„Ausrüster für Neonazis“ – Amazon für Verbreitung brauner Produkte kritisiert

„Ausrüster für Neonazis“ – Amazon für Verbreitung brauner Produkte kritisiert

T-Shirts mit rechter Propaganda sorgen derzeit für Negativschlagzeilen beim Versandriesen Amazon. Obwohl das Unternehmen klare Richtlinien bezüglich des Amazon Marketplace hat, kommt es immer wieder dazu, dass Drittanbieter Artikel für Neo-Nazis anbieten. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, zeigt sich entsetzt und zieht die Online-Plattform zur Verantwortung.
Amazon reagiert zunächst verhalten auf Vorwürfe
In den Richtlinien für Drittanbieter hat Amazon folgendes deutlich verankert:

Verboten ist das Anbieten von Artikeln, die den Nationalsozialismus oder verfassungswidrige Organisationen verherrlichen, unterstützen, gutheißen oder verharmlosen.

Doch trotz dessen ist es nicht schwer, entsprechende Produkte schnell auf der Seite des Versandriesen zu finden, wie die Eigenrecherche zeigt. Auf die Vorwürfe des Zentralrats der Juden reagiert Amazon zunächst nicht. Erst nach einigen Tagen heißt es von Seiten des Unternehmens, dass man die angeprangerten Produkte überprüfen wolle. Sollten diese sich tatsächlich als regelwidrig herausstellen, könne den entsprechenden Händlern der Zugang zur Plattform komplett gesperrt werden. Amazon distanziert sich gleichzeitig von Nationalsozialismus und rechter Propaganda.
Um diese Produkte geht es
Für besonderes Aufsehen im negativen Sinne hatten T-Shirts mit dem Aufdruck „auch ohne sonne braun“ gesorgt. Verfechter des Produkts argumentieren damit, dass in den Spruch viel hinein interpretiert werden könne – jedoch lassen Farbe und Schriftart kaum einen Zweifel zu, dass es sich ganz klar um die politische Gesinnung handelt. Betrachtet man die Seite eines der Anbieter, BDS-Folientechnik, so lassen sich weitere Artikel in diese Richtung finden, beispielsweise Fanartikel der Rechtsrock-Band Landser sowie Parolen gegen eine bunte Gesellschaft und den deutschen Staat.
Die Aufdrucke der Kleidungsstücke lassen keinen Zweifel über eine rechte Gesinnung zu. Screenshot Amazon
Stimmen gegen solche Produkte werden laut
Wie erwähnt, zeigt sich der Präsident des Zentralrats der Juden entsetzt. Schuster kritisiert, dass sich neben den oben aufgezählten Artikeln noch viele weitere Produkte finden lassen, die „NS-Größen oder rechtes Gedankengut verherrlichen oder den Hass auf Minderheiten schüren“. Und tatsächlich lässt sich noch gefährlichere Propaganda auf Amazon finden. Hitler-Zitate, Parolen, welche Gewaltbereitschaft verkünden, und angeblich wissenschaftliche Ausarbeitungen mit Titeln wie „Der Jude als Weltparasit“ sind nur die Spitze des Eisbergs. Um gegen die Verbreitung solcher antisemitischen, fremdenfeindlichen und rückständigen Produkte vorzugehen, ruft Schuster Amazon zum Handeln auf:

Wer solche Waren auf dem Markt verbreitet, darf sich nicht darauf zurückziehen können, dass er lediglich ‚Anbieter‘ ist und damit keine Verantwortung hat […] gerade in der derzeitigen politischen und gesellschaftlichen Lage.

Auch auf der Seite der Artikel selbst beschweren sich Amazonkunden lautstark darüber, dass solche Artikel überhaupt auf der Plattform angeboten werden. Jedoch gibt es auch Verfechter der Produkte und ihres Aufdrucks, die über „Gutmenschen“ wettern:

Und auch in den Kommentaren werden Stimmen gegen rechte Propaganda laut, die auf große Zustimmung stoßen – dass die Schreiber der Kommentare das angeprangerte Produkt mit großer Wahrscheinlichkeit nicht gekauft haben, sei an dieser Stelle dahingestellt:
Über 100 Menschen fanden die erste Rezension hilfreich – über 100 Menschen, die sich gegen rechte Propaganda auf Amazon stellen.
Hassrede ist keine Meinungsfreiheit
„Amazon ist der perfekte Ausrüster für Neonazis, Hitler-Verehrer, Wehrmachtsnostalgiker – und Antisemiten“, schlussfolgert das Redaktionsnetzwerk Deutschland, das im Rahmen der Vorwürfe über Amazon mit Josef Schuster gesprochen hat. Und natürlich ist der Versandriese nicht als Anbieter der Nazi-T-Shirts zu verstehen – jedoch greift Amazon mit jedem Verkauf fleißig Provision ab. Dass etwas getan werden muss, steht außer Frage, denn: Eine politische Meinung steht jedem Menschen zu. Wer jedoch antisemitische Sticker auf dem Auto kleben hat, wer aktiv gegen die Buntheit unserer Gesellschaft vorgeht, indem er homophobe Parolen brüllt und Flüchtlingsunterkünfte anzündet, wer eine gewisse Partei wählt, die das Frauenbild der Hausfrau und Gebärmaschine propagiert – der sollte sich nicht wundern, wenn er auf heftige Gegenreaktionen stößt und durch seine unangemessenen Äußerungen eingeschränkt wird. Denn Hass hat nichts mit Meinungsfreiheit zu tun.
Gerade im Rahmen des momentan stattfindenden Prime Day dürften die Negativschlagzeilen Amazon hart treffen – jedoch auch schnellstens zum Handeln bewegen. Neben der Sperrung der entsprechenden Händler wäre es eine Maßnahme, dass sich das Unternehmen noch einmal öffentlich von jeglicher Verbindung zu Nazi-Propaganda distanziert – und gleichzeitig vielleicht auch Projekte zur Aufklärung unterstützt. Denn wie Theodor Fontane schon sagte: „Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf.“ Versuchen kann man es aber trotzdem.

Klage gegen Google: Bräustüberl am Tegernsee nimmt falsche Wartezeitangabe nicht hin

Klage gegen Google: Bräustüberl am Tegernsee nimmt falsche Wartezeitangabe nicht hin

Das Restaurant Bräustüberl Tegernsee erlangt derzeit überregionale Bekanntheit. Allerdings steht weniger die Küche im Vordergrund, sondern die Positionierung des Restaurants bei Google. Weil es dort zu fehlerhaften Angaben gekommen war, klagt das Bräustüberl nun gegen Google – doch das erweist sich als gar nicht so einfach.
Klage wegen falschen Wartezeitangaben
Die Bewertung bei Google lässt sich sehen: 4,4 Sterne hat das Bräustüberl Tegernsee bei über 6.500 Berichten bisher bei Google aufzuweisen. Auch sonst liefert Google Maps alle wichtigen Informationen, darüber hinaus die Option, direkt einen Tisch online zu buchen oder die Speisekarte einzusehen. Das alles klingt demnach nach positiven Synergieeffekten.

Doch das Bräustüberl hat ein Problem mit Google. Denn dort wurden vor Kurzem noch Wartezeiten angegeben, die bei 15 oder 30 Minuten lagen, obwohl zahlreiche Tische im Restaurant frei waren. Das empfand der Gastwirt Peter Hubert als geschäftsschädigend und hat inzwischen Klage gegen Google eingereicht, wie unter anderem Heise berichtet.
Im August soll im Landgericht München verhandelt werden. Hubert hatte gegenüber Heise erklärt:
Gäste, die sich vorab im Internet informieren, schreckt das ab. Wir sind keine Streithanseln. Jetzt klagen wir, dass das unterlassen und richtig gestellt wird.
Grundlage des Ärgers war die Chart für Stoßzeiten im Restaurant, die auch dann Wartezeiten von mindestens 15 Minuten, oft sogar mehr, anzeigte, wenn viele Tische vor Ort frei waren. Diese Angaben sind inzwischen bei Google Maps nicht mehr einsehbar, der Gang vor Gericht bleibt trotzdem nicht aus. Denn Hubert fürchtet, dass die Angaben wiederkehren und Gäste erneut abschrecken könnten. Als Beispiel hatte der Gastwirt an einem Werktag dokumentiert, wie gut 700 der 1.500 Tische frei geblieben waren, während bei Google Wartezeiten von bis zu 30 Minuten dargestellt wurden. Hubert machte Screenshots und Fotos aus dem Restaurant, um die falschen Relationen zu belegen.
Der Gang vor Gericht ist gar nicht so einfach
Der Schritt, gegen Google zu klagen, ist gewagt. Für eine Einzelperson ist solche eine Klage mit den damit verbundenen Kosten oft schon abschreckend. Das Bräustüberl aber geht diesen Weg. Dabei zeigt sich, dass Google sich gar nicht ohne Weiteres auf den Rechtsstreit einlässt. Google Germany in Hamburg hatte zunächst dementiert, die Klage überhaupt zugestellt bekommen zu haben. Außerdem äußerte das Unternehmen, die Klage hätte in die USA zugestellt werden müssen, an den Hauptsitz. Thomas Glückstein, Anwalt im Auftrag von Perter Hubert, sieht darin aber nur einen Versuch, die Klage abzuwehren:
Google unterhält große Büros in Deutschland, hat eine Rechtsabteilung in Deutschland und beschäftigt in Deutschland Entwickler, die an den weltweiten Google-Diensten arbeiten. Dass die Büros in Deutschland nichts mit den Google-Diensten zu tun hätten, halte ich für eine Schutzbehauptung von Google.
Immerhin ist es schon deutlich teurer und aufwändiger, eine Klageschrift in die USA zuzustellen. Laut Heise hat das Oberlandesgericht München bei einem vergleichbaren Fall eine Klageschrift an Microsoft in Deutschland als rechtmäßig anerkannt; auch hierbei forderte der Konzern eine Zustellung in den USA.
Das Bräustüberl ist kein Einzelfall
Nach Angaben des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga sind nach Bekanntwerden der Klage durch Hubert bereits 20 bis 30 weitere Gasthäuser mit Äußerungen an den Verband herangetreten, die zeigen, dass sie mit Google ähnliche Probleme hatten oder haben. Zur Wehr gesetzt hat sich bislang aber keines. Zu groß erscheint die Abhängigkeit von Google. Und natürlich werden sehr viele Leute genau dort nachschauen, wenn sie überlegen, in ein Restaurant zu gehen. Allerdings hat Peter Hubert nicht unrecht, wenn er betont, dass sich Gäste bei Wartezeiten – aber auch bei Meinungen zum Essen etc. – auf den gesunden Menschenverstand verlassen sollten, nicht in erster Linie auf Google.
Ob die Klage gegen Google erfolgreich verlaufen wird, so sie denn in Deutschland angenommen wird, ist schwer abzuschätzen. Insbesondere, da Google die Chart nicht mehr anzeigt. Zumindest zeigt das Bräustüberl aber, dass sich Googles Marktmacht im lokalen Business nicht so weit erstrecken darf, dass schlichtweg falsche Angaben einfach hingenommen werden. Das ist letztlich auch nicht in Googles Interesse und schon gar nicht im Sinne des Nutzers.

Diese Mythen über Influencer Marketing sind unwahr – und diese leider wahr

Diese Mythen über Influencer Marketing sind unwahr – und diese leider wahr

In den letzten Wochen wurde viel über die Kraft von sozialen Medien und Influencern (#Rezo) sowie jene von schlechtem Influencer Marketing gesprochen (#Arii) gesprochen – das Thema ist ein Dauerbrenner. Dass es an einigen Stellen dringenden Nachholbedarf gibt, soll an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden. Allerdings machen die zahlreichen Debatten auch auf eines aufmerksam: Viele Mythen umgeben das Influencer Marketing. Werbetreibende haben Sätze wie „Influencer Marketing kostet zu viel und erzielt für uns keinen Effekt“, „Influencer sind heillos überbezahlt und unzuverlässig“ oder „Likes und Follower werden in den sozialen Netzwerken zu einem Großteil gekauft“ im Kopf.
Doch welche Mythen sind wahr oder unwahr? Welche Mythen bewegen die Branche aktuell am meisten? Diese drei Mythen sind in den Köpfen der Marketer am stärksten verankert.
Influencer Marketing Mythos #1: Influencer haben deckungsgleiche Audiences
Dank Frequency Capping werden Menschen/Konsumenten aus einer Zielgruppe nicht zu oft mit ein und demselben Werbemittel konfrontiert. Zu stark von Werbung verfolgte Nutzer und zu große Streuverluste gehören damit, dank schlauer Targeting-Einstellungen, der Vergangenheit an. Ein riesiger Gewinn für die Werbebranche und die Konsumenten von Online-Inhalten. Allerdings sinkt so auch die totale Reichweite, vor allem manche YouTube- und Influencer-Kampagnen bleiben hinter den Erwartungen – woran liegt das?
In vielen Fällen spielen Werbekunden ihre (Social) Media-Budgets und -Kampagnen über klassische Media-Agenturen aus. Diese versprechen ihren Kunden im Gegenzug oft garantierte Reichweiten, die jedoch „leicht“ manipuliert werden können (wie mittlerweile die allermeisten wissen dürften).
Media-Agenturen arbeiten oft längerfristig mit sogenannten Multi Channel Networks (MCN) zusammen, weil diese, anders als Google selbst, für die Betreuung ihrer Creators sogenannte Revenue Shares erhalten. Dank dieser Revenue Shares, die in den größten MCNs nicht selten bis zu 30 Prozent betragen, haben die Netzwerke die Möglichkeit Werbung auf YouTube günstiger anzubieten als die Video-Plattform selbst. Das war viele Jahre ein extrem lukratives Geschäft und trieb die Umsatzzahlen von bekannten MCNs in zwei- bis dreistellige Millionenbeträge.
Einmal gelernt, vergrößern viele Netzwerke ihre Reichweite, um noch größere Media-Budgets umzusetzen. Aber wie? Schließlich fallen große YouTuber nicht einfach so vom Himmel. Ganz einfach: Zwei Influencer eines MCN kooperieren miteinander in mehreren Video-Formaten und erzielten dadurch den Effekt, dass Follower von Influencer A zu Influencer B wandern. Die Reichweite der Influencer einzeln betrachtet hat sich zwar erhöht, aber die Gesamtzahl der maximal zu erreichten Unique Visitors des MCN ist natürlich gleich geblieben. Es werden im Prinzip dieselben Follower angesprochen, allerdings von zwei oder mehreren unterschiedlichen Influencern. Dennoch wird Werbetreibenden eine erhöhte Reichweite versprochen, um auch die großen Kampagnen-Pitches zu gewinnen. Mittlerweile ist das Vorgehen glücklicherweise stark zurückgegangen.
Die Anzahl der „gemanagten“ Influencer und die Gesamtreichweite eines Netzwerks oder einer Agentur ist nicht das Maß aller Dinge und muss stets überprüft werden. Es ist unerlässlich, die Zielgruppe und die damit verbundenen Potentiale sowie Markenbilder zu analysieren. Dank umfangreicher und hervorragender Tools ist das Herausfiltern solch wichtiger Informationen für spezialisierte Agenturen überhaupt kein Problem mehr, sodass dieser Mythos in den meisten Fällen der Vergangenheit angehören sollte.
Influencer Marketing Mythos #2: Die Arbeit mit Influencern kann gefährlich werden
Das stimmt, denn es gibt drei Haupt-Gefahrenquellen beim Influencer Marketing:
1. Kampagnen ohne Brand-Fit, wie die schlagzeilenträchtige Coral-Kampagne von 2017
2. Influencer Fraud mit gekauften Likes, Kommentaren und Followern sowie Mass Storyviewing auf Instagram
3. Missverständnisse in der Kommunikation mit dem Influencer, wie unabgestimmter Content oder falsche Kampagnenhastags

Nur eine der drei Gefahren kann ein ganzes Brand Image zerstören und viel Geld verbrennen, denn clevere Werbung sieht anders aus – das wissen mittlerweile auch die Konsumenten. Also stimmt dieser Mythos. Allerdings nur, wenn Influencer Marketing vorschnell und mit falscher Herangehensweise betrieben wird. Werbetreibende sollten immer bedenken, dass sie die Kommunikation ihrer Inhalte und somit auch ihrer Brand einzelnen Personen (Influencern) übergeben. Wenn diese schlecht gebrieft werden oder wenig Medien- und Marketingerfahrung besitzen, kann das sehr schnell gefährlich werden. Zwar sind sie aufgrund ihrer authentischen Inhalte sehr erfolgreich im Aufbau von Communities, aber dennoch sind nicht wenige Shitstorms der Vergangenheit auf schlechte Briefings und nicht vorhandene Korrekturschleifen zurückzuführen.
Mit einfachen Mitteln kann man die Gefahren vermeiden:
1. Eine ausführliche Analyse des Influencers vor der Kampagne. Dazu gehören allgemeiner Content, Bildsprache und bisherige Kooperationspartner (vielleicht ist ja ein direkter Konkurrent dabei?).
2. Ausgehend von der Analyse kann bestimmt werden, ob der Influencer zur Brand und zum Produkt passt. Eine Heavy Metal Influencerin ist vermutlich wenig passend für eine mädchenhafte Modebrand.
3. Kreative und individuell auf Influencer Communities abgestimmte Kampagnen, die einzigartig und aufmerksamkeitsstark sind. „Outside the box“ ist wohl der beste kreative Denkansatz, denn copy & paste stellt die denkbar schlechteste Vorgehensweise dar.
4. Ein professionelles Briefing für den Influencer, der über Zeitpunkt des Posts, Kampagnenhastags, Korrekturschleifen und Zeiträume, Bildsprache etc. aufklärt.
Zu guter Letzt ist die fehlende Werbekennzeichnung ebenfalls eine große Gefahr. Ich weiß, seit der Abmahnwelle letztes Jahr kennzeichnen Influencer fast jede Nennung – also keine Gefahr mehr, oder? Es gibt einen Gegentrend, denn zum Teil wird inzwischen bewusst auf genaue Hinweise oder Kennzeichnungen verzichtet. Bei YouTube beispielsweise kennzeichnen Influencer mittlerweile oft das gesamte Video als „Dauerwerbesendung“, ganz in Stefan Raab-Manier. Dem User wird suggeriert, dass der Beitrag aus eigener Überzeugung erstellt wurde. Das reicht jedoch als Werbekennzeichnung nicht und verstößt gegen medienrechtliche Vorschriften. Vielleicht ist das angekündigte Influencer-Gesetz der Bundesregierung der Schlüssel zur Problembehebung …
Influencer Marketing Mythos #3: Influencer Marketing ist viel zu teuer!
Influencer Marketing ist bei vielen Brands fest im Marketing-Mix etabliert und wird mit hohen Budgets ausgeführt. Laut einer Studie von Goldmedia wird die Branche bereits 2020 an der Milliardengrenze kratzen. Rund 990 Millionen Euro sollen die Erlöse der Influencer in der DACH-Region dann betragen – eine immense Summe. Trotzdem sind die Preise pro Post oder Kampagne oft undurchsichtig, stark unterschiedlich und teilweise absurd hoch. Dass Influencer Marketing nicht gerade eine kostengünstige Marketingmaßnahme ist, bestätigt auch die Studie des Instituts der deutschen Wissenschaft: die Kosten sind teilweise sogar höher als für klassische TV-Werbung. Wow!

Aber einen Vorteil gegenüber anderen Werbemaßnahmen hat gut gemachtes Influencer Marketing unbestritten: eine präzise Zielgruppendefinition mit geringen Streuverlusten. Influencer können als Markenbotschafter/Testimonial fungieren, die langfristig mit der Brand kooperieren. Außerdem wird oft vergessen, dass Produktionskosten von Online-Kampagnen viel geringer als bei klassischen TV-Kampagnen sind beziehungsweise ganz wegfallen, wenn man Kampagnen kreiert, die sich in bestehende Formate von Influencern integrieren. Im Idealfall wird eine kooperierende Brand so relativ schnell zur Love Brand und Micro-Influencer freuen sich nicht selten über regelmäßige Produkte anstelle einer Bezahlung. Oder auch anders gefragt: Wem gibst du lieber dein Geld? Einem ehemaligen Fußballstar, der klassische Werbespots auf seinen Social Media-Kanälen postet oder einem professionellen Influencer, der seine Follower versteht, nur mit Marken im Brand Fit zusammenarbeitet und kreativen Content postet? Wer wird die größere Werbewirkung erzielen? Vermutlich nicht der Fußballer …! Allerdings bestätigen Ausnahmen die Regeln: Natürlich kann auch ein Ex-Fußballer ein professioneller Influencer sein und den Einfluss seiner Popularität nutzen, um die Brand Awareness einer Marke zu stärken. Vor allem durch die große Followeranzahl, nicht selten mehrere Millionen, verankern sich Marken und Produkte in den Köpfen der Zielgruppe. Hier kommt es also eher auf die (enorme) Reichweite an. Bei langfristigen Kooperationen scheint es sinnvoller auf Influencer zu setzen, die ein konstantes Engagement und so langfristige Aufmerksamkeit für die Marke gewährleisten können.

Lunch & Connect: Exklusives Dmexco Side Event bringt dich mit Branchen-Pionieren an einen Tisch

Lunch & Connect: Exklusives Dmexco Side Event bringt dich mit Branchen-Pionieren an einen Tisch

Pünktlich zur diesjährigen Dmexco liefert IntelliShop ein ganz spezielles Side Event für die Entscheider in B2B-Unternehmen. Beim „Lunch & Connect: B2B Commerce“ am 12.09.2019 im Kölner Radisson Blu werden Experten der Branche komprimierten, facettenreichen und wertvollen Input zum Besten geben, während Praxisbeispiele den Vertretern aus der IT, dem Vertrieb und dem Marketing neue Perspektiven ermöglichen. Das Event wird abgerundet durch ein ausgesuchtes Experten-Panel, feinstes Networking und noch feineres Essen. Nutze direkt deine Gelegenheit und registriere dich, um die Chance zu erhalten, zum exklusiven Kreis beim Lunch & Connect dazuzugehören – denn die Anzahl der Plätze ist stark limitiert. First come – first serve.
Direkt zur Registrierung
Branchenexperten in gemütlicher Lunch-Atmosphäre treffen und neue Business-Modelle kennenlernen
Wenn die Dmexco im September ihre Türen öffnet, wird die Welt des Digital Marketing und insbesondere der B2B-Branche in Köln versammelt sein. Unter den Side Events sticht „Lunch & Connect: B2B Commerce“ von IntelliShop heraus, weil es in wenigen Stunden nicht nur einen kompakten Einblick in zukunftsfähige Potentiale des digitalen Handels vermittelt, sondern die entsprechenden Impulsvorträge mit einzigartiger Networking-Atmosphäre und kulinarischem Genuss kombiniert. Das Event am 12.09. richtet sich ausschließlich an ausgewählte Personen aus dem B2B-Mittelstand mit Interesse an E-Commerce-Themen, die nun die Chance haben, sich für ihre Teilnahme zu registrieren.
Im Radisson Blu in Köln wird zwischen 12 und 15 Uhr ein dichtes und abwechslungsreiches Programm voller Highlights rund um Trends und Herausforderungen des E-Commerce auf die Teilnehmer warten.

Auf die Begrüßung durch Michael Döhler, Head of Consulting der IntelliShop AG, der über „B2B Commerce in 2025 – wo geht die Reise hin“ sprechen wird, folgt in hochwertiger Business-Umgebung eine Vorspeise für die Teilnehmer.
Michael Döhler leitet die Veranstaltung ein, © IntelliShop
Darauf werden die Impulsvorträge „B2B Handel im digitalen Zeitalter“ sowie „Revolution im Holzfachhandel“ von den E-Commerce-Experten Dr. Markus Preißner, seines Zeichens Wissenschaftlicher Leiter der IFH Köln, und Carsten Blaschnig, Leiter E-Business und Online Marketing, W. & L. Jordan GmbH, den Gästen neue Sichtweisen für die Möglichkeiten im digitalen B2B aufzeigen. Ein exquisiter Hauptgang plus ein erlesenes Dessert runden die Veranstaltung ab, bei der viel Raum für wertvolles Networking mit einer ausgesuchten Zielgruppe gegeben ist.
Die Veranstalter erfahren im Vorfeld des Events vom Veranstalter den genauen Treffpunkt vor Ort bei der Dmexco.
Das Programm in der Übersicht
11:30 Uhr – Open Doors
12:00 Uhr – Begrüßung IntelliShop
– Vorspeise –
12:30 Uhr – Impulsvortrag „B2B Handel im digitalen Zeitalter“
13:00 Uhr – „Revolution im Holzfachhandel“
– Hauptgang | Dessert –
14:15 Uhr – Networking & Ausklang
Das Radisson Blu wird im September zum Treffpunkt für das Dmexco Side Event mit ausgewähltem Publikum, © IntelliShop
Du bist in einem B2B-Unternehmen tätig, dass sich aktuell den Herausforderungen des E-Commerce stellt und möchtest dich im exklusiven Kreis zu neuen Business-Modellen und Digitalisierungspotentialen austauschen, während du mit vorzüglichem Essen versorgt wirst? Dann registriere dich jetzt! Die Plätze beim Lunch & Connect sind begrenzt und die Einladungen von IntelliShop begehrt.
Registriere dich für deine Chance beim „Lunch & Connect: B2B Commerce“ dabei zu sein
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Schnäppchenjagd für Mitglieder: Amazon Prime Day will neue Rekorde schreiben

Schnäppchenjagd für Mitglieder: Amazon Prime Day will neue Rekorde schreiben

Wie ein Report von Adjust und Liftoff kürzlich zeigte, verliert das Saisongeschäft im E-Commerce zunehmend an Bedeutung. Stattdessen rücken Online Shopping-Events in den Fokus der Verbraucher. Viele sind gewillt, auf die oft jährlich stattfindenden Event-Tage zu warten und an ihnen besonders viel Geld auszugeben. Der bekannteste Shopping-Tag der Händler ist in der Hinsicht wohl der Amazon Prime Day, der im Juli stattfindet.
Schnäppchenjagd an zwei ganzen Tagen
Ursprünglich ins Leben gerufen, um den kostenpflichtigen Prime-Mitglieds-Service zu bewerben, reiht sich der Amazon Prime Day mittlerweile hinter dem Black Friday oder Cyber Monday ein, die sich allerdings über mehrere Tage erstrecken. Dieses Jahr scheint Amazon alle Rekorde knacken zu wollen und macht aus dem ursprünglichen einen Tag, der letztes Jahr schon auf 36 Stunden erweitert wurde, ganze zwei Tage. Am 15. und 16. Juli können Prime-Mitglieder aus 18 Ländern dieses Jahr auf Schnäppchenjagd gehen.
Schon jetzt wirbt Amazon auf der Website mit den besten Deals. © Screenshot Amazon Eine von Periscope By McKinsey durchgeführte Studie ergab, dass sich mehr als 70 Prozent der deutschen Verbraucher für den Prime Day begeistern können und vorhaben, an den beiden Tagen etwas zu kaufen. Und das nicht zu knapp: Verbraucher in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland gaben an, dieses Jahr mehr Geld als im letzten ausgeben zu wollen. Dabei sei besonders die Vorabrecherche entscheidend. Nur 23 Prozent der Befragten wollte am Prime Day spontan entscheiden, in welchen Produktkategorien sie einkaufen. Die große Mehrheit gab an, bereits einen Monat vorher zu recherchieren, welche Deals für sie spannend sein werden. Trotz Planung haben ganze 15 Prozent kein festgelegtes Budget für das sie shoppen möchten. Bezüglich der Kategorien bestehen große Übereinstimmungen. Die Mehrheit der Verbraucher möchte Unterhaltungselektronik shoppen. Auch in Deutschland möchten dies 60 Prozent, danach folgen 51 Prozent mit Kleidung und Accessoires und 46 Prozent mit Büchern, Musik und Filmen.
Marketingstrategien und andere Side-Events
Grundsätzlich sind die über eine Million Angebote nur für Prime-Mitglieder verfügbar, doch einige Vorabdeals können auch Nicht-Mitglieder ergattern. Im Netz kursieren diverse Listen, welche die vermeintlich besten Deals anpreisen und viele Einzelhändler reagieren auf den Prime Day mit eigenen Angeboten. Der Marketing-Rummel ist groß und viele nutzen die Gunst der Stunde, um ihre Produkte besonders zu bewerben oder neu auf den Markt zu bringen. So auch diverse Prominente. Einige spezielle Celebrity Deals hat Business Insider aufgelistet.
Mit Musik für mehr Umsatz: Auf dem Prime Day-Konzert treten Stars wie Taylor Swift auf. © Screenshot Amazon Mit dem Prime Day Concert sollte schon vorab noch mehr Aufmerksamkeit auf das Event gezogen werden. Mit Taylor Swift als Headlinerin und anderen Stars wie Dua Lipa, SZA und Becky G im Programm, bietet Amazon Prime-Mitgliedern schon im Vorfeld eine große Show. Am 10. Juli wurde das Konzert live gestreamt und steht Mitgliedern danach für begrenzte Zeit auf Prime Video zur Verfügung. In München lud Amazon Music zum #PrimeDay Live Konzert mit den Fantastischen Vier und Clueso.
Die Einzelhändler nutzen die Chance – und ziehen mit
Die Begeisterung für Online-Verkaufsevents nimmt zu und befeuert die Nachfrage nach weiteren ähnlichen Gelegenheiten. Mit der großen Begeisterung der Verbraucher für Online-Shopping-Events ergeben sich auch für andere Einzelhändler große Chancen. Einzelhändler sollten darüber nachdenken, eigene Events einzuführen,
sagt Brian Elliott, Partner und Head of Innovation von Periscope, über die Ergebnisse der Studie. Das nehmen sich viele Einzelhändler zu Herzen und gehen in Konkurrenz mit Amazon. Ebay kündigte für den 15. Juli einen Crash Sale an und scherzte dabei über Amazons Serverabsturz im letzten Jahr. Sollte es dieses Jahr wieder zu Problemen kommen, verspricht Ebay zusätzliche Schnäppchen auf der eigenen Seite. Auch deutsche Anbieter wie Shoop.de ziehen mit und veranstalten eigene Event-Tage. Der „Shoop-Day“ verzeichnete in seiner ersten Ausgabe 2017 bereits 775.000 Euro Umsatz, was im Folgejahr um 92 Prozent auf knapp 1,5 Millionen Euro stieg. Für den dritten Shoop Day, der dieses Jahr stattfindet, erwartet das Unternehmen noch mehr Aufmerksamkeit, was weitere Umsatzsteigerungen für die teilnehmenden Händler bedeuten sollte. Die Begeisterung der Verbraucher für derartige Events zeigt sich in den getätigten Transaktionen: Nach eigenen Angaben verzeichnet Shoop.de an einem normalen Geschäftstag etwa 8.000 Transaktionen. Am Shoop Day 2018 lag diese Zahl bei 20.000.
Mit dem Shoop Day setzen wir ein Gegengewicht zum Prime-Day. Händler erreichen durch die starke Aufmerksamkeit an diesem Aktionstag eine erhebliche Umsatzsteigerung und das mit einem wesentlich geringerem Investment als bei Amazon,
erklärte der Geschäftsführer von Shoop.de, Veit Mürz, die Motivation für das eigene Event. Dass der Amazon Prime Day wieder ein Erfolg wird, steht wohl außer Frage. Händler und Unternehmen können die Chance für sich nutzen und mit eigenen Rabatten und Angeboten auf den Zug aufspringen und die kaufwilligen Verbraucher einsammeln.

Virus auf 25 Millionen Geräten: WhatsApp und Co. durch Betrugssoftware infiziert

Virus auf 25 Millionen Geräten: WhatsApp und Co. durch Betrugssoftware infiziert

Das Virus Agent Smith verunsichert derzeit weltweit Millionen Nutzer. Es schleicht sich über App Downloads auf dem Smartphone ein und greift einerseits auf Daten zu, verändert aber auch den Code in anderen populären Apps, allen voran WhatsApp, und spielt Nutzern mehr Werbung aus. Bisher sind 25 Millionen Geräte betroffen, vor allem in Indien, Pakistan und Bangladesch. Die IT-Sicherheitssoftware Check Point warnt vor allem vor Third Party App Stores. Die Gefahr hält sich jedoch in Grenzen.
Virus infiziert verschiedene Apps
Die IT-Sicherheitsfirma Check Point entdeckte die Malware, die insbesondere über Third Party App Stores wie 9Apps verbreitet wurde. Betroffen sind bisher besonders Nutzer aus Indien, aber auch Bangladesch, Pakistan, Australien, den USA und Großbritannien. Genannt Agent Smith, versteckt sich das Virus in infiltrierten Apps wie kostenlosen Games, „Erwachsenen“-Apps oder nützlichen Alltags-Apps. Ist solch eine App auf dem Gerät, wird dort nach populären Apps wie WhatsApp oder MXplayer gesucht. Die Malware wird auf dem Gerät als APK (Android Package) installiert. In der Folge wird das APK der gesuchten Apps mit betrügerischen Elementen angereichert, sodass deren Code infiziert wird. Der Effekt dieses Angriffs ist jedoch für den Nutzer nicht der Worst Case. Denn durch Agent Smith wird in den infizierten Apps zusätzliche Werbung, meist ohne Kontext angezeigt. Auf diese Weise soll der Betrug durch das Virus auch finanziell von Nutzen sein.
So stellt sich der Angriff durch Agent Smith dar, © Check Point Noch keine große Gefahr, das Potential ist aber vorhanden
Durch das Ausspielen der Ads allein entsteht für die Nutzer keine besonders große Gefahr. Allerdings könnte diese Malware mit ein wenig Modifikation durchaus deutlich gefährlicher werden, wie Heise berichtet. Das wäre der Fall, wenn die Geräte und installierte Apps weiterhin eine Anfälligkeit für die Exploits aufweisen und diese darauf abzielten, Nutzerdaten abzugreifen oder auf Kreditkarteninformationen zuzugreifen etc.
Für Nutzer in Deutschland ist die Gefahr bisher gering und Infizierungen sind hierzulande bis dato nicht bekannt. Laut Check Point hatte es die Malware vor allem auf Nutzer, die Hindi, Indonesisch, Russisch und Arabisch sprechen, abgesehen. Bei dem Google Play Store hatten die schadhaften Applikationen, die das Virus auf die Geräte brachten, zum Teil ebenfalls Einzug gehalten, obwohl die Sicherheitsvorkehrungen, anders als bei vielen Third Party App Stores, solche Schadsoftware erkennen und ausschließen sollten. In der Folge wurden elf Apps aus dem Store entfernt.
Die ausführliche Untersuchung von Check Point gibt alle Details zur betrügerischen Nutzung preis und erklärt, dass schon 2016 mit der Konzeption von Agent Smith begonnen wurde. Die Firma ruft zu einer stärkeren Kontrolle durch App-Entwickler, Gerätehersteller, Systementwickler, aber auch User auf. Die Nutzer sollten lediglich seriöse Apps bei offiziellen App Stores herunterladen.
Wer die Malware auf seinem Gerät vermutet, kann die zuletzt installierten Apps einfach deinstallieren. Außerdem sollten Apps, auf die das Virus abzielte, also etwa WhatsApp, neu installiert werden. Zur eigenen Sicherheit sollten die Nutzer stets die Apps mit den vorgesehenen Updates versehen und sie einer Kontrolle unterziehen. Wenn eine ungewöhnliche Anzahl von fragwürdigen Ads in Apps auftaucht, könnte das auf Betrug hindeuten. Mit diesem System um Agent Smith dürften sich die Entwickler desselben finanziell bereichert haben.

Konkurrenz für Slack: Microsoft Teams auf der Überholspur

Konkurrenz für Slack: Microsoft Teams auf der Überholspur

Kürzlich veröffentlichte Microsoft eine erste Statistik, wie viele Nutzer auf Microsoft Teams zurückgreifen, wodurch ein klarer Vergleich zum direkten Konkurrenten Slack möglich wird. 13 Millionen täglich aktive Nutzer darf Microsoft verbuchen und ist somit vom aktuellen Stand her Slack um 3 Millionen Nutzer voraus, ausgehend von Slacks zuletzt veröffentlichter Statistik, welche diesen Januar bereitgestellt wurde, wie auch Geekwire berichtet. Wie viel Wahrheitsgehalt jedoch im Nutzervorsprung steckt, bleibt dementsprechend fraglich.
Die tatsächlichen Nutzerzahlen
Als Slack im Januar seine Statistik zu den Nutzerzahlen veröffentlichte, schien hierbei noch ein klarer Vorsprung zu herrschen. Während Slack sich über 10 Millionen Nutzer erfreuen durfte, waren es bei Microsoft Teams 8 Millionen. Dies spricht bereits dafür, dass Microsoft Teams monatlich beinahe eine Millionen neue Nutzer dazu gewinnt – ob Slack mit diesem Wachstum mithalten kann, ist bisher nicht bekannt, doch ausgehend davon, dass Microsoft seine Nutzerzahl innerhalb eines halben Jahres beinahe verdoppelt hat, scheint es unwahrscheinlich, dass Slack ähnliche Statistiken aufweisen kann – wenn auch nicht unmöglich. Dennoch handelt es sich sich hierbei nur um Spekulationen, bis eine neue Statistik von Slack folgt.
Innerhalb von zwei Jahren weist Microsoft Teams ein beeindruckendes Wachstum auf. © Microsoft Die Vorteile von Microsoft Teams
Microsoft hat eine große Anzahl relevanter Software-Lösungen, auf die täglich Millionen von Nutzern zurückgreifen – auch neben der Collaboration App Teams. Allen voran natürlich Microsoft 365 mit Word, Excel, Notes, etc. – Teams lässt sich mit all diesen verbinden und hat somit einen direkten Vorteil gegenüber Slack, denn auch die 365-Reihe erfreut sich großer Beliebtheit im Büroalltag. Microsoft 365 Corporate Vize-Präsident Jared Spataro kommentierte dies folgendermaßen:
Teams for us is helping people to get more value out of Microsoft 365. What we find is that customers who use Teams use more SharePoint, OneDrive, Excel, PowerPoint, OneNote, all the core components of Microsoft 365. That’s largely because Teams is the embodiment of M365 coming together and presenting itself in an integrated fashion.
Die Verbindungsmöglichkeit ist also nicht nur ein direkter Vorzug für Teams, vielmehr können Nutzer dadurch noch mehr Nutzen aus der 365-Software beziehen. Künftige Funktionen, die das Arbeiten noch einfacher gestalten sollen, sind ebenfalls geplant. Unter anderem priorisierte Benachrichtigungen – vor allem für Arbeitsstellen wie Krankenhäuser könnte hierin ein großer Nutzen liegen -, eine Stechuhr-Funktion, die Arbeitnehmern ermöglicht in der App ihre Arbeitszeiten einzutragen, sowie Ankündigungen und kanalübergreifende Nachrichten.
Slack an der Börse
Ende letzten Monats wurde bekannt, dass die Konkurrenz Slack an die Börse geht. Die App übersprang dabei das Initial Public Offering (IPO) und wird die Papiere direkt in den Handel schicken. Gelistet wurde das Unternehmen mit 17 Milliarden US-Dollar, wodurch es weiterhin sehr gut abschneidet, allerdings minderte vorheriges Einbüßen bei einem operativen Geschäft den Wert des Unternehmens. Wenn auch Slack nicht schlecht dazustehen scheint, lässt lich ebenso wenig leugnen, dass Microsoft Teams sich in rapidem Tempo annähert und einen überaus starken Konkurrenten bildet. Zur Börsensituation von Slack sagte Jared Spataro Folgendes:
The Slack IPO certainly has raised awareness that there’s this type of offering out there. We have really appreciated the fact that hardly anyone mentioned Slack without mentioning Teams as a strong competitor. So we definitely see interest for sure, and the interest is growing.
Es ist anzunehmen, dass beide Apps sich sich in etwa bei derselben Nutzeranzahl befinden, doch könnte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Teams die Konkurrenz überholt. Die Statistiken sprechen allemal dafür. Selbst wenn dies der Fall wäre, ist der Markt, auf dem die Apps rivalisieren, groß genug für beide. Doch sofern Slack die Spitzenposition beibehalten möchte, muss noch Einiges folgen, denn Teams glänzt zurzeit mit kluger Innovation und wächst damit beständig weiter.

Für Advertiser und Netzwerke: Nielsen ermittelt Daten zu Podcast-Hörern

Für Advertiser und Netzwerke: Nielsen ermittelt Daten zu Podcast-Hörern

Beliebte Genres, die beste Zeit zum Hören und vieles mehr. Nielsen möchte das Nutzungsverhalten der Podcast-Hörer untersuchen und die Daten aufbereiten, sodass Klienten der Branche darauf zurückgreifen können, um Podcasts oder Werbung darauf auszurichten.
30.000 Menschen werden in den USA befragt
Nielsen selbst gab bei PR Newswire bekannt, dass ein Podcast Listener Buying Power Service gelauncht wird. Dieser soll Podcastern und Marken spezifische Insights zur Hörerschaft verschaffen. Dabei wird Nielsen auf knapp 30.000 Nutzer zurückgreifen, von denen via Umfrage Daten ermittelt werden. Allerdings ist dieses Vorhaben bislang auf die USA begrenzt. Das Ganze soll unter der Lösung Nielsen Scarborough laufen und Klienten wie iHeartPodcast Network, Cadence13, Midroll, Westwood One und Cabana möchten davon profitieren.
Mit der eigenen Datenbasis gibt Nielsen an, auch zu spezifischen Podcast-Programmen ausgiebige Informationen die Nutzung betreffend liefern zu können. Zudem bietet der Service Fragen zur Nutzung von mehr als zwölf Podcast-Genres. Darüber hinaus werden gut 2.000 Retail- und Kaufintentions-Kategorien in den Berichten vorhanden sein sowie klare Angaben zur Werbewahrnehmung von Advertisern aus Branchen wie Automobile, Versicherungen, Fastfood-Restaurants usw. Die Berichte zur Podcast-Nutzung werden zweimal jährlich über webbasierte Software erstellt und veröffentlicht. Profitieren können die Podcaster selbst, wie Conal Byrne, Präsident des iHeartPodcast-Netzwerks, betont:
We are looking forward to the ways that data from Nielsen’s Podcast Listener Buying Power service will allow us to communicate our podcasting value proposition to advertisers. As our business continues to expand, and the abundance of ways that people are listening across multiple platforms continues to amplify, it’s imperative that we have the tools necessary to accelerate our business and have a deep understanding of what motivates over a quarter of a billion of our monthly U.S. listeners.
Nielsen möchte die Audio-Industrie unterstützen – und Geld machen
Nielsen, das jährlich über 200.000 Menschen in verschiedenen Medienkontexten mit Interviews am Telefon, Web-Fragebögen etc. untersucht, ist für seine großen Datensätze bekannt. Die Daten des neuen Service zur Podcast-Nutzung dürften für viele in der Digitalbranche von Interesse sein, Podcast-Betreiber, -Netzwerke und Advertiser. Brad Kelly, Managing Director bei Nielsen Audio, erklärt:
As the audio landscape continues to evolve, podcasting is winning the attention of American consumers as another powerful tool in audio’s arsenal. We are proud to empower these visionary clients with the insights that will propel them forward as they continue to lead the way in our industry. This groundbreaking service is growing podcasting beyond direct response by profiling specific brands, leading the way into the future of podcasting.
Mit den wertvollen Daten zum Status quo der Podcast-Nutzung in den USA wird Nielsen einerseits viel Umsatz machen können. Andererseits dürfte sich aber auch die Audio-Werbung in ihrer Ausführung noch passender gestalten, womöglich sogar nativer werden. Denn bislang hat die Podcast-Industrie, die in den USA schon sehr groß, in Deutschland noch stark im Wachsen begriffen ist, nur unvollständige Kenntnisse über die Hörer und ihr Nutzungsverhalten. Oft können nur einige Daten zu den Hörern ermittelt werden, Spotify kann Advertisern zumindest vermitteln, welche konkreten Hörer auf welche Podcasts zugreifen. Der Cookie-lose Traffic macht das Werben auch nicht einfacher, weshalb sich eine umfassende Datenermittlung wie jene von Nielsen für alle Seiten als lukrativ erweisen könnte. Wir dürfen daher gespannt sein, ob Nielsen oder ein anderes Unternehmen auch in Deutschland oder Europa eine tiefergehende Analyse der Podcast-Hörerschaft anstrebt. Das finanzielle und Werbepotential dieses noch jungen Bereichs mag so weiter offenbart und ausgeschöpft werden.

Neuer Campaign Manager bei LinkedIn: 3 neue Zielvorgaben stärken den Funnel

Neuer Campaign Manager bei LinkedIn: 3 neue Zielvorgaben stärken den Funnel

Ein großes Problem im Marketing ist es, mit Kampagnen Erfolge zu erzielen, die konkret den eigens definierten Kampagnenzielen gerecht werden. Ein Feedback, welches LinkedIn vielfach von seinen Nutzern und Nutzerinnen bekam – und dementsprechend stellt die Plattform nun ihr neuestes Feature vor: Den überholten Campaign Manager. Zuvor befand sich dieser in der Beta und wurde nur für einzelne Nutzer verfügbar gemacht, doch wurden seit dieser diverse Änderungen vorgenommen und nun auch in einem Post dargelegt. Ob etablierter B2B Player oder frisches Start-Up, LinkedIn plant hiermit allen Unternehmensformen helfen zu können. Doch was kann der neue Campaign Manager?
Mehr Auswahl
Nun neu im Campaign Manager sind drei sogenannte Zielsetzungen, im Englischen „Objectives“: Brand Awareness, Website Conversions und Job Applicants. Diese Angebote sollen es Unternehmen noch weiter ermöglichen, Kampagnen und Zielsetzung aneinander anzupassen. LinkedIn zufolge würden frühe Ergebnisse bereits für den Erfolg des Campaign Managers sprechen, denn die Nutzerzufriedenheit soll sich bisher um 67 Prozent gesteigert haben, im Vergleich zum alten Campaign Manager.
Die neuen Zielsetzungen sollen Unternehmen helfen, ihrer Zielsetzung noch besser nachzukommen. © LinkedIn In der Übersicht können die drei Zielsetzungen Folgendes:
Brand Awareness:Share of Voice für Produkte und Servces lassen sich bei Kampagnen, die im Funnel Priorität genießen, und über Impressions abgerechnet werden, erhöhen.
Website Conversions: In Verbindung mit dem Conversion Tracking Tool lassen sich hierdurch Kampagnen erstellen, optimiert für spezielle Aktionen auf der eigenen Website wie beispielsweise Downloads oder auch das Abschließen von Transaktionen.
Job Applicants:Kunden von LinkedIns Talent Solutions können nun Anzeigen zur Bewerbung schalten, um diese bei LinkedIn oder der eigenen Website zu erhalten.
Wie viel Potential steckt im neuen Campaign Manager?
Erste Eindrücke der neuen Funktionen scheinen weitestgehend positiv. AJ Wilcox von B2Link sagte Folgendes zu den neuen Zielsetzungen:
Objective-based Buying generated 300% more sign ups than standard bidding over an equivalent amount of time. Objective-based Buying generated more conversions than any other similar time period I compared it to, all the way back to 2015.
Bisher scheint die Plattform also erste Errungenschaften zu verbuchen. Auch zur Frage der Preisgestaltung stehen bereits antworten zur Verfügung:
If you select website visits as your objective, you will only be charged for clicks that go to your landing page. For social engagement campaigns, pricing will be optimized to include all social actions (likes, comments, shares, etc.).
Advertiser können mit den neuen LinkedIn Funktionen die immer relevantere Werbeplattform noch effizienter für sich nutzen, was künftig wiederum den Einsatz von Kampagnen erheblich steigern könnte, da anvisierte Ziele besser erreicht werden können.

Facebook macht Anzeigen noch transparenter

Facebook macht Anzeigen noch transparenter

In seiner Transparenzoffensive führt Facebook jetzt Tools für Nutzer ein, mit denen sie künftig besser nachvollziehen können, warum ihnen welche Anzeigen ausgespielt werden. Zusätzlich stellt Facebook eine verbesserte Ausawahl an Anzeigen-Präferenzen bereit.
Spezifischere Informationen rund um das Targeting auf Facebook
Wer Facebook nutzt, kommt um Anzeigen im Feed und den Seitenwidgets nicht herum. Bereits vor vier Jahren hat Facebook die Möglichkeit eingeführt, sich darüber zu informieren, warum bestimmte Ads ausgespielt werden. Nun kommen neue Tools hinzu, die die Transparenz weiter erhöhen sollen.

Warum welche Anzeige ausgespielt wird
Klickte der User bisher auf die Frage, wurden ihm vornehmlich demographische Gründe genannt, wie etwa bei der obenstehenden Anzeige:
Du siehst diese Werbeanzeige wahrscheinlich aus dem Grund, dass Life Is Better Around Cats folgende Zielgruppe erreichen möchte: Personen im Alter von 18 und älter, die in Deutschland wohnen oder kürzlich da waren. Diese Information basiert auf deinem Facebook-Profil und wo du dich mit dem Internet verbunden hast.
Da knapp 70 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen über 18 Jahre alt sind, ist das natürlich eine sehr generische Aussage. Facebook möchte daher künftig spezifischere Informationen über das Targeting preisgeben. So kann der Nutzer also sehen, aufgrund welcher Interessen oder übereintreffenden Kategorien er eine Anzeige sieht. Auch auf welchen Websitebesuchen oder Page Likes das Targeting basiert, soll der Nutzer in Zukunft erfahren.

Anzeigen-Präferenzen
Auch die Anzeigen-Präferenzen erhalten ein Update und zeigen nun Informationen über Unternehmen an, die die Daten eines Nutzers hochladen und verwenden. Dabei gibt es die zwei folgenden Sektionen:
User bekommen in Zukunft Informationen darüber, welche Werbungtreibende eine Liste mit Userdaten auf Facebook hochgeladen und diese für das Anzeigen-Targeting in den letzten sieben Tagen eingesetzt haben.
Unternehmen, die eine Liste hochgeladen und diese geteilt haben. In dieser Sektion sieht der User, welche Drittanbieter und Unternehmen die Liste in den vergangenen 90 Tagen hochgeladen und mit welchen Werbetreibenden sie diese geteilt haben.

Facebook verfolgt mit seiner Transaparenzoffensive das Ziel, das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen respektive zu stärken. Zwar kann kein nennenswerter Nutzerschwund beklagt werden, doch hat der Konzern in den vergangenen Jahren unter anderem stark mit einem Reputationsverlust aufgrund von Datenleaks und Missbräuchen zu kämpfen. Das Soziale Netzwerk kündigte an, die Anzeigentransparenz in Zukunft weiter zu erhöhen.