Kaum Erfolg im E-Mail Marketing? 3 Strategien für Mails, die nicht ignoriert werden

Kaum Erfolg im E-Mail Marketing? 3 Strategien für Mails, die nicht ignoriert werden

E-Mail Marketing klingt toll: Du erreichst deine Zielgruppe direkt und ohne für jeden Klick zu bezahlen. E-Mails gehen nicht zwischen Katzenvideos im Newsfeed unter und du hast klare Zahlen, die dir beim Messen und Optimieren helfen. Soweit die Versprechen. In der Praxis haben viele Unternehmen Probleme mit niedrigen Click-Through-, und Open Rates, schlechter Deliverability und insgesamt einem schlechten ROI mit ihrem E-Mail Marketing. Deshalb braucht es Strategien, um im Postfach aufzufallen. Hier kommen drei bewährte.
So viele Mails, so viele Eindrücke
Das liegt vor allem daran, dass die meisten Newsletter wie Werbung aussehen und in der Menge untergehen. 2015 bekamen Menschen durchschnittlich 88 E-Mails täglich (eine Anzahl, die sich seitdem wohl kaum verändert hat, eher noch gestiegen ist). Deswegen gilt es, im Grundrauschen des Postfachs aufzufallen. Während 1990 auch offensichtliche Marketing E-Mails interessant waren, werden schlechte Newsletter heutzutage bestenfalls ignoriert und schlimmstenfalls als Spam abgestempelt und ungelesen gelöscht.
Damit deinen E-Mails das nicht (mehr) passiert, lernst du in diesem Artikel drei Strategien kennen, die deine E-Mails im Postfach auffallen lassen, sodass sie geöffnet und geklickt werden, sodass du einen guten ROI durch dein E-Mail Marketing erreichen kannst.
1. Höhere Open Rates? Das hier ist wichtiger als die Betreffzeile
Wenn deine E-Mails einen uninteressanten Ersteindruck machen, dann sinkt deine Open Rate unweigerlich. Herkömmliche E-Mail Marketing Tipps raten, mit interessanten Betreffzeilen höhere Open Rates zu erreichen. Das scheint erstmal logisch: Der Betreff ist das Erste, was wir von einer E-Mail sehen. Doch das ist nicht die ganze Wahrheit. Bessere Betreffzeilen bringen eine höhere Open Rate.

And the prize for the best #GDPR email subject line goes to @Harlands_NE. pic.twitter.com/ZHjT3G8yhV
— Gary Turner (@garyturner) May 22, 2018

Aber der Betreff ist nicht das einzige, was den Ersteindruck einer E-Mail beeinflusst. Denn du sendest noch eine andere Info: Den Absender.
Sieh es so: Wenn du von deinem Chef oder Kunden eine E-Mail bekommst, dann löschst du sie nicht, sondern öffnest und liest sie – unabhängig vom Betreff. Das liegt daran, dass du weißt, dass der Inhalt für dich wichtig ist. Wenn du willst, dass Leser deine E-Mails instinktiv öffnen, dann müssen sie diese als wichtig und/oder wertvoll wahrnehmen. Das erreichst du, indem du nur relevante E-Mails schickst, die deine Leser unterhalten und ihnen einen Mehrwert bieten.
Wer sollte der Absender sein?
Benutze nicht deinen Unternehmensnamen, sondern eine Person. Bei kleineren Unternehmen empfiehlt sich dafür der Gründer oder Geschäftsführer, größere Unternehmen nutzen am besten ein Team-Mitglied, mit dem der Leser bei Interesse auch sprechen würde. Mit einer Person als Absender wird deine E-Mail nicht sofort als Werbung abgestempelt und ignoriert.
Praxistipp: Wenn du verschiedene Abteilungen hast, probiere aus, den Empfänger zu wechseln. Durch den unerwarteten Namen öffnen mehr Menschen deine E-Mail. Bleibe dabei ehrlich und wechsle nur, wenn deine Botschaft auch anders ist als sonst. Sonst stiftet der Wechsel nur Verwirrung.
2. Um wen geht es hier
Viele ineffektive Marketing E-Mails verfolgen das falsche Ziel. Die Newsletter beschreiben, welche Projekte das Unternehmen umgesetzt hat und welche Neuigkeiten es sonst gibt. Dabei vergessen viele Unternehmen den Kunden.
Menschen interessieren sich vor allem für sich selbst. Das gilt auch für deine Kunden. Sprich deine Leser in den E-Mails deswegen direkt an und mache klar, warum die Infos in der Mail relevant sind. Das heißt natürlich nicht, dass es gar nicht um dich und dein Unternehmen gehen darf. Vergleiche diese beiden fiktiven E-Mail Marketing-Beispiele eines Fitnessstudios namens PrimaFit:
Fokus aufs Unternehmen: Wir feiern unseren 12. Geburtstag!
Seit der PrimaFit Gründung im Jahr 2007 ist viel geschehen: Wir haben ein neues Gebäude bezogen und unsere Geräte von Grund auf erneuert. Außerdem gibt Alex seit mittlerweile drei Jahren am Mittwoch den Kickbox-Kurs und Tanja hilft unseren Mitgliedern dienstags beim Yoga beim Entspannen. Wir freuen uns auf die nächsten 12 Jahre und geben allen Mitgliedern einen gratis Monat PrimaFit aus!
Fokus auf den KundenGratis-Monat für dich!
Vielleicht kennst du noch das erste Gebäude in der Frühlingstraße und die alten Geräte, mit denen wir 2007 losgelegt haben. Vielleicht bist du auch erst später dazugekommen und kennst PrimaFit gar nicht ohne Kickboxen, Yoga und hochwertige Geräten. Ob du nun ein ,alter Hase’ oder ganz neu dabei bist: Wir freuen uns über dich—und wollen dir zu unserem 12. Geburtstag ein Geschenk machen: Deine monatliche Gebühr wird diesen Monat nicht von deinem Konto abgebucht.
Wahrscheinlich hast du gemerkt, dass die direkte Ansprache des Kunden deutlich ansprechender ist. Schon die Überschrift macht das deutlich. Wie könnte man einen Gratis-Monat ignorieren?
Praxistipp: Probiere, für jedes „wir/ich“ mindestens zwei „du/Sie“ zu haben.
3. Storytelling
Auch mit Kundenfokus bleiben viele Marketing E-Mails langweilig. Sie enthalten zwar wertvolle Informationen, drücken diese aber so aus, dass sich der Kunde daran nicht erinnert. So geht die Botschaft wieder im Grundrauschen unter. Die Lösung: Erzähle eine Geschichte. Gerade im deutschen Sprachbereich wird Storytelling im E-Mail Marketing noch weniger benutzt. Das gibt dir die Chance, mit deinen E-Mails aufzufallen. Geschichten erlauben es dir, deine Informationen so zu verpacken, dass sie deine Kunden unterhalten und sich daran unterhalten. Vergleiche die beiden Versionen aus einem fiktiven Newsletter einer Werbeagentur.
Durchschnittlich
Diesen Monat durften wir eine neue Website für Firma Schulz und Söhne aufsetzen. Das Projekt war ein voller Erfolg und der Kunde ist zufrieden. Mit einer Content-Strategie werden wir langfristig dafür sorgen, dass unser neuester Kunde gut von Suchmaschinen gefunden wird. Wir begrüßen Schulz und Söhne als zufriedenen Kunden.
Storytelling
Als Firma Schulz und Söhne auf uns zukam, hatten sie wenig Kundenanfragen. In der Erstberatung beschlossen wir, eine Webpräsenz zu entwickeln, die im Internet besser gefunden wird. Nach Fertigstellung der Website beschlossen wir, langfristig eine Content-Strategie umzusetzen. ,Kundenanfragen kommen übers Internet, ganz ohne täglich Stunden vorm PC zu verbringen’, sagt Christian Schulz, Geschäftsführer der Firma Schultz und Söhne.
Die meisten Marketing E-Mails sehen leider eher wie das erste Beispiel aus, während das zweite Beispiel deutlich interessanter und unterhaltsamer ist. Erzähle deswegen in deinem E-Mail Marketing Geschichten.
Praxistipp: Die Kernelemente jeder Story sind eine Hauptfigur, ein zu lösendes Problem, eine Entdeckung und die Lösung des Problems durch die Entdeckung.
Zusammenfassung
Dir ist vielleicht aufgefallen, dass es in diesem Artikel darum ging, deine Marketing E-Mails für den Kunden so interessant, wertvoll und unterhaltsam wie möglich zu gestalten. Und genau darum geht es in wirklich effektivem E-Mail Marketing: Dem Kunden einen klaren Mehrwert zu bieten.
Die Essenz dieses Artikels mit direkt umsetzbaren Tipps findest du in der knappen Checkliste. So kannst du dich und/oder dein Team daran erinnern, wenn du die Übersicht immer wieder zu Gemüte führst.
Die Checkliste: Kurz und knackig: 3 Strategien, die deine E-Mails unignorierbar machen
1. Du willst höhere Open Rates? Der Absender ist wichtiger als der Betreff.
Während gute Betreffzeilen viel Einfluss auf die Open Rates haben, öffnen Leser E-Mails, weil sie Mehrwert und Unterhaltung davon erwarten. Wenn du das verlässlich lieferst, dann werden deine E-Mails geöffnet, weil sie von dir kommen – deine Zielgruppe vertraut dir.
Wie du das umsetzt: 
Mache den Absender eine (echte!) Person, im Optimalfall Gründer oder CEO (NICHT das Unternehmen oder ein Team). Mache deine E-Mails wertvoll für den Kunden.
2. Es geht immer um den Kunden.
Der Kunde liest deine E-Mails für seinen eigenen Vorteil. Sprich ihn deswegen direkt an und gib ihm das Gefühl, dass er eine persönliche Botschaft liest, keinen „Newsletter“.
Wie du das umsetzt:
Minimiere „ich“ und „wir“.Maximiere „du“/„Sie“.Ein gutes ich/du Verhältnis ist ca. 30/70.Überlege dir vorm Schreiben deiner E-Mail, was du dem Kunden mitgeben möchtest.Stelle dir beim Korrekturlesen für jeden Satz die Frage, ob er deinem Kunden weiterhilft.
3. Erzähle Geschichten 
Menschen können nicht aufhören, eine gute Geschichte zu lesen. Bringe den Content deiner E-Mails in ein Story-Format.
Wie du das umsetzt:
Lege den Fokus in jeder Story immer noch auf den Kunden. Frage dich, ob die Geschichte wirklich relevant für den Kunden ist.Eine gute Story enthält die folgenden vier Elemente:
Hauptfigur
Problem
Entdeckung, die das Problem löst
Lösung des Problems
Menschen können nicht aufhören, eine gute Geschichte zu lesen. Bringe den Content deiner E-Mails in ein Story-Format.

Wann soll ich nur versenden? – Studie zu den perfekten Versandzeiten für Newsletter

Wann soll ich nur versenden? – Studie zu den perfekten Versandzeiten für Newsletter

Die Frage nach dem idealen Versandzeitpunkt ist wohl eine der am schwersten zu beantwortenden im Bereich des E-Mail Marketings und stellt somit für viele Marketer eine große Herausforderung dar. Eine allgemeingültige Lösung gibt es zwar nicht, aber ganz unmöglich ist die Antwort auch nicht. Wie genau du den perfekten Zeitpunkt für den Versand deiner Newsletter findest und wie im Allgemeinen die Newsletter-Versender ihre Versandzeiten wählen, erfährst du in der neuen Studie von Newsletter2Go.
Montag, Dienstag, Mittwoch – 7 Tage, 7 Wahlmöglichkeiten. Oder?
Zugegeben: Für jeden Tag der Woche gibt es Argumente, die ihn zum perfekten Versandtag machen. Am Montag sind alle noch frisch und lesen ihre E-Mails mit leerem Kopf und viel Zeit. Immerhin hat die Woche ja erst angefangen. Genauso könnte aber auch für den Freitag argumentiert werden: Freitag ist der letzte Tag der Woche, an dem viel Zeit für alles bleibt, was in der Woche so liegengeblieben ist.
Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht, denn solche Erklärungen sind meist rein spekulativ. Doch den perfekten Versandzeitpunkt zu finden, ohne philosophischen Theorien zu verfallen, ist dennoch möglich. Als Grundlage können Studien zu Rate gezogen werde, wie die von Newsletter2Go. Betrachtet wurden in dieser Auswertung insgesamt 231.811 Newsletter aus über 40 Branchen.
Die Werktage performen laut Studie am besten
Vor allem unter der Woche werden die Postfächer der Empfänger mit E-Mails bespielt. Die meisten Mails verschicken Unternehmen mittwochs – dies geht aus der Studie von Newsletter2Go hervor. Die höchste Öffnungs- und Klickrate weist allerdings der Freitag auf. Doch das macht ihn noch lange nicht zum perfekten Versandtag. Denn nicht für jede Branche und jedes Thema zeigt sich der Freitag ideal. B2B Unternehmen werden beispielsweise am Freitag weniger Empfänger im Büro erreichen als am Mittwoch.
Top Versandzeiten für E-Mails nach der Studie von Newsletter2Go, © Newsletter2Go Auf Branche und Empfänger kommt es an!
Die Aktivitäten der einzelnen Zielgruppen sind je nach Branche ganz anders. Orientierung bietet dir die Besucheraktivität auf deiner Webseite. Wann sind die meisten Besucher auf den Seiten unterwegs, wann kommen die meisten Bestellungen rein oder zu welchem Zeitpunkt gibt es die meisten Registrierungen?
Ein weiteres Indiz für einen geeigneten Versandzeitpunkt ist die Branche. Während B2B-Empfänger vermehrt tagsüber während der Arbeitszeit Zugriff auf ihre Unternehmens-E-Mail-Adresse haben und dort auch regelmäßig lesen, sind Endverbraucher eher nach der Arbeitszeit in ihren Postfächern unterwegs.
Morgens, mittags, abends?
Morgens zu versenden ist eine gute Idee, wenn du weißt, dass die Empfänger Frühaufsteher sind. Am Abend ist die Konkurrenz im Postfach besonders gering. Während des Tages erreichst du die Leute im Büro ganz bestimmt. In der Newsletter2Go-Versandzeitenstudie stellte sich heraus, dass zwischen 7 Uhr und 15 Uhr werktags die meisten Mailings versendet werden. Die beste Öffnungsrate hingegen gab es eher am Abend.
Und was bedeutet das nun?
Ganz einfach. Es gibt ein Mittelchen, das dir durch den Wald der perfekten Zeitpunkte hilft: Testen! Versende Mailings zu unterschiedlichen Zeitpunkten und beobachte, wie die Performance sich unterscheidet. Natürlich solltest du dafür nicht nur einen Test durchführen. Am besten teilst du verschiedene Empfängergruppen ein (je nach Größe deines Adressbuches) und sendest dein Mailing zu unterschiedlichen Tageszeiten oder an verschiedenen Wochentagen. Sammle über eine lange Zeit hinweg die Daten und finde heraus, welcher Zeitpunkt letztendlich der beste Zeitpunkt für deine Empfänger ist.
Nur wer testet und beobachtet, findet den perfekten Zeitpunkt
Die Studie von Newsletter2Go bietet einen hervorragenden Einblick in die Performance der Newsletter zu verschiedenen Versandzeitpunkten und somit eine erste Orientierung, um den perfekten Versandzeitpunkt zu finden. Allerdings solltest du unbedingt beachten, dass diese Werte keine universelle Aussage treffen können, denn der perfekte Versandzeitpunkt ist vor allem auch abhängig von deiner Zielgruppe. Also: Teste, teste, teste und beobachte, wie sich die Performance deiner Kampagnen zu den verschiedenen Versandzeitpunkten verändert. So kannst du deinen ganz individuellen perfekten Versandzeitpunkt ermitteln.

Heikles Machtgeständnis von Zuckerberg: Dieses Deepfake-Video stellt Facebook vor ein Problem

Heikles Machtgeständnis von Zuckerberg: Dieses Deepfake-Video stellt Facebook vor ein Problem

Auf Instagram kursiert ein Video von Mark Zuckerberg, in dem er in die Kamera sagt: „Imagine this for a second: One man, with total control of billions of people’s data, all their secrets, their lives, their futures“. Das Video ist nicht echt, sondern Teil eines Kunstprojekts, das vom israelischen Startup Canny AI ins Leben gerufen wurde. Mit Hilfe von Videomaterial aus 2017 und der Nutzung von KI-Technologien, auch als Deepfake-Technologien bekannt, legen die Künstler dem Facebook-Gründer Worte in den Mund, die er so nie gesagt hat. Stattdessen wurden sie von einem Schauspieler gesprochen.
Wird Facebook das Video so stehen lassen?
Interessant wird der Umgang des Netzwerks mit dem Video sein: Erst letzten Monat hatte Facebook sich geweigert, ein Video von der Plattform zu nehmen, das die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi zeigte, wie sie in einer Rede lallte. Auch dieses Video war manipuliert worden und stellte nicht die Realität dar. Pelosi zeigte sich unzufrieden mit Facebooks Reaktion, die lediglich beinhaltete, den Inhalt herunterzustufen, so dass er nicht so vielen Nutzern im Newsfeed angezeigt würde, doch Neil Potts, Director Public Policy bei Facebook, gab damals an:
If it was the same video, inserting Mr. Zuckerberg for Speaker Pelosi, it would get the same treatment.
Diese Aussage wird sich jetzt beweisen müssen, denn der Inhalt des Zuckerberg-Videos, in dem er andeutet, dass er die Kontrolle über die Daten von Millionen Menschen hat und jetzt bereit ist, damit die Zukunft zu kontrollieren, kann nicht im Interesse des Unternehmens sein.
Eine richtige Entscheidung gibt es kaum
We will treat this content the same way we treat all misinformation on Instagram. If third-party fact-checkers mark it as false, we will filter it from Instagram’s recommendation surfaces like Explore and hashtag pages,
sagte ein Sprecher von Instagram. Der Umgang mit dem Video jetzt könnte nachfolgenden Deepfake-Videos als Präzedenzfall dienen und sollte wohl durchdacht sein. Die Entscheidung wird nicht dadurch erleichtert, dass CBS, denen das ursprüngliche Videomaterial gehört, sich jetzt beschwerten und die Löschung des Videos forderten.

In Zukunft braucht es Regeln für den Umgang mit Deepfake-Videos
Der Clip von Zuckerberg war als Teil eines Kunstprojekts, das auch Deepfake-Videos von Kim Kardashian und Donald Trump zeigt, auf dem Sheffield Doc/Fest in England ausgestellt worden und sollte den Zuschauern deutlich machen, wie einfach es mittlerweile ist, nicht nur Bilder zu faken, sondern eben auch Videomaterialien so zu bearbeiten, dass glaubhafte Resultate dabei herauskommen. Mit der Entwicklung dieser neuen Technologien müssen Entscheidungen getroffen werden, die den Verlauf des weiteren Umgangs mit ihnen maßgeblich beeinflussen könnten. In diesem Fall sind die Deepfake-Videos zumindest in der Art, wie sie veröffentlicht und mit welchen Hashtags sie versehen wurden, relativ deutlich als Kunst ausgewiesen, doch das nächste Fake-Video könnte nicht so einfach als solches zu erkennen sein. Ein schnelles Verbreiten über Facebook und Instagram würde in so einem Fall ein ernstes Problem darstellen.

Der Social Media Boost für deine Suchmaschinenoptimierung

Der Social Media Boost für deine Suchmaschinenoptimierung

Ob und wie sich Social Media-Kanäle auf SEO auswirken, ist eine viel diskutierte Frage, die auch von Google nicht immer einheitlich beantwortet wurde. Während früher Social Media Links noch als direkter Rankingfaktor eingestuft wurden, ist ihnen dieser direkte Einfluss von Google längst wieder aberkannt worden.
Der heutige Einfluss auf das SEO Ranking ist dennoch über die sogenannten Social Signs sichergestellt, die sich aus Likes und Shares auf den verschiedenen Plattformen zusammensetzen. Eine hier existente Korrelation wurde mehrfach und unter anderem auch von MOZ nachgewiesen.
SEO als Element der Social Media Strategie
SEO und Social Media hängen enger zusammen, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Durch das Posten von qualitativ hochwertigen Inhalten werden Follower gewonnen, die Besuche der Seite steigen und die eigene Website kann an Bekanntheit gewinnen. Auf Dauer wird der in Social Media getätigte Aufwand dann mit einem Zugewinn an Vertrauen und einem höheren Rang belohnt. Dafür braucht es aber auch die richtige Social Media-Strategie. Nicht jeden sprechen die gleichen Beiträge an. Um Nutzern einen echten Mehrwert zu bieten, muss also die richtige Ansprache gewählt werden. Hierfür muss der Social Media Manager seine Kunden kennen, kennenlernen bzw. eine Community aufbauen, und das alles im Rahmen einer wohlüberlegten Social Media-Strategie mit klaren Zielen. Zu einer solchen Strategie sollte auch ein Content-Plan gehören, um unregelmäßiges oder übermäßiges Posten zu vermeiden. Darüber hinaus sollten Soziale Netzwerke als eine Möglichkeit zur Keyword-Recherche gesehen werden. Nur wer weiß, in welchem Zusammenhang User Keywords verwenden, kann auch auf diese Keywords hin optimieren und Inhalte kreieren, die für die Nutzer relevant sind.
Steigerung des Branded Search Volumes durch Social Media
Social Media Marketing ist eine sinnvolle Maßnahme zur Steigerung des Branded Search Volumes. Durch das Verbreiten von fachlich oder thematisch passenden Inhalten innerhalb der Community, etablieren sich Firmen als Experten auf ihrem Gebiet. Durch das regelmäßige Posten von stets qualitativ hochwertigen Inhalten, fördern sie die Entstehung eines Markenbewusstseins. Dieses Markenbewusstsein führt wiederum zu einem subjektiven Bevorzugen der Marke und abschließend zur Steigerung des Branded Search Volumes. Die Branded Search, bei der vom Kunden nach dem Produkt (Keyword) in Kombination mit dem Markennamen gesucht wird, hat verschiedene positive Effekte auf die SEO. Denn nicht nur die Relevanz der kombinierten Suche steigt, sondern vor allem auch die Relevanz der Marke für das Keyword. Das bedeutet, dass die Marke ihr Ranking auch bei der reinen Suche nach einem Keyword, das häufig in Verbindung mit ihr verwendet wurde, verbessern kann.
Stetig gewinnt das Influencer Marketing an Bedeutung. Mit bereits über einer Milliarde Nutzer auf Instagram, erkennen auch immer mehr Unternehmen das Potential für sich. Bereits 44 Prozent der Unternehmen haben laut dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) im Jahr 2019 ein Budget für Influencer eingeplant.
© BVDW Und das nicht ohne Grund: Branding Kampagnen können, laut Benchmark Report von Influencer Marketing Hub, auf diesem Weg einen acht Mal höheren ROI als alternative Methoden im Brand Building und bei Engagement Rates erreichen.
Eine brandneue Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen, liefert Instagram in Zukunft mit den sogenannten Branded Content Ads für Stories und den Feed. Erscheinen wird die Funktion für die Ads im Feed in den nächsten Wochen und für die Stories in den kommenden Monaten. Das besondere an dieser Form der Instagram-Werbung ist, dass sich die Verantwortlichen nicht mehr zwischen der Werbung über Influencer oder dem Erstellen von Werbeanzeigen entscheiden müssen. Sie haben jetzt die Möglichkeit den Branded Content der Influencer als Ads im Feed oder über die Story zu verbreiten. Der große Vorteil ensteht durch die Kombination von hoher Werbewirkung durch vertraute Influencer und der größeren Reichweite durch das Kampagnentargeting. Dank Targeting werden sogar User erreicht, die weder der Marke noch dem Influencer folgen. Solch Branded Content könnte Marken auch bei Influencer-getriebenen Suchanfragen zu mehr Relevanz verhelfen.
Social Media als Link Building Alternative
Mit hohem Aufwand versuchen Experten seit den Anfängen der Suchmaschinenoptimierung, Backlinks für sich zu gewinnen. Eine geschickte Methode ist es dabei, qualitativ sehr hochwertigen Content über die eigenen Social Media Accounts zu verbreiten. Im besten Fall nehmen andere angesehene Seiten verbreitete Inhalte auf und generieren so wertvolle Backlinks. Sollte dies nicht der Fall sein, ist trotzdem etwas erreicht, denn die Verweildauer, Klicks und Shares senden einen positiven Impuls an die Suchmaschine und sorgen so für erhöhte Sichtbarkeit.
Nutzer zu Markenbotschaftern zu machen ist etwas, auf das Unternehmen hinarbeiten müssen. Sie müssen sich diesen Luxus erst verdienen, weshalb hier von Earned Media gesprochen wird. Das Ganze basiert auf viralen Effekten, bei denen Inhalte von Nutzern weiterverbreitet oder selbst erstellt und verbreitet werden. Diesen Effekt versuchen Unternehmen über Content-Produktionen, Beziehungen zu Bloggern oder über genaue Zielgruppenansprache mit gegenseitiger Kommunikation zu erreichen. Obwohl aufwändige Produktionen und Kooperationen Kosten verursachen, lohnt sich die Earned Media-Strategie, sofern Nutzer die Botschaften weiterverbreiten. Geht beispielsweise ein produziertes Video in einem Blogbeitrag viral, steigen Zugriffszahlen, Backlinks, Branded Search, Engagement Rates und vieles mehr. Im Gegensatz zu den verwandten Paid und Owned Media kann Earned Media vor allem durch seine hohe Glaubwürdigkeit überzeugen. Als Nachteil einer nur schwer kontrollierbaren Verbreitung muss die eingeschränkte Steuerbarkeit der Kampagne beachtet werden.
Ein Best Case Beispiel liefert die Kampagne WeAccept von Airbnb, die sich während des Super Bowls 2017 gegen Diskriminierung jedweder Form einsetzte. Laut Shortyawards wurde der Facebook und Instagram Content zur Kampagnenunterstützung 90.000 Mal geteilt, in der ersten Halbzeit des Super Bowls wurden 33.000 Tweets zum Hashtag #weaccept verzeichnet und die Kampagne erzeugte insgesamt 87 Millionen Impressions.
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Beim diesjährigen Super Bowl überzeugte etwas Burger Kings „Eat Like Andy“, das viral ging und vor allem extrem viele Suchanfragen zu Andy Warhol und Burger King generierte:
Google Trends beim Super Bowl 2019, © Google, Burger King YouTube Videos für eine starke SEO
Nicht zu vergessen ist der positive Einfluss von YouTube Videos auf Webseiten. YouTube gehört nicht nur zu Google, sondern ist eine der wichtigsten Social Media-Plattformen, mit Hilfe derer sich Nutzer austauschen können. Auf Webseiten eingefügte Videos erhöhen den Traffic, schaffen Vertrauen und fördern die Verweildauer auf der Webseite. User gelangen beispielsweise über die in den Suchergebnissen angezeigten Videos, auf die Webseite oder sehen den Clip direkt auf YouTube. Des Weiteren werden so die Social Signs über YouTube verbessert. Geht ein Video, wie oben erwähnt, viral, bleibt eine Verbesserung des Rankings nicht lange aus. Gerade Videos haben aufgrund der vermittelbaren Emotionen ein hohes Potential an Viralität. Zusätzlich lassen sie sich auf allen Social Media-Kanälen leicht verbreiten und genießen extrem hohe Beliebtheit bei den Social Media-Nutzern.
Fazit
Der direkte Einfluss von Social Media auf die SEO ist begrenzt. Jedoch gehen von Social Media eine ganze Reihe indirekter positiver Effekte auf die Suchmaschinenoptimierung aus. Mit einer geschickten Social Media-Strategie und qualitativ hochwertigen Inhalten kann hier einiges in Sachen natürliches Link Building, Branded Search Volume, Earned Media und am Ende natürlich in Bezug auf das Ranking erreicht werden. Keyword Stuffing und eine rein SEO-orientierte Social Media-Strategie führen hier aber ohne echte Mehrwerte nicht zum Erfolg. Der Erfolg liegt in der nachhaltigen Relevanz begründet, das betont Google nur zu gern. Hier liegt eine Differenzierung zu Social Media-Inhalten vor, die sich aber überbrücken lässt, wenn Content gepostet wird, der sich an aktuelle und anhaltende Nutzerinteressen richtet. Das mag sich positiv auf dein Ranking auswirken.

In-App-Engagement: Die erfolgreichsten Werbeformate in mobilen Apps

In-App-Engagement: Die erfolgreichsten Werbeformate in mobilen Apps

In-App-Werbung boomt und hat Mobile Web-Angebote längst überholt. Zu diesem Thema veröffentlichte Smaato vor Kurzem eine Studie, die zeigt, welche Werbeformate bei In-App-Anzeigen am besten funktionieren. Wir zeigen dir im Folgenden die wichtigsten Ergebnisse.
Drei klassische Formen des Advertisements
Es gibt mehrere Möglichkeiten Werbungen in Apps zu schalten. Man wandert hierbei auf einem schmalen Grat, denn weder möchte man den Nutzer mit der eigenen Werbung nerven noch möchte man, dass er diese vollkommen missachtet. Smaato und Liftoff zufolge gibt es drei große Werbetypen:
Banner Ads: Der Klassiker, bei dem ein kleiner Banner an der unteren oder oberen Hälfte des Bildschirms montiert ist. Dieses Werbeformat gilt als nicht sonderlich aufdringlich und kann einfach in jede App eingebaut werden.
Native Ads: Dieses Werbeformat ist im Bestfall subtil, da es inmitten der Umgebung der App platziert wird, weshalb dieses sich nicht sofort als Werbung identifizieren lassen. Oftmals finden Native Ads in Apps mit Listenformat Anwendung und werden zwischen eigentlichen Inhalten des Feeds platziert.
Interstitial Display Ads: Die wohl aufdringlichste Form des Advertisements, da diese für einen kurzen Moment den gesamten Bildschirm in Anspruch nimmt. Meist werden sie als Übergang benutzt, beispielsweise zwischen zwei Leveln, und verschwinden wieder, sobald der Nutzer sie schließt.
Zur Bemessung des Erfolgs der verschiedenen Werbeformate, wird in zwei Kategorien unterschieden: effective Cost-per-Mille (eCPM) und Click-Through-Rate (CTR), die Nummer an Klicks, die eine Anzeige erhält, geteilt durch die gesamten Impressions dieser. Anhand dieser Werte lässt sich feststellen, dass mehr Interaktion erfolgt, je größer die Werbung ist.
Je größer, desto besser. Subtile In-App Advertisements werden weniger geklickt als aufdringlichere Formate. © Smaato, Liftoff In-App Video Ads
Einer sehr positiven Resonanz erfreuen sich die Videoformate der In-App Advertisements. Diese lassen sich in vier Kategorien unterteilen.
Rewarded Video Ads: Diese Form des Advertisments entlohnt den Nutzer für das Ansehen der Werbung. So können in Spielen beispielsweise Währungen verteilt werden, mit denen man weitere Inhalte kaufen kann.
Interstitial Video Ads: Erneut wird hierbei der gesamte Bildschirm beansprucht. Als Übergang wird ein Video gezeigt, welches Nutzer aber etwa nach fünf Sekunden überspringen können.
Outstream Video Ads: Diese Form der Werbung wird zwischen die natürliche Umgebung der App gesetzt und spielt automatisch ab, sobald der Nutzer dort scrollt.
Instream Video Ads: Sofern die App einen eigenen Videoplayer hat, wird diese Form des Advertisements dort abgespielt. Die Werbung wird dann vor, während oder nach dem Video abgespielt.
Im direkten Vergleich zwischen herkömmlicher In-App-Werbung und der Videovariante schneidet letztere bei eCPM und CTR wesentlich besser ab.
Advertisements erfreuen sich größerer Beliebtheit und Interaktion, sobald diese im Videoformat erfolgen. © Smaato, Liftoff Auch die von Liftoff gegebenen Statistiken bestätigen dies, da diesen zufolge bei Videos der Cost-per-Install (CPI)-Wert um 40 Prozent höher ist.
Besonders erfolgreich schneiden die Rewarded Video Ads ab. Die Zeit, welche Nutzer mit diesen verbringen, wird direkt entlohnt und ist somit nicht etwa störend, sondern sinnvoll genutzt. Nutzer kriegen etwas für die von ihnen aufgebrachte Zeit zurück, wodurch die beste Nutzererfahrung gegeben wird, wie 90 Prozent aller Werbebetreibenden angeben. Ebenso betrachten 70 Prozent aller Nutzer diese Werbeform als die angenehmste.
Konversionsraten erhöhen
Am einfachsten ließe sich dies über die erfolgreichen Rewarded Video Ads bewerkstelligen. Sie schneiden am besten unter allen Videoformaten ab, genauso wie sie bedeutend mehr Erfolge als Display Ads zusammentragen. Das hierein investierte Geld rentiert sich am ehesten. Ebenso gilt zu vermerken, dass iOS insgesamt bessere Konversionsraten aufweist als der Gegenspieler Android.
Zwar sind die Kosten bei iOS höher, die Konversionsraten jedoch auch besser, vor allem bei Rewarded Video Ads. © Smaato, Liftoff Damit die eigene In-App-Werbung auf Erfolg stößt, gibt es also einige wichtige Regeln zu beachten. Man sollte den Nutzern eine möglichst angenehme Werbeerfahrung bieten, sodass sie sich nicht von dieser belästigt fühlen. Genauso muss die Werbung optimal gestaltet sein. Videos sollten beispielsweise auch ohne Ton weiterhin Sinn ergeben und zur Interaktion motivieren, da die meisten Video Ads ohne Ton geschaut werden. Außerdem, auch wenn Videoformate am besten abschneiden, ist es vorteilhaft, wenn die eigene Werbung in diversen Formaten bei diversen Apps erhältlich ist. Zuletzt sind die vorliegenden Daten zu beachten. Was für eine Demographie und Zielgruppe hat man vor Augen? Wo ist die Interaktion am höchsten? Alles in der Richtung ist wichtig und sollte Eingang in die Kampagnenplanung für In-App Advertising finden. Unter Berücksichtigung all dieser Aspekte sollte diese Werbeform große Erfolgspotentiale bieten können.

Study App: Facebook bezahlt Nutzer erneut für Datenweitergabe

Study App: Facebook bezahlt Nutzer erneut für Datenweitergabe

Gestern gab Facebook die Veröffentlichung einer neuen App bekannt: Study from Facebook soll dem Unternehmen wichtige Insights liefern, was die Zielgruppe des Unternehmens wirklich möchte. Zu diesem Zweck können sich Freiwillige die App herunterladen, die daraufhin trackt, welche anderen Apps auf dem Gerät vorhanden sind und wie diese benutzt werden. Die Bereitstellung ihrer Daten wird den Teilnehmern vergütet.
Die Erkenntnisse sollen Facebooks Dienste verbessern
The Facebook Study program helps us learn which apps people value and how they’re used. We gain valuable insights using data from groups of participants that we use to improve Facebook Company Products.
Zuvor hatte Facebook Kritik dafür geerntet, junge Nutzer mit Geschenkkarten für eben diese Daten zu bezahlen. Mit dem erneuten Anlauf möchte das Soziale Netzwerk alles richtig machen und setzt auf Transparenz als vertrauensfördernde Kraft. Facebook verspricht, keine Passwörter zu sammeln oder die Inhalte von beispielsweise Nachrichten zu analysieren. Außerdem sollen die Daten nicht an Dritte verkauft und nicht zu Targetingzwecken genutzt werden. Alle Teilnehmenden werden regelmäßig daran erinnert, dass sie ihre Daten verkaufen, mit der Möglichkeit, direkt auszusteigen.
Die Study App versucht möglichst transparent zu sein. © Facebook So funktioniert Study from Facebook
Nicht jeder Facebook-Nutzer kann sich die App einfach herunterladen. Stattdessen werden Nutzer auf Facebook über Ads auf das Marktforschungsprogramm hingewiesen und eingeladen, daran teilzunehmen. In einem nächsten Schritt überprüft Facebook, ob der potentielle Teilnehmende „qualifiziert“ ist, heißt: über 18, und anschließend kann die App über den Google Play Store heruntergeladen werden. Zunächst wird es nur Teilnehmende aus Indien und den Vereinigten Staaten geben.
Diese Daten sammelt die Study App:

Die auf dem Gerät installierten Anwendungen
Die Zeit, die mit den Apps verbracht wird
Das Land, das Gerät und den Netzwerktyp der Teilnehmenden
Die Funktionen, die innerhalb anderer Apps genutzt werden
Nicht alles ist transparent
Trotz des Versprechens von Transparenz verrät Facebook nicht, wie viel Teilnehmende der Marktforschung für ihre Daten bezahlt bekommen. In dem früheren Anlauf wurden Nutzern monatlich Geschenkkarten im Wert von 20 US-Dollar gegeben. Dies war für die jungen Amerikaner damals eventuell ein Anreiz, der groß genug war, um an der Studie teilzunehmen. Bei über Achtzehnjährigen könnte dieser Betrag jetzt zu wenig sein. Anders stellt sich die Situation in Indien dar: Es kann vermutet werden, dass dort für 20 US-Dollar im Monat extra, ohne zusätzliche Arbeit, mehr Leute bereit sind, ihre Daten herzugeben. Und auch wenn das Vorgehen Facebooks dieses Mal keinen Grund zur Kritik lässt, kommt die App erst, nachdem der vorherige heimliche Versuch gescheitert ist.
Im Wettbewerb mit der Konkurrenz

Nach mittlerweile 15 Jahren auf dem Markt scheint das Soziale Netzwerk fest entschlossen, sich gegen die Konkurrenz zu behaupten und scheut sich nicht, tief in die Tasche zu greifen, um weiterhin relevant zu bleiben. Dabei besonders wichtig: Die jungen Zielgruppen, die sich zunehmend eher auf Snapchat oder TikTok die Zeit vertreiben. Um zu erkennen, welche Funktionen der Konkurrenz besonders gern genutzt werden und welche Facebook dementsprechend eventuell selbst ins Repertoire aufnehmen sollte, wird Study from Facebook wertvolle Einsichten liefern.
Dabei ist die Art, die App einzuführen ein recht schlauer Schachzug von Facebook: Dadurch, dass nicht jeder teilnehmen kann, sondern nur einige Nutzer eine Einladung erhalten, bekommt die Studie eine Art Clubcharakter. Außerdem ist ein kleiner Reward für viele schon genug Anreiz, um ihre Daten herzugeben.
Human nature has shown us that providing some sort of reward, no matter how small, is often sufficient to make people agreeable to turning over their personal information,
erklärte Nathan Wenzler, der bei der Cybersecurity von Moss Adams arbeitet, dem Guardian gegenüber. Ob nach den Datenskandalen, die Facebook sich in der Vergangenheit geleistet hat, noch viele Nutzer bereit sein werden, dem Sozialen Netzwerk ihre Daten freiwillig zur Verfügung zu stellen, ist unklar, doch wenn genug Leute ihr mobiles Verhalten von Facebook tracken lassen, kann das Unternehmen aus den Daten extrem relevante Erkenntnisse erlangen, die es besonders auch bei der jüngeren Zielgruppe wieder wettbewerbsfähig machen könnten.

WhatsApp Newsletter sind ab Dezember 2019 verboten

WhatsApp Newsletter sind ab Dezember 2019 verboten

Newsletter sind nach wie vor ein elementares Kommunikationsinstrument für Unternehmen. Neben jenen, die im E-Mail-Postfach landen, ist auch die Versendung über Messenger populär. Doch ausgerechnet über den größten Messenger weltweit, WhatsApp, dürfen ab Anfang Dezember keine Newsletter mehr versendet werden. Eine Business-Kommunikation über die App ist dennoch möglich.
Stopp für professionelle Newsletter-Nutzung von WhatsApp
Facebooks Tochter WhatsApp hat über 1,5 Milliarden aktive Nutzer weltweit. Da bietet es sich für Unternehmen natürlich an, über diesen Kanal ebenfalls Newsletter auszuspielen. Man verspricht sich eine bessere Öffnungsrate als bei Mails. Doch damit ist ab Dezember Schluss, wie Meedia zunächst berichtete. In den FAQs gab das Unternehmen jüngst bekannt, dass Newsletter ab dem 7. Dezember 2019 nicht nur verboten sind, es wird sogar gerichtlich gegen Unternehmen oder Personen vorgegangen, die die Nutzungsbedingungen missachten. Und zu diesen gehört, dass der Versand von Massennachrichten untersagt ist. Das stellt WhatsApp unmissverständlich klar:
[…] WhatsApp ist entschlossen, die ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen – einschließlich rechtlicher Schritte – zu nutzen, um Missbrauch zu verhindern, der gegen unsere Nutzungsbedingungen verstößt. Dazu gehören beispielsweise automatisierte Nachrichten, Massennachrichten oder eine nicht personenbezogene Verwendung. Aus diesem Grund ergreifen wir neben der technologischen Durchsetzung auch rechtliche Maßnahmen gegen Einzelpersonen oder Unternehmen, für deren Missbrauch uns plattformbezogene Nachweise vorliegen. WhatsApp behält sich das Recht vor, unter solchen Umständen rechtliche Schritte einzuleiten.
Wer die Nutzungsbedingungen missachtet, kann seinen Kontozugang verlieren, aber auch gerichtlich belangt werden. Bisher hatte WhatsApp den Massenversand, also Newsletter über die App, ebenfalls als nicht persönliche Kommunikation verurteilt, aber weitgehend geduldet. Trotz der rigorosen Ankündigung können all jene, die einen WhatsApp Newsletter versenden, aber bis Anfang Dezember über eine Reorganisation dieser Kommunikation nachdenken.
Business-Kommunikation über WhatsApp trotzdem möglich
WhatsApp stellt nichtsdestotrotz Optionen zur Verfügung, die Unternehmen eine Kommunikation mit ihren Kunden ermöglichen. Dazu zählen sowohl die WhatsApp Business App als auch die WhatsApp Business API. Eine Interaktion mit Kunden ist dank dieser Optionen etwa über Tools möglich, die Nachrichten automatisiert sortieren und beantworten können. Auch ein Kunden-Support oder eingestellte Benachrichtigungen für diese Kunden können mit der Business App eingerichtet werden.
Kommunikation über die WhatsApp Business App, © WhatsApp So müssen Unternehmen sich ab Ende des Jahres auf diese Funktionen konzentrieren, um die Geschäftskommunikation über WhatsApp aufrechtzuerhalten. Ein Massenversand über die App ist nicht mehr möglich. Aber neben der Option, den eigenen E-Mail Newsletter bewusst zu optimieren gibt es auch im Social Media-Raum zahlreiche Möglichkeiten, um die Business-Kommunikation voranzutreiben. Das Stichwort sind personalisierte Interaktionen, sei es über WhatsApp und den Messenger, auf Instagram, Twitter, Facebook usw. Damit Kunden die Nachrichten lesen, die Unternehmen ihnen senden, ist außerdem etwas Kreativität gefragt. Diese wird WhatsApp mit der aktuellen Ankündigung also nur fördern.

G20: Digitalsteuer nach Nutzerstandort für Tech-Riesen angestrebt

G20: Digitalsteuer nach Nutzerstandort für Tech-Riesen angestrebt

Bisher sind die Big Player der Tech-Industrie in den Staaten steuerpflichtig, in denen sie ihre verantwortlichen Niederlassungen haben. Daher sind die europäischen Dependancen von Google und Co. meist in Irland, wo Steuererleichterungen winken. Dabei haben die Unternehmen Millionen Nutzer in verschiedensten Ländern – und werden dafür kritisiert dort keine oder kaum Steuern zu zahlen. Das könnte sich künftig ändern. Beim G20-Gifel in Fukuoka einigte man sich auf eine Digitalsteuer für Großkonzerne. Diese soll eine Mindesthöhe haben und sich mehr am Kundenstandort orientieren.
Digitalsteuer für 2020 geplant:  Vielleicht müssen Google, Facebook und Co. mehr zahlen
Viele Menschen empfinden es als ungerecht, dass milliardenschwere Unternehmen wie Facebook, Google, Amazon und Co. trotz ihrer unglaublich großen Umsätze nur geringe Steuersätze in Europa zahlen. Nun einigten sich die G20-Finanzministerinnen und -minister beim Gipfeltreffen in Fukuoka auf eine Erklärung zur gemeinsamen Besteuerung von Großkonzernen, wie etwa die ZEIT berichtet. Die Erklärung verheißt Folgendes:
Wir werden unsere Anstrengungen für eine konsensbasierte Lösung mit einem finalen Bericht im Jahr 2020 verdoppeln.
Der Ungleichheit der Steuerzahlungen von ortsansässigen Unternehmen und Tech Playern, die beispielsweise in Irland mit weniger Steuerzahlungen leben, soll begegnet werden. Es soll zu einer globalen Mindeststeuer kommen, die alle Unternehmen zahlen müssen. Die Fairness soll insofern gewährleistet werden, als die Steuer sich nicht nur darauf bezieht, in welchem europäischen Land ein Tech Player ansässig ist, sondern in welchen Ländern dieser auch zahlreiche Nutzer hat.
Die Steuergrundlagen, dass im Produktionsland auch besteuert wird, sind alt, aber bei Digitalkonzernen nicht zeitgemäß. Denn diese brauchen keine Produktionsstätte und können von überall aus ihr Geschäft verwalten. Neben der Mindeststeuer gibt es jedoch noch die Überlegung zur Aufteilung der Besteuerung in den einzelnen Staaten eines Markts. Hierzu gibt es drei Ansätze, die diskutiert werden, wie der Wirtschaftskorrespondent der FAZ, Manfred Schäfers, erklärt. Einerseits könnten Daten von Nutzern aus einem Gebiet herangezogen werden, um eine Besteuerung dort zu ermöglichen, wo diese Nutzer sitzen. Andererseits sei auch eine Orientierung an Marketingaufwendungen möglich, die einen besonderen Gewinn für ein Unternehmen generieren. Letztlich stehe auch eine digitale Betriebsstätte im Raum, die ermöglicht, dass auf Grundlage von Größen wie Umsatz, Mitarbeiter etc. eine Aufteilung des Gewinns zwischen einzelnen Marktstaaten vollzogen wird.
Ob eine Digitalsteuer tatsächlich mehr Steuergerechtigkeit hervorrufen kann, bleibt abzuwarten bis es konkrete Vorgaben gibt. Bis dahin ist die Einigung zwar ein guter Schritt, allerdings nur durch Worte gestützt. Eine stärkere Besteuerung der großen Tech Player wäre dabei nur angemessen, da sie von Milliarden Nutzern Daten und Umsätze generieren, die ihnen Relevanz und Macht verleihen.

Die 100 wertvollsten Marken: Amazon überholt Apple und Google

Die 100 wertvollsten Marken: Amazon überholt Apple und Google

Jährlich werden vom Marktforscher Kantar die 100 wertvollsten Marken ermittelt. Besonders interessant dabei ist nicht unbedingt der tatsächliche Wert des Unternehmens, sondern vielmehr das prozentuale Wachstum, das im Vergleich zum Vorjahr Rückschlüsse auf die weitere Entwicklung zulässt. Die Ergebnisse des BrandZ-Rankings basieren auf Geschäftszahlen sowie auf mehreren Millionen Verbraucherumfragen. Erstmalig seit Erhebung der Daten erobert Amazon den ersten Platz, asiatische sowie junge und innovative Marken können deutlich mehr überzeugen und die Unternehmen aus Deutschland bleiben mehr oder weniger unverändert.
Mit 315,5 Milliarden US-Dollar: Amazon erstmalig auf Platz 1
Dieses Jahr gab es eine besondere Neuerung: Statt wie sonst Google, Microsoft oder Apple auf dem ersten Platz vertreten zu sehen, gibt es einen neuen Spitzenreiter namens Amazon. Mit einer Steigerung um 52 Prozent sichert sich der E-Commerce-Gigant den ersten Platz. 315,5 Milliarden US-Dollar beträgt der monetäre Wert des Unternehmens. Damit führt erstmals kein Technologie-Anbieter das Ranking an. Auf Platz 2 folgt Apple mit einem Wert von 309,5 Milliarden US-Dollar und Google knapp dahinter mit 309 Milliarden US-Dollar Wert.
Die wertvollsten Marken:
Rang
Marke
Wert (in Mrd. US-Dollar)
Änderung zum Vorjahr in %
1
Amazon
315,505
52%
2
Apple
309,527
3%
3
Google
309,000
2%
4
Microsoft
251,244
25%
5
Visa
177,918
22%
6
Facebook
158,968
-2%
7
Alibaba
131,246
16%
8
Tencent
130,862
-27%
9
McDonald’s
130,368
3%
10
AT&T
108,375
2%
Instagram startet durch
Am stärksten gewann jedoch die Foto-Plattform Instagram dazu. Ihr Markenwert steigerte sich um 95 Prozent und verdoppelte sich somit fast auf 28,2 Milliarden US-Dollar. Die Social Media-Plattform Facebook hingegen verlor im Ranking zwei Prozent und kommt nur noch auf einen Markenwert von 159 Milliarden US-Dollar. Daran und an dem Wachstum der anderen Kandidaten zeigt sich, dass junge Marken proportional schneller wachsen und langsam den Markt übernehmen. Sie sprechen das relevante junge Publikum um die Millennials und Generation Z an. Schon jetzt sind Unternehmen, die nach 1996 entstanden, in Summe vier Mal wertvoller als die Marken, die zwischen 1977 und 1995 gegründet wurden. Innovative Marken wie Netflix (34,3 Milliarden US-Dollar) und Uber (24,2 Milliarden US-Dollar) beweisen, dass die Markenwelt im Wandel ist und auch künftig für Überraschungen gut sein wird.
Die stärksten Gewinner:
Rang
Marke
Wert (in Mrd. US-Dollar)
Änderung zum Vorjahr in %
1
Instagram
28,2
+95%
2
Lululemon
6,9
+77%
3
Netflix
34,3
+65%
4
Salesforce
26,9
+58%
5
Adobe
27,9
+57%
6
Shiseido
6,0
+56%
7
Amazon
315,5
+52%
8
Uber
24,2
+51%
9
LinkedIn
22,8
+46%
10
Saint Laurent
3,6
+45%
Asien stärker vertreten, deutsche Marken stagnieren
Viele Marken, die neu unter den Top 100 vertreten sind, kommen aus dem asiatischen Raum. Mittlerweile machen asiatische Marken wie Xbox, Haier oder Xiaomi fast ein Viertel der Plätze im Marketingranking aus. Bis auf SAP und die Deutsche Telekom verloren die deutschen Unternehmen im Ranking eher. Wie im Vorjahr schon sind insgesamt acht deutsche Unternehmen vertreten. Die beiden Premium-Automarken Daimler und BMW verloren jeweils neun Prozent ihres Markenwerts und besetzen Platz 54 und 55. Außerdem befinden sich DHL, Siemens, Aldi und Adidas unter den Top 100.
Das Ranking zeigt, dass sich Ereignisse wie Datenskandale oder die Dieselaffäre negativ auf den Markenwert eines Unternehmens auswirken können – genauso wie eine gute Markenführung heutzutage einen bewussten Umgang mit Themen wie Nachhaltigkeit, Verantwortung und Innovation voraussetzt. Hierbei reicht es nicht, nur über Veränderungen zu reden. Mittlerweile erwarten Verbraucher Handlungen von den großen Unternehmen.

AWS: Amazon Personalize ist nun für alle Kunden verfügbar

AWS: Amazon Personalize ist nun für alle Kunden verfügbar

Im vergangenen Jahr hatte Amazon die Option Personalize für die Amazon Web Services-Kunden angekündigt. Nun ist die Verfügbarkeit für alle bestätigt worden. Mit der API können diese Entwickler die Machine Learning-Prozesse nutzen, um ein optimiertes personalisiertes Erlebnis für potentielle Käufer zu schaffen.
Amazon Personalize eröffnet vielfältige Möglichkeiten
TechCrunch und weiteren Medien zufolge ist Personalize von Amazon nun für sämtliche Kunden verfügbar. Mit einer AWS Account ID können sich diese inzwischen bereits für die Vorabversion registrieren. Der Service im Rahmen der Amazon Web Services soll dabei helfen, Suchende zu Käufern zu machen. Hierfür lassen sich dank Personalize „personalisierte[] Produkt- und Inhaltsempfehlungen, maßgeschneiderte Suchergebnisse und zielgerichtete Marketing-Werbekampagnen“ erstellen. Um diese Möglichkeiten nutzen zu können, haben Entwickler die Chance, auf Algorithmen zurückzugreifen, die jahrelang bei Amazons Website selbst zum Einsatz gekommen sind.
Personalize generiert einen Aktivitäts-Stream, der Daten zu Seitenaufrufen, Anmeldungen, Einkäufen usw. aufgreift. Außerdem werden Produkte, die empfohlen werden sollen, miteinbezogen. Weitere Daten, wie demographische oder geographische, die die Nutzer betreffen, können ebenfalls eingespeist werden, um eine möglichst personalisierte Erfahrung für die Nutzer zu ermöglichen. Dabei betont Amazon, dass alle verarbeiteten Daten vertraulich behandelt werden. Über die in der AWS Cloud integrierte API können die Kunden schließlich auch personalisierte Prognosen erstellen.
Amazons Personalize in der Visualisierung (mit einem Klick aufs Bild gelangst du zur größeren Ansicht), © Amazon Mehr Informationen zum Feature, das beispielsweise von Domino’s für personalisierte Benachrichtigungen verwendet wird, gibt Amazon im eigenen Blog preis. So meint etwa Mallika Krishnamurthy, Global Head, Strategy & Insights bei Domino’s Pizza Enterprises:
Durch die Nutzung von Amazon Personalize erzielen wir eine skalierte Personalisierung unserer gesamten Kundenbasis. Dies war früher nicht möglich. Mit Amazon Personalize können wir Kontext zu individuellen Kunden und ihren jeweiligen Umstände anwenden und damit individuelle Benachrichtigungen zu besonderen Deals und Angeboten über unsere digitalen Kanäle erstellen.
Wer Amazon Personalize nutzt, zahlt 5 US-Cent pro GB Upload an Daten und 24 US-Cent pro Trainingsstunde. Weitere Preise und ein Beispiel für ein Unternehmen findet ihr hier.