WhatsApp Newsletter sind ab Dezember 2019 verboten

WhatsApp Newsletter sind ab Dezember 2019 verboten

Newsletter sind nach wie vor ein elementares Kommunikationsinstrument für Unternehmen. Neben jenen, die im E-Mail-Postfach landen, ist auch die Versendung über Messenger populär. Doch ausgerechnet über den größten Messenger weltweit, WhatsApp, dürfen ab Anfang Dezember keine Newsletter mehr versendet werden. Eine Business-Kommunikation über die App ist dennoch möglich.
Stopp für professionelle Newsletter-Nutzung von WhatsApp
Facebooks Tochter WhatsApp hat über 1,5 Milliarden aktive Nutzer weltweit. Da bietet es sich für Unternehmen natürlich an, über diesen Kanal ebenfalls Newsletter auszuspielen. Man verspricht sich eine bessere Öffnungsrate als bei Mails. Doch damit ist ab Dezember Schluss, wie Meedia zunächst berichtete. In den FAQs gab das Unternehmen jüngst bekannt, dass Newsletter ab dem 7. Dezember 2019 nicht nur verboten sind, es wird sogar gerichtlich gegen Unternehmen oder Personen vorgegangen, die die Nutzungsbedingungen missachten. Und zu diesen gehört, dass der Versand von Massennachrichten untersagt ist. Das stellt WhatsApp unmissverständlich klar:
[…] WhatsApp ist entschlossen, die ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen – einschließlich rechtlicher Schritte – zu nutzen, um Missbrauch zu verhindern, der gegen unsere Nutzungsbedingungen verstößt. Dazu gehören beispielsweise automatisierte Nachrichten, Massennachrichten oder eine nicht personenbezogene Verwendung. Aus diesem Grund ergreifen wir neben der technologischen Durchsetzung auch rechtliche Maßnahmen gegen Einzelpersonen oder Unternehmen, für deren Missbrauch uns plattformbezogene Nachweise vorliegen. WhatsApp behält sich das Recht vor, unter solchen Umständen rechtliche Schritte einzuleiten.
Wer die Nutzungsbedingungen missachtet, kann seinen Kontozugang verlieren, aber auch gerichtlich belangt werden. Bisher hatte WhatsApp den Massenversand, also Newsletter über die App, ebenfalls als nicht persönliche Kommunikation verurteilt, aber weitgehend geduldet. Trotz der rigorosen Ankündigung können all jene, die einen WhatsApp Newsletter versenden, aber bis Anfang Dezember über eine Reorganisation dieser Kommunikation nachdenken.
Business-Kommunikation über WhatsApp trotzdem möglich
WhatsApp stellt nichtsdestotrotz Optionen zur Verfügung, die Unternehmen eine Kommunikation mit ihren Kunden ermöglichen. Dazu zählen sowohl die WhatsApp Business App als auch die WhatsApp Business API. Eine Interaktion mit Kunden ist dank dieser Optionen etwa über Tools möglich, die Nachrichten automatisiert sortieren und beantworten können. Auch ein Kunden-Support oder eingestellte Benachrichtigungen für diese Kunden können mit der Business App eingerichtet werden.
Kommunikation über die WhatsApp Business App, © WhatsApp So müssen Unternehmen sich ab Ende des Jahres auf diese Funktionen konzentrieren, um die Geschäftskommunikation über WhatsApp aufrechtzuerhalten. Ein Massenversand über die App ist nicht mehr möglich. Aber neben der Option, den eigenen E-Mail Newsletter bewusst zu optimieren gibt es auch im Social Media-Raum zahlreiche Möglichkeiten, um die Business-Kommunikation voranzutreiben. Das Stichwort sind personalisierte Interaktionen, sei es über WhatsApp und den Messenger, auf Instagram, Twitter, Facebook usw. Damit Kunden die Nachrichten lesen, die Unternehmen ihnen senden, ist außerdem etwas Kreativität gefragt. Diese wird WhatsApp mit der aktuellen Ankündigung also nur fördern.