Der Bierdosencontroller – Mit Absurdität zu neuer Zielgruppe

Der Bierdosencontroller – Mit Absurdität zu neuer Zielgruppe

Gaming und Bier trinken – zwei Aktivitäten, die sich wunderbar miteinander verbinden lassen. Miller Lite dachte sich dies wohl ebenfalls, wenn auch ein bisschen zu wortwörtlich. Mit dem Cantroller erblickt nun die erste Bierdose, welche gleichzeitig als vollfunktionsfähiger Controller fungiert, das Licht der Welt. Premiere feiert das technische Wunderwerk auf der Electronic Entertainment Expo (E3) in Los Angeles, der größten Videospielmesse weltweit, wie Adlink berichtet.
Ein Geniestreich des Marketings
„So dumm, dass es wieder genial ist“, scheint das Mantra des Cantrollers zu sein. Anders ließen sich solche Ideen wohl gar nicht erklären. Nichtsdestotrotz stoßen sie generell auf Erfolg. 200 Cantroller wurden bisher produziert und weitere sind in Planung. Wer nun also vor hat, einen davon in die Finger zu kriegen, muss sich wohl leider gedulden, bis weitere in Produktion sind.
[embedded content]
Besucher der E3 allerdings hatten bereits die Chance, einen der Cantroller für sich zu gewinnen. Vor Ort war Comedian Eric Andre, welcher Teilnehmer der Messe zu einem Eins gegen Eins im Spiel Street Fighter herausforderte. Gespielt wurde auf den Cantrollern und diejenigen, welche Andre besiegten, durften den Controller mit nach Hause nehmen. Witzig ist die Idee allemal und sie auf der E3 zu bewerben mehr als nur sinnvoll.
Und trotzdem eine Schnapsidee
Tatsächlich ist der Cantroller so viel Bierdose, wie er auch Controller ist. Befüllt ist er mit Miller Lite und mit nachladbarem Akku sowie Bluetooth, zudem funktioniert er auch vollends, selbst wenn ausgetrunken wurde. Dennoch liegt eine Empfehlung für ältere Spiele vor, da die Bierdose ohne Joystick ausgestattet ist, welche für moderne Spieltitel meist ein Muss sind, und nur über ein Steuerkreuz verfügt. Ebenso ist die originalgetreue Bierdosenform fürs Spielen selbst nicht sonderlich nutzerfreundlich, wenn darauf natürlich auch nicht abgezielt wird. Ergo ist die Idee so irrwitzig wie sie nicht funktional ist.
Fürs Marketing handelt es sich hierbei wirklich um einen kleinen Geniestreich. Der Grundgedanke ist so absurd, dass es schon wieder witzig ist und somit eine neue Zielgruppe anzusprechen weiß. Dennoch ist der Cantroller letztendlich nicht allzu funktionsfähig und somit eine absolute Schnapsidee. Fifa beispielsweise ließe sich damit eher nicht spielen, womit wir vom Gaming-Pendant zum Fußballspiel mit Bier wohl noch ein wenig entfernt sind. Dass der Cantroller auch nach Deutschland kommt, bleibt unwahrscheinlich, aber vielleicht wagen sich andere Marken an ein ähnliches Produkt – womöglich sogar mit Joystick. Die Kombination von Physical Goods und Marken kann vor allem in der Welt des Gamings auf viel Erfolg und somit Aumferksamkeit stoßen, auch von medialer Seite aus. Objekte wie der Cantroller werden gerne mal zu Sammlerstücken und Gamer weltweit könnten sich freuen, so einen zu besitzen.

Miller Lite made a CANtroller for E3 and I’m livid I’m not there to get it. pic.twitter.com/jIUB4g5Lxm
— Carol (@Care_line14) June 11, 2019