Kinderschutzmaßnahme: YouTube erwägt Entfernung aller Kindervideos von der Plattform

Kinderschutzmaßnahme: YouTube erwägt Entfernung aller Kindervideos von der Plattform

Das Wall Street Journal und weitere Medien berichten, dass YouTube in Erwägung zieht, jegliche Kindervideos von der Plattform in die Standalone App YouTube Kids zu verschieben. Nach den Angaben der Publisher, darunter auch The Verge, wird die Option von Google-Verantwortlichen geprüft. Zuletzt gab es viel Kritik, da massenhaft Kindervideos bei YouTube pädophile Kommentierung erfahren hatten. In der Folge löschte YouTube hunderte Kanäle und deaktivierte bei den meisten Kindervideos die Kommentarfunktion. Außerdem wird die Federal Trade Commission womöglich bei einer Untersuchung von Googles Praktiken auch diesen Aspekt bei YouTube unter die Lupe nehmen.
Ein gewagter Schritt steht im Raum
Wenn sich YouTube dazu entschließt, Kindervideos künftig nur noch bei YouTube Kids zu akzeptieren, könnte das für die Werbeeinkünfte einen mächtigen Dämpfer bedeuten. Denn die Popularität von Clips auch der jüngsten YouTuber ist groß, die Werbeplatzierungen, trotz des Aussetzens einiger Kampagnen während der letzten Skandale, sind wertvoll. Millionen von Werbe-Dollar könnten verloren gehen. Auf der anderen Seite gilt es, gerade die jüngsten YouTuber, aber auch Viewer zu schützen.
Doch allein der Aufwand, die zig Millionen Videos zu verschieben, wäre beträchtlich. Ein weiteres Problem ist die Frage der Sicherheit bei der App YouTube Kids selbst. Im frühen Stadium der App konnten unangemessene Videos auch dort lokalisiert werden, die graphische Darstellungen von Selbstmord, Pornographie etc. zeigten.
YouTube Kids soll Kindern eine sichere Umgebung bieten, © YouTube Und selbst wenn eine Migration aller Kindervideos zu YouTube Kids gelingt und diese dort gut gesichert werden können, ist weiterhin fraglich, ob ihnen dann noch die erwarteten Views zuteil werden. Andernfalls könnte YouTube auch vonseiten der Creators Kritik erwarten.
Dass YouTube also tatsächlich den Schritt geht und die Kindervideos von der Hauptplattform entfernt, ist derzeit zwar eine Möglichkeit, es muss aber nicht so kommen. Gegenüber The Verge gab ein Sprecher an, man habe
lots of ideas for improving YouTube and some remain just that — ideas.
Schließlich muss die Videoplattform einen Weg finden, um die Kinder zu schützen; was angesichts der zahlreichen Gefahren auch für andere Social Media gilt. Und Richtlinien, die Hate Speech oder sexuell missbräuchliches Verhalten ablehnen, reichen allein nicht aus. Es wird sich zeigen, welches Moment für YouTube letztlich überwiegt. Ein regulatorischer Eingriff vonseiten der FTC ist ebenfalls denkbar. Immerhin muss über kurz oder lang für YouTube, aber auch Plattformen wie Facebook und Instagram eine Lösung gefunden werden, die für mehr Schutz der Nutzer und Creators sorgt; nicht nur für die Kinder, aber vor allem für diese.

Google bringt YouTube Livestreams und interaktiv 3D-Elemente in Display Ads

Google bringt YouTube Livestreams und interaktiv 3D-Elemente in Display Ads

Heute reicht es oft nicht mehr aus, allein mit Display Ads für ein neues Produkt oder die Marke selbst zu werben. Die User sind in einem schnelllebigen Netz unterwegs und bewegen sich auf Plattformen mit ansprechenden Visuals, Video Content oder interaktiven Formaten. Daher bietet Google nun zwei besonders interaktive Werbeerfahrungen an. Die Integration von YouTube Livestreams sowie von immersiven 3D Features in Display Ads.
Das neue Display-Format Swirl macht Produkte erfahrbarer
Swirl wurde von Google für das Mobile Web konzipiert und ist bei Display & Video 360 verfügbar. Dieses Format ist eines von zwei neuen, die Googles Produktmanagerin Rashi Verma im Blogpost vorstellt. Dank Swirl können Nutzer mit den beworbenen Produkten interagieren als wären sie wirklich greifbar. Sie lassen sich in alle Richtungen drehen und ein Zoom hinein und wieder hinaus ist möglich. Das Kosmetik-Unternehmen Guerlain zeigt anhand eines Parfums, wie wirkungsvoll das in einer Display Ad sein kann.

Jean-Denis Mariani,Chief Digital Officer bei Guerlain, zeigt sich von der Dynamik begeistert:
Swirl is opening up a whole new creative canvas for us. We’re able to tell a more dynamic story about our products and give customers a powerful new way to interact with them.
Marken, die bereits 3D-Elemente zur Verfügung haben, können diese im Google Web Designer im Bereich für 3D-/Swirl-Komponenten einsetzen, um eine Ad zu kreieren. Über Googles 3D-Plattform Poly lassen sich derlei Elemente bearbeiten, einstellen oder veröffentlichen. Wer bei der Erstellung von 3D-Inhalten Hilfe benötigt, kann unter anderem auf Googles Partner zurückgreifen, die hier Expertise aufweisen. Außerdem gibt ein ausführlicher Blogpost Aufschluss darüber, wie die immersiven Ads konkret integriert werden können.
YouTube Livestreams über Display Ads bewerben
Neben dem neuen Ad Feature Swirl bietet Google nun auch die Option, über Display & Video 360 den eigenen YouTube Livestream in Display Ads zu integrieren, die auf diversen Screens und Geräten laufen. Im Google Web Designer findet sich ein neues Template, über das bereits vorhandener Livestream Content für die Ads genutzt werden kann.
Das neue Format erlaubt es Nutzern unmittelbar mit dem Video in Interaktion zu treten. Dabei werden bekannte Steuermechanismen wie bei YouTube genutzt. So können Nutzer eine Preview für den Livestream wählen oder ihn als Full Screen Content wahrnehmen. Außerdem kann per Klick auch direkt auf YouTube weitergeschaut werden.

Google kommuniziert den Anspruch, künftig weitere Werbelösungen herauszubringen, die derart interaktiv sind. Dabei möchte man den Nutzern eine besonders Engagement-fokussierte Erfahrung bieten; und diese kann sich für Advertiser als sehr wertvoll erweisen. Noch befinden sich Swirl und das neue Livestream-Format in einer limitierten Beta-Version. Informationen dazu können Werbetreibende über den Display & Video 360 Account Manager einholen.
Sobald die Funktionen aber umfassend ausgerollt werden, könnten Marken damit sicher eine deutlich höhere Aufmerksamkeit für ihre Ads generieren. Und diese Formate sollten nur der Anfang sein. Denn während Advertiser auf der Suche nach neuen Möglichkeiten sind, um Engagement für ihre Anzeigen zu erreichen, setzen die Werbenetzwerke nach und nach auf immer neue, vielversprechende Varianten. Vor allem das interaktive Element dürfte hierbei künftig noch relevanter werden; und die Interaktionsmöglichkeit sollte über den CTA hinausgehen. Google liefert bereits zwei aufregende Optionen.

Twitch setzt Livestreaming für neue Creator vorerst aus

Twitch setzt Livestreaming für neue Creator vorerst aus

Wer bei Twitch einen neuen Account hat und damit Content streamen möchte, steht derzeit vor einem Problem. Denn nachdem am Wochenende zahlreiche Trolle die Plattform genutzt hatten, um illegalen und völlig unangemessenen Content beim Livestreaming-Portal zu verbreiten, hat dieses eine Untersuchung eingeleitet. Während jener haben neue Konten nicht die Möglichkeit zum Streaming.
Vor allem automatisierte Accounts entdeckt
Livestreaming bei Twitch ist längst zu einem relevanten Faktor für Gamer und Co. geworden, auch wenn es darum geht, diese Streams zu monetarisieren. Neue User können vorerst aber nicht auf die Funktion des Livestreams zurückgreifen, wie The Verge berichtet. Twitter hat diese für neu eingerichtete Accounts ausgesetzt. Der Grund ist ein umfassender Trollangriff vom Wochenende, wie das Unternehmen selbst bei Twitter angibt. Dabei wurde der Bereich zum Spiel Artifact von zahlreichen Accounts mit Inhalten bespielt, die den Richtlinien der Plattform auf krasse Weise widersprechen.

We are working with urgency to remove the offending content and suspend all accounts engaged in this behavior. In addition, we have temporarily suspended the ability for new creators to stream.
— Twitch Support (@TwitchSupport) May 28, 2019

Laut The Verge handelte es sich dabei um Hassbilder und pornographischen Content. Nach ersten Untersuchungen kam Twitch zu der Erkenntnis, dass der Großteil der betreffenden Accounts automatisiert ist. Während nun daran gearbeitet wird, die unangemessenen Inhalte zu entfernen und die Konten zu sperren, müssen die neu registrierten Konten also auf Wiedereinstellung der Livestream-Funktion für sie warten. Hierfür gibt es noch keinen Zeitplan. Allerdings arbeite man mit Hochdruck daran, das Problem zu beheben; die Sicherheit der Plattform habe jedoch Vorrang.

We’re very sorry for the inconvenience. The safety of our community is our top priority and we’re doing everything we can to restore all access as quickly as possible. We will provide an update when we’re able to do so.
— Twitch Support (@TwitchSupport) May 28, 2019

Twitch ist ein lukrativer Channel für Streamer
Bei Twitch können Streamer auf verschiedene Weise ihre Inhalte monetarisieren. Zum einen gibt es Subscription-Optionen, zum anderen Spenden, Sponsorships und Werbeformate. Beim Öffnen von Streams können Ads ausgespielt werden, während die Streamer auch die Option haben, während ihres Livestreams auf Werbeanzeigen zu setzen. Mit Twitch Turbo, für 8,99 US-Dollar pro Monat, können Zuschauer sich eine werbefreie Experience verschaffen – und für mehr Umsatz der Plattform sorgen.
Laut einem Bericht von MediaKix von 2018 hat der Streamer Nummer eins bei Twitch, Ninja, fast 5,5 Millionen US-Dollar jährlich über die Plattform eingenommen, den Großteil davon über den Subscription-Service. Die Relevanz von Twitch ist für viele Streamer also auch finanziell längst gegeben und daher wollen immer mehr auf die Möglichkeiten der Plattform zurückgreifen. Nur müssen die neuen Accounts sich erst einmal gedulden. Denn mit gesteigerter gesellschaftlicher Relevanz wird die Angreifbarkeit der Plattform ebenfalls größer.

Rewarded Video Ads finden hohe Akzeptanz im Mobile Gaming

Rewarded Video Ads finden hohe Akzeptanz im Mobile Gaming

Während konventionelle Video Ads sich bei Werbetreibenden wachsender Beliebtheit erfreuen, fällt die Rezeption beim User eher mäßig aus. Werden Pre-Rolls etwa auf YouTube häufig übersprungen, sobald sich die Gelegenheit dazu bietet, tendieren Nutzer zunehmend dazu, das laufende Video bei einer Mid-Roll Ad auf Facebook beispielsweise komplett abzubrechen und weiterzuscrollen. Eine aktuelle Umfrage von Ad-Tech-Anbieter und Videoexperte Unruly konnte nun zeigen, dass es mit Rewarded Video Ads (RVAs) durchaus ein System gibt, das sich auch bei Usern behaupten kann – und das auf Basis von Incentives in Video Games.
Rewarded Video Ads werden überwiegend positiv wahrgenommen
In der Umfrage wurden Personen in Deutschland nach ihrem Spielverhalten, ihrer Meinung zu verschiedenen Werbeformaten und insbesondere zu vergüteten Videoanzeigen befragt. Wenig überraschend, dass unser aller unverzichtbarer Begleiter, das Smartphone, über alle untersuchten Einkommensklassen hinweg das mit Abstand am häufigsten verwendete Gerät für Online Gaming ist.

Auch spielt ein Großteil der User täglich bis mehrmals wöchentlich Online Games. Mit 48 Prozent greift die Mehrheit der Spielenden dabei allein auf Free-to-Play-Angebote zurück, während lediglich 6 Prozent der Befragten ausschließlich Spiele kaufen.
Die meisten Free-to-Play Games monetarisieren sich durch In-App-Käufe oder Werbung. Bei letzteren gibt es verschiedene Formate: Während bei manchen Games unskippable Ads zwischen Spielsequenzen geschaltet werden, sind RVAs das deutlich beliebtere, da incentivierte Format. Hierbei kann der Nutzer zumeist selbst entscheiden, ob er die Werbung überspringen oder sie ansehen möchte. Schaut er sie bis zum Ende an, warten Belohnungen auf ihn, die für das Game nützlich sind. Dafür gibt es verschiedene Varianten, wie etwa ein Extraleben, unendliche Spieldauer oder ein Spielgegenstand.
Und das kommt an: Insgesamt 66 Prozent der Befragten nehmen dieses belohnende Format als sehr positiv (30%) oder zumindest positiv (36%) wahr, die Ergebnisse weisen altersübergreifend große Ähnlichkeiten auf.

Die überaus positive Rezeption bestätigen auch die Antworten zu der Frage, ob Nutzer sich Rewarded Video Ads schon einmal freiwillig angeschaut haben, um im Anschluss eine Belohnung zu erhalten. Auch hier ist das Ergebnis einkommensunabhängig durchweg positiv.

Bei der Dauer der Video Clips sind die User auch wenig wählerisch, solang sie nicht länger als 30 Sekunden dauert. So ist der überwiegende Teil der Befragten der Ansicht, dass eine Videoanzeige zwischen fünf und 30 Sekunden laufen kann. Lediglich bei bis zu 60 Sekunden und über 60 Sekunden macht sich unter den Teilnehmern wenig Begeisterung breit.

Wer sind die deutschen Online Gamer?
Laut den Berechnungen des GfK Consumer Panels des Verbandes der deutschen Games-Branche ist der deutsche Online Gamer im Schnitt 36,4 Jahre alt, das Geschlechterverhältnis ist dabei nahezu ausgeglichen (Frauen 47%; Männer 53%). Insgesamt nutzen 34 Millionen Deutsche regelmäßig Online Games und knapp 10 Millionen davon sind über 50 Jahre alt.
Die zentralsten Erkenntnisse der Studie zusammengefasst:
Mobile Games sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und das Smartphone im Vergleich mit Laptop, Konsole und Co. das verbreitetste Gerät, auf dem gespielt wird.
Dabei werden vor allem Free-to-play Angebote gespielt.

Rewarded Video Ads werden von einem hohen Prozentsatz der Befragten als positiv oder sehr positiv empfunden und bereitwillig angesehen:
in allen Altersgruppen
bei beiden Geschlechtern

und über alle Einkommensschichten hinweg

Für das Marketing ebenso relevant ist die Demographie der Online Gamer:
Durchschnittlich 36,4 Jahre alt
zu 47 Prozent weiblich
Insgesamt spielen 34 Millionen Deutsche regelmäßig

Mit knapp 10 Millionen Spielern über 50 Jahren gehört knapp ein Drittel davon zu den Silver Surfern

Die Studie zu den ReVAs in Online-Gaming Umfeldern wurde von Unruly zusammen mit der HAW Hamburg sowie dem Marktforschungsinstitut Appinio durchgeführt. Die Umfrage fand im Dezember 2018 statt. 511 Personen im Alter von 16 bis 75 Jahren nahmen daran teil.
Rewarded Video Ads sind beliebt, aber performen sie auch?
Dass RVAs unter Nutzern beliebter sind als deren konventionelle Gegenspieler ergibt durchaus Sinn, wird doch das Belohnungszentrum der Gamer angesprochen. Im Austausch für das Ansehen der Video Ad erhalten sie einen Reward, den sie unmittelbar im Spiel einsetzen können. Für Online Games ist der Einsatz der RVAs also entsprechend geeignet. Wie und ob der E-Commerce oder andere Branchen davon Gebrauch machen können, ist dann vermutlich Sache der jeweiligen Kreativität und sinnvoller Incentives im jeweiligen Bereich. Was die Studie vermissen lässt, sind Aussagen über mögliche Ziele der Ads, die Performance des Formats sowie die tatsächliche Aufmerksamkeit der Nutzer. Denn die Frage ist, ob User tatsächlich an der Ad und deren Inhalten interessiert sind, oder die Werbung lediglich laufen lässt, um die Rewards zu erhalten, sich dabei aber anderen Dingen widmet.

YouTube bringt Tool, um Video Content in 6-Sekunden Bumper Ads zu verwandeln

YouTube bringt Tool, um Video Content in 6-Sekunden Bumper Ads zu verwandeln

Bumper Ads sollen verschiedene Vorteile für Advertiser kombinieren. Einerseits lässt sich eine Marke schnell und eindrucksvoll präsentierten. Andererseits laufen die Ads nicht Gefahr übersprungen zu werden. Die Kreation der kurzen Werbeclips ist jedoch an einigen Aufwand geknüpft. Dank Machine Learning und YouTubes neuer Bumper Machine soll dieser aber minimiert werden.
Bumper Ads helfen beim Branding
Die Bumper Ads – sechssekündige Videoclips, die als Pre-Roll vor Videos bei YouTube eingesetzt werden können – sind nach Googles Angaben den Sehgewohnheiten der User angepasst. Sie sollen die Anzeigenerinnerung deutlich steigern. Möglich wird das, weil in der kurzen Zeit inbesondere die Marke selbst mit einer im Bestfall kurzen, simplen, aber doch eindrucksvollen Botschaft präsentiert wird. Produkte oder Services können in den sechs Sekunden bestenfalls knapp dargestellt oder angeteasert werden. YouTube listet 20 starke Beispiele aus dem Jahr 2017 auf.
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Gefordert sind Präzision und dynamische Elemente, während eine Reduktion auf die entscheidenden Bildelemente zum zentralen Kriterium wird. Wie eine Videokampagne mit Bumper Ads aufgesetzt wird, erklärt Google im Support.
Im Rahmen des Google Marketing Live Events, das am 14.05. stattfindet, hat YouTube nun bereits ein Tool vorgestellt, das mithilfe von Machine Learning die Erstellung von Bumper Ads deutlich einfacher machen soll – sodass die Videokampagnen optimiert erstellt werden können.
Bumper Machine erstellt kurze Ads aus langen Videosequenzen
Wer bereits längere Videosequenzen für das eigene Marketing vorliegen hat, kann diesen Content womöglich auch zur Kreation von kurzen Bumper Ads nutzen. Wie AdWeek nun berichtet, hat YouTubes VP für Produktmanagement, Vishal Sharma, ein Tool vorgestellt, das automatisch die Erstellung der Sechssekünder unterstützt. Mit der sogenannten Bumper Machine soll sich dieser Prozess derart optimieren lassen, dass die Zielgruppen, insbesondere auch auf mobilen Geräten, bestmöglich erreicht werden. Sie lediglich zu erreichen, weil die Ad nicht geskippt werden kann, reicht für gelungenes Marketing jedoch nicht aus. Daher setzt das Tool auf Machine Learning, um die relevantesten Elemente aus Longform Video Content herauszufiltern und für die Bumper Ad-Kreation bereitzustellen.
Gut strukturierte Informationen, die etwa die Marke in den Vordergrund stellen, werden extrahiert und in die kurzen Clips eingearbeitet. Oft haben Advertiser nicht die Ressourcen, sei es die Zeit oder das Geld, um die Videokampagnen rasch mit den Kurzformvideos zu optimieren.
Producing a six-second video requires additional time and resources that not every team has,
meint Sharma. Dieses Hemmnis soll jedoch mit Bumper Machine überwunden werden. Denn das Tool kann in Minuten verschiedene sechssekündige Ad-Varianten erstellen, aus denen die Werbetreibenden wählen können. Und auch wer keine längeren Videoinhalte zur Verfügung hat, kann sich an YouTubes Möglichkeiten orientieren.
If you don’t have a longer video to use with Bumper Machine, you can work with one of our video production partners listed on YouTube.com/Ads to help you create videos from scratch or edit existing assets, with no minimum spend requirements.
Mit dem aktuellen Update dürfte YouTube noch mehr Advertisern einen niedrigschwelligen Einstieg zum Bumper Advertising bieten. Diese Option ist für das Branding mehr als hilfreich. Denn Video Advertising in seiner Kurzform ist gerade für die mobile Werbestrategie ein wichtiger Eckpfeiler. Das Event Google Marketing Live wird aber sicherlich noch mehr nützliche Neuerungen für Marketer bereithalten.

SEO Mythbusting: Google bringt eigene YouTube-Serie für Webmaster

SEO Mythbusting: Google bringt eigene YouTube-Serie für Webmaster

Google ist die wichtigste Suchmaschine und hat seinen Dienst in den vergangenen Jahren stark erweitert. Und ob in Foren, bei Twitter oder in Google Hangouts, das Unternehmen gibt in Sachen SEO relevante Insights preis. Dabei wurde jedoch selten nennenswerter Content selbst produziert. In diesem Bereich möchte Google künftig jedoch aufholen – und bringt mit SEO Mythbusting eine aufgepeppte YouTube-Serie, die der eigenen Videoplattform gerechter wird als vorige Versuche.
SEO Mythbusting soll Webmastern Google-eigenen Video Content schmackhaft machen
Als Besitzer der wichtigsten Videoplattform könnte Google diese noch besser für eigenen Content nutzen, der Webmastern und Co. hilft sich besser auf Googles Anforderungen einzustellen. Die Videos, die Google für Produktneuheiten oder neue Features des Google Assistant produziert, sind extrem hochwertig. Allerdings waren die Clips des Accounts Google Webmasters bislang eher etwas eindimensional. Im Vergleich mit Creators, wenn diese beispielsweise auch Sachverhalte erklären, war der Content wenig ansprechend. Das soll sich mit dem Format SEO Mythbusting ändern. Wie Matt Southern bei Search Engine Land berichtet, wird Google mit dieser Serie bei YouTube, die über den Google Webmasters-Kanal läuft, mehr Wert auf die Kombination von wichtigen Inhalten und ansprechender Präsentation legen. Das legt auch der Trailer nahe.
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Neue Serie startet kommende Woche
Eine Woche nach Googles I/O soll die Serie bei YouTube starten. Martin Splitt von Googles WTA Team wird gemeinsam mit Mitgliedern der SEO und Google Developer Communities aktuelle Fragen zur technischen SEO diskutieren. Dabei sollen häufige Fehleinschätzungen und häufige Fragen im Fokus stehen.
Allein die Dialogform des Formats verspricht eine bessere Seherfahrung als bei einer simplen Darlegung durch eine Person, die in die Kamera spricht. Das könnte insgesamt auch für mehr View Time bei Googles eigenem Content auf YouTube sorgen. Immerhin verrät der Trailer, dass verschiedene Perspektiven ebenso Teil der Serie sind wie ein dem Titel Mythbusting durch Requisiten und eine Backsteinwand im abgedunkelten Hintergrund zumindest oberflächlich angepasstes Studio.
Themen, die bei der Serie diskutiert werden könnten, reichen vom Googlebot über JavaScript bis hin zu gängigen SEO-Taktiken. Viele der User zeigen sich gespannt, was die Serie angeht. Das geht aus Kommentaren unter dem Trailer bei YouTube hervor.
Kommentare zum Trailer für SEO Mythbusting, Screenshot Google Webmasters Allerdings merken einige Nutzer auch an, dass Google SEO-Mythen quasi selbst kreiert, indem mitunter nur wenige Informationen zur Suchmaschinenoptimierung preisgegeben werden. Vielleicht auch aus diesem Grund könnte Google mit SEO Mythbusting sehr viele Leute erreichen, schließlich ist SEO für jegliche Webmaster relevant und Insights direkt von Google werden gern angenommen.
Interessierte können sich an den Google Webmasters Channel bei YouTube halten, auf dem Martin Splitt mit JavaScript SEO bereits nützlichen Content zur Verfügung stellt.

Top 10: Die meistabonnierten YouTube Channels weltweit

Top 10: Die meistabonnierten YouTube Channels weltweit

Die Top Ten der weltweit beliebtesten YouTuber sind derzeit recht durchmischt. Überwiegend findet sich unter ihnen aber – dem Ursprungsgedanken von YouTube folgend – natürlich viel Musik. Auch Gaming-Kanäle und kreative Inhalte sowie Sport sind vertreten. Interessant im Vergleich zum letzten Jahr ist, dass einige nicht englischsprachige Kanäle verschwunden sind und dass besonders die YouTube eigenen Kanäle vermehrt abonniert wurden. Unsere Rangliste haben wir mithilfe der Zahlen von SocialBlade erstellt.
10. Platz: Justin Bieber
© Justin Bieber
– YouTube Das Bieber-Fever ist noch lange nicht vorbei. Er musste im Vergleich zu letzten Jahr zwar den vierten Platz aufgeben und befindet sich nur noch auf dem letzten Platz unserer Top Ten, doch seine Followerzahl wächst beständig weiter. 44.526.325 Follower vereint er unter seinem Account. Im letzten Jahr sind 11 Millionen Subscriber dazugekommen, die den überwiegend musikalischen Content des Popstars verfolgen. Mit über drei Milliarden Aufrufen ist „Sorry“ sein meistgeklicktes Musikvideo und damit in der Rangliste der am häufigsten aufgerufenen Videos auf YouTube auf Platz sieben.
9. Platz: SET India
© SET India
– YouTube SET (Sony Entertainment Television) India löste die YouTube Spotlights ab, die sich nun nicht mehr in den Top Ten befinden. SET ist der YouTube Channel des gleichnamigen Television Networks und besteht überwiegend aus Compilations und Zusammenstellungen der selbst produzierten TV Shows und Filme. Mit mehreren Uploads täglich kann der Channel monatlich viele neue Subscriber sowie Views generieren und landet mit 46.827.963 auf Platz 9 der weltweit meistabonnierten YouTube Channels.
8. Platz: Canal KondZilla
© KondZilla
– YouTube Der Brasilianer Konrad Cunha Duntas erwarb als junger Erwachsener eine Canon EOS 5D und startete damit seine Karriere als Videoproduzent. Erste Bekanntheit erlangte er als Director des Konzertfilms „Música Popular Caiçara“ der berühmten brasilianischen Rockband Charlie Brown Jr. Seitdem folgten viele weitere Musikvideos mit den größten Stars Brasiliens. Auf seinem YouTube Channel veröffentlicht er die selbst produzierten Musikvideos, wurde dadurch der meistabonnierte brasilianische Kanal und überholte somit whinderssonnunes im Februar 2018. Doch nicht nur Brasilianer folgen dem Videoproduzenten: Mit 48.899.551 Subscribern hat er eine weltweite Fanbase.
7. Platz: 5-Minute Crafts
© 5-Minute Crafts
– YouTube Letztes Jahr noch von Ed Sheeran belegt, geht der siebte Platz dieses Mal an die 5-Minute Crafts. Immerhin 54.675.861 User haben den Kanal abonniert. Es fing an mit kurzen Videos, die kreative und einfache Projekte anleiteten, mittlerweile werden überwiegend sogenannte Lifehacks publiziert. Ca. vier zehnminütige Videos werden täglich auf dem Kanal veröffentlicht. Dabei lässt sich über die inhaltliche Qualität der Videos streiten, die Visuals sind jedoch meist qualitativ hochwertig und ansprechend. In Kritik geriet der Channel aufgrund des Clickbaitings, das regelmäßig in den Videos betrieben wird. So zeigt das Thumbnail oft einen Lifehack, der gar nicht in dem Video vorkommt; auch über die tatsächliche Wirksamkeit der Hacks wird oft geflunkert. Nicht funktionierende Hacks werden teilweise als absolut wirksam dargestellt, um viele Klicks und Likes zu generieren. Damit lässt sich wohl teilweise der Erfolg des Kanals erklären, aber auch dadurch, dass die Videos auf Social Media und besonders Instagram angepasst sind. Dort zahlt sich die Kurzweiligkeit der Videos aus, denn auf der sozialen Plattform ist es nicht möglich, ein Video vor- oder zurückzuspulen.
6. Platz: Sports
© Sports
– YouTube Der Sport Channel wird von YouTube generiert und zeigt Videos verschiedener beliebter Sportkanäle. Neben den von einer breiten Masse geschauten Sportarten wie Fußball, Basketball oder Baseball zeigt der Kanal auch weniger häufig übertragene Sportarten wie Bowling, Tischtennis, Tauchen oder Golf. Auch Livestreams und Zusammenschnitte besonders guter (oder schlechter) sportlicher Momente sind auf dem Kanal zu finden. Fast fünf Jahre lang hielt Sports den dritten Platz der meistabonnierten Channel, bis der YouTuber, der derzeit den dritten Platz hält, im Dezember 2018 mehr als die 75.622.810 Subscriber des Kanals aufweisen konnte und Sports überholte.
5. Platz: YouTube Movies
© Filme & Shows
– YouTube Auch der fünfte Platz geht an einen Channel von YouTube selbst. Bei YouTube Movies finden die Subscriber Filme in voller Länge zum Ausleihen oder Kaufen. Rund 80 Millionen Menschen haben den Channel abonniert.
4. Platz: Gaming
© Gaming
– YouTube Noch mehr Abonnenten als Movies kann der Channel zu Gaming aufweisen. Der automatisch von YouTube generierte Kanal „features news, reviews, playthroughs, and more“ und begeistert so mehr als 82 Millionen Menschen. Besonders auch Livestreams werden in dem Channel promotet. Nutzer sehen die anstehenden sowie die gerade laufenden Top Livestreams und können diese verfolgen.
3. Platz: PewDiePie
© PewDiePie
– YouTube Innerhalb von einem Jahr konnte der Schwede PewDiePie 30 Millionen neue Abonnenten dazugewinnen, was unter anderem an dem Wettrennen mit T-Series lag und der Unterstützung, die der YouTuber in diesem von seinen Fans erhielt. Felix Arvid Ulf Kjellberg startete mit Playthroughs und filmte seine Reaktionen während des Spiels mit einer Webcam. Die überwiegend aus Highlights bestehenden Videos wurden dank seiner ausdrucksstarken Persönlichkeit und dem Unterschied zu „normalen“, eher langatmigen Walkthroughs zum Hit. Doch mittlerweile ist sein Fokus von Videospiel-orientiertem Content zu Unterhaltungsvideos gerutscht. In einem dieser Formate stellt PewDiePie z.B. Memes vor oder versucht bei „you laugh you lose“ (ylyl) nicht über Memes zu lachen. Mittlerweile folgen 95.150.606 Menschen dem YouTube Account, doch leider musste er seinen lang gehaltenen Rang an unsere Nummer Zwei angeben.
2. Platz: T-Series
© T-Series
– YouTube Von 34 Millionen auf 96 Millionen in nur einem Jahr: Da konnte PewDiePie irgendwann nicht mehr mithalten. In einem Livestream konnten Follower verfolgen, wie T-Series dem Schweden den ersten Platz abnahm, obwohl viele dachten, er würde noch lange Zeit der erfolgreichste YouTuber sein. Stattdessen übernahm der indische Kanal T-Series die Führung. Dieser gehört zu dem gleichnamigen Musiklabel, das auch Filme produziert. Gezeigt werden überwiegend Bollywood-Musikvideos und Trailer. Einen absoluten Rekord hält der Kanal auch im Bereich Klicks. Er hält mit über 67 Milliarden Videoaufrufen den ersten Platz in der View-Rangliste. Zu erklären ist die Beliebtheit des Kanals durch die schnell ansteigende Anzahl an Menschen in Indien, die jetzt Zugriff auf das Internet erhalten.
Erster Platz: Musik
© Musik
– YouTube Den ersten Platz hält, wie könnte es anders sein, mit nochmal 10 Millionen Subscribern mehr, der Musikkanal von YouTube. In der Beschreibung des seit 2013 existierenden Channels steht kurz und prägnant: „YouTubes Musikseite mit Top-Songs und bekannten Hits aus den verschiedensten Musikrichtungen. Dieser Kanal wurde automatisch über das Videoerkennungssystem von YouTube erzeugt.“ Fast 106 Millionen Menschen folgen dem Channel, auf dessen Seite die Nutzer z.B. Playlists der Top-Titel Deutschland, aktuelle Musikvideos oder Zusammenstellungen mehrerer Videos zu einem bestimmten Genre angucken und -hören können.

86 Prozent Viewability für Video Ads in Deutschland – Display sinkt weiter

86 Prozent Viewability für Video Ads in Deutschland – Display sinkt weiter

Für Display und Video Ads steht eine Metrik allem anderen voran: die Viewability. Nur Werbung, die ausreichend gesehen und wahrgenommen wird, kann letztlich Teil einer erfolgreichen Kampagne sein. Meetrics gibt regelmäßig Viewability Benchmarks bekannt, die zeigen, wie es um die digitale Sichtbarkeit in Deutschland und Europa bestellt ist. Dabei bestätigen sich Trends. Allerdings zeigen sich sowohl regional als auch in Bezug auf die Formate große Unterschiede.
Die Sichtbarkeit von Display sinkt weiter
Die Meetrics Viewability Benchmarks für das erste Quartal 2019 bestätigen einen Trend. Die Sichtbarkeit von Display Ads hat in Deutschland einen Prozentpunkt verloren und liegt nur noch bei 54 Prozent.
Meetrics Benchmarks Q1 2019 für Deutschland, © Meetrics Damit liegt die Display Viewability hierzulande sogar unter dem europäischen Schnitt (59 Prozent). In Österreich etwa liegt der Wert sogar noch bei 71 Prozent. Dort funktionieren auf dem Desktop beispielsweise auch Superbanner gut (62 Prozent Sichtbarkeit bei 21,1 Sekunden Viewable Viewtime). In Deutschland hingegen sind insbesondere die Halfpage Ads (66 Prozent) oder die Skyscraper (69 Prozent) in Sachen Viewability weit vorn. Mobil liegt die Sichtbarkeit prozentual unter dem Schnitt von Desktop, auch die Viewable Viewtime ist verständlicherweise geringer. Formate, die hier gut funktionieren, sind in Deutschland Mobile Banner 6:1 (59 Prozent Sichtbarkeit) oder Medium Rectangle (41 Prozent Sichtbarkeit). Im internationalen Vergleich hat das Formate MPU ebenfalls eine respektable mobile Sichtbarkeit
Meetrics Benchmarks Q1 2019 international, © Meetrics Für die Viewability wurden von Meetrics Standards des Media Rating Council and IAB angesetzt. Demnach müssen Display Ads zu 50 Prozent und mindestens für eine Sekunde im sichtbaren Bereich erscheinen. Bei Video Ads gelten ebenfalls 50 Prozent als ausreichend, wobei die Werbung mindestens zwei Sekunden sichtbar zu sein hat.
Besonders in Deutschland hoch: Die Sichtbarkeit von Video Ads steigt 
Gegenüber dem letzten Quartal hat sich die Sichtbarkeit von digitaler Videowerbung in Deutschland im ersten Quartal 2019 um fünf Prozentpunkte auf 86 Prozent gesteigert. Damit liegt die Video Viewability hier deutlich über dem internationalen Schnitt (72 Prozent). International ist hingegen die Sehdauer von Display (20,3 Sekunden) und Video (20,1 Sekunden) annähernd gleich. In Deutschland haben Display Ads (25,3 Sekunden) noch eine deutlich höhere Viewtime als Video Ads (18,8 Sekunden). Wir sehen dennoch eine fortlaufende Entwicklung hin zu erfolgreicherem Video Advertising; auch auf Kosten der Sichtbarkeit von Display Ads.
In Polen hingegen ist Display (59 Prozent) in Sachen Viewability den Video Ads (52 Prozent) noch ein Stück voraus. Aber auch das dürfte sich mit der Zeit klar verschieben. Doch nur, weil Statistiken Videowerbung eine inzwischen deutlich bessere Sichtbarkeit zuschreiben als Display Ads, heißt das nicht, dass letztere nicht mehr gewinnbringend eingesetzt werden können. Max von Hilgers, Managing Director und Co-Founder von Meetrics, fasst zusammen:
Video-Werbung schneidet bei der Sichtbarkeit zunehmend besser ab als Display-Werbung, aber es lohnt sich bei Display genau hinzuschauen. Hier sind die Qualitätsunterschiede bei der Platzierung sehr groß und es kommt auf die einzelnen Formate und Anbieter an, die den Unterschied machen. Unsere Messungen helfen auch mit Display-Werbung sehr gute Sichtbarkeitswerte zu erzielen und damit Reichweite und Branding-Effekte zu steigern.
Die Meetrics Viewability Benchmarks zeigen schließlich, dass Deutschland im europäischen Vergleich in Sachen Sichtbarkeit der Videowerbung gute Ausgangspositionen für Marketer liefert. Neben qualitativer und bestmöglich nativer Werbung kommt es wie im Display-Bereich auf das Format und vor allem auch das Umfeld an. Denn Sichtbarkeit allein bedeutet nicht, dass auch aktiv wahrgenommen wird und Viewability sorgt nur im richtigen Kontext ebenso für Awareness beim Nutzer; die im Bestfall von Branding-Effekten bis hin zur Conversion die gewünschten Kampagnenergebnisse hervorruft.
Den gesamten Bericht zu den Viewability Benchmarks von Meetrics findest du hier.

„Drachenlord“ werden Live-Videos untersagt – Werden Livestreams jetzt lizenzpflichtig?

„Drachenlord“ werden Live-Videos untersagt – Werden Livestreams jetzt lizenzpflichtig?

Die Übertragung von Rundfunkrecht und -richtlinien auf digitale Angebote gestaltet sich oftmals schwierig. Das zeigt sich bei der Unterscheidung von Kennzeichnungspflichten für Bewegtbild ung statische Visuals in Social Media und nun in einem kuriosen Fall bei der Ausstrahlung von Livestreams. Rainer Winkler alias „Drachenlord“ wird von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) die Ausstrahlung seiner häufigen Livestreams untersagt. Denn Winkler hat hierfür keine Rundfunklizenz. Das wirft die Frage auf: wann ist eine solche für digitale Videoangebote vorzuweisen?
Der Fall Rainer Winkler
Rainer Winkler gilt in der Social Media-Szene als äußerst polarisierende Figur. Der selbsternannte „Drachenloard“ ist neben YouTube – wo der Channel „Drache_Offiziell“ gut 87.000 Follower zählt – besonders auf YouNow unterwegs. Der YouTuber fiel in der Vergangenheit besonders durch seine Auseinandersetzungen mit Hatern auf, die er öffentlich zur Schau trug. Oft äußert er radikale Ansichten, beleidigt Widersacher oder steigt auf beleidigende Kommentare etc. ein. Dabei kam es auch zu bedenklichen Szenen fernab des digitalen Raums. In einem älteren Video hatte der „Drachenlord“ seine Adresse in Altschauerberg bekanntgegeben, woraufhin sich regelmäßig feindlich gesinnte Personen dorthin begaben. Im letzten Jahr waren laut Die WELT mehrere hundert Menschen trotz Versammlungsverbots zum Haus des YouTubers gekommen, um gegen ihn zu protestieren – oder Schlimmeres. Winkler hatte sich selbst gewaltbereit gegeben.
Unabhängig von seinen umstrittenen Inhalten und dem Wirbel um seine Person hat der „Drachenlord“ nun ein viel grundlegenderes Problem in Bezug auf seinen Content. Denn Livestreams, die er über das Videoportal YouNow oftmals täglich sendet, sind ihm nun von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) untersagt worden, wie wiederum Die WELT berichtet. Grund dafür ist, dass Winkler keine offizielle Rundfunklizenz für diese beantragt hatte. Laut Pressemitteilung der BLM ist „die Verbreitung des Livestreams ,Drache_Offiziell‘ im Internet“ beanstandet worden, „da keine rundfunkrechtliche Zulassung dafür vorliegt“. Das Angebot Winklers ist damit mit sofortiger Wirkung untersagt. Und auch „ein im Wesentlichen inhaltsgleiches Angebot“ darf online nicht als Livestream verbreitet werden.
„Drachenlords“ Livestream als Rundfunk bewertet
Die BLM erklärt:
In seinem Stream richtet sich Winkler an die Allgemeinheit, kommentiert und beantwortet erhaltene Chat-Nachrichten und trägt damit zur öffentlichen Meinungsbildung bei. Aus diesen Gründen ist ,Drache_Offiziell‘ als Rundfunk zu bewerten.
Rainer Winkler kann innerhalb eines Monats gegen den Entscheid vorgehen. Bei der Entscheidung handelt es sich um eine Untersagungsverfügung. Sollte Winkler diese ignorieren, also weiterhin Livestreams bei YouNow senden, wird auf Zwangsmittel zurückgegriffen, das heißt zunächst vermutlich auf Zwangszahlungen.
Ob der „Drachenlord“ selbst die Rundfunkbezeichnung für seine Livestreams akzeptiert, bleibt fraglich. In einem Video, das Spiegel ONLINE als Referenz anführt, erklärt Winkler, dass es in seinen Videos nur um ihn gehe. Das allein ist jedoch noch kein Kriterium, um sich von der Rundfunkgebühr für Livestreams zu entbinden. Sind die Inhalte hingegen nicht journalistisch-redaktionell, könnten sie auch außerhalb des Rundfunkbegriffs geführt werden.
Bei der Unterlassungsverfügung der BLM handelt es sich lediglich um die Livestreams. Bei YouTube oder anderswo hochgeladene Videos, die auf Abruf zur Verfügung stehen, besteht keine Rundfunklizenzgebühr.
Wann ist Livestreaming Rundfunk und damit zulassungspflichtig?
Grundsätzlich gilt laut Medienstaatsvertrag, § 2 Abs. 1:
Rundfunk ist ein linearer Informations- und Kommunikationsdienst; er ist die für die Allgemeinheit und zum zeitgleichen Empfang bestimmte Veranstaltung und Verbreitung von Angeboten in Bewegtbild oder Ton entlang eines Sendeplans unter Benutzung elektromagnetischer Schwingungen.
Allerdings soll nach einem Änderungsvorschlag von 2018 auf „journalistisch-redaktionell“ gestaltete Angebote referiert werden, die „mittels Telemedien“ verbreitetet werden. Aber wann genau trifft die noch immer nicht den modernen Plattformen angepasste Grundlage für einzelne Streamer zu? Auf diese Frage gibt eine Checkliste der Medienanstalten Antworten. Demnach sind Angebote on Demand nicht zulassungspflichtig, wohl aber linear verbreitete. Das heißt, wird live gestreamt oder der Sendestart immerzu festgelegt, wie bei einem Programm, gilt die Rundfunkregelung.
Ein weiteres Kriterium stellen die potentiellen Konsumenten dar. Wird das Angebot für mindestens 500 potentielle Nutzer veröffentlicht, ist es ebenfalls als Rundfunk einzustufen. Das dürfte bei YouTube, auch YouNow usw. immerzu der Fall sein. Denn auch wenn weniger User zuschauen, bleibt die Regel bestehen. Der Rundfunk bleibt aber ohne Erlaubnispflicht, wenn es keine redaktionell-journalistischen Inhalte gibt. Wo diese anfangen, ist im Hinblick auf den Fall des „Drachenlords“ nicht ganz einfach zu ermitteln. Grundsätzlich sind redaktionelle Einbindungen von Inhalten hier journalistisch, wenn es klassische Rundfunkelemente gibt. Im Fall von Rainer Winkler handelte es sich dabei zum Beispiel um seine Kommentierungen. Presseunternehmen oder Journalisten müssen damit rechnen, dass ihre Veröffentlichungen von Livestreams als Rundfunk eingestuft werden. Dazu gilt:
Je geplanter, umfangreicher und ausdifferenzierter (z.B. in verschiedene Sendungen oder Sendungsbestandteile) und je regelmäßiger ein Angebot ausgestrahlt werden soll, umso eher handelt es sich um erlaubnispflichtigen Rundfunk. Für die lediglich einmalige oder sporadische Verbreitung eines Angebots (z.B. ein einmaliges Hangout) wird in der Regel keine Rundfunkzulassung erforderlich sein.
Wer zu kommerziellen Zwecken regelmäßig Angebote wie Livestreams oder Hangouts veranstaltet, sollte sich rechtlich absichern. Und wer sich selbst unsicher ist, ob sein Angebot zulassungspflichtig ist, kann sich an die für das jeweilige Bundesland zuständige Landesmedienanstalt wenden.
Novellierung des Medienstaatsvertrags könnte die Regelung lockern
Dass eine Unterlassungsverfügung gegen das eigene Angebot verhängt wird, möchten Streamer sicherlich verhindern. Dabei kommt ihnen nicht gerade zugute, wie schnell dieses als zulassungspflichtiger Rundfunk eingestuft werden kann. Daher wurden im Entwurf für einen überarbeiteten Medienstaatsvertrag einige Änderungen angeboten. Eine davon sieht etwa vor, dass Let’s Player keine Lizenz brauchen sollen, wenn sie sich beim Streamen nur auf das Spielen konzentrieren, wie auch Heise berichtet hatte.
Der Abschnitt „Bagatellrundfunk“ umfasst Sonderformen, die keiner Zulassung bedürfen. Dazu zählen Angebote, die zeitgleich weniger als 5.000 Menschen angeboten werden oder im Monatsdurchschnitt weniger als 20.000 Menschen erreichen. Allgemein soll dabei gelten:
Rundfunkprogramme, die aufgrund ihrer geringen journalistisch-redaktionellen Gestaltung, ihrer begrenzten Dauer und Häufigkeit der Verbreitung, ihrer fehlenden Einbindung in einen auf Dauer angelegten Sendeplan oder aus anderen vergleichbaren Gründen nur geringe Bedeutung für die individuelle und öffentliche Meinungsbildung entfalten,
sind nicht zulassungs- und damit lizenzpflichtig. Sofern diese Änderung Geltung erlangen würde, könnte auch Rainer Winkler alias der „Drachenlord“ darauf hoffen, dass sein Programm nur als Bagatellrundfunk eingestuft wird. Bis dahin aber darf er auf YouNow nicht livestreamen. Und viele Streamer sollten sich, sofern sie keine Zulassung für ihr Angebot bei der Landesmedienanstalt beantragt haben, fragen, ob genau das nicht notwendig ist. Klar ist aber auch, dass eine Novellierung des Medienstaatsvertrags unerlässlich ist, um die Anwendung veralteter Rundfunkkriterien auf digitale Angebote zeitgemäß zu gestalten.
Wer aber als Influencer, Streamer usw. öffentlich in Erscheinung tritt und davon profitiert, muss auch rechtliche Grundlagen wie die DSGVO, die Kennzeichnungspflicht für Werbung, die Rundfunklizenzen und dergleichen mehr im Auge behalten.

YouTube bringt Faktencheck Feature bei kontroversen Themen

YouTube bringt Faktencheck Feature bei kontroversen Themen

Schon bald wird bei YouTube per Faktencheck an den Nutzer weitergegeben, was unabhängige Partner zu diskutablen Themen angeben. Entsprechende Boxen mit Richtigstellungen sollen auftauchen, wenn beispielsweise nach Viren in Paracetamol oder Impfstoffen gesucht wird. Das derzeit in Indien getestete Feature soll bald global ausgerollt werden und umfassende Fehlinformationen auf der Plattform verhindern.
YouTube wehrt sich gegen Fehlinformationen und Verschwörungen
Jedes soziale Medium hat mit Fehlinformationen zu kämpfen, die auf den Plattformen gestreut werden. Nicht zu belegende Theorien von Impfgegnern, Flat Earthern etc. sollen bei Facebook, YouTube und Co. zahlreiche Menschen überzeugen. Die Videoplattform aber wehrt sich zusehends gegen Informationen, die objektiv als falsch eingestuft werden können. Zu Beginn des Jahres wurden bereits Empfehlungen für Verschwörungsvideos ausgeschaltet. Sogenannter „Boderline Content“, Videos deren faktische Darstellungen fragwürdig sind, sollen nicht mehr an die User weiterempfohlen werden.
Demnächst sollen direkt in der Suche Boxen mit einem Faktencheck folgen, die dann in Erscheinung treten, wenn die Nutzer nach Inhalten suchen, die als kontrovers bezeichnet werden können, weil sie mitunter womöglich subjektive Faktenlagen aufweisen. Wie BuzzFeed News berichtet, werden die sogenannten „Information Panels“ von geprüften Partnern bereitgestellt, wenn Content gesucht wird, der für Fehlinformationen besonders anfällig ist. Dabei werden diese Panels nicht in einzelnen Videos, sondern auf der Seite mit den Suchresultaten erscheinen. Derzeit ist das Feature in Indien im Test und liefert Informationen bei Suchanfragen auf Englisch oder Hindi.
Sucht ein Nutzer also beispielsweise nach „Virus in Paracetamol“, wird ihm eine Infobox präsentiert, die zunächst mit „Hoax Alert“, also einem Alarm für Falschmeldungen markiert ist.
Infobox bei kontroversem Thema auf YouTube in der Suche, © YouTube Die Box klärt unter Berufung auf Googles Partner The Quint darüber auf, dass die virale Warnung vor Paracetamol einer Grundlage entbehrt, weil tatsächlich kein Virus in den Tabletten ist.
Ausweitung des Features ist geplant
Während die Funktion bislang auf Indien begrenzt war, soll sie in den kommenden Monaten global ausgerollt werden. Gegenüber BuzzFeed News gab ein YouTube-Sprecher an:
As part of our ongoing efforts to build a better news experience on YouTube, we are expanding our information panels to bring fact checks from eligible publishers to YouTube.
Gerade bei politischen Auseinandersetzungen, wie zuletzt zwischen Indien und Pakistan, würden Social Media mit Fehlinformationen geflutet. Daher sei der Faktencheck, der von ausgewählten und geprüften Publishern zur Verfügung gestellt wird, ein wichtiges Feature für das Verständnis der User.
Die Infoboxen der Publisher werden von YouTube automatisiert aus den Inhalten auf deren Seiten erstellt. Demnach müssen die Faktenchecks nicht manuell für einzelne Themen erarbeitet werden. Genau an diesem Punkt lässt die Funktion womöglich aber Kritik zu, denn eine zwar kontextuelle, aber nicht unbedingt explizit entwickelte Einordnung kann womöglich als unzureichende Betrachtung erkannt werden. Und auch hier müssen die Nutzer der Objektivität und der Seriosität der jeweiligen Publisher vertrauen. Nichtsdestotrotz sind diese Panels – sie erinnern gewissermaßen auch an die Info-Buttons zu Publishern bei Facebook – ein wichtiges Moment. Sie irritieren, selbst wenn mancher Nutzer von der Erde als Scheibe oder schädlichen Impfstoffen überzeugt ist. Und das ist schon einmal wichtig.
YouTube setzt sich damit dafür ein, dass Fehlinformationen auf der Plattform langfristig deutlich weniger Beachtung geschenkt werden soll. Das ist für das Unternehmen auch deshalb so wichtig, weil Werbetreibende im Umfeld solcher Kontroversen keine Ads ausgespielt haben möchten. Darüber hinaus mussten YouTube und andere Social Media sich in der Vergangenheit des Öfteren Kritik aussetzen, die auf die Verbreitung von Falschmeldungen über deren Plattformen abzielte.
Die Nutzer können ihre Empfehlungen und Suchergebnisse bei YouTube übrigens auch selbst verwalten. Und bald bekommen sie mit dem Faktencheck Feature noch ein Mehr an fundierten Hintergrundinformationen zu den Themen in der Suche.