eine Rolle, die hochauflösende Erfahrung soll gewahrt werden. Selbst auf dem Fernseher lässt sich mit Stadia ohne Konsole zocken, wenn über einen Chromecast Ultra HDMI Streamer darauf zugegriffen wird.
Eigener Controller für Stadia
Obwohl er nicht obligatorisch für die Gamer sein wird, hat Google einen Controller entwickelt, der für Stadia optimal ist. Er besticht dadurch, dass er per WiFi direkt mit dem aktuellen Spiel verbunden wird. Ein absolutes Special ist dabei der Capture Button, mit dem Erfahrungen im Spiel gespeichert und direkt bei YouTube geteilt werden können. Der Google Assistant Button hingegen erlaubt Spielern Hilfe vom integrierten Assistant für ingame Features in Anspruch zu nehmen.
So sehen die Google Stadia Controller aus, © Google
Die zahlreichen Möglichkeiten von Stadia werden das Gaming aller Voraussicht nach tatsächlich auf den Kopf stellen und Gamern, Viewern und Entwicklern ganz neue Möglichkeiten bieten. Wer mehr über Stadia erfahren möchte, kann den umfassenden Vortrag von Phil Harrisson und seinen Kollegen und Partnern nachvollziehen oder die Webiste besuchen. Im Sommer sollen nähere Infos – womöglich auch ein konkreter Starttermin – bereitgestellt werden.
Wie gut Stadia in der Praxis funktioniert, können wir erst dann bewerten. Es wird je nach Internetverbindung eine variable Erfahrung bieten und könnte noch auf technologische Hindernisse stoßen. Google hat jedoch die Technologie und die Mittel, um diese zu überwinden. Dann wird Stadia Sony und Microsoft mit ihren marktführenden Konsolen mächtig Konkurrenz machen. Das Konzept der Konsolen könnte in naher Zukunft sogar auslaufen. Stadia, die Streamingplattform, die alles vereint, ist verheißungsvoll; besonders in ihrer Verbindung zu YouTube. Wir erwarten den Start mit Spannung. „Gather Around“, so ist die Vorgabe von Stadia; und dieser wird sich mit Sicherheit nachgekommen.

Android Q: Google gibt Nutzern mehr Kontrolle über Privatsphäreeinstellungen

Android Q: Google gibt Nutzern mehr Kontrolle über Privatsphäreeinstellungen

Durch die zunehmende Kritik an Tech-Giganten wegen Datenklau und -verkauf setzt Google jetzt im neuen Android – Android Q – ganz auf Privatsphäre. Jeder, der ein Pixel Smartphone hat, kann die Beta-Version testen. Das ist jedoch nur für Nutzer empfehlenswert, die nicht wirklich auf das Smartphone angewiesen sind und ein paar Glitches tolerieren können, da die Betaversion noch nicht einwandfrei läuft.
Privatsphäre als Verkaufsaufargument
Immer mehr Nutzer wünschen sich mehr Kontrolle über ihre Privatsphäreeinstellungen und achten beim Erwerb auf ihre Möglichkeiten. Ein stärkerer Fokus auf Privatsphäre ist demnach ein gutes Kaufargument.
Der Handel mit Nutzerdaten ist ein großes Geschäft. Die Standortdaten der Nutzer werden gesammelt und an Werbetreibende verkauft. Dadurch, dass den Apps der Zugriff auf den Standort verweigert wird, ist dies nicht mehr möglich. Beruhigend für den Nutzer, aber ungünstig für alle, die standortabhängige Werbung vermarkten möchten.
Was ist neu in Android Q?
Der Schwerpunkt von Android Q liegt auf der verbesserten Privatsphäre und Datenschutz. So z.B. bei der Berechtigung von Apps, auf den Standort zuzugreifen. Bisher gab es bei Android „Alles oder Nichts“ bei den Standorteinstellungen. Jetzt können Nutzer, ähnlich wie bei Apples iOS, den Zugriff der Apps auf den Standort auch nur erlauben, solange eine App genutzt wird. Dieser ist es also nicht mehr möglich, den Standort im Hintergrund abzurufen. Öffnet man die Einstellungen in der Betaversion, hat das System bereits Voreinstellungen diesbezüglich getroffen. Den Nutzern ist es jedoch möglich, diese je nach eigener Präferenz zu verändern. Doch nicht für alle Apps können die Nutzer selbst auswählen, wann der Zugriff erlaubt sein soll. Beim hauseigenen Chrome-Browser hat Google es ausgeschlossen, den Zugriff immer zu erlauben.
In Android Q ist es den Nutzern möglich, Apps den Standortzugriff im Hintergrund zu untersagen. © Pawel Czerwiński
– Unsplash Auch der Zugriff von Apps auf Fotos und Videos kann eingeschränkt werden. Zudem wird die „Affinity“ nicht mehr getrackt, heißt, mit welchen Kontakten am meisten interagiert wird. Neue „Sharing Shortcuts“ machen es einfacher, Inhalte direkt an eine Person zu schicken, anstatt über eine App zu gehen. Das spart den Nutzern einen Schritt und macht es einfacher, Inhalte appübergreifend zu teilen. Als erstes Betriebssystem unterstützt Android Q Geräte mit faltbarem Display.
Leider ist das Betriebssystem bisher nur für Pixel Nutzer verfügbar. Die neueste Androidversion soll wohl erst im dritten Quartal 2019 final erscheinen. Alle Nicht-Pixel-Nutzer müssen sich bis dahin mit den vorhandenen Privatsphäreeinstellungen zufriedengeben.